Erfreulich menschlich - kirchenpolitisch fragwürdig

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agape
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Erfreulich menschlich - kirchenpolitisch fragwürdig

#1 Beitrag von agape » 09.04.2010, 10:23

"Der Anfang einer kleinen `apostolichen oecumene'"

Erfreulich menschlich - kirchenpolitisch fragwürdig


Die beiden niederländischen Webseiten NAK und VAG (Fotos)

berichten über ein besonderes versöhnliches Treffen der Senioren.

Der schön geschriebene Bericht und auch die Fotos sprechen für sich.
So wirklich erfreulich dies auch auf der menschlichen Seite ist, die Frage bleibt im Raum, ob diese Aktionen von der neuapostolischen Leitungsebene nicht immer wieder als eine „apostolische Rückhol-Ökumene“ verstanden werden soll.
Nicht selten wurden in diesem Zusammenhang oft die Sätze gebraucht und in neuapostolischen Gemeinden suggeriert: „Die wahren Apostel haben wir, damit bleiben wir natürlich auf der sicheren Seite. Wenn die Anderen kommen wollen, sind sie immer herzlich eingeladen.“
Die NAK bleibt letztlich exklusiv, hofft aber auf Rückkehr der „Abgespaltenen“ bzw., der Herausgeworfenen.

Falls die NAK sogar ihre eigenen Apostel in formaler Weise verschärft und diese als „Universal-Apostel“ verstanden wissen will, [Das ergäbe sich folgerichtig aus Kiefers theol. Beitrag zur Apostolizität in allen Kirchen:
"Das Apostelamt war in der apostellosen Zeit zwar nicht besetzt,
doch immer gegenwärtig, da zur Kirche immer das Apostelamt gehört.", etc.]
dann wird ihr Anspruch noch klarer: „Der Papst kann abdanken und sein Amt an Stammapostel Leber übergeben. ;-)
Was ist da schon so ein kleines niederländisches Treffen mit einer Abspaltung?
Trotzdem: Überall, wo Versöhnung und Dialog und Kontakt entsteht - auch moderiert mit Geschenken, Blumen, Gesängen und Gebeten - ist natürlich der Heilige Geist - der Geist der Liebe und der Versöhnung, anwesend.
Das muss auch überall an der Basis passieren, nur kann man damit nicht auf eine kirchenpolitische Wendung setzen...

Lieben Gruß,
agape
Zuletzt geändert von agape am 10.04.2010, 07:50, insgesamt 1-mal geändert.
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

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Heidewolf
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Re: Erfreulich menschlich - kirchenpolitisch fragwürdig

#2 Beitrag von Heidewolf » 09.04.2010, 10:57

agape schrieb:
"Das Apostelamt war in der apostellosen Zeit zwar nicht besetzt, doch immer gegenwärtig, da zur Kirche immer das Apostelamt gehört.", etc.] dann wird ihr Anspruch noch klarer: „Der Papst kann abdanken und sein Amt an Stammapostel Leber übergeben. ;-)

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Wenn ich das jetzt so interpretiere, wie es da steht. Dann war das Apostelamt ja bei der RKK im Geiste immer mit dabei. Ich glaube, so sehen die Herren im Vatikan das auch.
Da stellt sich dann schon die Frage, wer abdanken muss?

Wenn ich mir dann aber so die ergrauten Herren im Vatikan anschaue, dann behagt mir der Gedanke an eine Führung duch einen Papst doch nicht. Ich habe zwar großen Respekt vor dem Alter. Aber die Erfahrung zeigt, das damit verbunden auch solche Dinge auftreten wie z.B. Altersstarrsinn, teilweise Unzurechnungsfähigkeit, abnehmende Schaffenskraft, nachlassende geistige Aufnahmefähigkeit usw.
Das bedeutet widerum, dass diese auf Lebenszeit gewählten Männer mit zunehmenden Alter fremdgesteuert werden.
Da bin ich denn doch froh, dass es im Vatikan kein Knöpfchen für die finale Weltensteuerung gibt.

