NAK: Stammapostel Schneiders Theologieverständnis

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Acapulco

Re: Schneiders Theologieverständnis

#101 Beitrag von Acapulco » 22.01.2019, 14:59

Hallo,
vielleicht hatte Stap Schneider das Gebet von Franz v. Assisi - dem heiligen Franziskus im Hinterkopf.

Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

Das wäre ja mal ein echtes Highlight in der NAK.
Ich finde das Gedicht wunderschön.
LG
Acapulco

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Heinrich
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#102 Beitrag von Heinrich » 22.01.2019, 15:42

@Acapulco

Ich beschäftige mich schon seit längerem mit Franz von Assisi, habe auch das Kloster in Italien besuchen können. Hier nun eines meiner Lieblingsgebete dieses hoch interessanten und sehr nachdenklichen Menschen:

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht;
dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt;
dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo die Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten:
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer da hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen,
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.
Amen.

Dieses eindringliche Gebet sollte man so manchem neuapostolischen Amtsträger, insbesondere den auf der Gehaltsliste stehenden AT's, sozusagen ins Stammbuch schreiben.

Meint Heinrich :!:

Und ja, wer mich kennt: Es ist sehr, sehr frostig hier im Süden :D

P.S. eventuelle Idee für unseren Admin: Wäre das Thema Franz von Assisi nicht einen eigenen Thread wert, bitte?
Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.
(Bert Brecht)

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Re: Schneiders Theologieverständnis

#103 Beitrag von Blackcat » 22.01.2019, 15:57

Ich kann mich noch an die - tatsächlich sehr gut gemachte - "Religiöse Unterweisung" erinnern. Da war man wirklich bemüht, eine Art Ethikunterricht mit allgemeinem religiösen Fokus anzubieten. Franz von Assisi wurde auch über zwei, drei Veranstaltungen hinweg thematisiert.

Nichtsdestotrotz löst diese sehr starke Demutshaltung starke NAK(?)-Trigger aus; immer still sein, nicht auf den eigenen Willen hören, lieber einmal mehr schlucken anstatt zu sprechen. Schade eigentlich... :/
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#104 Beitrag von usirius » 22.01.2019, 20:24

@Acapulco
@Heinrich

Schneider wird maximal nur etwas von "außen" annehmen und sich oder das System NAK aufgrund Input von außen insoweit verbiegen, wenn es dem äußeren Ansehen der NAK und der verbesserten Akzeptanz seitens der anderen Glaubensgemeinschaften dient. Ich denke nicht, dass die Gebete von Assisi für ihn dazu beitragen können. Ergo wird er sich davon nicht inspirieren lassen, sondern weiter in seiner giecksender Art, theologischer Oberflächlichkeit, für ihn witzig erscheinenden Bemerkungen, die aus meiner Sicht in Gottesdiensten völlig unangebracht sind, sowie mit einer gewissen Arroganz seine Predigten halten und mit den Finanzen im Blick die Gesamtkirche managen.
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#105 Beitrag von Andreas Ponto » 22.01.2019, 22:53

Blackcat hat geschrieben:
22.01.2019, 10:20
....
Als Drittes nannte der Stammapostel die Gemeinde als Quelle des Segens. Um diesen Reichtum der Gemeinde zu nutzen, müsse jedoch zunächst investiert werden. Das bedeutete: „Suchst du Liebe? Liebe zuerst! Brauchst du Hilfe? Hilf zuerst!“
Das kann nicht sein Ernst sein!? Diese Betonung der Unterordnung und Vorleistung nimmt mittlerweile Züge an, die sich mE sowas von jenseits des Evangeliums und jenseits jeglicher Lebensrealität bewegen. Ist dem Mann nicht klar, dass Menschen manchmal derart fertig sind, dass sie nichtmal mehr die Kraft haben, Liebe oder Hilfe anzunehmen? Und diese dann auffordern, zuerst zu liebne und zu helfen um etwas zurück zu bekommen, das muss man sich erstmal ausdenken.
Und im Gegensatz dazu:
Acapulco hat geschrieben:
22.01.2019, 14:59
Hallo,
vielleicht hatte Stap Schneider das Gebet von Franz v. Assisi - dem heiligen Franziskus im Hinterkopf.

Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

Das wäre ja mal ein echtes Highlight in der NAK.
Ich finde das Gedicht wunderschön.
LG
Acapulco

Woher die Worte „Suchst du Liebe? Liebe zuerst! Brauchst du Hilfe? Hilf zuerst!" stammen? Ich weiß es nicht. Vielleicht eine Abwandlung von dem von Acapulco zitierten Gebet.
Mit Assisi hat es wohl weniger zu tun: Friedensgebet - Seigneur, faites de moi un instrument de votre paix.
Aber ja, es wird wohl aus Frankreich stammen und könnte Schneider inspiriert haben.

Was Schneider zwischen die Finger bekommt und von ihm irgendwie zur Legitimierung der NAK-Indoktrination herangezogen werden kann, wird missbraucht.
Jegliche Predigt dient einzig und allein der Rechtfertigung und Legitimation des NAK-Systems, sowie des Systemerhalts.
Und alle folgenden Sprecher plappern munter weiter nach und kommen dabei immer noch tiefer hinein in den Schlamassel.

Reflexion, Durchdringung, theologische Auslegung und Abwägung im Interesse der Gläubigen, des Wohlergehens des Einzelnen und der Gesellschaft? Fehlanzeige.

Aus meiner Sicht treten hier gleich mehrere Probleme zu Tage.

Zum einen wird der Versuch unternommen alles, aber auch wirklich alles exklusiv auf die NAK, hier umschrieben mit der NAK-Gemeinde umzumünzen.
Willst du etwas von der Gemeinde, dann musst du zuerst geben.
Ein evtl. vorhandenes Gefühl der Unzufriedenheit oder der Unzulänglichkeit in der Gemeinde wird an den Einzelnen zurückgespielt. Es liegt an DIR!

Und noch schlimmer:
Wer von Gott gesegnet werden möchte, der muss a) zur Quelle, sprich die NAK-Gottesdienste kommen und b) selbst schöpfen.
Und sich von den von Gott bevollmächtigten Aposteln den Weg zum Heil weisen lassen.

Und hier bin ich voll bei Blackcat.
Was ist mit dem, der nicht mehr zur Quelle kommen kann? Was ist mit der, die nicht mehr schöpfen kann?

Die NAK-Antwort lautet im Umkehrschluss gedeutet: du musst zuerst geben, sonst gibt dir die Gemeinde nichts!
Und wenn du dann nicht schöpfst, was dir gegeben wird, dann versiegt für dich sogar die Quelle endgültig!!

Weiter muss von den ehrenamtlichen Amtsträgern, als untere Quellen abqualifiziert, noch mehr gefordert werden, damit sie noch mehr ausgesaugt und -gelaugt werden; umsonst ist maximale Leistung zu erbringen. Schließlich wird das Leistungsdenken weiter zur Hybris gesteigert: ja Gott selbst wird schließlich durch die NAK-Mitglieder zu segnen sein?!

Alles unter der Prämisse, dass Christen sich dadurch auszeichnen würden, nicht wie andere "...über Streiks, Demonstrationen und Soziale Medien ihre Meinung und Überzeugungen in die Öffentlichkeit [zu] tragen", sondern brav in den Gottesdienst zu gehen.

Und das nur, um die NAK-Mitglieder weiter mit Druck in die Gottesdienste zu zwingen, die weniger werdenden ehrenamtlichen Mitarbeiter weiter zu noch mehr Leistung anzutreiben.
Mit dem Ziel, dass alle gemeinsam vor allem und allein der NAK (=Gott) Zeit, Geld und Leben widmen.
Da gibt es für so Dinge wie "... Streiks, Demonstrationen und Soziale Medien ... Meinung und Überzeugungen ..." keinen Platz mehr.

Für mich ist das die Verdrehung des Evangeliums, der Bergpredigt und des Christseins in Reinform.

Centaurea


Quelle: Stammapostel in Mainz: Jeder kann ein Segen sein zuletzt abgerufen 21. Januar 2019

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Re: Schneiders Theologieverständnis

#106 Beitrag von Blackcat » 23.01.2019, 08:35

Interessant finde ich echt auch diesen implizierten Widerspruch zwischen dem Egangement gegen soziale Misstände und dem frommen Kirchgang des Christen. Da dürfte der StAP weder mit dem doch sehr befreiungstheologisch geprägten Papst, noch mit der EKD einen großartigen Nenner finden.

