NAK - Die Mutter der Unauffälligkeit

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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fridolin
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Re: NAK - Die Mutter der Unauffälligkeit

#11 Beitrag von fridolin » 05.08.2020, 22:06

Auf naktalk ist ein interessanter Beitrag von Detlef Streich zu finden.
https://www.naktalk.de/gott-kann-auch-ohne-apostel/

Sollte gelesen werden.
Was haltet ihr von dem Artikel :?:

Detlef
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Re: NAK - Die Mutter der Unauffälligkeit

#12 Beitrag von Detlef » 06.08.2020, 11:40

MEIN (Vor-) Namensvetter hat mal wieder nicht nur
eine gute Quelle aufgetan sondern legt den Finger zielgerecht auch wieder in gleich mehrere Wunden.
Wenn das doch so hochgelobte Apostelamt heutiger Zeit endlich beginnt sich selbst bzw. das eigene Verständnis im Verhältnis zu Gott zu hinterfragen bzw. auf eine andere Ebene zu rücken ist das m. E. doch schon einmal ein 1. Schritt in die richtige Richtung. Ich befürchte allerdings, daß es sich hier um Eintagsfliegen handelt und wir nicht viel mehr an sich selbst hinterfragenden Gedanken erwarten dürfen.. Aaaber wie heißt es so treffend: die Hoffnung stirbt zuletzt
meint
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fridolin
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Re: NAK - Die Mutter der Unauffälligkeit

#13 Beitrag von fridolin » 06.08.2020, 15:51

Wenn das doch so hochgelobte Apostelamt heutiger Zeit endlich beginnt sich selbst bzw. das eigene Verständnis im Verhältnis zu Gott zu hinterfragen bzw. auf eine andere Ebene zu rücken ist das m. E. doch schon einmal ein 1. Schritt in die richtige Richtung. Ich befürchte allerdings, daß es sich hier um Eintagsfliegen handelt und wir nicht viel mehr an sich selbst hinterfragenden Gedanken erwarten dürfen..
Ist wahrscheinlich in naher Zukunft nichts anderes zu erwarten.
Die Kirche gibt sich nicht selbst den Auflösungsbefehl. Da wird einfach irgendwie weiter gewurschelt. Das wird auch an Beitritt zur Gastmitgliedschaft zur Bundes-ACk sichtbar. Vorher hat die NAK über Jahrzehnte gelehrt, das sie die einzig wahre Kirche ist und auf ihr ruht der alleinige Segen Gottes. Da war laut der Kirche einfach Fakt, praktisch göttliches Gesetz. Nach der Gastmitgliedschaft oder kurz vorher wurde umgedacht und neues gelehrt. Vor ein paar Jahren noch undenkbar. Alle die rite getauft sind, egal wo, gehören nun zur Kirche Christi. Vor Jahren mussten die Apostel noch die Taufe der andern Kirche bestätigen wenn jemand aus den anderen Kirchen neuapostolisch wurde. Sonst war die Taufe nach der anderen Kirche nach neuapostolischer Denkweise nicht rechstkräftig vor Gott. Auf einmal gehörten alle Kirchen die rite tauften zur Kirche Christi und eine besondere Bestätigung von Seiten der NAK war auch nicht mehr nötig.

Aber die NAK konnte ihre angedachte Exklusivität nicht sein lassen und total neu umdenken. Nun heißt die neue Lehre nach der eigentlich kleinen Kehrtwende.
Innerhalb der Kirche Christi ist die NAK das Erlösungswerk Jesus Christi. Zur Kirche Christi durften die anderen Kirchen die rite Taufen, sich nun auch zugehörig fühlen. Aber Erlösungsarbeit dürfen sie immer noch nicht tun. Denn innerhalb der Kirche Christi gibt es nur ein Erlösungs- und Gnadenwerk Jesus Christi und genannt NAK und nur in ihr geschieht die rechte Sakramentsverwaltung.
Viel gedeihlich neues ist eigentlich nicht dabei herausgekommen. Trotz ihrer neuen Denkweise, fühlt die NAK sich lt. ihrer neuen Lehrauffassung immer noch meilenweit über jede andere rite taufenden christlichen Kirche erhaben, obwohl diese nun auch zur Kirche Christi gehören. Was sollte der noch bestehende weitere Exklusivquatsch, Kirche Christi ist Kirche Christi. Wenn schon neu umgedacht wird, dann aber mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen. Das geht wohl einfach nicht. Jedenfalls jetzt geht es wohl noch nicht.

