NAK: Braucht es Theologie? oder nur Nachfolge?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Theologie 2019

NAK: Braucht es Theologie? oder nur Nachfolge?

#1 Beitrag von Theologie 2019 » 18.03.2019, 18:55

An alle Interessierten
mit der Frage erhoffe ich mir, heiße, kontroverse, intensive Diskussionen, ob, oder überhaupt gewünscht, welche, Katechismus, ja, nein, stimmt es oder nicht?
Kommt Bibel vor? Evangelium oder NAKfolge, geht es um Wahrheit, Was ist Dein Glaube und warum? Gibt es Fragen, Anregungen, wollen wir diskutieren, oder nur meckern, Frust ablassen oder konstruktiv arbeiten? Gibt es ein Leben nach der NAK, oder ist das Blasphemie? Gibt es Wahrheiten von gestern, oder progressive Kirche? Evangelium oder Nachfolge? Fragen und Antworten ohne Vorgabe? Gibt es Glaubenszwang in der Schrift? Zeigt das Evangelium, oder die Kirche den Weg zur Erlösung auf?
Auf viele Beiträge freue ich mich, auf Diskussionen, Meinungen, Widersprüche, Richtigstellungen, auch von aktiven Mitgliedern.,
Auf alle Beiträge freue ich mich, je nach der Fasson, obwohl ich nicht der Alte Fritz bin, traut Euch, ich freu mich drauf!

Theologie 2019

Wolf
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Re: Braucht es Theologie? oder nur Nachfolge?

#2 Beitrag von Wolf » 18.03.2019, 19:48

Hallo Theologie 2019
Hier meine Meinung.
In der NAK braucht es keine Theologie es braucht nicht einmal den Glauben an die Bibel, Jesus oder Gott.
Es reicht das Fürwahrhalten dessen was der jeweilige StAp als „Lehre“ ausgibt.
Da sich die Lehren der Staps zum Teil widersprechen oder ganz hanebüchene Formen annehmen, Ich verweise auf den Thread Schneiders schöne neue NAK Welt, sollten die Nakis eigentlich ins Grübeln kommen, doch sie schweigen und gehen ihren Weg.

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Heidewolf
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Re: Braucht es Theologie? oder nur Nachfolge?

#3 Beitrag von Heidewolf » 18.03.2019, 19:56

Um Schneiders verworrene Fäden zu entwirren, benötigt man wohl einen Bolzen-Schneider. :D
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

Hatikwa
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Re: Braucht es Theologie? oder nur Nachfolge?

#4 Beitrag von Hatikwa » 19.03.2019, 01:06

guten Abend Theologie 2019,
gerne und interessiert möchte ich mich zu deinen vielfältigen Themen äußern.
Du bietest die Möglichkeit zu Streitgesprächen an. Das finde ich gut und hoffe auf einen regen Austausch.

Mein erster Einwand ist die Aufforderung Jesu an seine "Jünger", z.B. Petrus: "Folge mir nach".
Und Petrus verließ seine Familie, Frau und Kinder.

In der NAKI ist das Gebot der "gehorsamen Nachfolge" stets Thema Nr. 1.

Zu meiner Person: ich werde 69 Jahre alt, in einer nicht religiösen Familie kath. aufgewachsen,
wurde mit 21 Jahren neuapostolisch, und bin mit 35 Jahren wieder ausgetreten.
Meine unsichere Abnabelung von der NAKI dauerte ca. 10 Jahre. Und von dort an bin ich Agnostiker.
Gott selbst könnte noch ein Thema für mich sein, aber Jesus als Gottes Sohn und Evangelium und Christentum ist für mich eine Farce.

Gute Nacht --- hatikwa

Theologie 2019

Re: Braucht es Theologie? oder nur Nachfolge?