Aber vielleicht ist auch das eine schlichte Reaktion auf die Konkurrenzsituation auf dem afrikanischen Glaubensmarkt. Viele evangelikale und vor allem charismatische Bewegungen schlagen ja in diese Kerbe. Dazu passen auch viele Äußerungen des StAP und seiner BezAP, hier ganz vorne mit dabei Michael Ehrich, die stärker denn je auf Leiden im Diesseits und Erlösung im Jenseits fokusieren. Für mich wird es da tatsächlich immer schwiergier zu folgen, zumal ich mich gedanklich immer mehr linkskatholischen bzw. christlich-sozialistischen Ideen annähere. In soziologischer Hinsicht könnte man sagen, anstatt Solidarität und Subsidiarität zählt bei der Führung der NAK wohl nur noch die Subsidiärität, die aber nur in eine Richtung, im Sinne von "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.".

Das hier find ich auch ganz "witzig" (selber Link wie oben):
Bezirksapostel Rainer Storck erinnerte an den Propheten Elia, den der Engel zweimal aufforderte: Iss und trink. „Als Elia dies tat, stieg er wieder in den Segenskreislauf ein. Er hatte Kraft, hat den Segen von oben erlebt, hat den Segen von unten erlebt und konnte selbst ein Segen sein.“
Elia war in der von BezAP Storck angeführten Begebenheit alles andere als investitionsbereit. Er war vielmehr auf der Flucht und völlig fertig. Der Sterbenswunsch wirkt nicht gerade danach, als ginge da einer zur Quelle um erstmal selbst etwas zu leisten.
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#107 Beitrag von Blackcat » 01.02.2019, 07:15

Und einmal mehr Durchhalteparolen und den Aufruf zur Dienstfertigkeit. Dazu wird sich diesmal auf Maria und ihre, anscheinend, unerschütterliche Glaubenstreue berufen. Man könnte natürlich auch darüber nachdenken, dass es hierbei wohl auch um die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind geht, aber naja... geschenkt.


https://nac.today/de/158033/669827


Betont wird freilich nicht der Dienst am Nächsten, sondern der Dienst an der Kirche.
Ihr Dienst sei es, ein aktives Mitglied der Kirche Christi zu sein, sich also in den Dienst der Kirche zu stellen
Gutes Deutsch ist der Satz von Peter Johanning eher auch nicht. Dienst ist Dienst und Schnaps...was?

Fehlen darf zum Schluss natürlich nicht der Verweis auf die (nun wirklich?) nahe Wiederkunft Jesu, die Entrückung und natürlich die Selbstlegitimation des Apostelamtes der NAK. Mir scheint, die Gottesdienste von StAP Schneider sind fast nur noch eine immer wiederkehrende Wiederholung der selben Leitmotive, eingebaut in willkürlich bemühte und mit anderen Versatzstücken verbaute biblische Begebenheiten.
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#108 Beitrag von Martha » 01.02.2019, 09:24

Hallo Blackcat!

Mehr Inhalt kann man nicht bringen wenn einem die theologischen Grundkenntnisse fehlen.

Schlag ihm mal die Bibel auf und dann sollte er mal ein bestimmtes Wort vor geschulten Theologen auslegen.
Die würden davon rennen oder fassungslos erstarrt da sitzen. :x

Das was man in der NAK macht ist für mich Unverantwortlich und man sieht ja die Erfolge - Gemeindeschließungen und Mitgliederrückgang.

