NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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fridolin
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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#101 Beitrag von fridolin » 17.04.2019, 07:44

Das neue Amtsverständnis wird den Niedergang NAK beschleunigen, der seit Jahren nicht mehr übersehen werden kann. Da hilft kein theologisch stimmiger Katechismus, da helfen keine pseudotheologischen Predigten, da hilft keine Reduktion der Ämterhierarchie, keine Trennung von Amt und Organisation.
Wie schon des öfteren zu lesen war hat die NAK eine hauseigene Hochrechnung vor geraumer Zeit erstellt. Ihre Mathematiker sind zu einem Ergebnis für Deutschland gekommen. Wenn der Trend der immer weniger werdenden Mitgliederzahlen konstant bleibt, ist ca. 2045 das präfinale Ende der NAK in Deutschland erreicht. :D

Das Ergebnis spricht eine klare mathematische Sprache. Wenn die NAK Führung es nicht schafft ihren seit Jahren anhaltenden Abwärtstrend zu stoppen und in einem Aufwärtstrend umzuwandeln, werden voraussichtlich 2045 hier im Mutterland derselben, für die NAK die Lichter ausgehen und nur noch einige wenige Mini-Gemeinden bestehen
bleiben. :D

Da die Entwicklung in den anderen europäischen Länder mit Sicherheit ähnlich aussieht
kann dort mit dem gleichem Ergebnis gerechnet werden. :D
Der Trend zur rein afrikanischen Kirche ist wohl nicht mehr aufzuhalten. :D

Die NAK wird es wohl nicht schaffen für sich selbst eine Wiedererweckungsbewegung einzuläuten und den Abwärtstrend der eigenen Mitglieder zu stoppen und in einem Bleibtrend zu verwandeln.
Auch sind des weiteren keine Anzeichen am Horizont zu erkennen, das Eingangstüren der NAK Kirchen wie in früheren Zeiten geschehen von Nichtnaklern geflutet werden
und die auch noch dann bleiben. :D

fridolin
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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#102 Beitrag von fridolin » 17.04.2019, 13:02

Gott hat bisher kein sichtbares Zeichen für die Menschheit, zu Gunsten der NAK gesetzt. :D Das die Menschen durch diese sichtbaren Zeichen aufhorchen würden und endlich wahrnehmen das die NAK sein einziges Erlösungs-und Errettungswerk auf dieser Erde ist :D
Hat er bisher nicht, wird auch nicht kommen. :D

Die Zeugen und die Mormonen erheben den gleichen Anspruch wie die NAK, jeweils das einzige Erlösungswerk Gottes auf dieser Erde zu sein. Die warten auch auf irgendwelche göttliche Zeichen der Bestätigung, das nur ihre Lehre die einzig wahre ist. :D
Bisher kam da auch nichts. :D

Dieser Errettungs-und Erlösungsgedanke hat die NAK über Jahrzehnte überhaupt am Leben gehalten. Es wurde der Wunschtraum von vielen den einzig möglichen Errettungsweg zu gehen, die letzte Seele zu finden. Dann ist endlich Feierabend :D
Der Wunschtraum wurde in vielen Liedern besungen z.B. "Ich weis ein herrlich Land". und "Wo keine Wolke mehr sich türmt".

Wie hat Schneider dazu gesagt: wo keine letzte Seele zu finden ist, ist auch kein letztes Element zu suchen. Damit ist der Wunschtraum des frühzeitigen Feierabends wohl geplatzt. :D Deshalb lautet wohl die neue Strategie der NAK an der Kirche von morgen zu bauen, für die nächsten Generationen. :D

Blackcat
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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#103 Beitrag von Blackcat » 09.05.2019, 07:09

Dann hab ich mir gestern doch mal die Leitgedankensondernummer zum neuen Amtsverständnis zu Gemüte geführt, in der Hoffnung danach etwas schlauer zu sein. Danach war ich schlauer und verwirrter zugleich.
Die Aussage des StAP war, dass die neue Struktur nun einen wahren biblischen und theologischen Befund hätte. Naja. Im wesentlichen wird auf den 5. Glaubensartikel verwiesen, die Bedeutung des Apostelamtes durch sich selbst legitimiert, sogar perpetuiert. Über das jahrhundertealte, biblisch belegte Bischofsamt, nun ein auf Tradition und Helferdienste reduzierter Titularposten, wird kein weiteres Wort verloren. Das empfinde ich nicht nur biblisch und mit Blick auf andere Kirchen - inklusive des Anpsruchs der apostolischen Sukzession der dortigen Bischöfe - schlimm, sondern auch aus meinem eigenen Empfinden, in dem die von mir persönlich erlebten Bischöfe sehr pastoral wirkten, weit mehr als mancher Apostel. Deutlich wird auch, wie das Hirtenamt im Lauf der Jahre nur zur Hierarichiestufe wurde, anstatt wirklich pastorales Wirken auszuzeichnen. Auch letzteres konnte ich übrigens bei manchem Hirten erleben, der diesem Amtstitel gerecht wurde.

