Nachfrage an ehemalige ATs: Heiliger Geist auf dem NAK-Altar?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Lothar

Re: Nachfrage an ehemalige ATs: Heiliger Geist auf dem NAK-Altar?

#21 Beitrag von Lothar » 25.01.2019, 18:30

Lieber Rene,

ich gebe Dir aus meiner heutigen Sicht völlig recht, daß der Hörende und nicht der Verkündende über das Gehörte entscheidet.

Aber hatten wir diese Entscheidungsfreiheit in der NAK jemals. Wurde diese uns nicht von kleinauf genommen und regelrecht aberzogen. Und gibt es diese im Kern elementare Entscheidungsfreiheit heute in der NAK ? Ich glaube kaum. Die von Urwyler so sehr beschworene Eigenverantwortung ist doch in Wirklichkeit nur Fake.
Ich bin inzwischen 60Jahre alt und oft verzweifelt und sehr, sehr traurig, daß im günstigsten Fall mindestens zwei Drittel meines Lebens hinters Licht geführt wurde. Denn ich habe das ja geglaubt, meine Eltern haben es mir vorgelebt und die wiederum sind auch schon in diesen Irrglauben hineingeboren. Jedes Kind vertraut nun mal seinen Eltern blind. Ansonsten wäre die Menschheit schon ausgestorben. Das NAKsystem ist äußerst hinterhältig und raffiniert, so daß inzwischen auch immer Außenstehende auf den Betrug reinfallen.
Man redet in letzter Zeit sehr viel von Christus in der NAK und stellt diesen folgerichtig in den Mittelpunkt, man handelt aber antichristlicher als jemals zuvor. Und diesen Widerspruch kann ich in meinem Inneren nicht auflösen.
Viele können allerdings diesen Widerspruch immer noch mehr oder weniger gut auflösen, weil ja Sekten generell über das Gefühl und nicht über den gesunden Menschenverstand funktionieren. Meine Mutter z.B. geht auch selig und glücklich nach Hause, wenn der Dienstleiter am Altar möglichst die ganze "Predigt" rumgeheult hat, wie schlimm und böse und furchtbar das Leben auf dieser Welt doch ist. Solange ich meine Mutter kenne, ist sie depressiv und schon mit 35 wollte sie am Liebsten jeden Tag sterben. Bei jeder der von mir beschriebenen Heulorgien in der NAK bekommt ihre Depression neue Nahrung und das macht sie glücklich. Sie sagte selbst mal, daß sie mit inhaltsreichen Predigten nichts anfangen kann.
Ich bin zeitgleich mit einem Mitkonfirmanden ausgestiegen und wir besuchten in unregelmäßigen Abständen sehr gehaltvolle Predigten in der evangelischen Kirche. Die Gottesdienste dort sind in der Regel kurz und bündig. Nach einem solchen Gottesdienst setzten wir uns im Sommer vor ein Cafe in der Fußgängerzone und beobachteten dabei ungewollt die Schäfchen, die dann viel später wie wir aus der NAK an uns vorüber gingen. Die meisten liefen mit gesenktem Haupt die Straße entlang und bemerkten uns nicht. Nur ein Priester im Ruhestand entdeckte uns und kam auf uns zu und fing sofort an zu schimpfen, wie furchtbar langweilig und leer doch der Gottesdienst in der NAK gewesen sei. Dabei erfuhren wir, daß überraschend an diesem Sonntagvormittag der Bezirksapostel Klingler in der Gemeinde war. Wir beide entgegneten, daß wir in der ev. Kirche einen sehr gehaltvollen, die Seele aufbauenden Gottesdienst erlebt hätten. Da dieser Priester sehr unzufrieden und unglücklich über das gerade in der NAK Erlebte wirkte, fragten wir ihn , warum er denn dann trotzdem immer wieder dort hinginge ?
Darauf konnte er uns keine Antwort geben und bald verabschiedeten wir uns voneinander.
Ich denke, diesen beiden Gruppen erhalten die NAK im Moment noch am Überleben. Einmal jene, die wie meine Mutter dort glücklich und gegen jegliche Kritik immun und erhaben sind und dann solche, die wie dieser Priester nicht den Mut für einen völligen Neuanfang haben. Was man hat oder auch nicht hat, das weiß man. Was man bekommt, daß weiß man nicht.
Viele Menschen bleiben ja auch ein Leben lang mit einem Partner zusammen, ob wohl es nur das ganze Leben so holpert. Sie machen dadurch auch nie die Erfahrung , wie es hätte sein können.
Jetzt habe ich aber viel mehr geschrieben, als ich es eigentlich wollte.
Aber auch hier kann ja jeder selbst entscheiden, ob er es bis zum Ende liest oder auch nicht.

