Zum fünfzigsten Jahrestag der Kapitulation

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
Nachricht
Autor
42

Re: Zum fünfzigsten Jahrestag der Kapitulation

#141 Beitrag von 42 » 18.06.2010, 18:24

Hannes hat geschrieben:...wenn also dort im bugbereich das schiff nach links fährt und mit aller gewalt und geballter power das heck des bootes nach rechts ausbricht/ausbrechen möchte ... du verstehst?

in der physik beschriebe das einen zustand kurz vor dem auseinanderbrechen. in der kommunikation wäre das auch irgendwie blöde ...
Bei einem Auto wuerde ich von Uebersteuern sprechen. Wie das in der christlichen Seefahrt genannt wird, weiss ich nicht. Dazu habe ich keine abschliessende Antwort.
die frage ist, wer wohin segeln will und ob eine richtungsänderung überhaupt gewünscht wird und wenn ja, von wem, oder eben nur vorgegaukelt, ...
So ein Wunschdenken gab es einmal vor fuenf oder sechs Jahren. Das Bild von der Kursaenderung kenne ich noch aus der Diskussion von damals.
für mich, und nur für mich, hannes der erstgeborene, ist das alles nur ein ratzingerffiniertes täuschungsmanöver und ich hoffe für die zahlenden passagiere, die mit dem schifflein nak das andere ufer erreichen wollen, dass das schifflein nicht auseinanderbricht und am grund des meeres parkt ... das ist doof (sagte zumindest herr di caprio).
Fuer den Fall ist es das Wichtigste, dass genuegend Zeit fuer die Passagiere bleibt, um sich vorher in die Rettungsboote zu begeben, oder dass andere Schiffe in der Naehe sind, um die Schiffbruechigen aufzunehmen.

Chor bitte: "Auf diesem grossen, weiten Weltenmeere,
ein Schifflein strebt dem andern Ufer zu.
Dem Steuermann allein gebuehrt die Ehre,
das Schifflein, das bist du .."

tergram

Re: Zum fünfzigsten Jahrestag der Kapitulation

#142 Beitrag von tergram » 18.06.2010, 18:32

Konzertmeister hat geschrieben:...Man denke doch an die vielen "Stars". - Da gibt es "Starsänger, Starpianisten, Stardirigenten usw. usf.
Ja. Aber die verkaufen sich und ihre Darstellungen nicht als Werk Gottes, Knechte Gottes, Wort Gottes, Wille Gottes. Und sie verangen zwar Eintrittsgeld aber keine glaubensgehorsame Nachfolge. Sie drohen auch nicht mit Segensverlust, Verlust der ewigen Seligkeit oder Verlust von Gottes Gnade.

Das - und nur das - macht den Unterschied.

Chor bitte: "...dass noch manch verirrtes Schifflein... (und Schäflein)

Konzertmeister

Re: Zum fünfzigsten Jahrestag der Kapitulation

#143 Beitrag von Konzertmeister » 18.06.2010, 20:05

Liebe tergram,

mit dem Hinweis auf die "Leistung" bin ich mit Dir einig. Mein "Star"-Begriff-Darstellungs-Versuch bezog sich ausschließlich auf die Verherrlichung des/der Menschen.
Es ist mir ein Greuel mit der MENSCHENVERHERRLICHUNG jeglicher Art und Weise, unabhängig davon ob in Kirche oder Konzertsaal oder sonstwo.

Wenn die zu verherrlichende Hauptperson in diesem Thread auch noch solche Lebenswerke bzw. Leistungen getätigt hat, ist das noch um einiges schlimmer.

Ich hoffe sehr, daß ich zur Klärung dieses leichten casus confusus beitragen konnte.

