Wie frauenfeindlich ist die NAK?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Sesemi
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Wie frauenfeindlich ist die NAK?

#1 Beitrag von Sesemi » 22.11.2019, 16:27

Vom Hörensagen und aus dem Internet , z.B. hier habe ich erfahren, dass die Witwen von Amtsträgern zukünftig nicht mehr zu Gottesdiensten für Amtsträger sowie Amtsträger im Ruhestand sowie deren Partnerinnen eingeladen werden sollen.

Das soll so nach dem Gottesdienst gesagt worden sein. Wie frei von Empathie ist denn das?

Da wird Frauen, die aufgrund ihres Rollenverständnisses in der Kirche an diesem Gottesdienst teilgenommen haben, dass ihre Anwesenheit an bestimmten kirchlichen Events in Zukunft nicht mehr erwünscht ist - und das, nachdem sie vermutlich zuvor im Gottesdienst „selig geworden“ waren.

Mir fällt daran zweierlei auf:
  • Die Lebensleistung dieser Frauen wird herabgewürdigt, denn das sind mit einigen jüngeren Ausnahmen jene, die ihren verstorbenen Ehemännern „ den Rücken freigehalten“ haben, damit diese ihre Arbeit im „Werk des Herrn“ neben der im Beruf störungsfrei verrichten konnten.
    Das sind jene Frauen, die letztlich allein ihre Familie gemanagt, die gemeinsamen Kinder großgezogen haben.
    Das sind jene, denen man „himmlischen Lohn“ für ihre Arbeit und ihren Verzicht auf Ehe- und Familienleben versprochen hat.
    Muss man diese Frauen derart verächtlich behandeln, solange du noch auf Erden leben?
  • Wenn eine solche Maßnahme im Rahmeneines Ämtergottesdienstes verkündigt wird, trifft sie nicht nur individuelle Befindlichkeiten, sondern hat darüber hinaus theologische Bedeutung:

    In der NAK wird nur Frauen, die mit einem Amtsträger - aktiv der im Ruhestand - verheiratet sind, Beachtung und Wertschätzung zuteil.

    Auch wenn laut NAKI-Homepage vom 18.11.2019 (http://www.nak.org/de/news/news-display/article/19818/) die Diskussion über Frauen im Amt noch ganz am Anfang steht, sehe ich hier ein deutlich frauenfeindliches Signal:

    Frauen werden in der NAK nicht hinreichend wertgeschätzt, haben an keinerlei Entscheidungsprozessen Anteil und werden als Anhängsel ihres Ehemannes definiert.
Meine Ambiguitätstoleranz ist definitiv am Ende!

Gruß von der Trave

Sesemi

Swinger

Re: Wie frauenfeindlich ist die NAK?

#2 Beitrag von Swinger » 24.11.2019, 13:03

Meine Ambiguitätstoleranz ist definitiv am Ende!

Boah, was für eine nichtssagende Aussage. Die alten Witwen werden weiterhin dabeisein, nur werden sie nicht mehr explizit eingeladen.
Wer anderes sagt hat die Mitteilung der Kirchenleitung nicht verstehen wollen, denn sonst könnte man keinen Murks mehr schreiben.

holytux
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Re: Wie frauenfeindlich ist die NAK?

#3 Beitrag von holytux » 24.11.2019, 14:08

@Swinger,
Du scheinst Dir hier in der Rolle als Troll des Klerus gut zu gefallen.
Wenn jeder kommen kann, der nicht "explizit" eingeladen wurde, ist jede Festlegung des Kreises überflüssig.

Bereits im August (!) 2019 hat BAP Krause in seinem Rundschreiben klar gesagt:
Folgender Teilnehmerkreis ist eingeladen:

- alle aktiven Amtsträger mit ihren Frauen
- alle Amtsträger im Ruhestand mit ihren Frauen
- alle beurlaubten Amtsträger mit ihren Frauen

Die Witwen von Amtsträgern und Lehrkräfte sollen nicht mehr eingeladen werden. Dies haben die Bezirksapostel Europas so beschlossen. Gern können sie zu Gottesdiensten des Apostels im Bezirk einmal jährlich eingeladen werden.
Vermutlich hat es diesmal nicht wie gewünscht funktioniert, weil sich niemand auf entsprechende Nachfrage getraut hat, der Witwe ins Gesicht zu sagen, dass sie nicht zum eingeladenen Kreis gehört.