Das komplette Umdenken wird wohl noch etliche Jahre an Zeit in Anspruch nehmen.
Aber letztendlich wird die NAK durch den steigenden Abwärtstrend der Geschwister dazu veranlasst werden, komplett neu umzudenken und neue Lehransätze zu formulieren. :D

Das eine Kirche nach der anderen geschlossen wird, kommt auch nicht von ungefähr. Dieser ansteigende Trend ist nicht mehr zu verbergen, oder zu verheimlichen. :D

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Re: NAK - Die Mutter der Unauffälligkeit

#14 Beitrag von Detlef » 06.08.2020, 17:33

fridolin hat geschrieben:
06.08.2020, 15:51

Das komplette Umdenken wird wohl noch etliche Jahre an Zeit in Anspruch nehmen.
Aber letztendlich wird die NAK durch den steigenden Abwärtstrend der Geschwister dazu veranlasst werden, komplett neu umzudenken und neue Lehransätze zu formulieren. :D

Das eine Kirche nach der anderen geschlossen wird, kommt auch nicht von ungefähr. Dieser ansteigende Trend ist nicht mehr zu verbergen, oder zu verheimlichen. :D

Ich befürchte, daß es irgendwann ganz implodiert ehe die Kirchenleitung tatsächlich komplett nicht nur umdenken sondern eben auch zeitnah konsequente
Änderungen verkündigen/predigen wird.. das werden wir in dieser Kirche wohl nicht erleben (ich würde mich freuen wenn ich "schief" liege!!) aber spätestens wenn es wieder
real-/live Gottesdienste vor Ort gibt wird erst einmal "aufgeholt" was jetzt durch die Pandemie nicht so direkt verkündet werden konnte: in Zeiten der Youtube-Gottesdienste hat man
sich natürlich mit ("mir san mir") - Aussagen zurückgehalten wohl wissend, das eben auch Christen anderer Konfessionen zuhören/-schauen und sich bei den Jubelpreisungen des Apostelamtes und
den Aussagen zu der einzig erwählten Schar für die erste Auferstehung doch nur müde lächelnd abwenden ..
ich bin also eher der Skeptiker :-(
Detlef aus dem Norden
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Re: NAK - Die Mutter der Unauffälligkeit

#15 Beitrag von fridolin » 06.08.2020, 20:36

Ich befürchte, daß es irgendwann ganz implodiert ehe die Kirchenleitung tatsächlich komplett nicht nur umdenken sondern eben auch zeitnah konsequente
Änderungen verkündigen/predigen wird..
Das denke ich mir auch.

Wir schon oft im Internet stand, hat die NAK vor einiger Zeit eine statistische Erhebung machen lassen. Dabei haben beauftragte Mathematiker hochgerechnet, das wenn der Trend unverändert weitergeht, 2045 mit der NAK in Europa Feierabend ist.
Was sind noch 25 Jahre. Aufwärts geht es nicht, der Trend geht unvermindert weiter. Es ist nicht mehr zu übersehen, das Gemeinden geschlossen werden und die werden nicht wegen Überfüllung geschlossen.

Die europäische Zukunft der NAK ist wahrscheinlich alles andere als rosig anzusehen.

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Re: NAK - Die Mutter der Unauffälligkeit

#16 Beitrag von Heidewolf » 09.08.2020, 15:59

Hallo Fridolin,
der Artikel auf naktalk spiegelt eben die alte NAK wieder. JLS hat heute wieder ganz das Evangelium als das einzig verbindliche in den Mittelpunkt gestellt. Hat sogar seine Sklavenhaltung etwas revidiert. Allerdings ist immer noch alles Auslegungungssache. Er sagte, dass Jesus ganz konsequent war. Und die liebe im Vordergrund seines Wirkens war. Da die NAK als System ganz auf Gehorsam aufgebaut ist, wird sich zeigen, ob weiterhin der Wegwerfmechanismus wirkt (und damit sich die Neuapostel weiterhin auf die Stufe Jesu stellen. Oder ob Jesu Liebe zu ALLEN Menschen sich doch noch Bahn bricht. Nadolny hat jedenfalls wieder eine ganz alte Klamotte vorgeholt und damit so manchem Anwesenden Schmerz bereitet. Hoffentlich wird BBG bald erlöst.
Schaun wir mal, wie lange es noch dauert, bis sich die NAK echt reformiert.
Einen schönen Sonntag noch
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

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Re: NAK - Die Mutter der Unauffälligkeit

