NAK Süd: Früher Entschlafenengottesdienst, heute Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Heinrich
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NAK Süd: Früher Entschlafenengottesdienst, heute Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene?

#1 Beitrag von Heinrich » 03.07.2019, 16:32

Etikettenschwindel oder was ist das bitte?

Gruss in die Runde.

Zumindest die NAK Süd verwendet wohl offiziell neue Begriffe, so ist für den kommenden Sonntag wohl ein „Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene“ vorgesehen.

Der viele, viele Jahrzehnte zelebrierte „Entschlafenengottesdienst“ wird nun endgültig aus dem NAK-Sprachgebrauch getilgt?

Nur, um den anderen Kirchen endgültig zu zeigen „Schaut her, wir sind nicht mehr so eingebildet, wir ihr das jahrzehntelang gedacht habt?“

Und wenn dieser neue "Sprachgebrauch" Standard wird - warum wird das bitte nicht kommuniziert? In den Gemeinden z.B.?

Gruss aus dem Süden,
ein mal wieder fragender Heinrich :-)
Zuletzt geändert von Andreas Ponto am 05.07.2019, 18:07, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt um geändert: "NAK Süd: Früher Entschlafenengottesdienst, heute Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene?"
Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.
(Bert Brecht)

fridolin
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Re: Früher: Entschlafenengottesdienst, heute: Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene?

#2 Beitrag von fridolin » 03.07.2019, 18:43

@Heinrich
Zumindest die NAK Süd verwendet wohl offiziell neue Begriffe, so ist für den kommenden Sonntag wohl ein „Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene“ vorgesehen.
Der viele, viele Jahrzehnte zelebrierte „Entschlafenengottesdienst“ wird nun endgültig aus dem NAK-Sprachgebrauch getilgt
Heinrich gut das du das Thema aufgreifst. Der Entschlafenengottesdienst steht vor der Tür. Wie alle wir versiegelten von der "Muttermilch" beigebracht bekommen haben, läuft alles nach einem von Gott vorgegebenen Schema ab. Zu den speziellen Entschlafenen Gottesdiensten hat der Entschlafene der neuapostolisch werden will lt. NAK am Apostelaltar persönlich zu erscheinen. Nicht kann, sondern er muss, eine erforderliche zwingende Maßnahme. Sonst kann er lt. NAK nicht teilhaben an dem was Gott über seine Diener die Apostel für ihn den nicht neuapostolisch verstorbenen persönlich an Gaben am Apostelaltar bereit hält.
Über ein "Medium" nimmt der Apostel dann im vorab anberaumten Entschlafenengottesdienst Handlungen an den erschienenen Verstorbenen vor. Wenn nötig wird der Verstorbene dann getauft, bekommt Sünden vergeben und zum guten Schluss empfängt er noch über das Medium die heilige Versiegelung. Ohne diese Versiegelung dem dritten Sakrament der NAK kein lebender und auch kein Toter ein Gotteskind werden kann.
Die Voraussetzung zur Hinnahme des Erstlingsrecht um Bürger des Himmels und zur Braut Christi gezählt werden zu können. Erbe Christi zu sein.
Wie das Kind nun genannt wird ändert aber nichts an der Tatsache das keine reinen Gedenkgottesdienste für verstorbene vollzogen werden. Es ist und bleiben Gottesdienste wo Handlungen über dritte an Entschlafene vollzogen werden. Da die NAK jetzt im Bundes ACK ist, hört sich Begriff Gedenkgottesdienst für Verstorbene eben neutraler für Außenstehende an.
Aber an der Verfahrensweise ändert nichts, vielleicht irgendwann später. Wenn die Entschlafenen Handlungen unterm Tisch fallen würden, d.h. abgeschafft, dann erst könnte von Gedenkgottesdiensten für Verstorbene gesprochen werden.
Vorher nicht. :D Bis dahin sind das Handlungsgottesdienst an Verstorbene. Da werden Handlungen an Verstorbene vorgenommen.
Ob die Handlungen auch der Wirklichkeit entsprechen, oder ob sie überhaupt Wirkung zeigen, ob jemals wirklich ein verstorbener am Apostelaltar erschienen ist, dafür konnte die NAK bis heute keinen Beweis nicht liefern. Sie hat über lange Zeiten versucht einzelne Träume von Geschwistern als Beweiskraft darzustellen.
Das Traumdeutereien nicht auf Dauer als Beweiskraft funktionieren werden können, hat sich wohl schon in unserer menschlichen Gesellschaft rum gesprochen. :D

