NAK Beerdigung

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Acapulco

Re: NAK Beerdigung

#11 Beitrag von Acapulco » 10.01.2019, 19:03

Hallo,
die Vertröstung auf die ewige Herrlichkeit ist seit Jahrzehnten ein Dogma der NAK.
So bin ich und viele andere aufgewachsen. Natürlich bin ich jetzt das ärmste Sch....auf dem Planeten, weil ich meine Gotteskindschaft mit Füssen trete. So ungefähr hat es damals Fehr formuliert.
Dieser überhebliche Ächtung könnte ich auch wieder auf o.g. Beerdigung erfahren - durch meine Herkuntsfamilie, aber auch von "Geschwistern", die dort ebenfalls bei der Beerdigung zugegen waren.
Nun, das tangiert mich nicht sonderlich, weil es mir einfach sehr gut geht in meinem Leben .
@Blackcat: wer nur auf das Jenseits fokussiert ist, verpennt das Leben Das Reich Gottes wirkt bereits hier auf der Erde.
Mit hat damals bei der Abnabelung folgende Lektüre sehr geholfen: Klaus Douglass, Henri Nouwen und Pater Anselm Grün.
Die haben gründlichst mein Gottesbild wieder gerade gerückt.
LG
Acapulco

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Heinrich
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Re: NSo bin ich und viele andere aufgewachsen. Natürlich bin ich jetzt das ärmste Sch....auf dem Planeten

#12 Beitrag von Heinrich » 10.01.2019, 20:49

Aber hallo, werte(r) Acapulco.

Sie sind nicht das ärmste Sch....auf dem Planeten.

Sie haben sich entschieden,und bitte gehen Sie Ihren Weg weiter!

Den Begriff, "Gotteskindschaft mit Füssen zu treten" ist ein NAK-Begriff, der viele von uns lange daran gehindert hat, nachzudenken.

Sind Sie bitte so gut und schütteln endlich Ihre NAK-konformen Gedanken ab.

Gruss aus dem leider hochverschneiten Süden,
Heinrich
Wetterbericht: Siehe zwei Zeilen weiter oben ***smile**
Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.
(Bert Brecht)

Acapulco

Re: NAK Beerdigung

#13 Beitrag von Acapulco » 10.01.2019, 21:44

Aber Heinrich,
das war doch Ironie. Mit der NAK bin ich schon lange durch.
Es ist erfreulich, dass diese Kirche sich gerade selbst zerlegt. Was sagte Jesus zu den falschen Propheten : An ihren Früchten werdet Ihr sie erkennen. In 20 Jahren wird es die NAK in Europa nicht mehr geben.
LG
A.

Schnoogele
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Re: NAK Beerdigung

#14 Beitrag von Schnoogele » 10.01.2019, 22:44

Acapulco hat geschrieben:
10.01.2019, 21:44
In 20 Jahren wird es die NAK in Europa nicht mehr geben.
Das ist aber sehr positiv gedacht :)
De Facto gibt es die NAK heute schon nicht mehr in Europa ausser in den deutschsprachigen Ländern.
Und wenn man sich die Bilder von den GD dort ansieht dann ist die Besetzung dort 60-90 Jahre, vereinzelte 50-60jährige das wars.
In spätestens 10 Jahren sind 2/3 davon gestorben und dann wars dann wohl.
Dann ist die NAK eine rein afrikanische Kirche mit weissem Stammapostel

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Heinrich
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Re: NAK Beerdigung

#15 Beitrag von Heinrich » 10.01.2019, 23:02

Nö, Schnoogele.

Die NAk ist jetzt schon eine rein afrikanische Kirche - der nächste Kirchenleiter wird mit Sicherheit kein Mensch aus Europa sein. Die Kohle wird mittlerweile in Kontinenten wie Afrika, Asien und (immer noch Amerika) gescheffelt.

Das Milliarden-Vermögen der europäischen Gebietskirchen wird wohl in naher Zukunft verschwinden, in Stiftungen und ähnlichen Konstrukten. Hauptsache, bestimmte Figuren können gut oder sehr gut damit leben.

Spätestens 2024 sind alle europäischen Gebietskirche pleite. Und das ist aus Sicht jedes finanziell bewanderten Kenners wohl das endlich gewollte Ziel der momentan agierenden Gebietskirchenpräsidenten.
Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.
(Bert Brecht)

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Re: NAK Beerdigung

#16 Beitrag von fridolin » 10.01.2019, 23:21

Die Entwicklung deutet auf 2030 hin, eventuell noch früher, das der Abbau der NAK in Europa noch beschleunigender
als jetzt voran geht. :D Und eventuell 2040 oder 2045 das Ende erreicht wird. :D
Letztendlich wird die NAK vermutlich als afrikanische Kirche in Afrika noch für einige Zeit bestehen.
Die dann versiegenden Geldhähne aus Europa werden auch dort vermutlich Wirkung zeigen. :D

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Andreas Ponto
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Re: NAK Beerdigung

