Schneiders Theologieverständnis

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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fridolin
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#81 Beitrag von fridolin » 06.01.2019, 16:01

Unser Mitforie Detlef Streich hat auf seiner Webseite einige Schneiderzitate aufgelistet und bewertet.
Nachzulesen unter:
Aktuelles: 1.1.2019 2b Stap Schneider fängt wieder bei Adam und Eva an! Oder: Jesus, geh mal runter und teil das Los der Menschen!
https://nak-aussteiger2010.beepworld.de/

Zitat:
Der Sohn Gottes war im Himmel in der Herrlichkeit Gottes, dem ging es gut. Weil ihm Gott gesagt hat: „Geh mal runter und teil das Los der Menschen“, ist er auf die Erde gekommen. Man kann in der Heiligen Schrift lesen, wie es ihm ergangen ist, wie dem Ärmsten der Menschen.(…) Bedingungslos ist er für alle Menschen gestorben, er machte keinen Unterschied.

Zitat:
Jesus führte eine neue Beziehung zur Schöpfung ein, zu den materiellen Dingen. Er musste auch essen und trinken. Es tröstet mich immer wieder, wenn ich sehe, dass Jesus einen guten Wein genoss und gutes Essen, er konnte richtig feiern. Das können wir Apostel auch, das tut gut.

Was haltet ihr von den Weisheiten :?:
Geh mal runter. Und ist das nicht herrlich nun zu wissen, die Apostel können auch richtig gut feiern, lieben guten Wein, gutes Essen und das tut ihnen sogar echt gut. :D

Na dann Prösterchen. :D

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Heidewolf
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#82 Beitrag von Heidewolf » 06.01.2019, 23:17

Ja, gut gehen lassen sie es sich auch mal. Wir ja auch, wenn es geht, oder?

Aber sich sozusagen einen Freifahrtschein in den Himmel zuzusprechen, und dann noch den Zurückgebliebenen mitleidig oder hämisch zuzugrinsen. Denn so fühlt sich die Lehre dieser Kirche irgendwie an, das lässt sich nicht mit dem Evangelium und mit der Lehre der Apostel vereinbaren. Da sah es doch noch bei den englischen Aposteln (KAG) anders aus. Da waren noch viel mehr Ansätze zu einer wahren Ökumene vorhanden.
Und jetzt, wo die Kirche am schwinden ist, sieht man auch noch als vordringlichstes Ziel das horten von Reichtümern an.

Christliches Selbstbewusstsein und wirken, bis der Herr kommt, sieht denn doch anders aus.

Und diese Zeit für Bildung im christlichen Sinne und Aufarbeitung der Fehler und Buße tun zu nutzen, fällt den Kirchenführern auch nicht ein. Nein, stattdessen wird weiter die fehlgeleitete Lehre zementiert.

Das ist in meinen Augen das wahre Trauerspiel.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

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Re: Schneiders Theologieverständnis

#83 Beitrag von Blackcat » 07.01.2019, 09:36

Heidewolf hat geschrieben:
06.01.2019, 23:17
Ja, gut gehen lassen sie es sich auch mal. Wir ja auch, wenn es geht, oder?
Sicher und gerne. Allerdings spricht es in meinen Augen doch etwas Hohn darüber zu sprechen, dass man es sich doch ruhig mal gut gehen lassen darf (Selbst als Apostel, oha!), gleichzeitig aber zum Jahresende hin jenen, denen es schlecht geht, nur Trost auf ein jenseitiges Leben vermitteln zu wollen, anstatt das Evangelium auch in das Licht zu rücken, wie es die Lebenswirklichtkeit der Menschen verbessern kann. Klar lässt sich mit einem dicken sechstelligen Salär auch mal fröhlich einen trinken gehen.

Dazu noch:
„Ich bin definitiv kein Träumer“, sagte Stammapostel Jean-Luc Schneider in Brisbane (Australien). „Aber von Zeit zu Zeit lohnt es sich, darüber nachzudenken, was es bedeutet; von jedem Übel befreit zu werden, einen Auferstehungsleib zu haben, einfach vollkommen zu sein, dem Willen Gottes zu entsprechen, in völliger Harmonie mit Gott und miteinander zu sein und diese besondere Aufgabe zu haben, allen Menschen dabei zu helfen, Erlösung in Jesus Christus zu erlangen. Ich sage dir, je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr bin ich begeistert, das ist unsere Zukunft!“

https://nac.today/de/158033/651677
Da möchte man doch sagen: Aber von Zeit zu Zeit lohnt es sich, darüber nachzudenken, was es bedeutet; von jeder Knechtschaft befreit zu werden, Obdach und Brot zu haben, einfach frei zu sein, den Menschenrechten entsprechend, in völliger Harmonie mit dem Evangelium und dem Nächsten zu sein und diese besondere Aufgabe zu haben, allen Menschen dabei zu helfen, bereits hier Glück und Frieden zu erlangen. Ich sage dir, je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr bin ich begeistert, das ist unsere Zukunft!
For they are in the struggle and together we shall win.
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#84 Beitrag von fridolin » 07.01.2019, 11:38