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen, selbstbestimmten Abend.

chorus
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Re: Nachfrage an ehemalige ATs: Heiliger Geist auf dem NAK-Altar?

#22 Beitrag von chorus » 25.01.2019, 20:45

Viele sprechen hier fleißig vom Heiligen Geist, obwohl niemand weiß, ob es ihn überhaupt gibt. Ihn angeblich zu erleben könnte auch schlichte Einbildung sein.
„Realität ist das, was nicht verschwindet wenn man aufhört daran zu glauben.“ Philip K. Dick

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Loreley 61
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Re: Nachfrage an ehemalige ATs: Heiliger Geist auf dem NAK-Altar?

#23 Beitrag von Loreley 61 » 25.01.2019, 22:02

Ich habe es, glaube ich zumindest, schon mal berichtet: Als Jugendliche hätte ich eigentlich schon ziemlich leicht erkennen können, dass die Sache mit der NAK und dem Hl. Geist aus dem "geliehenen Munde" so nicht stimmen kann. Damals erhob sich bei einem Sonntagsgottesdienst die Gemeinde zum "Unser Vater". Doch unser altgedienter Vorsteher vergaß just in diesem Moment wie das "Unser Vater" überhaupt "geht". Er brachte keinen Ton raus, bis ihm dann ein anderer Priester auf die Sprünge half. Es ging ein Raunen durch die Gemeinde und ich bin sicher, dass viele sich das Gleiche gefragt haben wie ich. Nämlich: Hat Gott etwa vergessen wie "sein" Gebet geht? Ich dachte ja (es wurde uns so eingetrichtert), dass es Gott ist, der durch den geliehenen Mund des Priesters redet. Und wenn dieser plötzlich so ein Gebet vergißt, dann ist es bestimmt nicht Gott, der durch die AT redet. Leider habe ich damals nocht nicht die Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen.

LG, Lory
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Re: Nachfrage an ehemalige ATs: Heiliger Geist auf dem NAK-Altar?

#24 Beitrag von tosamasi » 25.01.2019, 22:06

Ich bin auch Zeugin solcher Pannen geworden. Aber das wird dann mit "menschlich" entschuldigt.
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Lothar

Re: Nachfrage an ehemalige ATs: Heiliger Geist auf dem NAK-Altar?

#25 Beitrag von Lothar » 25.01.2019, 22:10

Das Mystische, Geheimnisvolle fasziniert uns Menschen seit eh und je. Wenn man nachts im Dunkeln durch einen finstren Wald geht, sieht und hört man Dinge in seiner Vorstellungswelt, auf die man bei Sonnenschein nie kommen würde. Auch aus dem Begriff " Heiliger Geist " hat die Religion mehr oder weniger etwas Geheimnisvolles gemacht.
Könnte dieser Begriff nicht auch etwas zutiefst Humanistisches meinen ?
Auf dem Gelände der Charite steht ein Denkmal für Carl Criesinger. Darauf stehen zwei Zitate dieses deutschen Arztes und Psychiaters : " Denken macht frei." und
" Die großen Gedanken kommen aus dem Herzen."
Ich denke, jeder Mensch hat diese Art eines möglichen heiligen Geistes, solange dieses Denken nicht durch falsche Erziehung und Manipulation fehlgeleitet wird.
Vielleicht wäre das ein möglicher Denkansatz ?