Wer diese Mitteilung so interpretiert wie Du, hat ein Problem mit logischem Denken.
Mindestens.

H.
"Wenn alle Liebe Ewigkeit will - Gottes Liebe will sie nicht nur, sondern wirkt und ist sie."
Joseph Ratzinger

Swinger

Re: Wie frauenfeindlich ist die NAK?

#4 Beitrag von Swinger » 24.11.2019, 17:33

Danke für die unlogischen Hinweise.

greg
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Re: Wie frauenfeindlich ist die NAK?

#5 Beitrag von greg » 25.11.2019, 09:11

Swinger hat geschrieben:
24.11.2019, 17:33
Danke für die unlogischen Hinweise.
Lieber Swinger

Unlogisch ist der Umgang mit Frauen in der NAK. Unlogisch ist die Ungleichheit aufgrund des Geschlechts. Unlogisch ist das Rollenverständnis von Frauen und Männer in der NAK. Ab Aussagen wie "Der Mann ist auch immer Hauspriester in der Familie" könnte ich Kotzen. Wieso soll das dem Mann vorbehalten sein? Dieser Schwachsinn ist immer noch gültige Lehrmeinung der NAK...

Es gibt keine Erklärung und keine Nachvollziehbaren Begründungen wieso dass das noch so ist. Die Kirche ist sehr zynisch wenn es um ihre Lehre geht. Woimmer es passt, wird die Lehrmeinung angepasst. Diese Anpassungen werden dann als "Offenbarungen des Heiligen Geist durch das Apostelamt" verkauft. Wo es hingegen nicht passt, wird gesagt "Das steht so im Evangelium und das können wir nicht ändern".

Bei besonders unangenehmen Diskussionspunkten wird zudem das Argument "Wir sind eine Weltweite Kirche und müssen Änderungen Weltweit vornehmen" vorgebracht. Diese Argumentation fällt aber als faule Ausrede durch. Es gibt keine Gründe diese Ausrede zu akzeptieren.

Fakt ist: Die NAK ist Frauenfeindlich und pflegt ein erz-konservatives Rollenverständnis das heutzutage nicht mehr akzeptiert werden kann und darf. Zudem verschliesst sich die NAK der Diskussion in diesem Thema mit Ausflüchten und faulen Ausreden. Der nächste, 10. Stammapostel der NAK muss zwingend eine Frau werden! Schneider hat ja jetzt noch bis 2030 Zeit die NAK, wenn auch 30 Jahre verspätet, ins 21. Jahrhunder zu führen.

fridolin
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Re: Wie frauenfeindlich ist die NAK?

#6 Beitrag von fridolin » 25.11.2019, 11:22

@greg
Schneider hat ja jetzt noch bis 2030 Zeit die NAK, wenn auch 30 Jahre verspätet, ins 21.Jahrhunder zu führen.
Das muss Schneider zugute gehalten werden. Er versucht die NAK glaubensmässig verspätet ins 21. Jahrhundert zu führen. Die Lehre von den Zeichen der Zeit wurde von ihm abgeschafft. :D
Die Lehre vom letzten Schaf suchen auch. Wie lautete das Glaubensmotto immer.Wenn der letzte ist gefunden, dann kommt Christus. Hat Schneider abgeschafft. Schneider hat es auch sehr schön begründet. Wo kein letztes Element zu finden ist, ist auch kein letztes Schaf zu suchen. :D
Auch die Lehre von der Zeitverkürzung, hat er abgeschafft. Wir können Gott durch unsere flehenden Gebete nicht beeinflussen seinen Sohn eher zu kommen zu lassen. Was sagt Schneider dazu, das war ein Misstrauensvotum gegen Gott, diese Zeitverkürzungsgebete. Wie heißt es nun, Gott schickt seinen Sohn wann er es für richtig befindet und wir können ihn nicht durch unsere Gebete beeinflusse sein Ansinnen zu ändern. Gott alleine bestimmt den Zeitpunkt wann er seinen Sohn schickt. Das beeinflussen zu wollen, glich einem Misstrauensvotum gegen Gott. Seine Entscheidungen können wir nicht durch unsere Gebete beeinflussen. Was wir zuvor gemacht haben war ein Misstrauensvotum gegen Gott und seine Pläne, weil wir nicht abwarten konnten. Wer hat uns denn dazu bewegt, jahrzehntelang um die Zeitverkürzung zu beten. Das war nicht irgendein Politiker, sondern die hohen Herren der NAK Kirchenleitung haben dazu ermuntert. Schnee von gestern. :D

