NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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gläubiger

Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#71 Beitrag von gläubiger » 10.04.2019, 06:14

Es war für mich eine interessante und aus NAK-Sicht sicher in manchen Bereichen sehr fortschrittliche Veranstaltung.

Ich bin der Meinung, dass man vor dem Hintergrund der NAK-Tradition und der in Führungskreisen vorherrschenden konservativ-traditionellen Denkweise durchaus von einer kleinen Revolution sprechen kann. Diese wird sich allerdings erst noch in der Umsetzung des Amtsverständnisses zeigen.

Klarer Gewinner des Abends ist JLS. Es ist offensichtlich, dass er sich mit seinen Ansichten in vielen Punkten gegenüber der Bezirzapostelversammlung (Terminus von shalom :mrgreen: ) durchgesetzt hat. Zugeständnisse musste er beim Thema Stammapostel-Ordination und beim Bischof machen. Nun gut, ich kann mit beiden Hilfskrücken sehr gut leben und finde die kommunizierte Regelung akzeptabel.

Klare Verlierer des Abends sind: Bischöfe, die zu Helferlein = Priester mit Hilfsfunktion des Apostels ernannt werden und Bezirksevangelisten = Priester, ernannt, mit Hilfsfunktion des Bezirksvorstehers. Da wurden 2 Ebenen rausgenommen, die m.E. schon immer unnötig wie ein Kropf waren.

Ich bin gespannt, wie dies die ganzen Bestandsamtsträger in den ordinierten Ämtern schlucken werden. Vielleicht hilft es, diese Ämter dann künftig einfach mal ganz frech mit "Priester" X anzusprechen um die Reaktion des Betroffenen zu erleben :lol: Auch wenn das natürlich nicht den stammapostolischen Anweisungen entspricht.

Es ist offensichtlich, dass JLS den Weg für die Frauenordination ebnet. Mag sein, dass dies noch Jahre dauern wird, bis es umgesetzt wird, aber ich finde es beachtlich, dass sich eine so traditionell orientierte Kirche ganz offiziell das Thema auf die Fahnen schreibt. Ich weiß, dass dies einigen - auch hier im Forum - zu langsam geht, aber wie gesagt für die NAK ist dieser Schritt sehr progressiv (wenn auch irgendwo aus der Not geboren).
Eine Beteiligung von Frauen an den Diskussionen über Frauenordination ist m.E. zum jetzigen Zeitpunkt undenkbar. Ich frage mich: Wie soll zum jetzigen Zeitpunkt ganz praktisch so eine Beteiligung denn erfolgen? Sollen Teilnehmerinnen an den Bezirzapostelversammlungen zugelassen werden? Wenn ja, wer soll das dann sein? Nach welchen Kriterien qualifiziert sich eine Kandidatin zur Teilnahme? Mmmh… :roll:
Ich bin ganz klar FÜR diesen Schritt - allerdings wäre zunächst eine Entscheidung der (im Moment durchweg männlichen) Gremien pro Frauenordination schnellstmöglich wünschenswert. Und DANN müssten zur Umsetzung selbstverständlich unmitttelbar Frauen in die entsprechenden Gremien "erwählt" ?! werden. Hoffentlich sind das dann keine Apostel-Gattinnen :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Zusammengefasst: Wegfall von Evangelisten, Hirten, Bezirksevangelisten, Bischöfe = 4 Hierarchiestufen gestrichen. Frauenordination auf den Weg gebracht. Veranstaltung zum Amtsverständnis vom 09.04.2019: Passt!

Meint ein
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Blackcat
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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#72 Beitrag von Blackcat » 10.04.2019, 06:31

"Gewählt" statt "erwählt" wäre ja für solche Gremien durchaus ein schöner Schritt. Aber der Wählerei hat BezAp Krause ja schon eine Absage erteilt. Was das "Undenkbare" angeht, halte ich das sogar für notwendig. Sonst kommt etwas ähnliches heraus, wie wenn sich privilegierte Weiße darüber unterhalten, dass sozial schwach gestellte Schwarze ja gar nicht so sehr diskriminiert werden. Letztlich bleibt die NAK bis dahin eine top-down-Organisation, der, im Gegensatz zur RKK, nichtmal eine mehr oder minder starke Basisbewegung entgegen steht.

Was für mich selbst gefehlt hat: Eine eindeutige und wirkliche Klarstellung, ganz ohne den in meinen Augen mentalen und sozialen Druck der "Erwählung", dass es sich um freiwillige Ehrenämter handelt, die jeder im Rahmen seiner Zeit und Möglichkeiten ausüben darf.

