dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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fridolin
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Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#21 Beitrag von fridolin » 16.04.2019, 19:51

Es zieht Kreise. Die Webseite naktalk hat sich nun auch mit dem hier diskutierten Thema befasst.
https://www.naktalk.de/nak-ack-gastmitg ... ontrovers/

Heinrich

Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#22 Beitrag von Heinrich » 16.04.2019, 19:58

Der oberste NAK-Ökumeniker ‑ Apostel Volker Kühnle - war mir schon, seitdem ich ihn "kennenlernen durfte" immer sehr suspekt.

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Andreas Ponto
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Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#23 Beitrag von Andreas Ponto » 17.04.2019, 00:57

Kurz noch ein paar Gedanken zum Thema hier.

Michael Koch titelt auf glaubenskultur.de:
"20 Jahre Beharrlichkeit führten zum Ziel - Die Neuapostolische Kirche in [sic] Gastmitglied in der ACK Deutsclhand geworden".

War das das Ziel? Ging es nur darum? Offensichtlich, denn dafür wurde nach außen alles getan.
Und was ist nach innen passiert?

Am 11.12.2010 habe ich nach einem langen Prozess des ehrenamtlichen und progressiven Mittragens und -arbeitens in der NAK,
aber auch des Nachdenkens hier im Forum einen Artikel veröffentlicht: NAK am Scheideweg?!

Darin ist kurz umrissen, was sich aus meiner Sicht in der NAK spätestens 2010 ff. hätte ändern müssen.
Die Ökumene ist dabei ein kleiner Baustein, eher die logische Folge ganz am Ende von einer Reihe durchzuführender Änderungen.

Am 18.02.2011 dann ebenfalls hier im Forum die Info über meinen vollzogenen Austritt aus der NAK.

Durch Nachdenken und Aufschreiben ist für mich klargeworden: das wird nichts mit deinen Vorstellungen in und von der NAK.
Viel eher findest du das was du suchst und was du dir vorstellst in der Evangelischen Landeskirche weitestgehend realisiert.
Da ist alles im Grunde schon da.

Eine Pfarrerin aus meiner Stadt hat zu mir in einem seelsorgerlichen Telefonat sinngemäß, ganz simpel und einfach gesagt:
Herr Ponto, manchmal verändert man sich eben und es trennen sich die Wege. Das ist so. Da ist nicht schlimm.

Meinem kleinmütigen Herz hat das damals sehr gutgetan.

Nun titelt Michael Koch, das Ziel wäre erreicht und führt aus, dass die Aussteiger halt mit ihren persönlichen Krisen nicht klarkamen und dafür der NAK die Schuld in die Schuhe geschoben hätten. Kurz: hätten die nur durchgehalten und wären dabeigeblieben, dann hätten sie jetzt, was sie damals gefordert haben.

Nun frage ich mich, wie das bei mir ist.

Das System NAK hat mir selbst nichts anhaben können. Aber in vielen Dingen war ich Teil des Systems, das ich durch meine Mitgliedschaft und aktive Mitarbeit getragen und gestützt habe. Nachdem ich dieses System als missbräuchlich und zudem für mich als theologisch falsch erkannt hatte, stand die Frage an mich im Raum: was müsste sich ändern, damit du dranbleibst.

NAK am Scheideweg?! war meine Antwort dazu.

Die Aussicht 2010, dass das aber auf absehbare Zeit nichts werden wird mit Veränderung und Reform in der NAK (z.B. scheiternde Vision 2010/2014, Intransparenz, ...), hat dann die für mich logische Konsequenz ausgelöst: Austritt aus der NAK und Eintritt in die evangelische Landeskirche.

Wie ist also mein persönliches Fazit in Bezug auf NAK, deren ACK-Gastmitgliedschaft und meinem NAK-Ausstieg?

Michael kann ja für sich sagen: Super, alles erreicht. Also weiter so die nächsten 20-30 Jahre.
Aber er soll uns nicht unterschieben, was nicht ist.

