Heimgang von Apostel W. Baron

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agape
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Heimgang von Apostel W. Baron

#1 Beitrag von agape » 01.02.2010, 20:06

Bild
Foto: Ap Baron, Düsseldorf, 4.11. 2007

Heute morgen ist Apostel Wilfried Baron nach kurzer, schwerer Krankheit heimgegangen.

Ein Interviewmit ihm und gk aus Mai 2005
Zuletzt geändert von agape am 02.02.2010, 09:22, insgesamt 1-mal geändert.
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

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tosamasi
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#2 Beitrag von tosamasi » 01.02.2010, 20:54

Scheint ein wunderbarer Mann gewesen zu sein. Ich habe mal einen Gottesdienst von ihm gehört.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Dieter

#3 Beitrag von Dieter » 02.02.2010, 07:33

Ich hatte ihn auch mal bei einem Kaffekränzchen in der Gemeinde in Düsseldorf getroffen. Es hat mir imponiert, wie wenig Aufhebens er um sich gemacht hat.

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Gaby
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#4 Beitrag von Gaby » 02.02.2010, 08:01

In der VAG scheint es anders als in der NAK zu laufen.
Dort sind die Apostel anscheinend "weiter" in ihrer Glaubensauffassung als die Basis ... in der NAK ist es wohl eher umgekehrt.
Zurück zu den Wurzeln ... zum Glaubensverständnis der Albury-Apostel ...
das hätte vielen viel Leid ersparen können ...


Für jene, die in Gott verbunden sind gibt es keinen Abschied.

Papst Pius XII.
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)

Anne
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#5 Beitrag von Anne » 02.02.2010, 08:18

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne
(aus "Stufen", H. Hesse)

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agape
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#6 Beitrag von agape » 02.02.2010, 08:30

Eure lieben Gedanken für und über ihn.....

...habe ich mit diesem Link 'weitergeleitet".


Alles Liebe, besonders auch für die Familie Baron,

agape



EIN NEUES KAPITEL

Hanns Dieter Hüsch

Ein Neues Kapitel ist ja oft ein letztes Kapitel
Die Zeit läuft ab, die Welt steht kopf
Die Geschichte ist krank, die Säugetiere sind ratlos
Gott ist es leid
Die Seuchen sind auf dem Vormarsch, die Völker beginnen zu wandern
Die Erde hat Angst
Mensch - sag immer - Mach Dir klar
Daß Du vielleicht bald schon dran bist
Daß vielleicht schon bald Dein Guatemalteke im Vorgarten steht
Und Dein Kurde durch die Hintertür kommt
Um Dich ans Kreuz zu nageln
Denn sie haben lang genug gewartet
Auf das kleine Stückchen Brot das Du achtlos wegwarfst
Und auf eine kleine anständige Behandlung an Leib und Seele

Mach Dir klar - Mensch
Daß der Untergang des Mittagsschläfchens begonnen hat
Karibik auf die Schnelle, seidener Jogginganzug, Klassik im Freien, Lachs mit Pommes
Und immerzu Volksmusik, bis zum letzten Atemzug, wohlmöglich Volksmusik

Das wird bald vorbei sein
Die Reise nach Sodom wirst Du wahrscheinlich leider stornieren müssen
Du hattest doch immer eine Ausrede zur Hand
Ein Bettler war doch immer ein falscher Bettler
Das sieht man doch hast Du gesagt, daß der Bart angeklebt ist
Das sieht man doch an der ganzen Haltung
Die hat er bestimmt stundenlang zuhause vor dem Spiegel eingeübt
Wahrscheinlich hat er um die Ecke einen dicken Wagen stehn
Das sieht man doch, bestimmt sogar
Und begingst Bettlerflucht

Doch diesmal wirst Du nicht weit kommen
Dein schmutziger Himmel wird wie ein Zirkuszelt über Dich fallen
Und Du strampelst darin wie eine alte Fliege im Spinnennetz
Du wolltest nicht mit allen Lebewesen gleich sein
Du wolltest immer mehr als alle haben
Du wolltest auch nicht einmal Deine überflüssige Habe mit Vielen teilen
Du hast mit angesehen wie Kinder und Tiere in Mülltonnen geworfen wurden
Du bist nicht aufgestanden und hast Deinen gewählten politischen Damen und Herren
Auf die Finger geklopft, die Türen eingerannt
Sie angefleht, der Grausamkeit ein Ende zu bereiten
Du hast nur immer so getan, als wüßtest Du von nichts - doch alles wußtest Du
Alles von morgens bis abends
Und in der Nacht kamen die Bestien und vergewaltigten die Frauen
Und Du hast nur gedacht 'We furchtbar'
Hast nicht gesagt 'Es ist auch meine Schuld'
Bist nicht herumgelaufen und hast gesagt 'Macht ein Ende'