Acapulco

Re: Nachfrage an ehemalige ATs: Heiliger Geist auf dem NAK-Altar?

#26 Beitrag von Acapulco » 26.01.2019, 15:46

"Viele sprechen hier fleißig vom Heiligen Geist, obwohl niemand weiß, ob es ihn überhaupt gibt. Ihn angeblich zu erleben könnte auch schlichte Einbildung sein."

Hallo,
stimmt, Gott und der Heilige Geist können Einbildung sein. Jesus war vielleicht auch nur ein begabter Wanderprediger und Glauben war und ist nur Opium für´s Volk von der herrschenden Klasse und der Kirchen, wie Marx meinte.

Für mein Empfinden ist Glauben eine Lebensentscheidung. Ich habe mich dafür entschieden an Gott zu glauben, weil mir das Leben ansonsten absurd vorkommen würde. Geprägt durch meine NAK Erziehung habe ich eine religiöse Begabung mitbekommen, das denke ich schon. Darauf konnte ich aufbauen, und als ich später auch noch meinen Verstand zu Hilfe genommen habe, ging der"lebenslange Weg zu immer neuen Erkenntnissen" erst richtig los.

Ich könnte auch ein Agnostiker sein, mich nicht weiter mit der Thematik beschäftigen und einfach abwarten , was passiert.

Ich kann auch ein Atheist sein, für den nur Fakten zählen und alles andere auf Einbildung beruht, hervorgerufen durch biochemische Prozesse in den Gehirnen der Gläubigen.

Und ja , ich glaube an den Heiligen Geist, der weht wo er will. Es kann ein Gedankenblitz sein, ein spirituelles Buch, dass mir in die Hände fällt, Träume , die mir den Weg weisen, Begegnungen , die mir gut tun, Wandern durch seine wunderschöne Schöpfung, dass einem der Atem stockt, das Hören eines Musikstücks oder einer Sinfonie etc.
Das ist für mich Gott, der alles durchwirkt und durchgeistet. Dreh einen Stein um und Du findest Gott darunter. In dem Bewusstsein seiner ständigen Gegenwart, denken , sprechen und handeln, bedeutet für mich "Beten ohne Unterlass" und somit das Absterben des eigenen Ich´s und die Erneuerung des Menschen.

Ich finde es übrigens auch nicht schlimm, wenn dem AT das "Vaterunser" für einen Augenblick entfällt. Das ist wirklich menschlich, unser junger e.v. Pastor hat auch während der ganzen GD-Liturgie sein Mäppchen in den Händen.
Eines Tages stand ich auch mal vor dem Geldautomaten und wusste die PIN nicht mehr, obwohl schon seit Jahren in Gebrauch. Im Aldi ist mir das auch vor ein paar Jahren mal passiert. Wir sind ja zum Glück keine Roboter.

Liebe Grüße und schönes WE
Acapulco, oder auch Sabine

Lothar

Re: Nachfrage an ehemalige ATs: Heiliger Geist auf dem NAK-Altar?

