NAK Süddeutschland untersagt Vorträge zur Aufarbeitung ihrer Geschichte

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Heinrich

Re: NAK Süddeutschland untersagt Vorträge zur Aufarbeitung ihrer Geschichte

#21 Beitrag von Heinrich » 05.11.2018, 16:32

Kühnle untersteht Ehrich. Da beisst die Maus kein Faden ab. Der Bruder von Werner Kühnle hat sich – bin etwa seit 1990 in diesen süddeutschen Gefilden- immer wieder bemüht, Kontakte herzustellen.

Stimmt, Volker Kühnle hat es trotz massiver Widerstände von Saur und Ehrich stets verstanden, den Spagat zwischen Ökumene und diesen Immobilienmaklern nebst angeschlossener „Kirche“ irgendwie vernünftig und positiv hinzubekommen.

Erinnerung: Klaus Saur hat manches einfach in Hitler-Manier in Hessen gelöst– da war er auch mal sehr aktiv.

Ich habe damals die Gelegenheit gehabt, Herrn Klaus Saur direkt gesagt, hallo, bitte, Sie sind nicht bekannt hier. Was wollen sie, ich habe zu tun! Immerhin war ich damals nicht gerade in einem Diakonen- oder Priesteramt. Herrn Saur war das alles so egal.

Und bevor er in seinen Mercedes verschwand, habe ich ihm noch sagen können: Wie Sie auftreten, erinnert mich sehr an diesen Zigarrenhändler, diesem unseligen Irren, der sich Stammapostel nannte und vor allem eines im Sinn hatte: Business musst go on.

fridolin
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Re: NAK Süddeutschland untersagt Vorträge zur Aufarbeitung ihrer Geschichte

#22 Beitrag von fridolin » 05.11.2018, 20:52

Heinrich du hast aber Mut gehabt, in den Ton mit deinem höchsten Segensträger und Vorangänger zu artikulieren.
…. Immerhin war ich damals nicht gerade in einem Diakonen- oder Priesteramt.
Herrn Saur war das alles so egal.
Und bevor er in seinen Mercedes verschwand, habe ich ihm noch sagen können: Wie Sie auftreten, erinnert mich sehr an diesen Zigarrenhändler, diesem unseligen Irren, der sich Stammapostel nannte
Wurdest du nicht abgemahnt. In welcher Amtsstufe warst du damals :D

Hatikwa
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Re: NAK Süddeutschland untersagt Vorträge zur Aufarbeitung ihrer Geschichte

#23 Beitrag von Hatikwa » 05.11.2018, 23:50

ja, lieber Heinrich, ich sehe deine mutige Aussage damals von dir, genau so wie Fridolin.
Respekt, Respekt, kann ich da nur sagen. In welchem Jahr war das denn?
Auf Grund deines Berichtes habe ich noch einmal --- mittlerweile unzählige male ---
die Chronik des Clans Bischoff gelesen --------------------es ist unglaublich, was damals abging.

Bis kurz vor meinem Austritt hatte ich "brav und gehorsam" geopfert ---
und erst die letzten Jahre habe ich erst begriffen, wie mit meinem Opfergeld umgegangen wurde.
Darum verstehe ich auch deinen vehementen Angriff auf die "Immobilienhändler" die "Profanierer" und die "Stiftung -ierer".

Mach´ weiter in deiner Aufklärung, viel Glück und Danke --- hatikwa

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Heidewolf
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Re: NAK Süddeutschland untersagt Vorträge zur Aufarbeitung ihrer Geschichte

#24 Beitrag von Heidewolf » 06.11.2018, 02:27

Moin allerseits.
Geschichtsforschung halte ich schon für ziemlich wichtig.
Geht doch daraus, wenn man es seriös und einigermassen objektiv handhabt, hervor, wo Fehler gemacht wurden und auch natürlich, wo es segensreich verlief.
Und daraus kann man lernen, wenn MAN WILL.

Formal wäre sicherlich eine Aufnahme in die ACK falsch, da bei der NAK noch an vielen Ecken ein autoritärer Geist herrscht, der mit dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht viel zu tun hat.

Wenn es denn aber doch so kommen wird, dass die NAK einen Gaststatus erhält, dann sehe ich die große Chance, dass bei den dann verstärkten Kontakten zu anderen Konfessionen bei so manchem Gotteskind erkannt wird, wie herrlich und weitgespannt das Evangelium ist. Und dass die NAK-KL nur ein defizitäres Evangelium verkündet. Diese Erkenntnis wird dann irgendwann dazu führen, dass der Druck von unten größer wird.
Denn Bildung ist der Feind der Demagogie.
Und es geht letztendlich auch hier um Menschenseelen. Auch wenn sie zur Zeit noch verführt sind.
Ich wünsche allen noch eine schöne Woche.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

Heinrich

Re: NAK Süddeutschland untersagt Vorträge zur Aufarbeitung ihrer Geschichte

#25 Beitrag von Heinrich » 06.11.2018, 15:23

Wurdest du nicht abgemahnt. In welcher Amtsstufe warst du damals?
@Fridolin

Die Amtsstufe sei hier für alle Zeit mal egal, jedenfalls war ich kurze Zeit danach total weg vom Fenster, wie man so schön sagt.

