Ein Abschied?

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fridolin
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Re: Ein Abschied?

#21 Beitrag von fridolin » 06.01.2019, 18:47

gelöscht da doppelt.
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Heidewolf
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Re: Ein Abschied?

#22 Beitrag von Heidewolf » 06.01.2019, 23:06

Lieber Blackcat,
da du dir Gedanken über unsere Kirche machst, kann ich mich schon ein wenig hineinfühlen.
Ich sag mal so, das Innenleben ist schon sehr spröde, rauh und manchmal lieblos. Aber mit empfindsamen Menschen kann es auch wohlig sein.
Die Ursache liegt wahrscheinlich schon weit zurück. Immer gab es Kämpfe intern und nach draußen. Aus dem Grunde hat sich die Kirche eine seltsame Machtstruktur zugelegt, aus der sie wohl nicht herauskommt. Wenn du Glück hast, hast du verständnis- und liebevolle Brüder und Geschwister. Und wenn du Pech hast, gehst du an Betonköpfen kaputt. Viele haben deswegen schon dieses Konstrukt verlassen. Manche haben sich sogar von Gott abgewendet, weil sie gelehrt waren, das diese Kirche Gott repräsentiert. Tut sie aber leider nicht. Der Riss zwischen Gläubigen, die versuchen Jesus nachzufolgen und denen, die meinen, sie müssten diese Kirche verteidigen, geht also oftmals durch Gemeinden und Familien.
Ich selber bin evangelisch getauft und konfirmiert, habe diese Gehirnwäsche also nur zur Hälfte mitbekommen. Es dauert eben noch an, dieses Joch ganz abzuschütteln. Dabei hilft mir mein ökumenischer Weg sehr, da ich endlich kein Kirchenkonstrukt verteidigen muss, sondern die Bibel an meiner Seite habe und in meinem Lebensbereich und in dem Wirken der verschiedenen Gemeinschaften gute Hinweise auf göttliches Wirken aufnehmen kann. Die Hilfe Gottes habe ich, wenn ich mich verlassen fühlte, oftmals erlebt. Viel mehr gibt es wohl für mich persönlich nicht mehr auf dieser Erde. Junge Menschen haben da zum Glück noch mehr Möglichkeiten, auch in der Gemeinschaft.
Ich wünsche dir, dass du Jesus an deine Seite nimmst und deinen Weg findest. Dafür brauchst du viel Kraft, und die kann nur von 'oben' kommen.
Ich wünsche auch dir besonders ein gutes Jahr.
H.
17 Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden (1.Kor. 15)

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Heidewolf
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Re: Ein Abschied?

#23 Beitrag von Heidewolf » 07.01.2019, 01:44

Und alles was wir tun, so steht es im Evangelium, soll nicht im Zorn geschehen.

In der Bibel stehen, wenn man das Stichwort 'Freiheit' beim Bibelserver eingibt, fast nur Stellen aus dem Neuen Testament, Hinweise in den Apostelbriefen über den rechten Umgang mit der Freiheit in Christi. Das sollte eine Basis im christlichen Glauben sein, die fast immer dann auch die ANGST ausschließt. Und Angst ensteht fast automatisch in einem autokratischen System, wie es in der NAK leider immer noch ziemlich ausgeprägt erkennbar ist. Da ist immer noch von Geschwistern die Rede, die nichts zu sagen haben, die Sklaven sein sollen und wie Wegwerfschreiber behandelt werden.
17 Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden (1.Kor. 15)

Swinger
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Re: Ein Abschied?

#24 Beitrag von Swinger » 07.01.2019, 20:51

@ Heidewolf:
Sie schreiben, sie haben die Bibel immer an ihrer Seite. Sind Sie jetzt ein Zeuge Jehova? Wenn ja, Respekt.

Blackcat
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Re: Ein Abschied?

#25 Beitrag von Blackcat » 09.01.2019, 07:09

Hallo mal wieder.

Nach vielem Nachdenken und auch Nachlesen in den letzten Tagen und Wochen, einer nahestehende Person mit der Aussage, die Predigten seinen durch die Leitgedanken ja nur noch gruselig, aber da wolle man sich jetzt nicht zu sehr aufregen, heute morgen dann die wirkliche Grundsatzfrage: Warum bin ich (aktiv) neuapostolisch? Jenseits der Sozialisation durch die Familie steht da gerade nur noch eine Leere. Jahrzehnte Phrasen und Zweifel ignoriert. Jahrzehnte dem - wohl trügerischen - Gefühl gefolgt, auch nur Christ zu sein, eben mit anderer Konfession. Die psychischen Zwänge und religiösen Widersprüche ignoriert, da man ja immer "in der Welt" sein durfte, Verbote quasi nicht galten. Scham, jene, die darunter zu leiden hatten, beinahe verlacht zu haben, weil sie ja in seltsam 150prozentigen-Familien waren. Angst, in letzter Konsequenz doch nur etwas für den Selbsterhalt eines Systems getan zu haben, im Glauben etwas für die eigene Seele, den Nächsten, die lebendige Gemeinde zu tun.

Gerade mal das heutige Textwort aus Philipper 2 nachgelesen. "6 Obwohl er in jeder Hinsicht Gott gleich war, hielt er nicht selbstsüchtig daran fest, wie Gott zu sein.7 Nein, er verzichtete darauf und wurde einem Sklaven gleich: Er wurde wie jeder andere Mensch geboren und war in allem ein Mensch wie wir. "
Man kann förmlich erahnen, wohin die Predigtreise weitergeht. Zumal, wenn man noch weiter liest. "12 Was schließen wir daraus, liebe Freunde? Ihr habt immer befolgt, was ich euch weitergegeben habe. Hört aber nicht nur auf mich, wenn ich bei euch bin, sondern erst recht während meiner Abwesenheit. Arbeitet mit Furcht und Zittern an eurer Rettung.13 Und doch ist es Gott allein, der beides in euch bewirkt: Er schenkt euch den Willen und die Kraft, ihn auch so auszuführen, wie es ihm gefällt.14 Bei allem, was ihr tut, hütet euch vor Nörgeleien und Rechthaberei.15 Denn euer Leben soll hell und makellos sein. Dann werdet ihr als Gottes vorbildliche Kinder mitten in dieser verdorbenen und dunklen Welt leuchten wie Sterne in der Nacht.16 Dazu müsst ihr unerschütterlich an der Botschaft Gottes festhalten, die euch das Leben bringt. Wenn Jesus Christus dann kommt, kann ich stolz auf euch sein, dass ich nicht umsonst bei euch gewesen bin und mich nicht vergeblich um euch gemüht habe.17 Und selbst wenn ich sterben muss und mein Blut wie Opferblut vergossen wird im Dienst für euren Glauben, so bin ich doch voller Freude. Ja, ich freue mich mit euch allen.
For they are in the struggle and together we shall win.
Our days shall not be sweated from birth until life closes,
Hearts starve as well as bodies, give us bread, but give us roses.

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