@Gläubiger: Da für dich der Wegfall des Bischofsamtes ja passt, wie interpreiterst du das letztlich? Hatte mir darüber ja in meinem vorhergegangen Beitrag Gedanken gemacht.
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Imhierundjetzt
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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#73 Beitrag von Imhierundjetzt » 10.04.2019, 07:49

@gläubiger: Wo siehst du die Ebnung für die Frauen? Ich erkenne diese nicht. Nur weil man über ein schon lange fälliges Thema endlich redet, ebnet man nicht den Weg. Man erkennt, dass der Patriarchismus nicht mehr die Norm ist.

Ich würde bestimmt nicht gewählt werden in ein Gremium, welches über die Fraunfrage redet. Das wären bestimmt nur die Konservativen.
Wer sie brauchen? Frauen aus allen Bereichen, aktiv, nicht aktiv usw und vorallem Jüngere Frauen unter 40 und Jugendliche. Ich erziehe ein Kind in der heutigen Zeit, (in welchem die Gleichstellung noch nicht da ist bei weitem nicht), jedoch in der Kirche ist die Gleichstellung gleich null. Und ich sage meinem Kind, dass dies blödsinn ist.
Ich würde der NAK empfehlen sich einige kritische, junge Frauen zu suchen und zusätzlich in den Dialog zu kommen mit Verbunden von Frauen, welche sich in den Landeskirchen für die Gleichstellung der Frau engagieren. NAK Leute, ich kann euch sehr gerne einige Links geben.

In meiner Gegend bekommt die Katholischen Kirche sehr viel Druck von den Frauen und Nonnen der Kirche. Es gibt seit März am Donnerstag ein Gebet in welchem sehr deutlich über die Missstände der Katholischen Kirche geredet wird und gebetet wird für
Änderung. Eine tolle Aktion. Ich habe mir überlegt, ob so etwas in der NAK möglich wäre. Nein, weil hier noch nicht einmal eine Frau betet, oder selber etwas in die Hand nehmen darf.


Ich denke nicht, dass es je einen Aufstand gibt unter den Frauen in der NAK. Diese demonstrieren mit dem Wegbleiben / Austritt, oder indem sie sich klar gegen eine Ordination des Partners in ein priesterliches Amt stellen. Das sehe ich bei vielen jungen Familien.

Früher gab es mal eine Arbeitsgruppe aus Jugendlichen, mit hauptsächlich Kindern von Amtsträger ab Bezirksamt. Solche Aktionen, kann man sich sparen.

gläubiger

Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#74 Beitrag von gläubiger » 10.04.2019, 08:19

Blackcat hat geschrieben:
10.04.2019, 06:31
@Gläubiger: Da für dich der Wegfall des Bischofsamtes ja passt, wie interpreiterst du das letztlich? Hatte mir darüber ja in meinem vorhergegangen Beitrag Gedanken gemacht.
@ Blackcat

Das Bischofsamt hat in der NAK (historisch) schon immer wenig(er) Bedeutung gehabt wie in anderen Denominationen. Darüber kann man geteilter Meinung sein und sicher diskutieren. Der jetzt vollzogene Schritt, den Amts-Titel zu erhalten, ist m.E. ausschließlich der Tradition geschuldet, wobei JLS darüber nicht so recht glücklich ist. Vor allem im Süden gibt es aber halt viele hauptberufliche Bi.s und die werden dank ihres traditionsbewussten Bez.Ap. auch weiterhin ihren Status behalten wollen.
Ich bin überzeugt, dass JLS sehr wohl um die eigentliche Bedeutung des Bi.-Amts Bescheid weiß. Allerdings kann auch er 1. nicht an der NAK Tradition vorbeigehen und 2. wird er nicht verändern können und wollen, dass die NAK eine von Ap.s geführte Kirche war, ist und bleiben wird.

Kurz: Ich würde das eher als eine der Tradition geschuldete Maßnahme sehen (dass der "Bischof" als Titel bleibt) und weniger als eine Aktion, die das "Bischofsamt" in seiner v.a. in anderen Kirchen sehr wichtigen Bedeutung "beschneiden" will.

Es grüßt

ein Gläubiger

gläubiger

Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#75 Beitrag von gläubiger » 10.04.2019, 08:32

@imhierundjetzt

Ich verstehe, dass es schwierig ist, sich in die Denkstrukturen eines derartigen Gremiums hinein zu versetzen. Es ist sicher auch ein Stück weit so, dass hier der Einäugige unter Blinden der König ist. Aber aus einer so "inzestuösen Kirchenleitungshistorie" und erzkonservativen Führungskultur heraus, ist das Signal von JLS durchaus eine Revolution. Das Beispiel mag nicht ganz treffend sein, aber wenn ich mich erinnere, dass ich vor gar nicht all zu langer Zeit (keine 20 Jahre) von einem Bezirksamt klar Anweisungen erhalten habe, keine "Stätten der Welt" aufzusuchen (gemeint waren Disco und Kino), dann zeigt dies, wie verkrustet selbst bis in die unteren Ebenen die Denkweise ist.