#27 Beitrag von Lothar » 26.01.2019, 19:42

Liebe Sabine,

Du erwähnst in Deinen Ausführungen Karl Marx. Ich bin ja in der DDR geboren und wir hatten in der Schule als Pflichtfach Staatsbürgerkunde. Dabei ging es in diesem Fach um die marxistisch-leninistische Ideologie und wie wir es scherzhaft bezeichneten, um Rotlichtbestrahlung. Unser Lehrer, der gleichzeitig stellv. Schuldirektor und strammer SED-Genosse war, kam jeden Tag mit einem Auto aus dem Westen angefahren, er stand vor der Klasse und wetterte auf den menschenverachtenden Westen, wobei die schwarze Rose an seinem Oberhemd prankte.
Uns neuapostolischen Kindern wurde gesagt von seiten der NAK, daß wir durchaus in diesem Fach gut sein sollten. Es hieß weiter, man könne das ja auswendig lernen, man müsse das allerdings ja nicht glauben. Und sowas wurde tatsächlich so wie ich es hier schreibe vom Altar gepredigt. Ich habe dieses Fach gern gemacht. Pures Auswendiglernen war allerdings nie mein Ding.
Übrigens sagte dieser Lehrer oft im Unterricht, daß Jesus Christus der erste Kommunist gewesen sei. So ganz abwegig ist dieser Vergleich dann auch garnicht.
Problematisch wird Glaube immer dann, wenn er zur Ideologie erhoben wird bzw. wenn das Gefühl im Vergleich zur Vernunft überschwappt.
Weiter werden m.E. Menschen in Sekten zu sehr Ich-schwach gemacht, damit sie leichter zu führen sind.
Ein gesunder Egoismus inclusive einem gesunden Selbstwertgefühl ist nach meiner Auffassung Vorraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben.

LG und einen schönen Sonntag
Lothar Poerschke

Acapulco

Re: Nachfrage an ehemalige ATs: Heiliger Geist auf dem NAK-Altar?

#28 Beitrag von Acapulco » 26.01.2019, 21:39

Lieber Lothar,

in der ehemaligen DDR UND in der NAK aufwachsen zu müssen, ist noch eine Nummer härter. Da wurden Dir von einem kommunistischen und einem faschistischen System die Flügel gestutzt. Das muss ziemlich paranoid sein.

Es ist bekannt , dass sich die Sekten gerne auf labile und orientierungslose Menschen stürzen, um Ihnen einen vermeintlichen Halt zu geben. Das traf bei meiner Oma und ihrer Familie jedenfalls so zu.

Ich glaube aber nicht, dass die Menschen in einer Sekte unbedingt Ich-schwach gemacht werden - dem steht meiner Erfahrung nach entgegen, dass sie im privaten Um-und Berufsfeld durchaus ihren Mann oder Frau stehen.
Nein, ich denke vielmehr, dass die NAK gezielt mit der Angst gearbeitet hat und immer noch arbeitet. Die Angst vor dem Segensverlust und einem drohenden Buchhalter- Gott hängt wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Sektierer und wabert in ihrer DNA.
Daraus gilt es sich zu befreien , das dauert ein paar Jahre ,aber ist durchaus zu schaffen.

Ein gesunder Egoismus ist wichtig, aber das narzisstische Kreisen um's eigene Ego eben nicht.
Das oberste Gebot lautet : Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst. Will heissen : du sollst dich selbst lieben und deinen Nächsten.
Und nicht : Liebe Deinen Nächsten mehr als dich selbst. Das hat die NAK so gelehrt, jedenfalls zu meiner Zeit und das ist einfach falsch ausgelegt.
Das ist eben auch das Problem von Laienpredigern. Es gibt keine einheitliche Auslegung der Bibel, sondern jeder Depp kann sich da irgendetwas zusammenreimen.

Carl-Gustav Jung und diverse Weisheitslehrer haben von der Verwandlung des Menschen vom Ich
zum Selbst gesprochen.
Vereinfacht gesagt , bedeutet es nichts anderes als das eigene Ego (das Ich) , das Über -Ich ( Eltern, Lehrer, NAK) loszulassen und so zum Selbst zu werden - wie ich von Gott her gedacht bin und somit ganz und ganz durchlässig für IHN zu werden. Das bedeutet "ein neuer Mensch" werden.

