NAK: Stammapostel Schneiders Theologieverständnis

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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fridolin
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Re: NAK: Stammapostel Schneiders Theologieverständnis

#261 Beitrag von fridolin » 11.10.2019, 12:04

Ob Stammapostel Bischoff tatsächlich Mitglied der NSDAP war ist wohl noch nicht
restlos geklärt. Tatsache scheint dagegen zu sein, das sein Sohn Friedrich Bischoff
schon 1933 in die NSADAP und in die SA eingetreten ist und als vorzüglicher und verlässlicher Parteigenosse betrachtet wurde. :D

Toleranz
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Re: NAK: Stammapostel Schneiders Theologieverständnis

#262 Beitrag von Toleranz » 11.10.2019, 12:50

"Von dreizehn deutschen Aposteln waren zehn nachweislich Mitglied in der NSDAP.
Stammapostel Bischoff stand dem politischen System ohne Zweifel nahe, auch wenn er nicht Mitglied in NSDAP und SA war, wie gelegentlich behauptet wird. Bei solchen Aussagen handelt es sich mutmaßlich um eine Verwechslung: Der Sohn des Stammapostels, Friedrich Bischoff (1909-1987), war Mitglied in beiden Organisationen; für Johann Gottfried Bischoff trifft das nachweislich nicht zu."
(Quelle: Andreas Fincke, Die Neuapostolische Kirche im Umbruch. Zwischen Wachstum und Reformstau, (EZW-Texte 146) 1999, 9. )
Hallo Schwäble, auf welche Quelle stützt sich Deine Behauptung, dass JGB Mitglied der NSDAP war?

fridolin
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Re: NAK: Stammapostel Schneiders Theologieverständnis

#263 Beitrag von fridolin » 11.10.2019, 13:44

Wie die Gesinnung der damaligen NAK zum Regime war, kann vorzüglich aus dem Beitrag der in der NAK kircheneigenen Zeitschrift „Unsere Familie erschienen ist, raus interpretiert werden.
Sie war hoch begeistert von allem. Im Jahre 1938 noch deutlicher. Sie hat die Geschwister zum "Ja" für den Führer aufgerufen, in der kircheneigenen Zeitschrift "Unsere Familie". :D

http://waechterstimme.orgfree.com/in-nazi.html
"Unsere Familie", 20. Maerz 1938, Seite 242.
Am 10. April dem Fuehrer unser "Ja"!

Toleranz
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Re: NAK: Stammapostel Schneiders Theologieverständnis

#264 Beitrag von Toleranz » 11.10.2019, 14:36

Oder der Antisemitismus in der kircheneigenen Zeitschrift "Unsere Familie":

"Die Juden sind Verbrecher. Sie gründen Verbrecherbanden, sind Falschspieler, Kuppler und Mädchenhändler. Die Bankräuber in den USA sind von jeher hauptsächlich Juden."
(Quelle: Juda und U.S.A.,Unsere Familie 8 (1941), Nr. 13, 230.)

Aber bevor es untergeht bei eventuell weiteren Beiträgen, bitte ich "Schwäble" um Auskunft, auf welcher Quelle sich seine Behauptung stützt, dass JGB Mitglied der NSDAP war.

fridolin
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Re: NAK: Stammapostel Schneiders Theologieverständnis

#265 Beitrag von fridolin » 11.10.2019, 15:59

@toleranz
Oder der Antisemitismus in der kircheneigenen Zeitschrift "Unsere Familie":
"Die Juden sind Verbrecher. Sie gründen Verbrecherbanden, sind Falschspieler, Kuppler und Mädchenhändler. Die Bankräuber in den USA sind von jeher hauptsächlich Juden."
(Quelle: Juda und U.S.A.,Unsere Familie 8 (1941), Nr. 13, 230.)
Unter Google kann manches nach gelesen werden, wie das Verhältnis NAK und dem
dritten Reich war. Manches heikle Schrifterzeugnis wurde im kircheneigenen Verlag für die Mitglieder produziert. Wozu manch einer von den heutigen Naklern sagen würde, wenn er es denn lesen würde, das war doch nicht unsere Kirche. Die vertun sich die bösen Kritiker. Im Werke Gottes ist sowas nicht passiert und ist auch nicht möglich gewesen. Gott hat doch über sein Werk gewacht. :D
Alles gelogen und erfunden hat mir jemand vor einiger Zeit gesagt. :D