Meine theologische und glaubensmäßige Überzeugung ist spätestens seit 2010 endgültig völlig different zur NAK-Doktrin mit ihrem Heilsexklusivismus und deren Sonderlehren. Das Warten auf ein sinnentleertes "ACK-Gütesiegel" ist für mich daher völlig uninteressant.

Mein Schritt in die Evangelische Landeskirche ist nach wie vor von mir als gut, richtig und konsequent bewertet.
10 oder 20 Jahre früher wären aus der Rückschau heraus auch nicht schlecht gewesen, aber da war ich einfach noch sehr weit entfernt davon.

Professionalität, Pluralität, Gleichberechtigung, Bildung, Kunst, Kultur, Wissenschaft, Theologie, Verkündigung, Seelsorge, Diakonie und Spiritualität in einer aufgeklärten, synodalen, offenen, transparenten und zugewandten Volkskirche entsprechen meinem Verständnis von Kirche.

Ist die Evangelische Kirche in dem genannten Sinne perfekt? Bei weitem nicht.
Aber hier sehe ich gute Grundstrukturen, ernstes Bemühen und lohnende Ansätze, um mich selbst auch entsprechend einzubringen.

Jeder zieht zum Schluss eben sein eigenes, ganz persönliches Fazit.

LG
Andreas

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Loreley 61
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Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#24 Beitrag von Loreley 61 » 17.04.2019, 15:49

Für mich war die Ökumene auch nur ein winziger Bruchteil. Meine Kritik umfasste viel mehr die Angststrukturen und die oft krankmachenden Lehren der NAK. Einengung, Bevormundung, unsinnige Verbote und theologische Falschaussagen sind oder waren wesentlich wichtigere Kritikpunkte am NAK-System. Ich hoffe, die anderen ACK-Mitgliedskirchen kommen noch dahinter, dass die NAK mit gespaltener Zunge redet. Nach innen hü, nach außen hot. Aber selbst nach innen wechseln sie fast monatlich ihre (theologischen) Aussagen. Mal wissen sie genau wie sich der "Tag des Herrn" gestalten wird und kurze Zeit später verkündet Schneider, dass er überhaupt nichts darüber weiß. (Nachzulesen bei Detlef Streich)Was soll man dieser Kirche denn noch glauben? Wenn M.Koch damit zufrieden ist, kann man ihn nur bedauern. Worauf soll eigentlich sein Glaube ruhen? Auf ständig neue Lehraussagen? Mal werden die alten Aussagen aus der Verstaubung geholt, dann gelten neue, dann doch wieder die alten usw. Ich habe das Gefühl, die wissen nach kürzester Zeit nicht mehr, was sie gesagt haben. Ein bißchen Evolution (Leber), dann doch eher Kreationismus (Schneider), gewürzt mit einer immer noch bestehenden Überhöhung des Apostelamtes. Wem`s gefällt................

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

usirius

Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#25 Beitrag von usirius » 20.04.2019, 20:42

Loreley 61 hat geschrieben:
17.04.2019, 15:49
Für mich war die Ökumene auch nur ein winziger Bruchteil. Meine Kritik umfasste viel mehr die Angststrukturen und die oft krankmachenden Lehren der NAK. Einengung, Bevormundung, unsinnige Verbote und theologische Falschaussagen sind oder waren wesentlich wichtigere Kritikpunkte am NAK-System. Ich hoffe, die anderen ACK-Mitgliedskirchen kommen noch dahinter, dass die NAK mit gespaltener Zunge redet. Nach innen hü, nach außen hot. Aber selbst nach innen wechseln sie fast monatlich ihre (theologischen) Aussagen. Mal wissen sie genau wie sich der "Tag des Herrn" gestalten wird und kurze Zeit später verkündet Schneider, dass er überhaupt nichts darüber weiß. (Nachzulesen bei Detlef Streich)Was soll man dieser Kirche denn noch glauben? Wenn M.Koch damit zufrieden ist, kann man ihn nur bedauern. Worauf soll eigentlich sein Glaube ruhen? Auf ständig neue Lehraussagen? Mal werden die alten Aussagen aus der Verstaubung geholt, dann gelten neue, dann doch wieder die alten usw. Ich habe das Gefühl, die wissen nach kürzester Zeit nicht mehr, was sie gesagt haben. Ein bißchen Evolution (Leber), dann doch eher Kreationismus (Schneider), gewürzt mit einer immer noch bestehenden Überhöhung des Apostelamtes. Wem`s gefällt................