Dabei nicht seine Authentizität verlieren und nicht künstlich, wie man es bei vielen NAK Amtsträgern sehen kann , sprechen und agieren. Da kriege ich jetzt noch ein Hörnchen, wenn ich dran denke , wie die hinterm Altar gestanden und wie Sie sich privat benommen haben . Gruselige multiple Persönlichkeiten.
Das sind m.E. aber auch nicht nur die AT, sondern auch ihre Schäfchen, die manchmal einen etwas geisteskranken Eindruck auf mich machen.

Ich will aber auch hier niemandem zu nahe treten - ich spreche immer nur von meinen Erfahrungen .

Schönes WE
Sabine Acapulco

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Loreley 61
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Re: Nachfrage an ehemalige ATs: Heiliger Geist auf dem NAK-Altar?

#29 Beitrag von Loreley 61 » 29.01.2019, 18:43

Hallo Acapulco,

es ist auch nicht schlimm etwas zu vergessen. Das passiert jedem. Doch hier ging es mir um etwas ganz anderes. Wenn die NAK behauptet, dass Gott durch die AT spricht, so dürfte er (Gott) doch wohl kaum das "Unser Vater" vergessen, oder? Der Mensch schon, aber Gott? Ist das nicht einer der Beweise, dass Gott eben nicht durch die AT spricht? Was mich als Jugendliche auch wunderte, war die Unterschiedlichkeit mit der Gott durch die AT gesprochen haben soll. Der eine AT sprach total langweilig und blieb oft hängen, ein anderer sprach flüssig. Wie das, wenn wirklich Gott der Sprechende ist und sich den Mund der AT nur leiht? Heute glaube ich den Mist sowieso nicht mehr, aber es war niemals richtig, die Geschwister so zu veräppeln, das sie glauben mußten, dass ein AT nur den Mund bewegt, seine Stimme einsetzt, aber Gott ihm alles vorsagt (vordenkt)

LG Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Lothar

Re: Nachfrage an ehemalige ATs: Heiliger Geist auf dem NAK-Altar?

#30 Beitrag von Lothar » 29.01.2019, 20:15

Liebe Loreley,

ich war ja selbst ( leider ) Priester in diesem Glaubensverein. Glaub mir, wir hatte keinen kleinen Mann im Ohr, der uns alles vorgesagt. Viel schlimmer war es, daß wir uns genau überlegen mußten, was wir sagen und was nicht von dem, was in uns erweckt wurde. Es durfte ja kein fremdes Feuer auf dem "heiligen" Altar brennen.
Einmal kam ein Ältester in Ruhe nach dem Gottesdienst zum Altar vorgestürmt, schüttelte mir energisch die Hand und herrschte mich mit lauter Stimme an : " Das was du heute gepredigt hast, das war nicht aus dem Heiligen Geist. Das war die Meinung Deiner Frau. " Um seiner Aussage Nachdruck zu verleihen, wiederholte er das gleich noch einmal.
Wer in dieser Sekte nicht geisteskrank geworden ist, der ist selber schuld. Das ist alles nur noch zum Kaputtlachen, was in dieser NAK abgeht.
Neurdings kommt man ja wohl auf die Idee, das ein Amtsträger in seiner Freizeit vielleicht ja Theologie studieren könne. Was sollen die armen Ehrenamtlichen denn noch alles machen ? Und finanzieren sollen sie das Studium womöglich noch aus eigener Tasche. Meines Erachtens müßte ein fundiertes Theologiestudium erstmal die Grundbedingung für den sog. Stammapostel, die Bezirksapostel und Apostel sein.
Ich selbst bin gelernter Tischler / Schreiner. Ich kann auch nicht in einem Krankenhaus als Chefarzt arbeiten, weil ich jemand kenne, der Medizin studiert hat. Die armen Kranken würden jedem leid tun. Bei diesen Herren an der Spitze der NAK da geht das komischerweise im übertragenen Sinne . Das sind sog. Hochstapler.

Schönen Abend und LG

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