In einem muss ich Dr Kiefer dort aber auch noch widersprechen. Zur Kirche gehört vor allem die Kraft des Heiligen Geistes.
Welche Menschen und Ämter dann wirken ist dann doch irgendwie zweitrangig.
17 Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden (1.Kor. 15)

Simson
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Re: Erfreulich menschlich - kirchenpolitisch fragwürdig

#3 Beitrag von Simson » 11.04.2010, 17:20

@ ALL,
Auf ein Niederländische Seite wert die frage gestellt;
Sind Geschwister von der Apostolische Gemeinde (GvAC/VAG) Gotteskindern?
Bin gespannt auf ein Antwort.
link ;http://apostolischnews.blogspot.com/

LG Simson
Die Letzte sollen die Erste sein

tergram

Re: Erfreulich menschlich - kirchenpolitisch fragwürdig

#4 Beitrag von tergram » 11.04.2010, 21:21

Simson, sind nicht alle Menschen Gottes Kinder, unabhängig von ihrer Kirchenzugehörigkeit?

Hoffnung49

Re: Erfreulich menschlich - kirchenpolitisch fragwürdig

#5 Beitrag von Hoffnung49 » 13.04.2010, 00:00

tergram hat geschrieben:Simson, sind nicht alle Menschen Gottes Kinder, unabhängig von ihrer Kirchenzugehörigkeit?
Hallo tergram, wie Simson darüber denkt weiß ich
natürlich nicht.Leider werden immer wieder diese
Einteilungen vorgenommen. Hier sind die Gotteskinder
und ..... ja was sind eigentlich die anderen Menschen ?
In einem Gottesdienst in der apostolischen
Gemeinschaft, es mag 2 Jahre her sein, teilte der
Prediger in Gotteskinder und Geschöpfe ein. Hörte
sich richtig fies und sehr arrogant an.
Viele brauchen diese exklusivitäten wohl um sich
"richtig" zu fühlen. Diese ganzen Einteilungen
in Gotteskinder, Geschöpfe, Errettete, Verlorene und
was es sonst noch alles gibt, erstaunen mich immer
wieder.

L.G.Hoffnung49

tergram

Re: Erfreulich menschlich - kirchenpolitisch fragwürdig

#6 Beitrag von tergram » 13.04.2010, 07:35

Hoffnung49,

ja, Schubladen sind hilfreich, wenn man (aus)sortieren und Ordnung schaffen will. Ob das dann aber die "göttliche Ordnung" ist ...? Auf die selbstgeklöppelte Bezeichnung "Gotteskind" kann man getrost verzichten, weil man ohnehin Gottes Kind ist.

Ich bin übrigens eine "Umsonstgeborene", so schubladete Herr Klaus Saur seinerzeit. Das ist übrigens der Herr Saur, der Frauen generell als "ein paar Pfund Fleisch" bezeichnete. Sein Amtskollege, Herr Schröder, hielt Frauen mit vorehelichen Erfahrungen für "eine abgelutschte Butterstulle". Internetschreiberling'in bin ich auch - so meinte jedenfalls Herr Richard Fehr.

Das ist eben Hirtenliebe. Fühlbar. :roll:

Simson
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Re: Erfreulich menschlich - kirchenpolitisch fragwürdig

#7 Beitrag von Simson » 13.04.2010, 07:51

@ ALL
Gute Morgen,
Stamapostel Leber sprach; Wir sind Gotteskinder und alle anders gläubige sind Christen.
Wir habe an Kirchenpropagandist Johanning gefragt ob die Glaubens Geschwister der Apostolische Gemeinde (GvAC/VAG/AGdS auch Gotteskindern sind?
Sein Antwort ist hier zu lesen; http://apostolischnews.blogspot.com/
Die Letzte sollen die Erste sein

tergram

Re: Erfreulich menschlich - kirchenpolitisch fragwürdig

#8 Beitrag von tergram » 13.04.2010, 08:16

Lieber Simson,
es gibt einen kleinen aber feinen Unterschied, der wohl nur in der deutschen Sprache erkennbar ist: "Gotteskinder" ist ein feststehender Begriff, eine Kreation der Neuapostolischen Kiche. "Gottes Kinder" wird hingegen überall benutzt und bezeichnet die Tatsache, dass alle Menschen Gottes Geschöpfe sind.