LG, Lory
Liebe Loreley, genau in denselben Punkten stehe ich auf Kriegsfuß mit der NAK. Da ich noch drin stecke bekomme ich live und fast sonntäglich und mittwochs immer wieder Grund zum Kopfschütteln. Nur eines der Beispiele zu ständig wechselnden Lehrmeinungen: Gestern hiess es am Karfreittag im Gottesdienst sinngemäß: Früher ist die Meinung unter den Geschwistern kursiert und es wäre sogar da und dort gepredigt worden, dass der eine und andere seinen persönlichen Karfreitag durchleben müsse. Das ist schlichtweg ein Irrtum! Das geht gar nicht! Der Karfreitag ist ausschließlich im Bezug auf Jesus zu sehen! Er ist unantastbar, niemand kann einen persönlichen Karfreitag haben....

Da musste ich den Kopf schütteln! Es ist definitiv durch Neuapostel gepredigt worden, dass jeder einen persönlichen Karfreitag durchlebt! Ich meine, Stammapostel Streckeisen hat das einmal gesagt, und zuletzt - im Internet noch nachzulesen - aus Neuapostelmund 2015 und 2016 der Neuapostel Schorr.

http://nak-recklinghausen.de/db/413452/Startseite/Apostel-Schorr-feiert-Gottesdienst-zum-Karfreitag
http://www.nak-detmold.de/db/6450708/Berichte/Karfreitag-mit-Apostel-Schorr

Es gäbe noch viele andere Beispiele, wie inflationär Neuapostelwort ist. Macht man den Mund auf und weiß die "Vorangänger darauf hon, und frägt sie, was nun falsch sei, das was damals gesagt wurde oder das was heute gesagt wird, heißt es lapidar, man solle nicht stehen bleiben, nicht zurück schauen, der Geist Gottes führt von einer Erkenntnis in die andere, und die Apostel ringen darum und neue Erkenntnisse werden dem Volk Gottes dann auch zeitnah kundgetan. ;Man kann gerade weiter machen mit Taufverständnis, Kirchenverständnis, Amtsverständnis, Abendmahlverständnis, Entschlafenenwesen und vieles mehr, was sich da in den letzten Jahren verändert hat und wie jeder schief angeguckt wird, der sich noch an das wie es mal war erinnern kann und dass das auch so gepredigt wurde....

Echtes Apostelwort muss nicht laufend revidiert werden. Musste jemals eine Aussage der ersten Apostel revidiert werden?

Aber die Neuapostel haben meines Erachtens Angst, keine Daseinsberechtigung mehr zu haben, wenn sie nicht kaufend "neue Erkenntnisse aufschließen", die großteils nichts anderes als verdrehte alte Erkenntnisse sind, wenn das theologische Grundwissen fehlt und das Streben nach Vermögensvermehrung sie beseelt, kann auch kein wirklich inspirierendes Wort von ihnen erwartet werden. Dich der Großteil der "aktiven" Mitglieder merkt es nicht, oder erträgt es still und gibt dieser Institution weiter sein Leben, seine Zeit und sein Geld.

LG Usirius

usirius

Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#26 Beitrag von usirius » 20.04.2019, 20:42