Ich übrigens auch nicht
Bin auch nicht herumgelaufen und es ist auch meine Schuld
Ich habe auch nicht gesagt 'Macht ein Ende'
Drum los, meinte ich immer, kommen wir nochmal auf die Beine
Bewegen wir uns nochmal, versuchen wir es noch ein einziges Mal
Mit unseren kleinen Waffen, mit unseren wirklich winzigen Mitteln
Mit Wort und Lied Dialog und Dialektik
Dass aus dem Weinen vielleicht wieder Lachen wird
Trost und Versöhnung

Ein Neues Kapitel Kann auch ein Erstes Kapitel sein.
Menschenskind!
Und wenn ich auch nichts mehr hörte
Von all diesen furchtbaren Reden und schnellen Begierden
Und eitlen Lügen und falschen Beweisen
Und all dem geschichtlichen Zeugs aus Brunst und Bestechung
Und wollte mich in mein Gehäuse verkriechen
Schweigend und schwierig im Umgang
Und nichts mehr singen und sagen
Gott sitzt in einem Kirschenbaum und ruft die Jahreszeiten weiter aus
Er träumt mit uns den alten Traum vom großen Menschenhaus
Wir sind die Kinder die er liebt
Mit denen er von Ewigkeit zu Ewigkeit das Leben und das Sterben übt
Er setzt auf uns, er hofft auf uns
Daß wir uns einmischen, daß wir seine Revolution der Liebe verkünden
Von Haus zu Haus an die Türen nageln, heiß in die Köpfe reden, in die Herzen versenken
Bis die Seele wieder ein Instrument der Zärtlichkeit wird
Und die Zärtlichkeit musiziert und triumphiert
Und die Zukunft leuchtet.



Hanns Dieter Hüsch „Gott im Kirschbaum“
aus „Das kleine Buch aus heiterem Himmel“.


Besonders an den letzten Vers habe ich hier gedacht...
agape
Zuletzt geändert von agape am 02.02.2010, 10:48, insgesamt 2-mal geändert.
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

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Gaby
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#7 Beitrag von Gaby » 02.02.2010, 08:36

Liebe Anne,

ja ein wunderschöner Text ... Gott ist der Wind ....

warum ist für viele der Glaube an Gott nur so kompliziert???

(wer französisch nicht versteht, vielleicht ist das hier besser ... klick )
Zuletzt geändert von Gaby am 02.02.2010, 08:52, insgesamt 1-mal geändert.
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)

tergram

#8 Beitrag von tergram » 02.02.2010, 08:50

Allen, die sich für die Entwicklung in der AG/VAG interessieren, lege ich den von agape eingestellten link zum Gespräch mit Herrn Baron nochmals ans Herz. Es zeigt deutlich, wie die zukunftstragende Weiterentwicklung einer "kleinen Kirche" möglich ist, ohne seine Wurzeln zu verleugnen.

Man wünscht sich, auch die NAK hätte vor der Notwendigkeit gestanden, sich neu zu suchen und neu zu definieren...

http://www.apostolisch.de/fakten/litera ... -baron.pdf

W. Baron war ein beeindruckender Mann mit wohltuender Zurückhaltung - jemand der seine Person nicht so wichtig nahm und in der Sache eine klare Haltung vertrat.

Mein Mitgefühl gilt seiner Familie und den Geschwistern/Gemeinden der AG.

Adler

#9 Beitrag von Adler » 02.02.2010, 09:33

Den Angehörigen und den Geschwistern der VAG, gilt meine tiefempfundenen Anteilnahme.

"Nimmer vergeht, was du im Leben hast liebend getan ... "


Adler


P.S. Bin ja mal auf die Reaktion/en der NAK-KL gespannt.

Anne
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#10 Beitrag von Anne » 02.02.2010, 10:14

Gaby hat geschrieben:ein wunderschöner Text ... Gott ist der Wind ....

warum ist für viele der Glaube an Gott nur so kompliziert???
Weil Menschen Menschen sind und viel um sich herum bauen. Sie fühlen sich dann sicherer. Oder so.
(wer französisch nicht versteht, vielleicht ist das hier besser ... klick )
Ich fand die erste Fassung schöner, ruhiger, authentischer...
Und selbst wenn man nicht jedes Wort versteht, kann Herman (vielleicht) ein bisschen zur Ruhe singen...

In der Trauer ist ja - letztlich - jeder allein; mit sich selbst, mit dem Abschied... schön, wenn man den Eindruck haben kann, "wie durch den Wind" getröstet zu sein.

Alles Liebe
Anne
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne
(aus "Stufen", H. Hesse)

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