#17 Beitrag von Andreas Ponto » 10.01.2019, 23:53

Liebe Acapulco,

vielen Dank für dein Antwort. Und auch vielen Dank, dass du etwas Zeit ins Land hast gehen lassen, bevor du hier die Diskussion aufgetan hast.
... mein Vater war evangelisch -lutherisch -ist aber seinerzeit aus der Landeskirche ausgetreten, damit meine Mutter den Obolus in den NAK Opferkasten stecken konnte. ...
Mein Vater war ebenfalls evangelisch, war durch eine Freundin neuapostolisch geworden und hat dann so meine Mutter in der Gemeinde kennengelernt.
Seine Eltern waren sehr treue evangelische Kirchgänger. Sie haben uns immer in unserem Glauben respektiert, aber das Gleiche für sich eingefordert.
Eine meiner Tanten väterlicherseits war Mesnerin. Da war das schon etwas differenzierter in der Wahrnehmung.
Aber auch hier wurde uns immer äußerst freundlich und herzlich begegnet. Diskutiert wurde nach meiner Erinnerung nie. Das war jedermanns persönliche Entscheidung.

Die NAK hat damals noch massiven Druck auf seine Schäfchen ausüben können.
Aber zu der Zeit waren gemischtkonfessionelle Ehen sowieso noch fast undenkbar. Wie mehrfach berichtet zu meiner Zeit auch noch für mich...
Und da für die NAKler das Sehlenheil daran hing, hatten sie die größere Zugkraft. Ein Protestant hat das damals schon etwas mehr relativiert.
... ich bin vor einiger Zeit zur ev.luth. Kirche konveriert und werde demnächst zur ehrenamtlichen Lektorin ausgebildet ...
Da können wir uns die Hand reichen. Bei uns hier nennt sich das Prädikant. Nächste Woche fängt mein 14-monatiger Kurs "Freie Wortverkündigung" an.
Ich freue mich so sehr darauf!
... Meine Mutter wollte den Vater unbedingt neuapostolisch unter die Erde bringen lassen ...
Rein gefühlsmäßig verstehe ich deine Mutter. Aber was bringt es ihrer Meinung nach, dass es eine NAK-Trauerfeier war?

Der NAK hätte es gut zu Gesicht gestanden, wenn Sie diesen Liebesdienst ohne unzulässige Vereinnahmung und im Respekt vor der Haltung des Verstorbenen und aller anwesenden Familienmitglieder getan hätte. Trauerbegleitung, Abschied nehmen, wahrnehmen, dass da verschiedene Überzeugungen anwesend sind und der Verstorbene selbst eine nicht mit der NAK konforme Ansicht vertreten hat (?).
Achtung gegenüber der Lebensleistung des Verstorbenen, Trost für die Witwe, den Kindern und Enkeln, etc.
Sehr schade, wenn da eine Trauerfeier wie von dir geschildert Gräben aufreißt und tiefer macht.
... Die Feier in der Kirche durchzuführen, war für einen "Heiden" nicht möglich. ...
Deiner Schilderung folgend wurde von der NAK gelobt, dass er seiner Frau zuliebe aus der Landeskirche ausgetreten ist, gleichzeitig wird er als Heide angesehen?!

Das ist eine sehr spannende Frage/Konstellation.
Formal hat er sich vom Christentum losgesagt, aber doch wegen der Liebe zu seiner Frau. Das Opfer wurde dann von seiner Frau für die NAK aufgebracht.
Und getauft war er so oder so. Wie stand es in seinem Inneren mit dem Christsein? Hat er sich weiterhin als Christ gesehen und verstanden?
Für manche konfessionslose Christen kein Problem, für die Kirchen schon!

Wo ist der qualitative Unterschied, wenn die Trauerfeier nun nicht in der NAK-Kirche, sondern von der NAK in der Trauerhalle durchgeführt wurde?
Ist das nicht so oder so die Regel? Tut das dem Anlass einen Abbruch?
Hatten deine Eltern miteinander darüber gesprochen (Gelegenheit vorausgesetzt), wie und durch wen die Trauerfeier einmal gestaltet werden soll, wenn er stirbt?

Das hier soll keine Ferndiagnose sein, sondern lediglich verschiedene zu bedenkende Aspekte auftun.
Auch die Evangelische Kirchen haben hier ihre Themen.
Schön, dass dort die Pfarrerin / der Pfarrer vor Ort und dem Einzelfall gemäß abwägen können.
Je nachdem wird die Entscheidung an sich und die Trauerfeier in der Ausgestaltung zu treffen sein: EKD Beerdigung.

Persönlich sehe ich es als die ureigenste Aufgabe von Christen und einer christlichen Kirche an, Menschen ohne Unterschied in Not und Trauer zur Seite zu stehen;
mit ihnen (wo möglich) diesen besonders schweren Wegabschnitt zu gehen. Einfach da zu sein!