Loreley 61 hat geschrieben:
17.04.2019, 15:49
Für mich war die Ökumene auch nur ein winziger Bruchteil. Meine Kritik umfasste viel mehr die Angststrukturen und die oft krankmachenden Lehren der NAK. Einengung, Bevormundung, unsinnige Verbote und theologische Falschaussagen sind oder waren wesentlich wichtigere Kritikpunkte am NAK-System. Ich hoffe, die anderen ACK-Mitgliedskirchen kommen noch dahinter, dass die NAK mit gespaltener Zunge redet. Nach innen hü, nach außen hot. Aber selbst nach innen wechseln sie fast monatlich ihre (theologischen) Aussagen. Mal wissen sie genau wie sich der "Tag des Herrn" gestalten wird und kurze Zeit später verkündet Schneider, dass er überhaupt nichts darüber weiß. (Nachzulesen bei Detlef Streich)Was soll man dieser Kirche denn noch glauben? Wenn M.Koch damit zufrieden ist, kann man ihn nur bedauern. Worauf soll eigentlich sein Glaube ruhen? Auf ständig neue Lehraussagen? Mal werden die alten Aussagen aus der Verstaubung geholt, dann gelten neue, dann doch wieder die alten usw. Ich habe das Gefühl, die wissen nach kürzester Zeit nicht mehr, was sie gesagt haben. Ein bißchen Evolution (Leber), dann doch eher Kreationismus (Schneider), gewürzt mit einer immer noch bestehenden Überhöhung des Apostelamtes. Wem`s gefällt................

LG, Lory
Liebe Loreley, genau in denselben Punkten stehe ich auf Kriegsfuß mit der NAK. Da ich noch drin stecke bekomme ich live und fast sonntäglich und mittwochs immer wieder Grund zum Kopfschütteln. Nur eines der Beispiele zu ständig wechselnden Lehrmeinungen: Gestern hiess es am Karfreittag im Gottesdienst sinngemäß: Früher ist die Meinung unter den Geschwistern kursiert und es wäre sogar da und dort gepredigt worden, dass der eine und andere seinen persönlichen Karfreitag durchleben müsse. Das ist schlichtweg ein Irrtum! Das geht gar nicht! Der Karfreitag ist ausschließlich im Bezug auf Jesus zu sehen! Er ist unantastbar, niemand kann einen persönlichen Karfreitag haben....

Da musste ich den Kopf schütteln! Es ist definitiv durch Neuapostel gepredigt worden, dass jeder einen persönlichen Karfreitag durchlebt! Ich meine, Stammapostel Streckeisen hat das einmal gesagt, und zuletzt - im Internet noch nachzulesen - aus Neuapostelmund 2015 und 2016 der Neuapostel Schorr.

http://nak-recklinghausen.de/db/413452/Startseite/Apostel-Schorr-feiert-Gottesdienst-zum-Karfreitag
http://www.nak-detmold.de/db/6450708/Berichte/Karfreitag-mit-Apostel-Schorr

Es gäbe noch viele andere Beispiele, wie inflationär Neuapostelwort ist. Macht man den Mund auf und weiß die "Vorangänger darauf hon, und frägt sie, was nun falsch sei, das was damals gesagt wurde oder das was heute gesagt wird, heißt es lapidar, man solle nicht stehen bleiben, nicht zurück schauen, der Geist Gottes führt von einer Erkenntnis in die andere, und die Apostel ringen darum und neue Erkenntnisse werden dem Volk Gottes dann auch zeitnah kundgetan. ;Man kann gerade weiter machen mit Taufverständnis, Kirchenverständnis, Amtsverständnis, Abendmahlverständnis, Entschlafenenwesen und vieles mehr, was sich da in den letzten Jahren verändert hat und wie jeder schief angeguckt wird, der sich noch an das wie es mal war erinnern kann und dass das auch so gepredigt wurde....

Echtes Apostelwort muss nicht laufend revidiert werden. Musste jemals eine Aussage der ersten Apostel revidiert werden?

Aber die Neuapostel haben meines Erachtens Angst, keine Daseinsberechtigung mehr zu haben, wenn sie nicht kaufend "neue Erkenntnisse aufschließen", die großteils nichts anderes als verdrehte alte Erkenntnisse sind, wenn das theologische Grundwissen fehlt und das Streben nach Vermögensvermehrung sie beseelt, kann auch kein wirklich inspirierendes Wort von ihnen erwartet werden. Dich der Großteil der "aktiven" Mitglieder merkt es nicht, oder erträgt es still und gibt dieser Institution weiter sein Leben, seine Zeit und sein Geld.

