NAK: Mein Konkubinchen und meine heutige Ehefrau seit Jahren – ein paar Gedanken dazu

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Heinrich
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NAK: Mein Konkubinchen und meine heutige Ehefrau seit Jahren – ein paar Gedanken dazu

#1 Beitrag von Heinrich » 31.03.2019, 19:41

Ich war Amtsträger (Diakon, Priester, später Bezirksamt) und habe dann doch relativ bald aufgegeben. Aber mit der NAK bis heute beschäftigt.

Mein evangelisches Konkubinchen - sie hat meine vielfältigen Aufgabe in der NAK akzeptiert, hatte die tolle Fähigkeit, einfach weiter zu schlafen, wenn ich am Sonntag früh gehen musste und wenn ich von der „Kirche“ kam, haben wir zusammen noch mal sehr gut gemeinsam gefrühstückt. War toll und dann einen schönen Sonntag gestaltet ***smile**

Absolut blöd fand Sie die diese neuere (?) Aussage der NAK: Die Ausübung eines Amtes ist nicht an die Ehe gebunden. Ach ne, der Konkubinatsvorwurf ist weg?

Heinrich, das ist doch alles Kasperlestheater. Wenn ich das im Internet lese (2019): Nach Maßgabe des Bezirksapostels sollen der Apostel, Bischof oder der Bezirksvorsteher die Situation beurteilen und entscheiden, ob eine Amtstätigkeit möglich ist. Hallo Nazi-Zeit - oder?

Das sind doch alles Leute, die keinerlei Ahnung haben vom euren Kirchengemeinden. Eine Aussage meiner Frau. Diese "Kirche" sollte doch generell sehr froh sein, wenn sich noch jemand in der Gemeinde einbringt.

Nächste Frage war: Erklär mir bitte mal, was ist ein Bezirksevangelist? Was ist der Unterschied in der Kirchengemeinde zwischen einem Hirte und einem Evangelist? Das ist - denke ich - sicher historisch gewachsen, aber aus heutiger Sicht, von aussen betrachtet, nicht erklärbar.

So und nun ist Schluss,
antwortet mir und auf dieFragen meiner Frau bitte schlüssig,
Heinirch
Zuletzt geändert von Andreas Ponto am 08.06.2019, 16:49, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel um "NAK: " ergänzt.
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Schnoogele
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Re: Mein Konkubinchen und meine heutige Ehefrau seit Jahren – ein paar Gedanken dazu

#2 Beitrag von Schnoogele » 31.03.2019, 19:48

ein Hirte ist jemand der darauf achtet dass kein Schäflein abhaut. Wenn doch wird der Hund darauf gehetzt ;)

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Heinrich
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Re: Mein Konkubinchen und meine heutige Ehefrau seit Jahren – ein paar Gedanken dazu

#3 Beitrag von Heinrich » 31.03.2019, 20:04

Das war jetzt keine weiterführende Antwort.
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usirius
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Re: Mein Konkubinchen und meine heutige Ehefrau seit Jahren – ein paar Gedanken dazu

#4 Beitrag von usirius » 31.03.2019, 20:32

Werter Heinrich, danke für diesen interessanten Post. Die Sicht von Außen fehlt den meißten Mitgliedern und "Vorangängern" der NAK leider. Können sie auch gar nicht haben, die Lehre zielt ja auch nicht darauf ab, sich mit "der Welt" zu messen, oder sich gar ihr gleich zustellen. Im Gegenteil, innerhalb der NAK ist alles in Ordnung, heile Welt, "Werk Gottes" natürlich, unantastbar, naja und inzwischen tut man so, dass es auch schon Fehler gab, weil ein Amtsträger wie die Kirche Christi wie auch ein Sakrament zwei Elemente hat, ein Sichtbares und ein unsichtbares, das unsichtbare ist immer heilig, vollkommen, unantastbar, das Sichtbare ist irdisch mit Fehler und Schwächen...so redet man inzwischen diverse Miseren noch schön.
Nun zum Amtsverständnis deines Konkubinchens. ja die vielen Amtsstufen, und es waren ja auch schon mehr (man denke beispielsweise an die inzwischen unüblichen Amtsstufen Unterdiakon, Gemeindeälteste, Apostelhelfer) sind natürlich historisch gewachsen, vermutlich aber mit dem Ziel, eine begonnene hierachische Leitung noch besser durchzustrukturieren und durchzuorganisieren. Wenn man bedenkt, dass nach den Rufungen der ersten Apostel in England die apostolische Bewegung mit dem vierfachen Amt gestartet ist. Zitat "Nach der Lehre vom vierfachen Amt gibt es drei Weihestufen (Engel (Gemeindebischof), Priester, Diakon), aber auch eine vertikale Charakterzuordnung zu einem der sogenannten vier Amtscharaktere Ältester (entspricht auf Gemeindeebene dem Apostel), Prophet, Evangelist und Hirte. " (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Vierfaches_Amt), die ohne diese strenge hierarchische Strukturierung wie sie in der NAK heute vorhanden ist, zusammen ihren Dienst an der Gemeinde getan haben. Als es dann wenige Jahre nach dem Hamburger Schisma 1863 dazu gekommen ist, natürlich aus Machtanspruchsgründen des Apostelamtes, das Prophetenamt abzuschaffen und in nächster Konsequenz ein Einheits- bzw. Stammapostelamt zu erfinden und einzuführen, also eine Hierarchie unter bislang gleichberechtigt wirkenden Aposteln einzuführen, hatte man sich vom ursprünglichen Amtsverständnis meines Erachtens dann aber um Lichtjahre entfernt. Ich bin sicher, dass das propagierte neue Amtsverständnis vom KAG-Amtsverständnis weiter um Welten entfernt bleiben wir, denn das Stammapostelamt wird mit Sicherheit genau so wenig aufgegeben wie das Prophetenamt wieder eingeführt. Und Diakone werden mit Sicherheit auch nicht von der Gemeinde gewählt, so wie es zu KAG-Zeiten war. Ich denke, es wird nichts viel mehr sein wie alter Wein in neuen Schläuchen, was davon vielleicht erwähnenswert neu sein wird, ist dass Aufgaben wie die Leitung eines Ältestenbezirkes oder einer Gemeinde nun auch befristet angenommen und wieder abgegeben werden können. Für mich alles Makulatur und ein weiteres Ablenkungsmanöver von den wirklichen Problemen die die NAK-Kirchenleitung hat bzw. darstellt.
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Heinrich
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Re: Mein Konkubinchen und meine heutige Ehefrau seit Jahren – ein paar Gedanken dazu