„Aber von Zeit zu Zeit lohnt es sich, darüber nachzudenken, was es bedeutet; von jedem Übel befreit zu werden, einen Auferstehungsleib zu haben, einfach vollkommen zu sein, dem Willen Gottes zu entsprechen, in völliger Harmonie mit Gott und miteinander zu sein und diese besondere Aufgabe zu haben, allen Menschen dabei zu helfen, Erlösung in Jesus Christus zu erlangen. Ich sage dir, je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr bin ich begeistert, das ist unsere Zukunft!“
Schneider schwärmt von der Zukunft. Je mehr er drüber nachdenkt flippt er bald aus. :D
Für viele die ihm treu nachfolgen verschiebt er das Gutsein in irgendeinem fernen zukünftigen Nebel. :D

Sein Dasein ist jedenfalls hier auf Erden schon abgesichert, jedenfalls was das finanzielle betrifft und sein eventuelles
zukünftiges Rentendasein auch. :D

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Re: Schneiders Theologieverständnis

#85 Beitrag von detlef.streich » 07.01.2019, 13:46

Zu Jahresende hat er am 30.12.2018 in Rheinberg noch folgenden Quatsch verkündet: Gott kennt keine geographischen Grenzen, geht aber jetzt nach Afrika, um die Braut einzusammeln! Lest euch dieses stilistisch und inhaltlich unsägliche Geschwafel (7 Seiten lang im Original!)selber durch:

Auszüge Schneider 30.12.18 Rheinberg:

"Aber im Unsichtbaren und in der Zukunft wirkt Gott Großes! Auch für die, die heute in furchtbarer Lage sind, wirkt Gott weiter seinen großen Plan. Er führt sie in die Gemeinschaft. Das ist unsere Glaubensüberzeugung.

Gott verfolgt seinen großen Erlösungsplan. Ich hab das den Brüdern geschrieben ausnahmsweise mal. Also dann und wann muss man das auch mal erwähnen: Es werden jährlich über 200.000 Seelen versiegelt in der Neuapostolischen Kirche weltweit. Immerhin. Ich hab die Zahl jetzt nicht mehr genau im Kopf, aber es sind weit über 200.000 auch dieses Jahr Versiegelungen weltweit 2018.
Also ganz am Untergehen sind wir halt nicht. Er hat Großes getan. Jetzt weiß ich, kommt sofort wieder: Ja, in Afrika oder was weiß ich wo, aber hier in Deutschland nicht. (...)

So, jetzt könnte man sagen: Ja, aber was ist das mit dieser Braut da, mit dieser Sammlung der Braut? Da muss ich wieder drauf zurückkommen, Gott arbeitet in ei-ner anderen Dimension! Das betone ich immer wieder. Für Gott hat die Zeit keine Bedeutung, Geographie auch nicht. Die Grenze zwischen Frankreich und Deutsch-land, die hat Gott nicht erfunden. Das ist für ihn bedeutungslos. Belanglos!
Ja, er sammelt die Braut, er hat in der Gegenwart gesammelt, in der ersten Chris-tenheit. Dann war das Werk Gottes in Europa sehr stark. Er hat ja dort seine Braut gesammelt.
Jetzt sammelt er weiter in Europa, jetzt ist er aber auch nach Afrika gegangen und in andere Länder. Und wir sind hier betrübt, die haben jetzt Erfolg. Wir haben hier weniger Erfolg. Wir müssen uns bewusst sein, Gott ist über der Zeit. Für ihn ist Ver-gangenheit, Gegenwart, Zukunft immer präsent. Er kennt dieses Zeitlimit nicht, er kennt auch die geographischen Grenzen nicht. Er bereitet sich ein Volk zu. Und das macht er in allen Zeiten. Wir sehen nur heute. Er sieht das ganz anders. (...)

Ja, Gott ist mit uns ... aber früher war es doch ganz anders. Mensch waren wir da erfolgreich, da ging es bergauf. Heute hört sich das ganz anders an. Wo ist denn Gott?
Was hat Gott dem Gideon gesagt: Du, ich verfolge meinen Plan. Ich will das Volk erlösen, ich brauch dich dazu. Mach mal! Und dann hat Gott ihm gesagt, er soll sich eine Truppe aussuchen: 300 Mann. Und mit diesen 300 Mann ging er in die Schlacht. Ja, die selber haben gar nichts gemacht. Die hatten lediglich eine Trompete und einen Krug, mit dem haben sie nicht viel machen können. Gott selbst hat das Problem ge-löst. 300 Männlein, die wurden ausgesucht, nicht weil sie ihre kriegerischen Errun-genschaften oder Fähigkeiten hatte. Er hat sie einfach genommen, die sich hingelegt haben und das Wasser direkt vom Bach getrunken haben, ohne die Hände zu benüt-zen, wie Hunde das Wasser geleckt haben.
Also, nur um zu zeigen: Es gibt überhaupt nicht um deren Fähigkeiten. Er hat nur 300 genommen. Die Feinde waren 400 oder 500 mal mehr. Das war dem lieben Gott egal. Mit dieser kleinen Truppe hat er was ganz Großes gemacht.
Er hat die Erlösung für sein Volk geschaffen.(…)