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Re: NAK: Stammapostel Schneiders Theologieverständnis

#266 Beitrag von Andreas Ponto » 11.10.2019, 16:55

Toleranz hat geschrieben:
11.10.2019, 14:36
...
Aber bevor es untergeht bei eventuell weiteren Beiträgen, bitte ich "Schwäble" um Auskunft, auf welcher Quelle sich seine Behauptung stützt, dass JGB Mitglied der NSDAP war.
Hier eine Quelle, die das behauptet: www.rothenburg-unterm-hakenkreuz.de
"...
Stammapostel wurde NSDAP-Mitglied

Im Jahre 1933 wurden alle neuapostolischen Gemeinden kurzfristig verboten. Der damalige zum Stammapostel berufene Johann Gottfried Bischoff, der in die NSDAP eingetreten war, versuchte, gute Beziehungen zum nationalsozialistischen Regime aufzubauen, um die Aufhebung der Verbote zu erwirken. Am „Tag von Potsdam“ predigte Bischoff, dass jetzt der von Gott gesandte Führer gekommen sei. Den Text der Ansprache ließ er in die Reichskanzlei schicken. In einem Rundschreiben an die neuapostolischen Amtsträger vom 25. April 1933 erklärte Bischoff, dass es bei Eintrittsgesuchen von Mitgliedern gut sein werde, „die Personalien solcher Personen der zuständigen Ortsgruppe der NSDAP zur Nachprüfung vorzulegen“ und ihre Aufnahme erst nach dem Vorliegen einer Unbedenklichkeitsbescheinigung der NSDAP zu vollziehen.
...
" (Hervorhebung von mir)
Quelle: http://www.rothenburg-unterm-hakenkreuz.de/die-neuapostolische-kirche-diente-sich-den-nationalsozialisten-an-die-rothenburger-gemeinde-ist-eine-nachkriegsgruendung/ zuletzt abgerufen 2019-10-11 17:53
Herausgeber: Dr. Oliver Gußmann & Wolf Stegemann im Ev. Bildungswerk Rothenburg/Tbr.
Autor: Wolf Stegemann, publiziert am 19. Januar 2014

Heinrich

Re: NAK: Stammapostel Schneiders Theologieverständnis

#267 Beitrag von Heinrich » 11.10.2019, 17:06

Der damalge Leiter der NAK namens JGB war ein waschechter Nazi - zumindest seit 1932/1933.

Und all seine Gefolgsleute auch. Rockenfelder Vater und Sohn und was seitens JGF da noch so geduldet und stark gefördert wurde. Nur um seinen Posten (= Stammapostelamt) zu zementieren.

Dieses ganze Gehabe in den 30 bis 50 Jahren - diese Kirchenmitglieder damals glaubten einem überzeugten NAZI - und wollten das damals wohl auch. Als ich damals meine Eltern (beide mittlerweile verstorben) auf das Thema Nazi-Stammapostel ansprach, warfen meine eigenen Eltern mich aus deren Wohnung.

NAK. Kirche. Ist doch alles Nicht-Kirche. Eher ein Geld-Sammel-Verein - oder?

ICH HAB ES SO DICK!
Heinrich

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Re: NAK: Stammapostel Schneiders Theologieverständnis

#268 Beitrag von Andreas Ponto » 11.10.2019, 17:19

Dagegen schreibt die ezw-berlin ausdrücklich, dass er nicht Mitglied der NSDAP war:

"...
Stammapostel Bischoff stand dem politischen System ohne Zweifel nahe, auch wenn er nicht Mitglied in NSDAP und SA war, wie gelegentlich behauptet wird. ..."

