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Eigene Gedichte zum Lesen für Alle
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scholzi

DU

#1 Beitrag von scholzi » 04.11.2009, 10:44

Bei einem Spiegel ist es so, du kannst ihm glauben was er sieht,
doch stellst du dich ihm gegenüber ist es die Hälfte deiner Schönheit was er verriet,
verborgen bleibt ihm dein innerer Glanz,
das ist wie schöne Musik ohne Tanz.
Dein Charakter, deine Art,
in Ziffern mehr als tausend Karat,
dein Aussehen, auf einer Skala unerreichbar,
für alle die sich Model nennen unantastbar.
Gib mir bitte jeden Tag dein lachen,
ich fang es auf und werde es aufbewachen,
jede Bewegung die ich darf an dir sehen,
gleicht ein Gedicht für Augen zum Verstehen.
Immer schade wenn du gehst, doch wie du gehst,
und die Zeit bist du kommst verwest,
danach das Wiedersehen wie erhofft,
gleicht dem Gefühl wie neugeboren ganz unverhofft.
Was verstehst du von dem Wort perfekt,
was erhoffst du dir für ein Effekt,
ich sage mir das jedes Mal bei deinem Anblick im Sonnenlicht,
und jedes Mal ist´s heiß im Herzen, bei dieser Aussicht.


Ich freu mich bei dir im Team dabei zu sein,
dein engster Partner im Verein,
zugleich bin ich dein größter Fan aller Zeit,
und jeden schlechten Pass verzeiht.
Nie werde ich die rote Karte ziehen,
nie hoffen das Ende zu erzielen,
um zu gewinnen werde ich dich mal fragen,
einen Vertrag auf Lebenszeit bei dir beantragen.
Bezahlen tue ich dann mit meinem Herz für dich,
eine Bürgschaft setze ich dann auf mich.
Mit Verstärkung aus unserm Blut,
sind wir unverwundbar und unschlagbar gut.
Die Regeln sind leicht zu verstehen,
ohne Abseits kann es immer weitergehen,
viel Freiraum zum Bewegen, ohne zu verlassen diesen Rand,
denn die Außenlinien sind uns wohl bekannt.

Für mich bist du der Hafen woher ich komme,
der Fels an dem ich mich stützen komme,
das Licht damit ich nicht verkomme.
Vielleicht sind wir bestimmt zueinander,
von Anfang an gedacht für einander,
in der Vergangenheit hergestellt,
in der Gegenwart bestellt,
für eine gemeinsame Zukunft angestellt.
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort,
sogar noch heute wo du stehst bin ich dort.


Lieber Gott so schön ist mein Leben,
der Grund dafür du hast mir diese Frau gegeben.
Womit hab ich das verdient sie zu haben,
war es Los, hatte ich Glück, willst du irgendwelche Gaben.
Hätte ich sie mir wünschen können,
so wäre ich nie darauf gekommen mir sie zu gönnen.
Ein Wesen so vollkommen, bitte lass mich immer leben an ihrer Seite,
ich habe so viel vor mit dieser Frau, meine Gedanken fangen an wo es aufhört bei deiner Weite.
Gott,kennst du mich noch mit meinen Gebeten,
ich von einem Leben träumte mit geliebten,
seht mich an, jetzt lebe ich meinen Traum,
mit dieser Frau jede Nacht im selben Raum.


Durch dich weiß ich was Liebe bedeutet,
für mich bis du das wichtigste im Leben wo alles hin deutet,
alle Sachen die ich besitze in meinem Leben,
glänzen weil du hast mir dich gegeben.
Du bist mein ganzer Stolz womit ich prahl,
mein Herz ist ausgefüllt mit Liebe wie noch nie einmal.
Ich will zu dir gehören bis ans Ende meiner Zeit,
will jeden Augenblick genießen und bewahren vor Vergessenheit.
Wie kann ich´s nur in Worte fassen,
wie kann ich´s dir nur zeigen meine Liebesmassen,
mir fehlen Worte für die Steigerung von Liebe,
genauso schaut es aus mit meiner Freude , in der ich liege.
Auf dieser Welt hab ich lang gesucht,
doch von Anfang an auf dich gebucht,
ich will dir sagen, du bist die einzige für mich auf Erden,
ich will dich fragen, willst du meine Frau nun werden.

autor

#2 Beitrag von autor » 04.11.2009, 21:12

Hallo "scholzi",

ich meine, die Lyrik ist vielleicht nicht sooo unbedingt das, womit du am meisten Eindruck machen kannst. Gewiss, einigen kruden Charme mag auch ich deiner Dichtung nicht absprechen, dennoch, möglicherweise würde sich die derart Angebetete die ganze Sache gerade deswegen noch mal überlegen. Ich könnte mir vorstellen, dass eine eher sachliche Textgattung etwas besser zu dir passen würde.