Der Sohn Gottes ist auf die Erde gekommen und ist Mensch geworden. Er, der in der Herrlichkeit Gottes lebte als der Sohn Gottes, als Teil der göttlichen Trinität. Er hat gelebt in der Herrlichkeit, wo alles vollkommen ist, wo es nur Friede gibt, wo es nichts Böses gibt. Und er hat das angenommen. Aus Liebe zu den Menschen ist er auf die Erde gekommen als kleines Baby, war total abhängig von seinen Eltern total abhängig von den Menschen und hat als normaler Mensch mit den Menschen unter ihnen gelebt. Nur um uns das Heil zu bringen, um uns Gott zu offenbaren, wie er in der Wirklich-keit ist. Um sein Opfer zu bringen, um uns so den Weg zu öffnen und uns vorzube-reiten, um uns zurück in die Gemeinschaft mit Gott zu führen.

Liebe Geschwister, und das ist die Botschaft für dieses Jahresende: Ja, wir beken-nen uns zu Gott, zu Jesus Christus, zum Apostelamt, trotz allem, was geschehen ist.
Wir sind und bleiben neuapostolische Christen, die sich vorbereiten auf das Kom-men des Herrn, die nach dem Evangelium leben und den Aposteln nachfolgen.
"

Blackcat
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#86 Beitrag von Blackcat » 07.01.2019, 14:12

Dieser Verweise auf Gideon...naja. :roll:

Gerne wird dieser samt seiner Mannen ja als Symbolik des Erfolgs einer Spezialeinheit mit innovativer Taktik angeführt, ähnlich der dreihundert Spartaner bei den Thermopylen (wobei die ja noch ein wenig Unterstüzung hatten). Soviel zur Frage ob es um die militärischen Fähigkeiten ging.

Witzigerweise wird die Fortsetzung der Geschichte, in der Gideon dann Israel hin zum Götzenkult leitete, gerne etwas unterschlagen. Es ist eben nicht alles was hinkt ein Vergleich.
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detlef.streich
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#87 Beitrag von detlef.streich » 07.01.2019, 14:45

Genau Blackcat, denn NUR darum geht es, in diesem Fall 5mal in einer Indoktrinationveranstaltung:

"bekennen wir uns auch zu unserem Glauben, wir sind neuaposto-lisch! Wir glauben an die Apostel,

Wir danken ihm, dass er die Apostel gesandt hat und dass wir auch heute wieder Apostel haben … . Und das machen wir am Ende des Jahres trotz allem, was wir erlebt haben

am Ende des Jahres ist es genau das, was wir signalisieren. Das bekennen wir! Wir bekennen, dass wir an Gott glau-ben, wir glauben an das Evangelium, wir folgen den Aposteln nach

Ja, wir beken-nen uns ... zum Apostelamt, trotz allem, was geschehen ist.
Wir sind und bleiben neuapostolische Christen, die ... den Aposteln nachfolgen

Ja, dieser Tag ist auch ein Festtag für mich. Ich darf mit meinem Bezirksapostel sein. Ja, siehe da euer Bezirksapostel ist auch mein Bezirksapostel
."

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Re: Schneiders Theologieverständnis

#88 Beitrag von detlef.streich » 07.01.2019, 16:30

Blackcat hat geschrieben:
07.01.2019, 14:12
Dieser Verweise auf Gideon...naja. :roll:
Witzigerweise wird die Fortsetzung der Geschichte, in der Gideon dann Israel hin zum Götzenkult leitete, gerne etwas unterschlagen.
Lieber Blackcat, deshalb heißt es vielleicht nach dem Verlesen eines Bibelwortes immer "bis soweit", weil der Rest stets bedeutungslos ist???

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Heinrich
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#89 Beitrag von Heinrich » 07.01.2019, 16:49

Wir bekennen, dass wir an Gott glauben, wir glauben an das Evangelium, wir folgen den Aposteln nach

Lassen wir den letzten Halbsatz weg, dann wird 2019 ein Schuh draus!

Gruss aus dem schneereichen Süden an alle Fories,
uns allen ein gesundes und glaubensmäßig tolles Jahr 2019,
Heinrich
Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.
(Bert Brecht)

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Heidewolf
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#90 Beitrag von Heidewolf » 07.01.2019, 20:18

Wie ich kürzlich hörte, hat wohl der Apostel Gaßmeyer , einer der kürzlich verstorbenen Zeitzeugen des Schisma von 1955, eine Ausarbeitung verfasst, in der er sagte, dass die Apostel der Neuzeit eben nicht dem Anspruch gerecht werden können, den man noch an die Apostel Jesu als Zeitzeugen aus der ersten Zeit stellt. Er hat damit auch für die apostolischen Kirchen der Neuzeit wieder das Tor zu einem ökumenischen Weg geöffnet.
Da die NAK immer nachhinkt, ist mit solchen Aussagen frühestens in 10 bis 20 Jahren zu rechnen.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

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