LG vom
Konzertmeister

shalom
Beiträge: 4295
Registriert: 11.12.2007, 16:41

Re: Zum fünfzigsten Jahrestag der Kapitulation

#144 Beitrag von shalom » 06.07.2010, 15:52

Werte Zeitzeugen des Tages 06.07.2010,

ich finde an diesem denkwürdigen Tag sogar auch die heutigen offiziellen Nichtmeldungen interessant. Der VFB kolportiert eine evangelische Pressenotiz und auf Naki prangt immer noch die Juli-Werbung an oberster Stelle, dass der Dachverband von Gott glücklich gemacht worden wäre (und das ausgerechnet am Gottesvolkstrauertag). NaK-NRW berichtet als Meldung vom Tage vom Bikertreffen in Gummersbach. Stammapostel Dr. Leber weilt im Irgendwo und nimmt dort dringende Amtsgeschäfte wahr. Schön, dass er – wenn schon nicht wegen des Bischoff-Entschlafenen-Gedenktages -, so doch wenigstens wegen Völklingen oder auch bald wieder wegen Dublin, Abstecher nach Europa hat einplanen lassen… .

In den Vorschauen waren für diesen Todestag des Ecksteins der Botschaftsapostellehre keine Gedenkgottesdienste avisiert. Sicher wird in den Entschlafenengottesdienstdiensten dem Drama gedacht und nach der totalen Botschaftsschrumpfung Stp. Bischoff trotzdem vom Amtskörper fürbittend der Souveränität Gottes anempfohlen. Nur Selbstjustizapostel Schumacher konnte es wieder mal nicht abwarten (Schumachers Entschlafenengottesdienst) .

Und beim Rest der Gebietskirchenpräsidenten – offensichtlich neuapostolisches Glaubensbusiness as usual.

shalöm

Benutzeravatar
Heidewolf
Beiträge: 1110
Registriert: 03.03.2009, 11:24
Wohnort: Zum Glück wieder auf der Suche.

Re: Zum fünfzigsten Jahrestag der Kapitulation

#145 Beitrag von Heidewolf » 06.07.2010, 16:06

Na, bestimmt wurden doch in Ffm Kränze niedergelegt!
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

James Butler S.

Re: Zum fünfzigsten Jahrestag der Kapitulation

#146 Beitrag von James Butler S. » 07.07.2010, 11:27

Die segensreiche historische Möglichkeit eines "Halljahres" wurde verpasst. Man schweigt und geht - seinen - Weg weiter. Wenn das man nicht ein Weg nach Sprüche 14, 12 ist. Eine Jubelstunde am 03.10.10 in Frankfurt/M. würde das alles nur noch schlimmer machen.

Hannes

Re: Zum fünfzigsten Jahrestag der Kapitulation

#147 Beitrag von Hannes » 07.07.2010, 11:35

"Es gefällt manchem ein Weg wohl; aber endlich bringt er ihn zum Tode." Sprüche 14, 12.

werter james b.,

diesen spruch leben die neuapostolen doch ständig mit ihren im diesseits gepredigten jenseits-fluchten. "am ende" so sagen sie "müssen wir doch alle ...".

was mich so traurig macht, ist das rumgeeiere, das viele kirchenmänner von den politikern übernommen haben. nur noch irgendwas hinlabern und drumrumlabern.

wie segensreich wäre es, wenn man wieder das herz sprechen lassen würde ... einfach, erdig und wahrhaftig.

seufz - hannes

Konzertmeister

Re: Zum fünfzigsten Jahrestag der Kapitulation

#148 Beitrag von Konzertmeister » 07.07.2010, 11:44

James Butler S. hat geschrieben: Eine Jubelstunde am 03.10.10 in Frankfurt/M. würde das alles nur noch schlimmer machen.

Guten Tag,

die Jubelstunde am Erntedanktag 2010 wird stattfinden - ganz sicher.
Mit Pauken und Trompeten.

Und nachdem alles verklungen ist geht es auf dem altbekannten Weg weiter!


Gruß vom
Konzertmeister

James Butler S.

Re: Zum fünfzigsten Jahrestag der Kapitulation

#149 Beitrag von James Butler S. » 07.07.2010, 12:43

Hannes hat geschrieben:"Es gefällt manchem ein Weg wohl; aber endlich bringt er ihn zum Tode." Sprüche 14, 12.

werter james b.,

diesen spruch leben die neuapostolen doch ständig mit ihren im diesseits gepredigten jenseits-fluchten. "am ende" so sagen sie "müssen wir doch alle ...".

was mich so traurig macht, ist das rumgeeiere, das viele kirchenmänner von den politikern übernommen haben. nur noch irgendwas hinlabern und drumrumlabern.

wie segensreich wäre es, wenn man wieder das herz sprechen lassen würde ... einfach, erdig und wahrhaftig.

seufz - hannes

Hallo Hannes,

in meiner Übersetzung lautet Sprüche 14, 12:

"Es gibt einen Weg, der dem Menschen richtig scheint; aber sein Ende ist der Weg zum Tod."