Das alles keine heiße Luft ist, kein menschlicher Humbug, sondern eine Tatsache das Gott tatsächlich sich zu der NAK Entschlafenenlehre bekennt, dazu fehlen der NAK die stichhaltigen Gegenbeweiskräfte.

Träume sind heute kein Beweismittel mehr. :D

Prinzipal
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Re: Früher: Entschlafenengottesdienst, heute: Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene?

#3 Beitrag von Prinzipal » 03.07.2019, 21:04

Das Entschlafenenwesen der NAK ist ja in letzter Zeit schon etwas abgespeckt worden, hat aber irgendwie immer noch spiritistische Züge. Der Kontakt zu den Verstorbenen ins Jenseits über ein Medium einschließlich diverser Handlungen ist schon sehr sehr speziell und wird mit zunehmender Erkenntnis, wenn der heilige Geist noch größer ist als jetzt ( früher war er ja laut Schneider noch viel kleiner), irgendwann aufgegeben.
Dass sich tatsächlich im Jenseits da irgendwas regt, wenn der Apostel ruft, dafür gab es noch nie irgend ein Indiz.

Aber bei den Spiritisten gibt’s angeblich wenigstens Stühle- oder Gläserrücken😆

fridolin
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Re: Früher: Entschlafenengottesdienst, heute: Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene?

#4 Beitrag von fridolin » 03.07.2019, 22:22

@Prinzipal
Der Kontakt zu den Verstorbenen ins Jenseits über ein Medium einschließlich diverser Handlungen ist schon sehr sehr speziell und wird mit zunehmender Erkenntnis,]wenn der heilige Geist noch größer ist als jetzt ( früher war er ja laut Schneider noch viel kleiner), irgendwann aufgegeben.
Vielleicht wird der Geist schneller größer und erwachsen als wir denken und alle Mediumhandlungen werden noch unter Schneider dem Begriffserfinder des kleinen heiligen Geistes a Akta gelegt. :D

Die Umbenennung von der Heinrich geschrieben hat,
von Entschlafenengottesdienst auf Gedenkgottesdienst für Verstorbene kann darauf hin deuten :D

gabriel
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Re: Früher: Entschlafenengottesdienst, heute: Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene?

#5 Beitrag von gabriel » 04.07.2019, 07:26

Werter Prinzipal: Indizien? - Doch, gab es reichlich: - jede Menge Träume und
Gesichte
! Da konnte einem schon mal das Gruseln kommen! ...

gabriel
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Re: Früher: Entschlafenengottesdienst, heute: Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene?

#6 Beitrag von gabriel » 04.07.2019, 07:29

Pardon!

Werter Prinzipal: Indizien? - Doch, gab es reichlich: - jede Menge Träume und Gesichte! Da konnte einem schon mal das Gruseln kommen!

Prinzipal
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Re: Früher: Entschlafenengottesdienst, heute: Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene?

#7 Beitrag von Prinzipal » 04.07.2019, 08:33

Tja konkrete Handlungsweisen nach Analyse/Auswertung von Träumen und Gesichten zu praktizieren und zu lehren, dazu hat der rational denkende Mensch leider keinen Zugang.

Mir träumte auch schon so manches. Die Ernüchterung war groß, nachdem der Wecker klingelte.😩

fridolin
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Re: Früher: Entschlafenengottesdienst, heute: Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene?

