NAK Aachen: Ex-Priester wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt. Und die Rolle der NAK?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Toleranz
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Re: NAK Priester i.R. wg. sexuellen Missbrauchs angeklagt

#11 Beitrag von Toleranz » 04.06.2019, 15:08

Jetzt wird es konkret. Respekt vor dem Engagement von Herrn Schlangen.

detlef.streich
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Re: NAK Priester i.R. wg. sexuellen Missbrauchs angeklagt

#12 Beitrag von detlef.streich » 05.06.2019, 15:40

Man lese diese üble Falschdarstellung von Frank Schuldt von heute:

https://www.nak-aachen.de/db/7737319/St ... -gehandelt

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Loreley 61
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Re: NAK Priester i.R. wg. sexuellen Missbrauchs angeklagt

#13 Beitrag von Loreley 61 » 05.06.2019, 16:11

Eine Schande!

Kann man gegen diese Falschdarstellung denn nichts machen? Wenn das Gericht feststellt, dass von 2003 - 2005 von Seiten der Kirche nicht gehandelt wurde,(Amtsenthebung) wenn ferner festgestellt wird, dass die Eltern zum Schweigen genötigt wurden, sollte das der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Seht ihr da Möglichkeiten, besonders die NAK-Mitglieder zu erreichen?

Ich frage mich auch, wieso Brinkmann immer mit einem blauen Auge davon kommt? Oder besitzen diese Kirchenoberen so etwas wie Immunität. Erst die Sache mit den Millionen und nun das. Oder vielleicht es ist "Vitamin B" zu Behörden und dergleichen.
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Re: NAK Priester i.R. wg. sexuellen Missbrauchs angeklagt

#14 Beitrag von Heidewolf » 05.06.2019, 16:13

Wenn man alleine schon den Artikel auf Glaubenskultur mit der Stellungnahme NAK-West vergleicht, dann ist das eine Frechheit von Frank Schuldt sondergleichen. Das läßt ahnen, welch verlogenen Kommunikationslandschaft kirchlich besteht. Und von aufrichtiger Reue auch der Kirchenoberen nichts zu spüren.
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Re: NAK Priester i.R. wg. sexuellen Missbrauchs angeklagt

#15 Beitrag von Toleranz » 05.06.2019, 16:31

Wann ist die Gerichtsverhandlung anberaumt worden?

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Re: NAK Priester i.R. wg. sexuellen Missbrauchs angeklagt

#16 Beitrag von Loreley 61 » 05.06.2019, 16:36

Zumindest dürfte den Gläubigen doch eine Lüge bei Schuldt sofort auffallen: Er wurde damals aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt. Man hat die Mitglieder über den wahren Grund der "Inruhesetzung" getäuscht. Ich hoffe nur, das das Gericht auch noch das Verhalten der NAK unter die Lupe nimmt.
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Re: NAK Priester i.R. wg. sexuellen Missbrauchs angeklagt

#17 Beitrag von Andreas Ponto » 05.06.2019, 16:57

Stellungnahme zum Missbrauchsfall: „Innerhalb weniger Tage gehandelt“ Quelle: NAK Bezirk-Achen, zuletzt abgerufen 2019-06-05 18:11

Mir stellen sich dazu ein paar Fragen:
... Die Neuapostolische Kirche achtet Recht und Gesetz und empfiehlt ihren Mitgliedern in Fällen sexuellen Missbrauchs, den rechtlichen Weg zu beschreiten. ...
Das steht ja diametral den Ausführungen der Mutter gegenüber Herrn Schlangen entgegen, oder?

... Dies geschah innerhalb weniger Tage, nachdem die Bezirks- und Kirchenleitung von den Vorfällen Kenntnis erlangt hatte. ...
Auch hierzu kursiert eine andere Darstellung: 2003 erste Intervention seitens der Eltern und erst 2005 nach erneuter Intervention der Mutter hat die Kirche reagiert.
Was stimmt?

... Als die Kirchenleitung vor einigen Wochen durch die Staatsanwaltschaft von der Anklage erfuhr, handelte sie und sprach die Amtsenthebung aus. ...
Hat die Kirchenleitung von den Vorfällen nicht schon 2003 und 2005 durch die Eltern der Kinder Kenntnis erlangt und daher den Priester dann endlich 2005 beurlaubt und laut der Mutter die Familie darum gebeten keine Anzeige zu erstatten? Erneut: Was stimmt?

... Den Betroffenen wird die Entscheidung überlassen, ...
Wie passt das zu der Version der Mutter, dass die Kirche um Stillhalten und Verzicht auf eine Anzeige gebeten hatte?
Wie kommt sich nun die Mutter vor?

... Wenn allerdings eine Wiederholung gleichartiger Straftaten nicht ausgeschlossen ist und Wiederholungsgefahr besteht, müsste die Kirche handeln – ...
Wodurch und wie konnte die Kirche ausschließen, dass keine Wiederholungsgefahr von dem Täter und der Ehefrau mehr ausgeht, nachdem ihr 2003 anvertraut war, dass es zahlreiche Übergriffe gegeben hatte?

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Re: NAK Priester i.R. wg. sexuellen Missbrauchs angeklagt

#18 Beitrag von Heidewolf » 05.06.2019, 17:16

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass so um 1990 herum in Ämterstunden thematisiert wurde, dass Schaden von der Kirche abzuwenden sei. Das betraf eigentlich alle Lebensbereiche, Fehlverhalten wurde ganz bewusst unter den Teppich gekehrt. Dieses seltsame Gebahren war bei mir der erste Auslöser, dem Handeln der Kirche mit einer gewissen Skepsis zu begegnen. Ich merkte immer deutlicher, dass die persönlichen Verhältnisse und Befindlichkeiten keine Rolle spielen. Es geht nur um den 'Nutzen für die Kirche'. Ich habe dann bald für meine Familie die Reißleine gezogen, ich wäre daran kaputtgegangen.
Mag sein, dass inzwischen anders gehandelt wird. Aber wann und wie müssten dann jüngere ATs berichten.

Wie man aber an dem Schuldt-Bericht sieht, steckt davon immer noch eine große Menge an Unmoral in den Köpfen drin.
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Re: NAK Priester i.R. wg. sexuellen Missbrauchs angeklagt

#19 Beitrag von Loreley 61 » 05.06.2019, 18:02

Die Wiederholungsgefahr bestand bezgl. der Enkelkinder wohl nicht mehr, da die Eltern offenbar den Kontakt zu den Großeltern abgebrochen hatten. Jedoch durch das Verschweigen der wahren Gründe der Inruhesetzung hat die Kirche billigend in Kauf genommen, dass andere Geschwister ihre Kinder eventuell nur mal zur stundenweisen Beaufsichtigung zu diesen Leuten geben.

Normalerweise dachte ich immer, dass wenn man von einer Straftat Kenntnis erlangt, auf alle Fälle die Behörden zu informieren sind, egal was die Opfer wollen. Zumal die Eltern ja nur bedingt Opfer sind. Die wahren Opfer waren die Kinder und die hat man sicher nicht nach ihrem Willen gefragt. Im Sinne der Enkelkinder und eventuellen anderen Kindern hat die Kirche nicht gehandelt. Der Täter hätte weiter machen können und auch fremde Kinder mißbrauchen können. Ich gehe aber davon aus, dass die Eltern zum Stillschweigen genötigt wurden. Das sie dann darauf eingegangen sind, ist auch nicht ganz richtig, denn die Eltern (genau wie die NAK) haben es versäumt fremde Kinder zu schützen. (So meine Meinung)
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