Glaube mir, dass alleine die Ansagen gestern von JLS in der Kirche intern kräftig für Rumoren sorgen. Ich will nicht wissen, wie viele Emails, Anrufe, Briefe, usw. gestern und heute bei den Verantwortlichen eingehen und sich über die jetzige Ausrichtung der Kirche Sorgen machen bzw. beschweren!

Ich bleibe bei der Meinung, dass zuerst der Weg für die Ordination geebnet werden muss und dann muss das Ganze mit Leben erfüllt werden. Hierzu bedarf es unbedingt progressive und vor allem engagierte Frauen, die dies dann tun. Wegen mir kann man durchaus auch in diesem Zuge "Demokratie" im Sinne der Beteiligung von Basisbewegungen, etc. in die Kirche bringen. Und glaube mir: Es gibt nicht wenige, indoktrinierte NAK-Frauen und v.a. Gehilfinnen, die sich ganz klar gegen eine Ordination von Frauen aussprechen. Auch die muss JLS irgendwie auf seinen neuen Kurs mitnehmen.

Es grüßt

ein Gläuzbiger

fridolin
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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#76 Beitrag von fridolin » 10.04.2019, 10:11

Es wird nun demnächst über lange Jahre, einer Ämter-Parallelwelt geben. Vielleicht noch einige Jahrzehnte. Denn ordinierte Brüder die vor Pfingsten 2019 ordiniert wurden und lange davor behalten das Privileg ordinierte Amtsträger zu sein.
Nach und nach wird sich eine Ämter-Paralellwelt aufbauen. :D

1. Die einen die in ihren Amtsstufen noch ordiniert bleiben, bis zur ihrer Ruhesetzung oder Ausscheidung durch Tod oder Krankheit.
2. Die Nachfolger im Amt werden je nach Amtsstufe beauftragt oder ernannt werden, oder ordiniert werden.
3. Dann noch ein paar Helferleins die der Apostel nun beauftragen kann in seinem Auftrag stellvertretend besondere Dienste und Handlungen durchzuführen.

Diese neu geschaffene Parallelwelten sind für mich ein Kuddlemuddel, eine richtige echte Reform ist das nicht. :D
Weil sich nicht getraut wurde den einzig wahren echten Schnitt zu machen und ab Pfingsten 2019 nach den neuen Richtlinien zu handeln und die in Frage kommenden ordinierte Bestands-amtsträgern in eine Beauftragung oder Ernennung zurückversetzen.
Da werden lieber über lange Jahre Ämter-Parallelwelten gewollt in Kauf genommen um den einen oder anderen nicht zu verärgern :D

Da der Mensch tickt wie der Mensch tickt, werden sich vielleicht einige aus den Reihen der Vorzeit Amtsträger, (d.h. aus der vor Pfingsten 2019 ordinierten Bestands-Amtsträgerliga) in ihrer weiteren Amtszeit sich eventuell immer eine Nummer besser vorkommen als ihre neu nur beauftragten oder ernannten Kollegen. :D

Die Hammeraussage von Schneider gestern war, dass er in seiner Aufzeichnung einen theologischen Standpunkt ins Spiel brachte und erläuterte. Den hätte er sich schenken können.
„ Vom theologischen Standpunkt aus, stimmt nun die Definition des Amtes überein mit derjenigen von Kirche und Sakrament“.
Das eröffnet vielleicht Raum für Spekulationen bei manchen. :idea:
Was heißt denn genau Theologie? Genaue Definition „Die Lehre von Gott“

Was heißt das im Umkehrschluss für die bisherige ordinierte Ämterstruktur, sie stimmte also in Teilen nicht mit der Lehre Gottes überein. Ist Schneider sich der Brisanz seiner Aussage bewusst gewesen?

Wir wurden also von einer teilweisen Nicht Gottgewollten Amtsträgerstruktur geführt und geleitet, die auch über lange Jahre noch als Parallelwelten bestehen bleiben sollen.
Das kann Verwirrung erzeugen bei einigen Gläubigen und die blicken nicht mehr durch. :shock:
Statt die Probleme zu mildern werden sie vielleicht jetzt zum wirklichen Problem werden. :D
Vielleicht spielt sich irgendwann da nun zwei Ämter-Parallelwelten über lange Jahre vorhanden sein werden folgendes Szenario ab bei einem Unstimmigkeitsgespräch, bitte nicht vergessen ich bin ordinierter Amtsträger du nicht. Du hast mir gar nichts zu sagen, nicht die Bohne :D
Zuletzt geändert von fridolin am 10.04.2019, 11:01, insgesamt 2-mal geändert.