#5 Beitrag von Theologie 2019 » 19.03.2019, 16:51

An Wolf, danke für Deinen Beitrag,
alles was Du schreibst stimmt. Von mir kommt auch kein Aber, oder eine Erklärung, wer bin ich denn, das zu können.
Interessant ist eigentlich, wie das sein kann, was ist? Wie kann es sein, das Menschen, solchen Lehren folgen? Als begonnen wurde, außer der Sonntagsschule, eine Vorsonntagsschule einzurichten, war das meiner Meinung nach, der Versuch, die Kinder noch früher zu indoktrinieren, zu einem Zeitpunkt, wo ihre kognitiven Fähigkeiten, weder ausreichend sind und sie sich deren nicht bewußt sind. Das erleichtert natürlich den späteren Einfluß auf die Jugendlichen, oder Mitglieder. Der Vorwurf müsste sich eigentlich an die Eltern richten, die die Kinder in solchem Alter einer fremden Person überlassen, die an der Seele, dem Empfinden von Wehrlosen arbeiten. Mit dem Hintergrund, das diese Einwirkung, zweifelsfrei angenommen wird. Mich interessieren die Aussagen der KL eigentlich wenig. Es ist klar, wieso und warum Nachfolge, Gehorsam usw. gepredigt wird. Warum auf den Besuch der Gottesdienste wert gelegt wird. Das Argument dafür hängt meist in der letzten Bankreihe. Oder in der ersten wenn man reinkommt in den Kirchenraum. Das verwundert eigentlich nicht, wenn man sich bewußt ist, das in der (fälschlich) benannten Gründerform, 3 von 12 Banker waren. Damit ist das Ziel, oder milder die Ausrichtung erkannt. Damit sind wir dann bei der Pseudo-Lehre, infolge der Pseudo-Suksession gelandet. Dazu nimmt man noch eine Bibelübersetzung (als einzig gültige) aus dem Jahre Anno-Tobak, damit man sich die Lehre zusammenschnitzen kann. Dann noch ein Schuss Gewissenszwang, wo das nicht hilft, ein Portiönchen Ausgrenzug, oder auch beliebt, die Drohung das man gegen den Heiligen Geist sündigt, wobei Gehorsam und absolute Kritiklosigkeit geboten ist, womit man dann endlich in einem totalitären System gelandet ist. Ein STAP, ein Volk, ein Glaube.

Bleib weiter wachsam und bleib Du selbst

Theologie 2019

Re: Braucht es Theologie? oder nur Nachfolge?

#6 Beitrag von Theologie 2019 » 19.03.2019, 17:35

An Hatikwa,
das ist eine sehr interessante Frage, ihre Wichtigkeit ist, glaube ich für alle Eltern, Eheleute und in einer Beziehung stehenden Menschen, erkennbar.
Wie kann der Erlöser, als solcher bezeichnet, verlangen das sich der Jünger, sozusagen, erstmal von seiner Familie erlöst. Das finde ich äußerst fragwürdig. In der historischen Praxis innerhalb der NAK, gibt es leider eine Vielzahl gleicher Beispiele, wo Kinder die der Lehre der NAK folgten, geradezu aufgefordert wurden, den Kontakt, bei Unverständnis, seitens der eigenen Familie, mit dieser abzubrechen, oder sich von der Familie fernzuhalten. Noch unter STAP Krebs war anscheinend das Gegenteil möglich, Krebs allein war der NAK-Lehre gefolgt, seine eigene Familie (Ehefrau und Kinder) nicht. Ob das allgemein bekannt war, weiß ich nicht, damit hätte aber der STAP selbst gegen die im Evangelium geforderte Nachfolge verstoßen. Umso mehr ist verwunderlich, wie das in Wort und Schrift anders verkündet wurde bzw. wird. Auch die katholisch-apostolische Gemeinde, hat nie verlangt, die angestammte Kirche zu verlassen, sondern im Gegenteil, die Mitglieder, an deren Wohnort keine Gemeinde vorhanden war, dazu angehalten, ihre Landeskirchen aufzusuchen, um Kommunion bzw. Abendmahlsempfang sicherzustellen. Damit war sie klar, ökumenisch ausgerichtet. Das einzelne Pastoren oder Pfarrer das verweigert haben, steht auf einem anderen Blatt. Entnommen habe ich das, aus dem Werk von Apostel Weinmann, Hamburg, 100 Jahre NAK, ob es in den neuen Veröffentlichungen steht, weiß ich nicht.
Doch zurück zu der Frage! Wie kann das sein? Ich weiß nicht welche Texte Luther bei der Übersetzung benutzt hat, noch weniger welche zuverlässigen Lexika Griechisch, Hebräisch, Aramäisch) er besaß, Eine Vielzahl der Übersetzungen Weisen gravierende Fehler auf, neben der Tatsache, das Luther das übersetzt hat was im Kanon des NT bereits Jahrhunderte vorher festgelegt worden war. Somit ist sie eine weitere Abschrift, von der Abschrift, von der Abschrift usw.
Wenn Jesus der Erlöser gewesen ist (oder sein sollte), sollte er die Menschheit erlösen, nicht die Familie von Petrus, oder ihn von ihr.