Lothar

Re: Schneiders Theologieverständnis

#109 Beitrag von Lothar » 01.02.2019, 19:17

Liebe Martha,
es wird wohl immer fundamentalistische Glaubensgemeinschaften wie die NAK geben, die wortwörtlich an alles in der Bibel Geschriebene glauben und die jede wissenschaftlich fundierte Erkenntnis ablehnen. Das ist auch viel spannender, geheimnisvoller und letztlich dem eigenen Geldbeutel zuträglicher, als die nüchterne Wahrheit anzuerkennen und den Menschen die Angst vor dem Ungewissen zu nehmen.
Auf der für mich sehr interessanten Facebookseite des Münchner Sektenexperten Dieter Rohmann findet sich ein für mich sehr passender Eintrag eingestellt am 30.Januar um 4.47 Uhr vom Humanistischen Pressedienst : Der Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft. Das Ganze erschließt sich einem nur, wenn man die Karikaturen sieht. Ich persönlich liebe Bilder, mit denen man Zusammenhänge äußerst klar und einleuchtend veranschaulichen kann.
Der genannte Eintrag findet sich unter https ://www.facebook. com / Kulte.de. Ich denke es reicht, wenn man bei Google " Kulte.de" eingibt.
Ich selbst bin nicht bei Facebook, konnte die Seite aber trotzdem öffnen.
Ich persönlich denke, das Wissenschaft meinem Glauben an Gott keinen Abbruch tut. In der NAK und ganz viel anderen kleinen Glaubensgemeinschaften wird ein Glaube praktiziert, bei dem ein eher bizarres Gefühl gegenüber der Vernunft überschwappt. Und das hat gerade bei dem gegenwärtigen sog. Stammapostel Schneider ein Ausmaß erreicht, welches kaum noch zu toppen ist. Ihm müßte man entgegenrufen wie einst der alte Apostel Paulus : " Geehrter Herr Schneider, werden Sie doch endlich mal recht nüchtern."

Der Gegensatz zu Gott ist der Teufel. Wenn ich den Teufel so wörtlich nehme, wie diesen die Bibel in der Schöpfungsgeschichte beschreibt, dann sage ich : Der Teufel war eigentlich der menschlichere Gott. Er hatte eine eigene Meinung und die hat er im Himmel unter all diesen Meinungslosen vehement vertreten. Dafür ist er aus diesem Himmel völliger Gleichheit und Harmonie rausgeflogen in das Chaos irdischen Dasseins. Lezteres ist aber die wirkliche Realität, das ist das wahre Leben. Und dem verweigern sich Anhänger von solchen Sekten wie der NAK,
die allesamt mehr oder weniger als Gegenbewegung zur wissenschaftlichen Aufklärung entstanden sind.
Am Anfang mögen all diese religiösen Gruppen sehr ehrenwerte und idealistische Ziele gehabt haben, aber es hat sich nach und nach fast unbemerkt eine Eigendynamik eingeschlichen, die am Ende nur noch der wundersamen Geldvermehrung für einge sehr wenige Leute dient. Die NAK ist dafür ein Paradebeispiel.

Religion muß nicht zwangsläufig etwas mit Gott zu tun haben. Man kann auch aus Essen und Trinken oder Medizin eine Religion machen. Vor einigen Tagen wurde hier in Berlin eine Ärztin aus Heidelberg ausgezeichnet, die früher selbst Homöophatin war ( habe ich das jetzt richtig geschrieben ? ) war und heute dagegen sehr intensiv Aufklärung betreibt.
Ich finde das übrigens sehr charakterstark, wenn jemand zu seinem früheren Irrtümern steht. Irren ist bekanntlich menschlich. Unmenschlich dagegen ist, wenn jemand gegen seine eigene Erkenntnis aus reiner Gewinnsucht weiter daran festhält.
Ich konnte es mir als Kind nicht aussuchen, ausschließlich in dieser NAK sozialisiert worden zu sein. Heute weiß ich, daß es ein Irrweg ist, der am Ende ins Leere führt.
Ich werde einen Teufel tun, entgegen aller Vernunft weiter in die falsche Richtung zu rennen, auch wenn es oft sehr schmerzlich ist, 55 Jahre eines ganzen Menschenlebens auf einem sog. Holzweg gewesen zu sein. Ich bin bestimmt nicht der einzige Mensch auf der Welt, der solche Erfahrung machen mußte. Und das tröstet zumindest ein wenig.

Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
Lothar Poerschke

Martha
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#110 Beitrag von Martha » 02.02.2019, 10:49

Hallo Lothar!

DANKE :) Den Link habe ich mir gleich abgespeichert und werde ihn mir mal anschauen.

Ja du hast soo recht und über den Geldbeutel darf man als EX- Mitglied nicht nachdenken....
Während sich fast alle Apostel ihre Häuser bauten, hat man als Mitglied darauf verzichtet, damit man Gott alles bringt und
ihn nicht betrügt. Dies geht nur mit unaufgeklärten sozialisierten "Kindern".

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