Blick nach vorn oder rückwärtsgewandt? - Der Teufel im PKW

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Bezirks-Elster
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Blick nach vorn oder rückwärtsgewandt? - Der Teufel im PKW

#1 Beitrag von Bezirks-Elster » 05.08.2017, 23:23

Moin ihr Lieben,

auch wenn ich mich wieder mal als UF-Leser oute, möchte ich euch an meinen Überlegungen teilhaben lassen. Vielleicht können auch paar pro-NAK-Fories mein Bild etwas revidieren und mich aus der Sackgasse rausholen, in die ich mich beim Lesen reinmanövriert habe...

In der UF 14/2017 geht es um den Besuch des Stap in Südostasien, namentlich auf der Insel Negros auf den Philippinen. Es wird der philippinische Apostel Domingo Diagbel vorgestellt der im Mai in den Ruhestand ging.

Er schreibt in einem Apostelbrief über seine Arbeit auf der Insel, er stellt sich die Frage, welcher Lebensstil die besten Vorraussetzungen für ein gedeihliches Glaubensleben bietet. Er zitiert einen kanadischen Bischof, der sagte: "Wenn Straßen gebaut werden, kommt der Teufel im ersten Wagen angerollt."
Das Sehnen der Seele sei dort ungemein größer, wo keine Ablenkung sei.

Etwas traurig schaut er darauf, dass viele junge Menschen die Gegend verlassen und in größere Städte oder gar ins Ausland gingen. Sie kämpften dort mit Versuchungen, die es zu Hause nicht gäbe. Und niemand hätte sie auf diese Versuchung vorbereitet.

Auch im Interview mit ihm beschleicht mich ein komisches Gefühl.
F: "Hat man als Apostel noch die Zeit, außerkirchliche Kontakte und Interessen zu pflegen?" - A:"Ich pflege gute Beziehungen zu meinen Nachbarn. Für anderes außer Kirche, Familie und meine Landwirtschaft bleibt keine Zeit(....)"
oder
F: "Wenn Sie an die Entwicklung in Ihrem Land denken, wie sehen Sie da die Zukunft der Kirche? Worauf muss sich die Kirche einstellen und wo liegen ihre Möglichkeiten, öffentlich wahrgenommen zu werden?" - A: "Diese Fragen stellen sich für Gemeinden in städtisch geprägten Gegenden anders als auf dem Land. Doch es stimmt, unsere Kirche muss mit der gesellschaftlichen Entwicklung Schritt halten, um gesunde Strukturen in den Gemeinden erhalten zu können. Die Antworten auf gesellschaftliche Veränderungen sind aber von Ort zu Ort verschieden."

Man, da sprüht er ja vor Ideenreichtum und klarer Prägnanz!
Ich habe mir den Satz "Doch es stimmt, unsere Kirche muss mit der gesellschaftlichen Entwicklung (sic!) Schritt halten, um gesunde Strukturen in den Gemeinden erhalten zu können." fünfmal durchgelesen.
Es scheint OK zu sein, dass der Teufel kontrolliert die erste Testfahrt auf dem Asphalt absolviert?

Ganz anders liest sich die Hinführung zum Thema Negros / Philippinen auf S. 6 der UF.
Dort wird beschrieben, dass die kleine Insel über 50 Universitäten und Fachhochchulen beherbergt. Grundstein dafür seien die sieben Nonnen, den "Schwestern vom hl. Paulus von Chartres", die 1904 auf die Insel kamen und sich die Schulbildung von Mädchen auf die Fahne geschrieben haben. Auf der von ihnen gegründeten Uni studieren heute 3000 Studentinnen und Studenten.

Wie unterschiedlich lesen sich die Berichte. Eine Insel - zwei Glaubensrichtungen - zwei Weltbilder.