#5 Beitrag von Heinrich » 31.03.2019, 21:06

Danke, Usirius.

Ich zitiere Ihre Aussage leicht verkürzt: "Die vielen Amtsstufen, sind historisch gewachsen, vermutlich mit dem Ziel, eine begonnene hierarchische Leitung besser durchzustrukturieren (und obrigkeitsgeile Menschen an sich zu binden, Frage von mir?) und durchzuorganisieren. Natürlich aus Machtanspruchsgründen."

Besser kann man es nicht ausdrücken. In einem anderen Thread hier im Forum war mal von Bestandsamtsträgern die Rede - Sie treffen mit Ihrer obigen Aussage diesen Begriff sehr, sehr genau. Hut ab!

By the way, ich wollte Sie schon immer mal fragen, Ihr Name Usirius,was bedeutet der?
Gruss aus dem tiefen Süden,
Heinrich
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Re: Mein Konkubinchen und meine heutige Ehefrau seit Jahren – ein paar Gedanken dazu

#6 Beitrag von usirius » 01.04.2019, 20:29

Werter Heinrich,
danke für Ihre zustimmende Rückmeldung. Nur wenn auf der einen Seite offen, auch konstruktiv negativ, eine Sache / zu einer Sache rückgemeldet wird - und auf der anderen Seite der/diejenige, die die Rückmeldung empfängt, hierfür auch offen ist, kann ein gegenseitig befruchtender Austausch und Weiterentwicklung, oder auch Korrektur beginnen und gelingen. Leider funktioniert in der NAK das Rückmeldungsprinzip in dieser Form nicht. Die Untergebenen sollen offen sein für das was von oben her vorgegeben oder je nach Vorkommnissen auch aus Angst des Verlustes von Macht, Ansehen (der Kirche) und Geld nach unten "rückgemeldet" wird. Was von unten her nach oben rückgemeldet wird interessiert nicht. Könnte bald Bücher schreiben von Fragen und kritischen Rückmeldungen an diverse Apostel die mehrere (!!!!) Bekannte gemacht haben, und was darauf hin passiert ist. In etwa 90 % der Fälle (auch sehr akute Themen) gab es keine Antwort. Und wenn mal doch eine Antwort gekommen ist, war sie entweder LariFari oder sie wurde mit dem ranghöheren "Chef-Apostel" oder in dessen Auftrag/Vertretung von dessen Sprecher dann "beantwortet". Beantwortet trifft es aber nicht, Und wie gesagt, das war die Minderheit der Kontaktaufnahmen, die Masse blieb gleich mal unbeantwortet. Kenne so etwas von anderen Konfessionen, auch apostolischen "Schwester"-Gemeinschaften gar nicht. Jede Rückmeldung wird nach meinen Erfahrungen außerhalb der NAK weitaus mehr ernst genommen, wie in ihr.
Noch zu Ihrer Frage nach meinem Namen -er beinhaltet das Synonym für den Großen Hund, ein Sternbild, auch Sirius genannt. Dies wiederum hat eine längere Geschichte, die sich in meinem Leben außerhalb der NAK abgespielt hat. - Aber danke der Nachfrage.
Beste Grüße, Usirius
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Re: Mein Konkubinchen und meine heutige Ehefrau seit Jahren – ein paar Gedanken dazu

#7 Beitrag von Heinrich » 03.04.2019, 17:23

@Usirius

Sie haben so etwas von Recht, die NAKI Zürich und die "Gebietskirchenpräsidenten" und ihre „Bestandsamtsträger“ (ich liebe diese so treffende Bezeichnung) wollen wohl den Begriff „Dialog auf Augenhöhe“ ganz und gar nicht kennen oder gar vorleben.

Grüße aus dem sehr gewittrigen Süden,
Heinrich
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