Ich hoffe, ich konnte den Unterschied klar machen - es ist etwas schwierig... und findet mehr auf der emotionalen Ebene statt, als auf der sprachlichen. Um es plastischer zu machen: "Gotteskinder" sitzen in der Ewigkeit auf Gottes Schoß. Die anderen Gottes Kinder sitzen zu Gottes Füßen. So etwas muss man sich die sprachliche Differenzierung vorstellen.

Der Kirchensprecher der NAK spricht in seiner Antwort von "Gottes Kinder" - das ist etwas anderes als "Gotteskinder". Er hat sich damit geschickt herausmanövriert. Wer aber die Sprache der NAK kennt, weiss genau, was gemeint ist.
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Ich schiebe dir hier noch eine Übersetzung ins Niederländische nach - bitte entschuldige die schlechte Qualität! Und bitte nicht lachen.... :wink:
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Lieve Simson,

er is een klein maar subtiel verschil, waarschijnlijk de meest herkenbare alleen in de Duitse taal: "Gods kinderen" is een vaste termijn, een creatie van de Nieuw-Apostolische Kerk. "Gods kinderen" is overal en aan de andere kant wordt gebruikt verwijst naar het feit dat alle mensen zijn Gods schepselen.

Ik hoop dat ik kon het verschil duidelijk te maken - het is een beetje moeilijk ... en vindt plaats op een meer emotioneel niveau dan op de taal. Een afbeelding als voorbeeld: "Gods kinderen" in de eeuwigheid zitten in de schoot van God. De andere kinderen van God zitten aan Gods voeten. Iets wat je moet denken aan de taalkundige differentiatie.

De kerk woordvoerder van de NAC zegt in zijn antwoord van "kinderen van God" - dat is iets anders dan "God's kinderen." Hij legt het verzonden. Maar wie kent de taal van de NAC, weet precies wat er bedoeld wordt.

Dieter

Re: Erfreulich menschlich - kirchenpolitisch fragwürdig

#9 Beitrag von Dieter » 13.04.2010, 12:51

Die Antwort von Herr Johanning ist mal wieder ein typischer Eiertanz. Oder ein Potemkinsches Dorf mit schöner Fassade. Wer aus der Ferne darauf sieht, freut sich. Wer näher kommt und dahinter sieht, erschrickt. Und zwar ob der ungeheuren Anmaßung, anderen Menschen die Gotteskindschaft abzusprechen. Und das nur, indem ein Wort getrennt anstelle zusammengeschrieben wird.

Lieber Simon, vielleicht ist das ein Versuch, den Unterschied zu erklären: Gotteskind zu sein ist mit dem Vater verbunden zu sein. Gottes Kind zu sein, ist sein Geschöpf zu sein. Die NAK legt Wert auf diesen kleinen, aber feinen Unterschied. Wie man an der Aussage von Herr Johanning unschwer erkennen kann. Aber wer diesen Unterschied nicht kennt, fällt darauf herein. Ein externer Beobachtung wird dies als Öffnung ansehen. Ein interner weiß genau, daß es differenzierend, trennend gemeint ist. Und das ist das Schlimme daran.

tergram

Re: Erfreulich menschlich - kirchenpolitisch fragwürdig

#10 Beitrag von tergram » 13.04.2010, 14:17

Dieter hat geschrieben:Ein externer Beobachtung wird dies als Öffnung ansehen. Ein interner weiß genau, daß es differenzierend, trennend gemeint ist. Und das ist das Schlimme daran.
Damit von den 'Dieter-Körnlein' auch keines zu Boden fällt:

Een externe zal dit beschouwen als een opening. Een interne weet zeker, dat het een discriminerende, verdeeldheid betekende. En dat is het ergste.

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