LG Usirius

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Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#27 Beitrag von fridolin » 21.04.2019, 17:04

@ usirius
Da ich noch drin stecke bekomme ich live und fast sonntäglich und mittwochs immer wieder Grund zum Kopfschütteln. Nur eines der Beispiele zu ständig wechselnden Lehrmeinungen: Gestern hiess es am Karfreittag im Gottesdienst sinngemäß: Früher ist die Meinung unter den Geschwistern kursiert und es wäre sogar da und dort gepredigt worden, dass der eine und andere seinen persönlichen Karfreitag durchleben müsse. Das ist schlichtweg ein Irrtum! Das geht gar nicht! Der Karfreitag ist ausschließlich im Bezug auf Jesus zu sehen! Er ist unantastbar, niemand kann einen persönlichen Karfreitag haben....
https://www.naktalk.de/nak-lehre-zur-erinnerung/
Auf naktalk gibt es eine Rubrik NAK Lehre zur Erinnerung. Die Veränderlichkeit der NAK Lehre ist dort eindrucksvoll aufgelistet.
Auf Wikipedia gibt es einen Rückblick auf ein Lehrgebäude vor ca. 120 Jahren.
Weit zurückliegend, fast vergessen. :D
Krebs der erste Stammapostel der Neuzeit, scheint wohl kurioses gelehrt zu haben.
Die Sache mit biblischen Urapostel war damals und ist ewig lange her. Alle sind tot.
Eine seiner Auslegungsinterpretationen lehrte die Gleichrangigkeit seiner neuen Apostel mit den biblischen. Seine Interpretation scheint wohl 1896 für ihn und andere sehr wichtig gewesen zu sein. Krebs musste ja dem neuen Werk eine Berechtigungsgrundlage verschaffen. Jeder Geschäftsmanager von heute weiß, heftiges Rassel gehört zum einem erfolgreichen Geschäftsmodell dazu. Ist das alte irgendwann ausgelutscht, werden neue ersonnen. Krebs wusste wohl schon damals, wollte er und seine Mitstreiter bestehen bleiben, gehört heftige Rasseln dazu und irgendwann wird eben für ein neues, neues, neues und nochmal neues Modellangebot gerasselt werden. :D

Die neuen ihm umgebenden Apostel liefern nun lt. seiner damaligen Erkenntnis, das frische Grünfutter und das frische, lebendige Quellwasser. :D

Die Bibel selbst scheint wohl für Krebs in einigen Teilen nicht unbedingt sein Ding gewesen zu sein. Für ihm war die Bibel vertrocknetes Heu aus der Vergangenheit und altes schmutziges Grubenwasser. :D

Harte Worte nicht wahr. Wer hat ihm das denn nur eingeredet. :?:

usirius

Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#28 Beitrag von usirius » 21.04.2019, 21:59

@fridolin
Ja, danke für den Hinweis auf naktalk bezüglich der Veränderlichkeit der NAK Lehre. Früher hieß es " Ich bin der Herr und wandle mich nicht", mit diesem Spruch hat die NAK geworben, Dabei hat sie sich selbst wer weiß wie oft gewandelt wie ein Chamäleon - beginnend ab dem Schisma 1863 in Hamburg, wo sie ihre kath.-apost. Wurzeln mehr und mehr vergessen hat, sich aber gerne auch heute noch als sie als Ursprung stützt. In Wahrheit hat sie nichts mit ihr am Hut. Das Amtsvertsändnis, die Lehre einschließlich des Kirchenverständnis und der Kirchenlehre haben, wenn überhaupt, maximal 10% Übereinstimmung. Mehr und mehr wird mir klar, warum die Bibel als abgestorbenes Grubenwasser verstanden wird / wurde (heute geht das ja schlecht wegen dem Ökumenegebahren...) die Bibel kann die NAK (leider) nicht für sich anpassen und permanent verändern. Früher hieß es Inder NAK auch oft. Der Buchstabe tötet, das Wort aber macht lebendig - um die Viel-Mehr-Wichtigkeit der NAK Predigten gegenüber der Bibel zu verdeutlichen und zu bestätigen, und den subtilen Zwang zum Gottesdienstbesuch zu untermauern!
Gruss, Usirius