#17 Beitrag von Detlef » 09.08.2020, 17:44

Hallo Heidewolf
ich befürchte einfach: wir werden das nicht mehr in letzter Konsequenz erleben dürfen .. die Übertragungsgottesdienste sind natürlich auch alle etwas "sanfter" gestrickt da ja
mit Sicherheit nicht nur NAK konsumiert sondern bestimmt auch "Andere" mal reinschauen/-hören, was da so vom Stapel gelassen wird .. Zumindest die Live(Haus)besuche etc. und entsprechende
"Amtsrundschreiben" schlagen doch teilweise andere (gut bekannte/gewohnte) Töne an ..
Ich wünsche mir natürlich, dass ich daneben liege mit meiner Schwarzseherei aaaaaaaber ..... naja: wir werden sehen
liebe Grüße aus dem hohen Norden
Detlef
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Re: NAK - Die Mutter der Unauffälligkeit

#18 Beitrag von fridolin » 09.08.2020, 18:06

Schaun wir mal, wie lange es noch dauert, bis sich die NAK echt reformiert.
Einen schönen Sonntag noch.
Ganz wird das nicht gehen. Die NAK ist auf alleinige Exklusivität aufgebaut worden, ohne dem geht es nicht. Das ist ihre Existenzgrundlage. Soll nicht übersehen werden.
Das nicht mehr sein zu wollen würde an die Substanz gehen und für was würde die NAK
noch gebraucht werden. Es heißt doch nicht umsonst im neuen Lehrsatz sinngemäß: Innerhalb der gesamten Kirche Christi ist die NAK das Erlösungswerk Christi.
Da ist schon ein kosmetisches Zugeständnis an den anderen Kirche.
Kirche Christi dürfen sie nun sein, aber auch als Gottes Erlösungswerk zu gelten das wurde nicht zugelassen.
Das ist nach eigener Auffassung nur der NAK vorbehalten. Die ganzen Korrekturen sind von kosmetischer Art. Zum Schluss trotz aller Korrekturen muss die NAK die überragende Kirche sein. Sonst wäre sie für viele Gläubige überflüssig.
Deshalb nicht unbedingt auf grundlegende Veränderungen hoffen. Das lässt die Exklusivität nicht zu.

Wie Gott das bewertet steht auf einem anderen Blatt. :D

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Re: NAK - Die Mutter der Unauffälligkeit

#19 Beitrag von Detlef » 09.08.2020, 18:38

fridolin hat geschrieben:
09.08.2020, 18:06

Wie Gott das bewertet steht auf einem anderen Blatt. :D
er sah es so: " Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen"
und das hat m.E. nichts mit röm. Kath./Nak oder sonstigen selbsternannten Nachfolgern zu tun ... aber da das Jede/r aus einer anderen Sicht sieht werden wir noch weiter schreiben und überlegen und diskutieren usw. und suchen, was Gott wirklich meint ;-)
liebe Grüße
Detlef
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Re: NAK - Die Mutter der Unauffälligkeit

#20 Beitrag von fridolin » 09.08.2020, 19:39

Drei Beispiele aus dem christlichen Spektrum.

Die Zeugen Jehovas sind davon überzeugt, das ihre Kirche die einzig wahre ist, die
vor Gott den alleinig richtigen Bestand hat. Sie hat ca. 7,6 Millionen Anhänger weltweit. Ziemlich gleich mit der NAK.

Das gleiche behauptet die Kirche Jesu Christi, der Heiligen der Letzten Tage.
Genannt Mormonen. Diese Kirche hat ca.11 Millionen Mitglieder weltweit. Also mehr als die NAK.

Unsere NAK steht mit den exklusiven Behauptungen also nicht alleine da.
Sie hat weltweite Konkurrenz in Sachen alleiniger Exklusivität. :D

Diese beiden Konkurrenz Kirchen bestehen jeweils nicht nur aus drei Leuten. Sie sind auf der ganzen Welt im vertreten. Und haben jeweils eine Anhängerschaft die in dem zig Millionenbereich geht.

Eine Besonderheit bietet die Kirche Jesu Christi, der Heiligen der Letzten Tage an, die uns doch irgendwie bekannt vorkommt. Mit einer Besonderheit mit der auch die NAK versucht zu trumpfen.
Die Kirche Jesu Christi, der Heiligen der Letzten Tage, wird nach ihrer Glaubensüberzeugung von lebenden Aposteln geleitet. :idea:

Wie im wirklichen Leben kann es nur eine richtige Kirche geben, aber wer?
Die anderen wären dann auf dem Holzweg.

Oder alle drei liegen total falsch und sind alle drei dem Holzweg.

Diese letzte Möglichkeit wäre auch noch offen. :D Aber das brauchen wir nicht zu beurteilen.

Da gibt es jemand im Himmel der kann das beurteilen, der wird das schon bewerkstelligen. :D

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