Weiterhin empfinde ich bei längerem Nachdenken den Wegfall bestimmter Ämter für mich als Noch-AT ebenso fatal. Gerade mit dem Bischof und teils auch Ältesten entfallen nach meinem Empfinden seelsorgerische Ansprechpartner für die vielen ehrenamtlichen Amtsträger. Wenn man mit Priestern in reiner Leitungsfunktion auf Bezirksebene arbeiten möchte, bleibt für viele Amtsträger vor Ort doch nur noch der Apostel als seelsorgerischer Ansprechpartner, nichtmal mehr dessen Abwärtsdelegation an ein Bezirksamt dürfte funktionieren, schließlich sind Apostel ja mit einer Vielzalh von Gremien und Verwaltungsaufgaben betraut.

Fazit: Das neue Amtsverständnis floppt auf allen Ebenen. Strukturell ändert sich in der obersten Leitungsebene nichts, wo gerade eine Trennung von geistlichem Amt und Leitungsfunktion geboten wäre. Die Abschaffung der Zwischenstufen ist korrekt gedacht - aber eben im jahrzehntelang gewachsenen Fehlverständnis dieser Ämter. Passiert sowas, wenn Geistliches durch Manager anstatt Hirten geregelt wird?
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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#104 Beitrag von Ernsthaft » 09.05.2019, 07:15

Ein Blick nach Sambia sagt alles !

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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#105 Beitrag von Heidewolf » 09.05.2019, 08:11

Blackcat, wie wahr. Die Apostel fühlen sich übergangen. Ein sichtbares Zeichen von Schwäche, ja von Minderwertigkeitskomplexen.

Ich habe mal einen Spruch über Minderwertigkeitskomplexen gelesen:

'Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen erkennt man am besten daran, das sie andere Herabwürdigen. Ganz egal, ob das christlich verbrämt ist oder nicht. Es bleibt das Ergebnis einer gestörten Persönlichkeit.

Ganz grob betrachtet, wäre biblisch:

Apostel: Verkünder des Evangeliums Jesu Christi , (nicht sein eigenes).
Bischof: Helfer des Apostels in einem Bereich/Region (siehe Paulus)
Älteste, Evangelisten, Hirten als Gaben/Dienste für Gemeinden oder Bereiche (Epheser 4, 11)
Propheten: Offenbarer göttlicher Weisheiten


In den alten 'Fragen und Antworten ' war ja auch von Characterämtern die Rede. Das enorme Wachstum in den 80er Jahren hat dann zum Mißbrauch der Ämter für Verwaltungsaufgaben geführt. Begonnen hat aber dieses extreme Hierachiedenken schon bei den englischen Aposteln und bei F. Krebs mit seiner Lehre vom neuen Licht.

Insofern würde ich mich hüten, die Ämterkultur in der NAK als biblisch zu bezeichnen.

StAp Schneider hat es ja selber dann auf den Punkt gebracht, indem er sagte, dass die Amtsordinationen zum Evangelisten und Hirten rein nach der Größe der Gemeinden vorgenommen wurde.

Und, natürlich bestätigen auch Ausnahmen die Regel. :) :) :)
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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#106 Beitrag von Heidewolf » 09.05.2019, 09:11

Die NAK hatte ja mal gute Ansätze wie z. B. 'Führen und Dienen' und die Vision 2010 in Niedersachsen und dann auch in Mitteldeutschland. Leider ist das von den Stockkonservativen plattgemacht worden.
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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#107 Beitrag von Blackcat » 10.05.2019, 06:16

Nach dem Beitrag von Heidewolf, vielleicht noch ein paar weitere Gedanken.

Als Kern:
Horizontal statt vertikal und jeder nach seinen Fähigktein, jeder nach seinen Möglichkeiten.