Vielleicht gibts ja an der St. Pauls University Dumagete Studiengänge wie "Straßenbau" oder "Versuchungs-vorbereitung" ...... ? 8)
"Liebe Geschwister, `im Natürlichen` gibt es den Bewehrungsstahl ....."
Co-Predigt zum Thema "Bewährung" in einer deutschen Landeshauptstadt im Jahr 2015

fridolin
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Re: Blick nach vorn oder rückwärtsgewandt? - Der Teufel im P

#2 Beitrag von fridolin » 06.08.2017, 11:55

Er zitiert einen kanadischen Bischof, der sagte: "Wenn Straßen gebaut werden, kommt der Teufel im ersten Wagen angerollt."
Ein bisschen zu viel Naivität. :D
Diese Fragen stellen sich für Gemeinden in städtisch geprägten Gegenden anders als auf dem Land. Doch es stimmt, unsere Kirche muss mit der gesellschaftlichen Entwicklung Schritt halten, um gesunde Strukturen in den Gemeinden erhalten zu können. Die Antworten auf gesellschaftliche Veränderungen sind aber von Ort zu Ort verschieden."
Christi Lehre in der gleichen Kirche unterschiedlich ausgelegt. Da ein bisschen mehr konservativ, dort ein bisschen weniger, weil der Bildungsstand höher.
Gesunde Strukturen sind dann jeweils in unterschiedlich tickenden Gemeinden gegeben, Halleluja. :D :D

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Hermine Breithaupt
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Re: Blick nach vorn oder rückwärtsgewandt? - Der Teufel im P

#3 Beitrag von Hermine Breithaupt » 06.08.2017, 21:42

Bezirks-Elster hat geschrieben:Vielleicht gibts ja an der St. Pauls University Dumagete Studiengänge wie "Straßenbau" oder "Versuchungs-vorbereitung" ...... ? 8)
:mrgreen: (ein guter Freund von mir würde dazu jetzt sagen: "...mit angrenzender Sicherheitswahrscheinlichkeit...")

Liebe Elster, ich muss gestehen, ich habe der UF noch nie so rechte Beachtung geschenkt und wir haben sie seit Jahren nicht mehr abonniert. Interessant ist dein Bericht aber schon. Mich wundert allerdings nicht, dass katholische Nonnen mehr fürs Allgemeinwohl und für die Bildung von Menschen auf die Beine zu stellen in der Lage sind, als die Führungsclique der NAK. Und mich wundert auch nicht, dass beides nebeneinander brav und ein bischen naiv in der UF berichtet wird.

Ich sage jetzt mal ganz lapidar: Wenn in der Vergangenheit fromme Frauen (Nonnen), weitgehend befreit von irgendeinem systemimmanenten Machtgerangel, sich um Bildung (für Mädchen) gekümmert haben, dann ist meistens etwas Gescheites dabei heraus gekommen.

Was aber soll dabei herauskommen, wenn sich einer äußert, der sich über Jahre innerhalb des Hierarchie-Systems der NAK bis auf einen der oberen Plätze der Karriereleiter hochgedienert hat? Da ist nicht mehr viel Intellekt übrig, der sich in Vernunft oder Weisheit oder gar beidem äußern könnte. Der Verstand bleibt im System auf der Strecke.

Die NAK ist eine Männerdomäne, wo Frauen höchstens für Rollen unterhalb der untersten Karierestufe zugelassen werden. Außerdem wird ein Großteil der Energie der männlichen Hauptakteure auf Machtgerangel, Ehre, Eitelkeiten, Geldverschiebung und -beschaffung ver(sch)wendet - wobei man hier und da sicherlich auch einige wenige Idealisten antrifft, die "den Nächsten lieben wie sich selbst" und sich um dessen Wohl und Wehe bekümmern und sorgen und bestrebt sind, im Sinn Christi und des Evangeliums zu handeln.

Jedoch, so etwas wie ein Streben nach Allgemeinbildung für alle Mitmenschen, wie es die Nonnen gezeigt haben, wird man in dem System NAK nicht finden. Geld und die Macht darüber ist nur einem kleinen inneren Kreis zugänglich. Schon Spenden und Wohltätigkeit ist ein heikles Thema und findet kaum statt, obwohl man ein Organ wie "NAK Karitativ" installiert hat. Hauptsächlich wird sich wohl selbst gespendet, nehme ich an. Nicht umsonst gab es vor Jahren schon beim Vorlesen vom Altar einen Freudschen Versprecher, als es um Aktionen von NAK Karitativ ging. Da wurde aus NAK Karitativ mal eben "NAK Karikativ".