Viel Glück

a.

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evah pirazzi
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#3 Beitrag von evah pirazzi » 04.11.2009, 22:15

Meister autor,

bei deinem schönen Hinweis auf eine alternative "sachliche Textgattung" zum auserwählten Thread-Thema "Du" und zur obigen Prosadichtung fallen mir spontan ein/zwei Textfragmente aus einem der Goethe-Klassiker ein:
  • "...Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
    Gar schöne Spiele spiel ich mit dir..."

    "Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
    Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt."


    Quelle

Aber ich bin mir nicht sicher, ob die Angebetete damit eher zu überzeugen wäre.

Bild
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

autor

#4 Beitrag von autor » 04.11.2009, 22:51

"evah pirazzi",

so "DU" denn insinuieren möchtest, dass es sich beim "Erlkönig" um ein Liebesgedicht handelt, lass dir gesagt sein, du irrest. Kleiner Hinweis: Zur Not hilft fast immer Wikipedia.

Ich hielt schon immer die Interpretation des Verlustes der naiven Integrität für plausibel. Die Interpretation Rimas habe ich mir leider nicht ansehen/anhören können. Der Beginn deutet eher die Exposition naiver Integrität an. Was ist seine Botschaft?

a.

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#5 Beitrag von evah pirazzi » 04.11.2009, 23:13

Nun ja, ich dachte, ich hörte beim Lesen des Prosagedichtes den Erlkönig säuseln oder auch ein wenig des guten Marco Rima Interpretation.

Bild

Scholzi allein mag mich eines Besseren belehren.

:wink:
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

scholzi

#6 Beitrag von scholzi » 05.11.2009, 08:38

in den letzten zwei Jarehn hatte ich mehrere Gedichte geschrieben, diese habe ich hier im Forum eingetragen. Drei Gedichte, mehr sind es nicht ...
Zuletzt geändert von scholzi am 05.11.2009, 09:55, insgesamt 2-mal geändert.

tergram

#7 Beitrag von tergram » 05.11.2009, 08:49

scholzi,

lass dich von den 'huch-was-bin-ich-heute-wieder-intelligent-Stimmen' hier nicht beirren.

Schreib munter weiter, was auch immer du schreiben magst. Versmaß & Versfuß - wen juckt's? Und deine Angebetete wird dich weder an jambus noch trochäus oder daktylus messen. Hoffe ich.

Merke: Die Kunst ist frei. Die Gedanken auch. Goethe ist tot, der Erlkönig ein Kindsmörder und Rima muss man nicht unbedingt kennen.

Na also! :wink:

Hannes

#8 Beitrag von Hannes » 05.11.2009, 09:48

scholzi hat geschrieben:in den letzten zwei Jarehn hatte ich mehrere Gedichte geschrieben, diese habe ich hier im Forum eingetragen. Drei Gedichte, mehr sind es nicht ...
hallo scholzi,

weiter so ... wenn ich empfänger dieser deiner gedanken gewesen wäre, ich wäre sehr bewegt gewesen und ich hätte mich riesig gefreut. was gibt es für einen menschen bewegenderes, als wenn einer vor ihm/ihr steht und so etwas sagt ...

hg - hannes :wink:


ps. und für alle anderen versmassbewunderer :wink: :


Du, der ichs nicht sage, dass ich bei Nacht
weinend liege,
deren Wesen mich müde macht
wie eine Wiege.
Du, die mir nicht sagt, wenn sie wacht
meinetwillen:
wie, wenn wir diese Pracht
ohne zu stillen
in uns ertrügen?

Sieh dir die Liebenden an,
wenn erst das Bekennen begann,
wie bald sie lügen.

Du machst mich allein. Dich einzig kann ich vertauschen.
Eine Weile bist dus, dann wieder ist es das Rauschen,
oder es ist ein Duft ohne Rest.
Ach, in den Armen hab ich sie alle verloren,
du nur, du wirst immer wieder geboren:
weil ich niemals dich anhielt, halt ich dich fest.


Rainer Maria Rilke (1875-1926)

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tosamasi
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#9 Beitrag von tosamasi » 05.11.2009, 09:56

Ich bin nicht unbedingt ein Verfechter der 'reim dich oder ich fress dich' Poesie.
Man kann ohne erzwungene Reime oft etwas besser ausdrücken und es ist trotzdem poetisch.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

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