Mir scheint, dass hier nicht der allgemeine Lebensweg gemeint ist, sondern ein Weg, der einem Menschen in einer Situation richtig erscheint - und doch falsch ist. Der Kirchenleitung erscheint ihr Weg auch richtig, ist aber, wie wir in den letzten Jahren beobachten können, ein "Weg zum Tod" (Gemeindesterben, das "stille" Fernbleiben von den Gottesdiensten etc.).

Was das "Rumgeeiere" betrifft, das, wie Sie zu Recht schreiben, viele Kirchenleute von Politikern übernommen haben: Auch das scheint mir ein "Weg zum Tod". Hier stirbt nämlich auch etwas - das Vertrauen. Viele Menschen vertrauen doch den Politikern gar nicht mehr, weil sie wissen, dass das, was ihnen da entgegengebracht wird, Luftblasen sind. Und wer vertraut noch Herrn Leber - außer den "ganz Treuen" -, wenn er seinen "ein Schritt vor (wir wollen in die ACK), zwei Schritt zurück (Schärfung des Exklusivbildes in den neuen Glaubensartikeln)"-Tanz aufführt?

Es wäre wirklich eine großartige Möglichkeit gewesen, am gestrigen Tag ein Zeichen der Versöhnung zu setzen. Dass dies am 03.10.2010 in FFM getan wird, glaube ich nicht. Warum würde man sonst auf die Übertragung verzichten?

So jetzt schweige ich auch wieder,
James

Benutzeravatar
agape
Beiträge: 1040
Registriert: 30.11.2007, 08:39
Wohnort: Bei Fischen mit Brot und Wein

Re: Zum fünfzigsten Jahrestag der Kapitulation

#150 Beitrag von agape » 07.07.2010, 13:09

Hannes hat geschrieben:
wie segensreich wäre es, wenn man wieder das herz sprechen lassen würde ... einfach, erdig und wahrhaftig.

seufz - hannes
Lieber Hannes,
ich möchte jetzt nicht unverschämt sein, wenn ich Dir etwas antworte,
besonders da ich ja weiß, wie sehr Dich das Ganze....
Aber "sie" lassen ihr Herz sprechen... einfach, erdig und wahrhaftig.

Nein?

Doch!

"Sie" zeigen Dir, WO ihr Herz schlägt (FINANZEN, Abriss, Zusammenlegung, Gründungen div GmbH´s,
- Totalausverkauf der dt. und europ. NAK => relativ geräuschloses Abwickeln der hiesigen NAK.
Es drängt sich fast der Eindruck auf, dass die Senioren (die Treuen), ein wenig bei der Abwicklung stören.
man muss sich um sie kümmern - sie brauchen mehr als einen überdachten Parkplatz in Oberhausen, wenn ihr irdisch Gezelt (Kirche) abgerissen wird.
Für die NAK heißt es nun: Auf nach Afrika, da finden sie eine ähnliche Ausgangssituation wie hier vor 50-70 Jahren: Arme Leute, Krisen- und Kriegsgebiete, rel. niederes Bildungsniveau (kaum mediale Anbindung), dafür aber ein paar "zukunftsweisende Ansagen" (Botschaften). So schrieb auch shalom in seinem Gedicht:
"Hier lass uns Sekten bau´n". ;) That´s it - leider. Leider.

Ja, das ist einfach
und erdig
und entspricht IHRER Vorstellung von "wahrhaftigem Tun".

Hannes, ganz im Ernst, wie auch das, was ich hier schrieb, das ist segensreich.
Und zwar deswegen, weil sich hier niemand mehr etwas vormachen muss.
Das brauchst Du auch nicht. Der Weg, der in Christo Wahrhaftigen, sieht naturgemäß anders aus.
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

Zurück zu „NAK - Neuapostolische Kirche“