#8 Beitrag von fridolin » 04.07.2019, 12:23

Tja konkrete Handlungsweisen nach Analyse/Auswertung von Träumen und Gesichten zu praktizieren und zu lehren, dazu hat der rational denkende Mensch leider keinen Zugang.
Und deshalb wurden wahrscheinlich auch die Entschlafenen Traumerlebnisse, die noch vor einigen Jahren vom Dienstleiter regelmäßig während der Entschlafenengottesdienste als Beweiskraft der einzigartigen NAK Entschlafenen Lehre vorgelesen werden mussten, in den Mülleimer versenkt. :D
Diese Traumerlebnisse wurden jedem Teilnehmer der Entschlafengottesdiensten zu Gehör gebracht.
Zum Abschluss des ganzen sangen dann die Gemeinden das Lied zehntausend mal zehntausend in Kleidern hell und schön, die Schar Gotterlösten steigt auf die ewigen Höhen. Sie haben überwunden durch Jesus Blut allein. Auf, auf ihr Perlentote und laßt die Sieger ein.

Ein wunderbares Gefühl glauben zu dürfen, nun steigen zig, zig tausende von verlangenden Entschlafenen Nicht NAKLern die vor dem Apostelaltar standen und von dem Apostel versiegelt und neuapostolisch gemacht wurden auf zu himmlischen Höhen. Sie brauchten nun nicht mehr zurück in ihren Gefängnissen in der Ewigkeit. Für diese, nur für diese gingen nun die himmlischen Perlentore auf, um ein neues himmlisches Leben ohne Gefängnisaufenthalt zu beginnen. Das war auch mal eine langjährige Episode der NAK Entschlafenenlehre.
Zuletzt geändert von fridolin am 04.07.2019, 13:09, insgesamt 4-mal geändert.

Prinzipal
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Re: Früher: Entschlafenengottesdienst, heute: Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene?

#9 Beitrag von Prinzipal » 04.07.2019, 12:45

Durch Weissagungen und Gesichte hatten die Apostel offensichtlich schon lange einen tiefen Einblick in die jenseitige Welt.
1874 wurden beispielsweise Martin Luther und einige seiner Weggefährten post mortem durch Apostel Schwartz versiegelt (vermutlich war er damals schon in Besitz der Schlüsselvollmacht, da führte kein Weg daran vorbei).

Die Schlüsselvollmacht hat das Apostolat ja inzwischen an die höhere Instanz abgegeben (wahrscheinlich Schlüssel verloren?😅).

Die (weitere) Revision des NAK-Entschlafenenwesens mit einer Beschränkung etwa auf ein Fürbittegebet im Gedenken an die Verstorbene wäre vielleicht hilfreich für etwas mehr Akzeptanz.

Äußerst fragwürdig empfinde ich in diesem Zusammenhang und da bin ich wahrscheinlich nur einer unter Vielen, das in den Predigten von Schneider und seinen Nachahmern permanent vereinnahmende ‚wir‘ (wir glauben dies ... wir glauben jenes...). Da stellt sich natürlich immer die Frage, wer da mit ‚wir‘ gemeint sein soll. Wir- das Apostolat? Wir alle? - das wäre dann nicht nur vermessen sondern auch ziemlich witzig.😂

Aber der heilige Geist leitet unerbittlich von einer Wahrheit in die nächste. Somit muss sich zwangsläufig noch Vieles zurechtrücken.

Prinzipal
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Re: Früher: Entschlafenengottesdienst, heute: Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene?

#10 Beitrag von Prinzipal » 04.07.2019, 13:28

fridolin hat geschrieben:
04.07.2019, 12:23
Zum Abschluss des ganzen sangen dann die Gemeinden das Lied zehntausend mal zehntausend in Kleidern hell und schön, die Schar Gotterlösten steigt auf die ewigen Höhen. Sie haben überwunden durch Jesus Blut allein. Auf, auf ihr Perlentote und laßt die Sieger ein.

Ein wunderbares Gefühl glauben zu dürfen, nun steigen zig, zig tausende von verlangenden Entschlafenen Nicht NAKLern die vor dem Apostelaltar standen und von dem Apostel versiegelt und neuapostolisch gemacht wurden auf zu himmlischen Höhen. Sie brauchten nun nicht mehr zurück in ihren Gefängnissen in der Ewigkeit. Für diese, nur für diese gingen nun die himmlischen Perlentore auf
...und dann folgt die Ruhe am kristallnen Meer.

Obwohl bei Zehntausend mal Zehntausend am Strand ist es mit der Ruhe auch wieder nicht weit her😅

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