Jetzt gilt das neue Motto, wir müssen heute die NAK für die nächsten Generationen aufstellen.
Wenn jetzt nun die NAK sich Zukunftssicher aufstellen und für die nächsten Generationen fit machen will, bedeutete das wohl mit Sicherheit, die hohen Herren rechnen selbst nicht mehr mit einer nahen Wiederkunft Christi. :D

Was lernen wir daraus, Schneider macht die NAK tatsächlich fit für das 21. Jahrhundert, alte Glaubenszöpfe wurden, werden abgeschnitten und in den Glaubensmülleimer entsorgt. Und einiges anderes wird dabei mit Sicherheit auch noch entsorgt werden. Ein fitmachen für das 21. Jahrhundert. Ob die ganz treuen, altüberzeugten, da noch mit machen werden, steht auf einen anderem Blatt:D

Es bleibt also spannend, was noch alles kommen wird :D

greg
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Re: Wie frauenfeindlich ist die NAK?

#7 Beitrag von greg » 25.11.2019, 13:07

fridolin hat geschrieben:
25.11.2019, 11:22
Das muss Schneider zugute gehalten werden. Er versucht die NAK glaubensmässig verspätet ins 21. Jahrhundert zu führen. Die Lehre von den Zeichen der Zeit wurde von ihm abgeschafft. :D
Die Lehre vom letzten Schaf suchen auch.
Eben genau das meine ich, diese Kirchenleitung ist einfach nur Zynisch. Während auf der einen Seite Lehren und Aussagen mit Leichtigkeit beseitigt werden, wird an anderem starr Festgehalten. Konsequent Inkonsequent.

Im Neuen Amtsverständnis schwafeln die Kirchenoberen, dass die Bibel keine Aussagen zu Amt mache und gewisses deshalb durch die BezApse festgelegt werden müsse. Gleichzeitig wollen Sie uns aber Erklären dass das Amt für Frauen weitere Abklärungen und Bibelstudien bedürfe. Nein, es reicht! Das kauft denen doch niemand mehr ab. Man WILL keine Amtsträger*Innen. Punkt.
fridolin hat geschrieben:
25.11.2019, 11:22
Ob die ganz treuen, altüberzeugten, da noch mit machen werden, steht auf einen anderem Blatt:D
Das ist in der Tat ein Problem. Die Kirche ist seit einigen Jahrzehnten im reaktionären Seitwärtsgang. Vielen gesellschaftspolitischen Fragen wird einfach ausgewichen, bis es nicht mehr anders geht, dann erfolgt eine halbherzige Umsetzung und Angleichung an Gesamtgesellschaftliche Standards.

Ein paar Beispiele der jüngsten Zeit dazu sind:

-Aktive Lehrkräfte und Amtsträger im Konkubinat
-Segenspendung für verwitwete Amtsträger im Konkubinat
-Umgang mit Homosexuellen Mitglieder
-Mitwirkung in Ökumenischen Veranstaltungen

Für all diese Themen wurde man noch in den 2000er Jahren durch die Kirche nahezu exkommuniziert. Heute interessiert das keine Sau mehr. Generationen von Amtsträger kontrollierten und bestraften die Gemeindemitglieder in allen Lebenslagen. Dann von einem Tag auf den anderen wurde die Meinung der NAK angepasst und die eifrigsten, linientreusten Amtsträger standen plötzlich als übereifrige Fanatiker da, ohne Rückhalt der Kirche.

Nicht das ich Mitleid mit der Situation eben dieser Amtsträger hätte. Doch diese Menschen dachten eigentlich sie täten das Richtige und würden sich und ihren Anvertrauten so das Heil Gottes zukommen lassen. Dass Sie genau das Gegenteil davon erreichten, hätten Sie mit etwas Empathie und Mitgefühl, ja mit Christlicher Nächstenliebe eigentlich selber bemerken müssen.