Selbst mir davor wohlgesonnene Menschen in der Gemeinde/im Bezirk und auch darüber hinaus haben mir damals vorgeworfen, so geht das nicht, Heinrich.

Die Folge: Meine diversen schwarzen Anzüge habe ich dann auf dem Flohmarkt am tollen Frankfurter Main-Ufer verkauft. Wer weiß, wer diese dann damals auftrug?

Heute denke ich über diese miesen Zeiten in Hessen eher milde.

Aber ich finde mich leider immer noch nicht damit ab, wie es momentan und aktuell in der NAK Süd läuft. Manchmal gehe ich ja noch in Gottesdienste dort.....

Grummelnde Grüße,
Heinrich

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Andreas Ponto
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EZW-Berlin berichtet: Bez-Apostel Nadolny, NAK Ostdeutschland äußert sich 2019 zu Prof. Törners Tätigkeit

#26 Beitrag von Andreas Ponto » 19.02.2020, 06:59

In ihrer Ausgabe Materialdienst 01/2020 berichtet die EZW-Berlin von einem merkwürdigen Vorgang in der NAK Ostdeutschland.

Danach hat Bez.-Apostel Wolfgang Nadolny im April 2019 per Rundschreiben alle Gemeinden informiert, "... dass Prof. Törner, anders als er vorgebe, ausschließlich auf private Initiative, nicht im kirchlichen Auftrag handele."

Die EZW-Berlin konstatiert, dass dieses Vorgehen gegen Törner dazu geeignet sei seine Bemühungen, die geschichtliche Aufarbeitung der NAK in der DDR voranzubringen, zu erschweren.

Törner widerum bestehe darauf, dass er bei allen Kontaktaufnahmen zu Zeitzeugen immer angebe, als "... Privatmann und ohne kirchlichen Auftrag ..." unterwegs zu sein.

Weiter berichtet die EZW-Berlin von Nadolny:
... Nach Nadolnys Auffassung kann "eine wirklich objektive Aufarbeitung der DDR-Geschichte unserer Kirche nicht gelingen", zumal dann nicht, wenn sie von "lieben Mitbürgern aus den alten Bundesländern" mit "einer gewissen Arroganz" geschehe. ...
Mit fällt dazu ein:
"Und wenn du nicht mehr weiter weißt, dann gründe einen Arbeitskreis". So könnte man die offizielle Arbeitsgruppe zur NAK-Geschichte und ihre seitherigen Bemühungen beschreiben, möglichst lange einfach nichts zu tun bzw. Forschungsergebnisse unter Verschluss zu halten.

Es bleibt einfach schwierig mit der NAK in der ACK.

Ernsthaft
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Re: NAK Süddeutschland untersagt Vorträge zur Aufarbeitung ihrer Geschichte

#27 Beitrag von Ernsthaft » 19.02.2020, 11:09

Andreas Ponto hat geschrieben:
19.02.2020, 06:59
Nach Nadolnys Auffassung kann "eine wirklich objektive Aufarbeitung der DDR-Geschichte unserer Kirche nicht gelingen", zumal dann nicht, wenn sie von "lieben Mitbürgern aus den alten Bundesländern" mit "einer gewissen Arroganz" geschehe. ...
Bei solchen Äußerungen fragt man sich, wer denn hier wohl arrogant ist. Man könnte es auch als Zynismus verstehen. Anscheinend hat man so einiges zu verheimlichen und fühlt sich gefordert, bzw. "auf den Schlips getreten", obwohl man doch den "Geist der Wahrheit" in sich trägt, oder sogar spendet.

fridolin
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Re: NAK Süddeutschland untersagt Vorträge zur Aufarbeitung ihrer Geschichte

#28 Beitrag von fridolin » 19.02.2020, 16:10

@Ernsthaft
Bei solchen Äußerungen fragt man sich, wer denn hier wohl arrogant ist. Man könnte es auch als Zynismus verstehen. Anscheinend hat man so einiges zu verheimlichen und fühlt sich gefordert, bzw. "auf den Schlips getreten", obwohl man doch den "Geist der Wahrheit" in sich trägt, oder sogar spendet.