LG
Centaurea

Acapulco

Re: NAK Beerdigung

#18 Beitrag von Acapulco » 11.01.2019, 11:14

Lieber Centaurea,

die Prädikantenausbildung gibt es hier in Osnabrück (Landeskirche Hannover ) ebenfalls. Die sattelt auf die Lektoren Ausbildung auf und zudem kann man selbständig Gottesdienste durchführen. Als Lektor bin ich zuerst einmal ein "Vorleser" und gestalte die Liturgie eines GD. Bei mir wird das überwiegend in Seniorenheimen sein.

Für meine Mutter gibt es keine anderen Kirchen als die NAK. Die ist ihr "goldenes Kalb" und ihr einziger Lebensinhalt. Die AT 's sind alle Heilige und haben einen Frei Fahrtschein für Alles.
Mein Vater konnte mit diesem Kadavergehorsam und der gegenseitigen Speichelleckerei der NAK "Gläubigen " und AT's nichts anfangen. Er hat Gott eher in der Natur und Schöpfung gefunden.
Meine Mutter wohnt in Dortmund. Dort werden die Trauerfeiern nach ihrer Aussage in den Kirchen abgehalten? ! Das wollte der Vorsteher jedoch nicht - eben aus dem Grund weil mein Vater nicht neuapostolisch war. So hat sie es mir gesagt.
Letztendlich sind die Äusserlichkeiten nicht wichtig, da der Bestatter eine schöne Trauerhalle hatte. Ich habe mir im Nachhinein gewünscht, dass er die Feier gestaltet hätte. Aus dem Vorsteher hat ,wie gesagt, irgendwas gesprochen, aber nicht der Heilige Geist.
U.a. hat er gemeint, dass der Vater jetzt im Jenseits auch noch die Möglichkeit habe, neuapostolisch zu werden- damit eine Wiedervereinigung der Eheleute stattfinden könne. Wahrscheinlich wird sich das meine Mutter beim nächsten Entschlafenendienst einbilden.
Zum Schluss möchte ich anmerken, dass es erschreckend ist, was diese lebensverneinende Weltanschauung aus Menschen macht. Entgegen ihres eigenen Gewissens bzw. der inneren, leisen Stimme, die Anselm Grün als die göttliche Stimme bezeichnet, leben sie am Leben vorbei . Das ist nach A.Grüns Meinung , die Sünde gegen den Heiligen Geist, die unverzeihlich ist. Eine plausible These, wie ich finde.
LG
Acapulco

Blackcat
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Re: NAK Beerdigung

#19 Beitrag von Blackcat » 11.01.2019, 11:35

Hallo Acapulco,

bei dieser Aussage
U.a. hat er gemeint, dass der Vater jetzt im Jenseits auch noch die Möglichkeit habe, neuapostolisch zu werden- damit eine Wiedervereinigung der Eheleute stattfinden könne.
gruselt es mich echt. Vor allem wenn ich mir gerade überlege, ob ich selbst mal so gedacht haben könnte.
For they are in the struggle and together we shall win.
Our days shall not be sweated from birth until life closes,
Hearts starve as well as bodies, give us bread, but give us roses.

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Andreas Ponto
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Re: NAK Beerdigung

#20 Beitrag von Andreas Ponto » 11.01.2019, 12:00

Liebe Acapulco, lieber Blackcat,

da muss ich ganz klar bekennen, dass ich genau so indoktriniert war und das geglaubt hatte. Alle anderen sind verloren und müssen im Jenseits bekehrt, sprich neuapostolisch versiegelt werden.
Acapulco hat geschrieben:
11.01.2019, 11:14
...
U.a. hat er gemeint, dass der Vater jetzt im Jenseits auch noch die Möglichkeit habe, neuapostolisch zu werden- damit eine Wiedervereinigung der Eheleute stattfinden könne.
...
Gegen so eine Vereinnahmung würde ich mich bei der NAK (nicht bei der Mutter!!) mit Hinweis auf die klare Haltung deines Vaters verwahren!

Wie der Baum fällt, so bleibt er liegen. Prediger 11 - Grenze des Wissens
Die NAK sollte sich von diesen Jenseitsbekehrungen, -versiegelungen und -abendmahl via Stellvertreter (oder passt da Medium, nur eben in umgekehrter Richtung?) endlich distanzieren!
Es ist eben doch kein reines Gedenken. Es ist aus meiner Sicht okkult und evoziert bei den Anhängern der NAK die Vorstellungen von Nachtod-Kontakten.

Hier müsste die ACK endlich mal klar Stellung beziehen und nicht einfach nur freundlich lächelnd darüber hinwegsehen.
Und das alles nur, um 2019 die NAK in die ACK zu holen; aber voll auf Kosten derer, die unter der NAK gelitten haben, aktuell darunter leiden und Kinder weiter und fortgesetzt damit indoktriniert werden.

Mit der Sünde wider den Heiligen Geist bin ich inzwischen sehr vorsichtig. Ich kann nichts damit anfangen und überlasse das IHM.
Anselm Grün hin oder her.

LG
Centaurea

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