Blackcat
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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#77 Beitrag von Blackcat » 10.04.2019, 10:48

Interessant wird das ja bei der Ankündigung eines Bezirksamtes. Bislang hieß es doch ab und an "...der Älteste kommt..besonderer Segen...uswusf". Wenn jetzt "nur" noch der Priester in Leitungsfunktion Bezirksvorsteher kommt? Oder ist beim ordineierten Bezirksältesten dann immernoch "mehr Segen", als wenn der Bezirksvorsteher aus dem Nachbarbezirk kommt? Wie gestaltet sich die Hierarchie, wenn ein Priester am ordinierten Evangelisten vorbei zum Gemeindevorsteher beauftragt wird?

Grundsätzlich find ich es, mit etwas zeitlichem Abstand, mit Blick auf die priesterlichen Ämter aber gar nicht mal so falsch, was hier gemacht wird. Durch den von fridolin bereits angesprochenen Umstand, dürfte das Ganze allerdings in dne nächsten Jahren erstmal zur ein oder anderen Verwirrung führen. Wobei ich der jüngeren Generation ordinierter Evangelisten tatsächlich zutraue, das bsiherige Amt nicht unbedingt als eine Art Rangabzeichen zu sehen.
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fridolin
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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#78 Beitrag von fridolin » 10.04.2019, 11:59

Wobei ich der jüngeren Generation ordinierter Evangelisten tatsächlich zutraue, das bsiherige Amt nicht unbedingt als eine Art Rangabzeichen zu sehen.
Abwarten und Tee trinken. :D

Lieblingsmensch
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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#79 Beitrag von Lieblingsmensch » 10.04.2019, 12:21

Der erste Hammer war auch für mich das Absprechen das man aus seinem Amt heraus einen göttlichen Ratschlag gibt. Ich spreche jetzt nicht davon eine Antwort auf die Frage zu geben ob man das grüne oder das rote Auto kaufen soll, sondern nach der getätigten Aussage ist ja auch ein Ratschlag der sich auf Glaubensfragen bezieht eine private Meinung. Folglich sind Familienbesuche obsolet, denn das ist dann ja ein privater Besuch. Tut mir Leid, privat werde ich keine Besuche haben wollen.

Die berechtigte Frage ist auch was macht er mit den Bestandsamtsträgern. Die finden das bestimmt nicht toll und ich erwarte eigentlich das sich das Feld merklich ausdünnen wird. Gut da mögen auch menschliche Erwägungen eine Rolle spielen die da nicht hingehören, aber im Grunde muss sich ein Bestandshirte doch fragen, was braucht es mich in diesem Amt noch. Die Begründung, große Gemeinden haben einen Hirten, andere einen Evangelisten, kleinere einen Priester ist ja wohl an Lächerlichkeit auch kaum zu überbieten gewesen. Meiner Meinung nach hergeholt, eigentlich sollte solch ein Amt doch wohl auf Grund von entsprechenden Fähigkeiten gegeben werden. Aber diese Fähigkeiten verändern sich ja im Laufe der Jahre. Das könnte man anders lösen, siehe weiter unten, daher ist die Begründung Schwachsinn gewesen.
Jedenfalls warum muss ich noch Hirte sein, wenn anderenorts doch ein Priester reicht, diese Frage wird gestellt werden.

Was er im übrigen nicht gesagt hat, aber mindestens zweimal angedeutet hat mit der Bemerkung was macht man mit einem AT wenn die Gemeinde geschlossen wird, ist die Tatsache das es Beauftragungen, Ernennungen nur noch auf Zeit geben wird. Möglicher Weise werden diese dann von jetzt auf gleich beendet.
Witzig wäre es allerdings auch wenn der Apostel sagt, ich ernenne hiermit für das Jahr 2019 Pr. X zum Bischof, 2020 überlegen wir dann mal neu.

Das nächste um das man sich Gedanken machen muss ist warum tut er das? Warum schafft er die Amtsstufen ab. Die Antwort ist einfach, weil er den Laden übernahmereif machen will. Gibts woanders nicht, brauchts also nicht mehr. Soweit ist es also schon.

Tut mir Leid, ich bin damit gar nicht glücklich geworden.

Heinrich

Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#80 Beitrag von Heinrich » 10.04.2019, 14:07

Das nächste um das man sich Gedanken machen muss ist warum tut er das? Die Antwort ist einfach, weil er den Laden übernahmereif machen will. Gibts woanders nicht, brauchts also nicht mehr.
Sehr interessante These, werter Lieblingsmensch.

Nur wer übernimmt?

Und ein anderer Forie schreibt dieses: Es ist offensichtlich, dass JLS den Weg für die Frauenordination ebnet. Werde ich noch eine neuapostolische Nonne erleben, die dann wegen des nicht mehr vorhandenen Bischofs autark agieren kann?

Fragt sich mal wieder Heinrich
Zuletzt geändert von Heinrich am 10.04.2019, 14:16, insgesamt 1-mal geändert.

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