Wenn da noch irgendwie einige Geheimnisse im Keller des einzigen Erlösungswerkes versteckt sein sollten, sollte das ohne wenn und aber schnellstens aufgearbeitet werden. :D Auch keine NAK sollte Angst vor ihre Geschichte haben. Die da irgendwann was eingebrockt haben, sind eh vielfach heute schon nicht mehr da. Deshalb wäre eventuell ein Befreiungsschlag mit Schrecken, besser als keiner. :D Ein verhindern wollen solch Tätigkeiten der Aufarbeitung, hätte sowieso keinen Sinn und auch keinen Zweck. In Zeiten der Digitalisierung, die heute fast jedes Wohnzimmer beglückt, funktioniert Geheimniskrämerei nicht mehr. Und verschließbare Panzerschränke kennt das Internet nicht. :D

Wie hat Fehr schon damals in "weiser Voraussicht" gesagt, wenn wir unsere Geschichte nicht selbst aufarbeiten, werden andere das übernehmen. Das passiert wohl gerade. :D

Von Seiten der Kirche wurden die Worte von Fehr nicht unbedingt beherzigt.
Es scheint da nicht viel passiert zu sein. :D
Das könnte aber geändert werden. Eine generelle lückenlose Aufarbeitung der eigenen Geschichte, ohne irgendwelche Verschleierungstaktiken muss stattfinden. Nur der Mut dazu muss aufgebracht werden. Auch wenn dann vielleicht einige die NAK verlassen würden. :D Gleichzeitig könnte in einem Rutsch auch das ganze Exklusivgetue entsorgt werden. Verbunden mit einem ökumenischen Neustart der NAK, wo Behauptungen nicht mehr vorkommen wie: das die NAK innerhalb der Kirche Christi das einzige Erlösungswerk Gottes ist, das vollgültiges Abendmahl nur in der NAK erlebbar ist.
Das sie die Braut Christi sind. :D

Was meint ihr zu den Überlegungen. :?:
Zuletzt geändert von fridolin am 19.02.2020, 18:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Andreas Ponto
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Re: NAK Süddeutschland untersagt Vorträge zur Aufarbeitung ihrer Geschichte

#29 Beitrag von Andreas Ponto » 19.02.2020, 18:35

Hier das Video "Neuapostolische Kirche in der DDR - Günter & Anne Törner" auf Youtube
Vortrag von Prof. Dr. Günter Törner und Anne Törner über die "Neuapostolische Kirche in der DDR" anlässlich des Herbsttreffens des Netzwerks Apostolische Geschicht e.V. am 16. September 2018 in Pößneck (Thüringen).

Das Video ist ein Live-Mitschnitt der Veranstaltung. Wir bitten die Ton- und Bildqualität zu entschuldigen.
phpBB [video]


Ab ca. Minute 4 mit einer persönlichen Stellungnahme zu den untersagten Vorträgen.

Tina
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Re: NAK Süddeutschland untersagt Vorträge zur Aufarbeitung ihrer Geschichte

#30 Beitrag von Tina » 19.02.2020, 18:41

Das ist interessant, dass der Materialdienst der EZW sich dieses Themas annimmt. Wer Törners Buch gelesen hat, weiß, dass er ganz klar darauf hinweist, dass er es als Wissenschaftler seiner Universität geschrieben hat. Sonst hätte er mit Sicherheit keinen Zugang zu dem umfangreichen Material gehabt, das im Anhang dokumentiert ist. Hätte Nadolny das Buch gelesen, so wäre ihm das bekannt und er hätte sich sein Rundschreiben voller falscher und diffamierender Behauptungen vom April letzten Jahres sparen können. Immerhin hat der Kirchenpräsident nicht gegen das 8. Gebot
Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten
verstoßen, er hat ja nur geschrieben. Hätte er nicht, wenn ihm Äußerungen über Törner zugetragen wurden, diesen darauf ansprechen können, statt in Stasi-Manier zu agieren?
Wenn Nadolny polarisierend von
lieben Mitbürgern aus den alten Bundesländern mit einer gewissen Arroganz
spricht oder schreibt, empfinde ich das als nicht minder arrogant. Hängt denn die Fähigkeit zur Analyse von Dokumenten vom jeweiligen Wohnort ab?
Noch eine Überlegung: Hat die NAK in der DDR nicht Geld und Sachleistungen von den Opfergeldern der arroganten Glaubensgeschwister aus dem Westen angenommen? Ist der Bezirk, den Nadolny leitet, finanziell völlig unabhängig von westlichen Apostelbezirken?
Eine weitere Frage: Arbeitet in der AG Geschichte der NAK eine ostdeutsche Wissenschaftlerin/ein ostdeutscher Wissenschaftler die Geschichte der DDR-NAK auf?
Kopfschüttelnd über Arroganz und Ignoranz eines Kirchenpräsidenten grüßt aus dem Ruhrpott
Tina
Wein und Saitenspiel erfreuen das Herz; aber die Weisheit ist lieblicher denn die beiden. Pfeife und Harfe lauten wohl, aber eine freundliche Rede ist besser denn die beiden. (Sirach 40, 21.22)

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