Heidewolf stellt das mit seinen Vorstellungen der einzelnen Ämter ja dar. Der Hirte ist nicht hierarchisch über dem Evangelisten, beide sind Priester. Qua Amt/Bezeichnung nehmen sie aber andere Aufgaben wahr. In der NAK ist es allerdings so, dass einer ein Amt bekommt und dann alles macht. Ein Priester leitet Gottesdienste, nimmt Handlungen vor, ist der Schwerpunkt der Seelsorge. Muss das so sein? Ich kenne zwei Priester, herzensgute Menschen, wirklich feine Typen, aber eben keine Prediger. Der eine ist ein guter Verwalter, sozial sehr engagiert, aber schlicht kein guter Prediger. Der andere ist ein feiner, empathischer Kumpeltyp - seine Fähigkeit zuzuhören hat beinahe ein therapeuthisches Ausmaß - dem allerdings nicht nur das Talent zur Predigt fehlt, er hat förmlich Angst davor und man leidet regelrecht mit, wenn er einen Gottesdienst halten soll. Beide könnten mit ihren persönlichen Fähigkeiten viel effizienter und fruchtbarer eingesetzt werden, würde man sie vom Predigtdienst befreien.
Ähnlich ist es auch um Diakone bestellt. Sie sollen in der Amtsdefinition des Evangelium verkünden. Gleichzeitig sind sie aber auch oft Seelsorger, Jugendleiter, Chauffeure, Meßner, Hausmeister. Auch hier könnte man Aufgaben gemäß der Fähigkeiten und des Wollens verteilen. Wer sich zur Predigt berufen fühlt, dem soll Zeit gegeben werden, sich ordentlich vorzubereiten. Wer gerne in der Seelsorge tätig ist, soll Zeit und Werkzeug dazu bekommen. Sicher gibt es welche, die gerne diakonischen Dienst an Alten und Kranken zum Schwerpunkt hätten. Meßner- und Hausmeisterdienste lassen sich auch jenseits vom Amt verteilen. Dazu braucht es allerdings ein paar Dinge: Möglichkeit echter Partizipation, wirkliche Freiwilligkeit, das Gefühl der Verantwortung und schlichtweg "Bock". In der NAK wird das allerdings darunter begraben, dass jeder der oben genannten alles immer machen soll, verknüpft mit dem Gedanken an "Segen" und Seelenheil, anstatt Verantwortung und Freiwilligkeit, eingebettet in eine Top down-Struktur, in der oft nicht einmal Sinn und Zweck erklärt wird.

Auch deshalb ist die Amtsstruktur ein Papiertiger. Pseudoverschlankung der Struktur ohne Aufgabendefinition mit Anforderung an Fähigkeiten des Einzelnen. Man tut auf Managementkonzept, das letztlich nur ein organisationstheoretischer Horror ist. Gebündelt wird der Irrsinn in der Funktion des BezAP, der gleichzeitig oberster Dienstherr, oberster Verwalter, oberster Seelsorger, oberster Geistlicher und oberster Theologe seiner Gebietskirche ist.
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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#108 Beitrag von Tina » 10.05.2019, 07:34

Ich habe schon an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass das neue Amtsverständnis nicht den Anspruch erhebt biblisch begründbar zu sein.
Die Ausführungen von Blackcat und Heidewolf kann ich nur unterstreichen.

Aus dem Ruhrpott grüßt

Tina
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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#109 Beitrag von Heidewolf » 10.05.2019, 10:59

Bei der Vorstellung des neuen Amtsverständnisses klang ziemlich deutlich durch.

Es werden durch die Reduktion der Gemeinden und Bezirke weniger Leitungsfunktionen gebraucht. Bisher gab es da ja dann bis zur Inruhesetzung etliche Doppelbesetzungen. Kann schon sein, dass das dann auch zu Minderwertigkeitsgefühlen bei den Zurückgesetzten geführt hat. Denn auch die Geschwister haben dann ein Problem. Selbst wenn es kollegial abläuft, einer ist dann mit einmal die Nr.2. Da ist es schon besser, wenn einer das Staffelholz weitergibt. Das ist bei Beauftragung leichter möglich. Ist ja auch schon wegen der Belastung der Wunsch vieler Brüder gewesen.

Ein Affront an ordinierte Ämter hat Schneider sich aber geleistet, indem er sagte, dass ein Hirte nach 10 oder 20 Jahren wahrscheinlich nicht mehr die Gabe eines Hirten hat. Was soll das heißen? Ist er durch Orga-Aufgaben verbraucht? Macht also kirchliche Arbeit irgendwie stumpfsinnig oder so? Da ist es ja mit dem HG nicht so weit her! Oder will er durch die Blume sagen: Der hatte ja nie die Hirtengabe.

Es sieht so aus, als ob nicht biblische Erfordernisse ein neues Amtsverständnis hervorgerufen hat, sonder schlicht und einfach die Schrumpfung der Kirche.
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Re: NAK: überarbeitetes Amtsverständnis demnächst?

#110 Beitrag von fridolin » 10.05.2019, 11:11

@Heidewolf
Ein Affront an ordinierte Ämter hat Schneider sich aber geleistet, indem er sagte, dass ein Hirte nach 10 oder 20 Jahren wahrscheinlich nicht mehr die Gabe eines Hirten hat. Was soll das heißen? Ist er durch Orga-Aufgaben verbraucht? Macht also kirchliche Arbeit irgendwie stumpfsinnig oder so? Da ist es ja mit dem HG nicht so weit her! Oder will er durch die Blume sagen: Der hatte ja nie die Hirtengabe.

Es sieht so aus, als ob nicht biblische Erfordernisse ein neues Amtsverständnis hervorgerufen hat, sonder schlicht und einfach die Schrumpfung der Kirche.
Das gleiche habe ich auch gedacht. Was erzählt der den da jetzt für einen Quatsch.
Unter uns gesagt, damit hat er den Brüdern einen richtig vor dem Koffer gehauen. :D

Da es eine Aufzeichnung war, hätte der komische Satz vor der Ausstrahlung heraus geschnitten werden können. Vielleicht hatte auch keiner von den Technikern den Mumm dazu gehabt, Schneider per Videoschnitt zu korrigieren. :D

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