Bitte weitere Fragen und Beiträge, diese Zeit braucht sie.

Theologie 2019

Re: Braucht es Theologie? oder nur Nachfolge?

#7 Beitrag von Theologie 2019 » 19.03.2019, 17:42

An Heidewolf,
ich habe herzlich gelacht über deinen Beitrag, nicht weil er zum Lachen war, aber durch Weinen und Klagen kommen wir auch nicht weiter.
Ja, den Bolzenschneider suche ich schon lange, aber ich glaube die Gehirnwindungen dieser Herren widersetzt sich auch Stahl und Eisen, selbst Bolzenschneider besitzen einen gewissen Stolz. Darum weiter im Werkzeugkasten suchen, vielleicht finden wir ihn ja , den richtigen Bolzenschneider, eigentlich brauchen wir nur den richtigen Bolzen, fällt mir gerade ein, Schneider gibt's ja schon. Ich muss da noch mal nachdenken!
Keep cool.

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Re: Braucht es Theologie? oder nur Nachfolge?

#8 Beitrag von Heinrich » 19.03.2019, 18:48

@Theologie 2019

Sie schrieben…..obwohl ich nicht der Alte Fritz bin…..

Kann ja auch nicht sein, denn dieser Herr, auch bekannt als Friedrich II. oder Friedrich der Große verstarb 1786. Zumindest meint das Wikipedia.

Überliefert ist jedoch ein bemerkenswerter Satz dieses Friedrich II. (Preußen):

„Jeder soll nach seiner Façon selig werden“


Und damit hat dieser Mann so was von Recht,
meint Heinrich aus dem tiefen Süden.
Und ja: Es soll Frühling werden, geniesst das!
Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.
(Bert Brecht)

Theologie 2019

Re: Braucht es Theologie? oder nur Nachfolge?

#9 Beitrag von Theologie 2019 » 19.03.2019, 19:43

An Heinrich,
Das ist richtig und unbestreitbar wahr, das kann ich nicht sein, doch dem Gedanken der Aufklärung, zu folgen, werden Sie mir doch erlauben? Bei Nichtgefallen bitte einen neuen Beitrag dazu senden. Einem wahren Gedanken zu folgen, werden Sie mir doch sicher erlauben, wenn ich dazu einen historischen Gedanken zitiere, heißt das ja nicht, das ich der bin, sondern einzig, dass ich seinem toleranten Verständnis folge, was bei allem Respekt, ihrer Gedankenwelt fremd zu sein scheint. Ich sagte scheint, nicht ist. Doch, bitte gestatten Sie mir, und denen die sich hier äußern, das sie das ohne Vorurteile, ohne Vorwürfe, ohne Ausgrenzungen, vorgefasste Meinungen tun sollen, mit dem was sie beschäftigt, bewegt, in ihrem Inneren brennt, wehtut, Gehör finden soll, ihre Persönlichkeit bewegt, ihren Glauben behindert,ihre anderen Auffassungen unterdrückt, ihre Seele betrübt, ihren Geist behindert, schlicht ihre Menschlichkeit verneint, und das frei, von Bewertung, unzensiert, aufmerksam und mit Respekt. Kenntnis zu nehmen was den Einzelnen bewegt, und wenn möglich, hilfreich, wahrhaftig, unkommentiert zur Diskussion zu stellen. wenn überhaupt möglich, Antworten zu finden. Sollte das dem Ein oder Anderen eine Hilfe, Antwort oder Anregung sein, wäre dieser Blog nicht ganz unnötig. Ihre Kritik an meiner Wortwahl ist berechtigt, die Kritik an meinem geistigen Anspruch können wir gerne diskutieren.

Mit herzlicher Einladung zur Teilnahme am Blog Theologie 2019

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Re: Braucht es Theologie? oder nur Nachfolge?

#10 Beitrag von Heinrich » 19.03.2019, 20:11

....tolerantes Verständnis...bei allem Respekt, meiner Gedankenwelt fremd...

Sorry, Sie irren sich ganz und gar.

Ich melde mich dazu morgen noch mal, muss jetzt schaffen,
Heinrich
Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.
(Bert Brecht)

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