Quelle: EZW-TEXTE Nr. 146, S. 9, zuletzt abgerufen 2019-10-11 18:18

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Re: NAK: Stammapostel Schneiders Theologieverständnis

#269 Beitrag von Andreas Ponto » 11.10.2019, 17:37

In seinem Buch Gefangen: Oder: Risiken und Nebenwirkungen eines "zeitgemäßen" Glaubens schreibt H. E. Gabriel widerum davon, dass J.G. Bischoff Mitglied der NSDAP gewesen sei:
JGBischoff NSDAP 2019-10-11 18_31_45-Window.jpg
Quelle: Google Books - zuletzt abgerufen 2019-10-11 18:34
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

fridolin
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Re: NAK: Stammapostel Schneiders Theologieverständnis

#270 Beitrag von fridolin » 11.10.2019, 18:55

Dieses ganze Gehabe in den 30 bis 50 Jahren - diese Kirchenmitglieder damals glaubten einem überzeugten NAZI - und wollten das damals wohl auch. Als ich damals meine Eltern (beide mittlerweile verstorben) auf das Thema Nazi-Stammapostel ansprach, warfen meine eigenen Eltern mich aus deren Wohnung.
NAK. Kirche. Ist doch alles Nicht-Kirche. Eher ein Geld-Sammel-Verein - oder?
ICH HAB ES SO DICK!
Heinrich
Heinrich, wer ist JGF ?
Zum letzten Satz. Nicht nur das, sondern auch ein Seniorenbeschäftigungsverein geworden.
Mit extra Seniorengottesdiensten und viel, viel Reisebeschäftigungen der Zielgruppe. :D

Zurück zum eigentlichen Thema.
Zwei Einträge bei naktalk
Zu dieser Zeit war der erst 24-jährige Friedrich Bischoff nicht nur Bezirksevangelist in der Neuapostolischen Gemeinde, sondern auch schon Mitglied in der SA und NSDAP. So verwundert es nicht, dass er gleich in der ersten Ausgabe der Zeitschrift "Unsere Famile" eine Werbeanzeige für das Buch "Mein Kampf" von Adolf Hitler, abdruckte. Ebenso wurde gleich in dieser ersten Ausgabe Werbung gemacht für "S.A. Stiefel in schwarz und braun".
Desweitern findet sich in dieser Ausgabe Werbung für "Völkischer Buchvertrieb Otto Klahm - Spezialität: parteiamtl. Literatur der N.S.D.A.P."
Stammapostel J. G. Bischoff schreibt an das Preußische Kultusministerium: "Das erwähnte Flugzeug gehört nicht zum Besitz meines Sohnes, sondern ist Eigentum des Deutschen Buchverlages G.m.b.H., an dem mein Sohn beteiligt ist. Außer rein geschäftlichen Zwecken findet das Flugzeug im hiesigen SA.-Fliegersturm I, dessen Mitglied mein Sohn als SA.-Mann ist, Verwendung."
Eine Zitierung von Andreas Ponto in einem obigen Beitrag.
Am „Tag von Potsdam“ predigte Bischoff, dass jetzt der von Gott gesandte Führer gekommen sei
Passend dazu auf naktalk
Die unbedingte Führerschaft der "göttlichen Führung" wird mehr und mehr betont:
"Hat uns der Fürst dieser Welt in den genannten Eigenschaften überwunden oder wankend gemacht , so wird es sein weiteres Bestreben sein, uns in eine falsche Stellung zu der gegebenen göttlichen Führung zu bringen. Wir sehen aber an den geschichtlichen Tatsachen, daß Segen oder Fluch von der Stellung des Volkes gegenüber den Anordnungen, Worten und Handlungen der göttlichen Führung abhängig waren.
Auszug aus der Unsere Familie, 8. Jahrgang, Nummer 16, Freitag, den 5. September 1941, Seite 278.
http://waechterstimme.orgfree.com/uf410905.html
Deutschland kaempft nicht nur um des Krieges willen, sondern um den Frieden Europas. Deutschland wird kaempfen bis zum totalen Siege, d.h. bis zur Befreiung Europas und der Welt von bolschewistischen Moerdern, von der britischen Plutokratie und von Juden und Freimaurern. Und in der Sowjet-Union wird Deutschland Gross-Brittannien schlagen!
Die NAK sollte endlich den Mut an den Tag legen, mit ihrer Vergangenheit reinen Tisch zu machen. Das kann von einer Kirche die sich als das angebliche einzige Erlösungswerk Gottes bezeichnet, verlangt werden. :mrgreen:

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