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Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#29 Beitrag von fridolin » 22.04.2019, 10:24

Früher hieß es " Ich bin der Herr und wandle mich nicht", mit diesem Spruch hat die NAK geworben, Dabei hat sie sich selbst wer weiß wie oft gewandelt wie ein Chamäleon
Im Umwandeln und verwandeln ist die NAK zum echtem Spitzenreiter aufgestiegen. :D
Seid neusten auch weg von der Vorangängerordnung zur Vorgesetztenordnung.
Wie sagte Schneider in seinem letzten Vortrag explizit, den kirchlichen Vorgesetzten muss Rechenschaft abgegeben werden. :D
Ihre besondere Exklusivität das Werk Gottes zu sein, hat sie trotz aller Um-und Verwandlungen jedoch immer mit übernommen. :D
Die Katze lässt das mausen nicht. :D

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Loreley 61
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Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#30 Beitrag von Loreley 61 » 22.04.2019, 20:58

Wenn es also so ist, dass auch anderen ( Nochmitgliedern) auffällt, wie konfus die heutigen Predigten geworden sind, warum meldet sich M. Koch nicht einmal hierzu zu Wort, anstatt sich über die Beweggründe von Aussteigern nutzlose Gedanken zu machen? Bei seinen Connections könnte er sicher höhere AT`s einmal fragen, warum die "Halbwertzeit" von Lehraussagen vielfach nur noch Wochen andauert. Nicht nur dass sich Stap`s und Apostel gegenseitig widersprechen sondern sie widersprechen sich selbst innerhalb kürzester Zeit. Welchen Wert haben solche Predigten? Welchen Nutzen ziehen M.Koch und seine Glaubensgeschwister aus diesen sich ständig wechselnden Aussagen? Oder geht es den heute Gläubigen nur noch um Events, um soziale Kontakte, um Gemeindefeste usw.?

"Als der Hl. Geist noch klein war".............Wie besch....t muss man eigentlich sein, um sich so einen Satz anzutun? Eigentlich würde ich erwarten, dass ein Gläubiger bei solchen Sätzen sofort aufsteht und das Kirchengebäude protestierend verläßt.

Hallo Michael,

ich leihe mir gerade mal ein Schneider Zitat bei canities aus. Es lautet:

(Zitat) „[…] 03.02.2019 in Berlin-Charlottenburg: Am Anfang, das war nicht falsch, es war nur unvollständig, und genau so arbeitet der Heilige Geist mit uns. Er führt uns von einer Erkenntnis zu der anderen. Das heißt nicht, das was wir gestern und vorgestern gehört haben und gewusst haben, war alles falsch, es war nur unvollständig. Der Heilige Geist führt uns weiter und unser Wissen über Gott ist Stückwerk. Aber der Heilige Geist sagt uns immer die Wahrheit. Schon von Anfang an, als er ganz klein war, hat uns der Heilige Geist die Wahrheit gesagt. Er hat uns belehrt: Gott ist die Liebe. […]“ (Zitatende)

Diese ganze Aussage ist unfassbar, oder? Nehmen wir eine Predigtaussage von gestern:" Gotteskinder die sich verkleiden werden von Jesus nicht erkannt und müssen zurück bleiben." Was ist an dieser Aussage von damals unvollständig? Im Gegenteil: Sie ist eindeutig. Wieso sagt der inzwischen wohl größer gewordene HL. Geist uns immer die Wahrheit, wenn heute Verkleidungen kein Himmelfahrtshindernis mehr sind? Entweder - oder. Ein bißchen schwanger geht auch nicht.

Deshalb würde ich von dir, lieber Michael, erwarten, dass du deinen Bleistift spitzt, dein journalistisches Können und deine Seite dazu benutzt diesen Herren der NAK auf den Leib zu rücken und zwar deshalb, damit du (und andere) Sonntags eine einigermaßen sinnvolle Predigt anhören kannst.

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

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