Doch genau diese Menschen sind ja die treusten und aktivsten NAKler. Und vor allem auch die treusten Opferer. Natürlich will die Kirchenleitung es sich mit denen nicht Verscherzen. Und genau das ist die Erklärung für die Kirchenpolitik der Gegenwart. Die NAK versucht seit 30 Jahren ein Spagat zwischen Reform und Konservativen zu machen. Diese Politik ist aber offensichtlich (Mitgliederzahlen) gescheitert. Der extremistische Flügel wurde durch die Reformen verärgert, viele wünschen sich sicher die "gute alte Zeit zurück" Und die progressiven Kräfte sind aufgrund der zu kleinen und zu langsamen Reformen schon lange ausgetreten.

Die Zukunft der NAK ist also alles andere als Spannend. Die Reaktionären Kräfte verlassen die NAK nach und nach. Übrige bleiben die extremistischen, konservativen Kräfte. Wo die Reise hingeht kann man sich gut vorstellen. Ein Vorgeschmack erhält man, wenn man das Wirken gewisser deutschen Bezirksapostel verfolgt.

fridolin
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Re: Wie frauenfeindlich ist die NAK?

#8 Beitrag von fridolin » 25.11.2019, 14:27

Die Zukunft der NAK ist also alles andere als Spannend. Die Reaktionären Kräfte verlassen die NAK nach und nach. Übrige bleiben die extremistischen, konservativen Kräfte. Wo die Reise hingeht kann man sich gut vorstellen. Ein Vorgeschmack erhält man, wenn man das Wirken gewisser deutschen Bezirksapostel verfolgt.
Wo geht die Reise hin? Definitiv zum Ende in Mitteleuropa um 2040, bis auf ein paar kleine verbleibende Reste. :D
Da die NAK reich an verschiedenen Immoblien ist, könnte man sich gut vorstellen, wie dann eventuell die Reise weiter geht. Immobilien müssen betreut und verwaltet werden :D
Geht auch mit einer Immobilien GmbH. :D

Wir werden sehen, was eventuell noch kommt. :D :D

greg
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Re: Wie frauenfeindlich ist die NAK?

#9 Beitrag von greg » 25.11.2019, 15:19

fridolin hat geschrieben:
25.11.2019, 14:27
Definitiv zum Ende in Mitteleuropa um 2040, bis auf ein paar kleine verbleibende Reste.
Liest man die Geschichte der KAG, der Vorgängerkirche der NAK erhält man ein gutes Bild wie es für die NAK weitergehen wird. Die KAG gibt es immer noch, obwohl der letzte Priester in England in den 70er Jahren starb! Die KAG hat sogar noch 40 Gemeinden in Deutschland!

2040 ist somit viel zu früh, das wäre ja in bereits 21 Jahren. Die KAG hatte ihren Höhepunkt um 1870. Die NAK hatte ihren Höhepunkt in den 90er Jahren. Somit müsste das Ende für die NAK so 2120 kommen.

fridolin
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Re: Wie frauenfeindlich ist die NAK?

#10 Beitrag von fridolin » 25.11.2019, 15:39

2040 ist somit viel zu früh, das wäre ja in bereits 21 Jahren. Die KAG hatte ihren Höhepunkt um 1870. Die NAK hatte ihren Höhepunkt in den 90er Jahren. Somit müsste das Ende für die NAK so 2120 kommen.
Wir reden hier von Mitteleuropa nicht von der Weltkirche NAK. Die wird noch etliche Zeit weiter existieren. Z.b. in Afrika. :D
Die KAG gibt es immer noch, obwohl der letzte Priester in England in den 70er Jahren starb! Die KAG hat sogar noch 40 Gemeinden in Deutschland!
Die NAK ist sich immer als Nachfolge Organisation der KAG verstanden. Das wurde uns doch gelehrt, die KAG existiert nicht mehr. Aber die offizielle Nachfolge Organisation kann ich doch nur werden, wenn die Vorgängervereinigung sich aufgelöst hat und in eine neue Organisation übergeht. :wink:

Wie Greg schreibt, bestehen noch 40 Gemeinden der KAG in Deutschland. Die bezeugen doch wohl dann eindeutig das Dasein der KAG in der heutigen Zeit. Gottesdienste werden wohl dann dort auch noch gehalten. Sie hat sich nicht aufgelöst, sie existiert noch. Das hat uns aber niemand von NAK Kirchenleitung erzählt. :D Die kann dann also niemals die Fortsetzung der KAG sein :D

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