:wink:

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Bezirks-Elster
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Re: Blick nach vorn oder rückwärtsgewandt? - Der Teufel im P

#4 Beitrag von Bezirks-Elster » 07.08.2017, 15:32

fridolin hat geschrieben:Ein bisschen zu viel Naivität. :D
OK, er hatte es im nächsten Satz etwas relativiert, konnte sogar was Gutes an neuen Straßen abgewinnen. Aber der dunkle Schatten über dem Fortschrittsdenken war klar erkennbar.
fridolin hat geschrieben:Gesunde Strukturen sind dann jeweils in unterschiedlich tickenden Gemeinden gegeben, Halleluja. :D :D
So kann man es auch sehen.
"Doch es stimmt, unsere Kirche muss mit der gesellschaftlichen Entwicklung Schritt halten, um gesunde Strukturen in den Gemeinden erhalten zu können."
Liest sich für mich: Nur wenn wir mit den "Weltmenschen" um uns Schritt halten und den Abstand zu ihnen nicht zu groß werden lassen, haben wir auch gesunde Strukturen in den Gemeinden. Würden wir zu sehr unsere eigene Suppe kochen, alles neue verteufeln, unsere jungen Menschen hierlassen anstatt ihrem Drängen in die fremde, weite Welt nachzugeben, hätten wir krankmachende Strukturen.
Vielleicht lese ich das auch zu kritisch?

Irgendwie stand in dem Artikel über die Nonnen nix, dass sie was "mussten". Es las sich auch so, dass sie mit der gesellschaftlichen Entwicklung nicht nur Schritt halten mussten, sondern, dass sie selbst sich einen guten Wert überlegt haben, und einen Mehrwert auf die Insel gebracht haben.

Liebe Hermine, auch wenn ich sehr kritisch bin, habe ich den Fokus nicht so sehr auf das Thema Geld und Macht bei dem Männerclub NAK. Im Grunde ist die römische Fraktion ja auch ein Männerclub.
Ob sich der philippinische Apostel hochgedienert hat, weiss ich auch nicht. Ich nehme mal das positive an und sage, er hatte gute pastorale Eigenschaften und wurde deswegen damals von Urwyler als einheimer Apostel ausgesondert.

Das interessante ist, dass dieser NAK-Stall-Geruch, um es mal etwas locker zu nennen, unabhängig von der Erdkugel zu riechen ist. Ich erinnere mich an unsere Nachbargemeinde. Sie liegt trotzdem dass sie eine Kreisstadt ist, in einer einigermaßen strukturschwachen Region. Der Sohn des Vorstehers dort hatte eine Zeitlang keinen Ausbildungsplatz gefunden. Er wollte gern in eine andere Region ziehen, entsprechende ANgebote hatte er. Aber seine Eltern klammerten und bedrängten ihn (aus meiner Wahrnehmung) - "Wer soll hier die Gemeinde mit Leben füllen, wenn die Jugend wegzieht?". Ich kann diese Gedanken auch gut verstehen. Aber für den Burschen wäre es wirklich besser, mal rauszukommen. Gute berufliche Chancen zu ergreifen. Mal nicht nur der "Vorstehersohn" mit der Vorbilderwartung zu sein. Er kann ja gern nach 6...7 Jahren wieder zurück in die Heimat kommen......
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Martha
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Re: Blick nach vorn oder rückwärtsgewandt? - Der Teufel im P

#5 Beitrag von Martha » 08.08.2017, 07:53

Hallo Bezirks-Elster!

Gesunde Strukturen? Das ist doch mehr als ein Witz.
Wenn ein BÄ 4.000 Gemeindemitglieder betreuen muss und den ganzen Tag arbeitet, 1-1,5 Stunden fahren muss um die Gemeinden zu betreuen, dann ist das nicht gesund, sondern das macht krank. Ebenfalls sind die Gemeinden doch krank. Seelsorge ist nicht möglich. Die BÄ kennen im Grunde genommen noch nicht einmal die Vorsteher der Gemeinde richtig.Ich verstehe nicht, dass da noch welche "Ja" zu sagen.
Für mich ist das Ausbeutung! Hier arbeitet eine Kirche fast nur mit ehrenamtlichen Mitarbeiter die weder Schulung noch irgend etwas dafür bekommen.

Ich war auch so ein "Vorsteherkind" welches unbedingt im Ort wohnen bleiben musste. Ein Bischof hatte dies befohlen und somit hatte ich keine andere Wahl.
Heute gibt es in dem Ort schon lange keine Gemeinde mehr.....

Es wurde nie gefragt was Gott will!!!

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Bezirks-Elster
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Re: Blick nach vorn oder rückwärtsgewandt? - Der Teufel im P

#6 Beitrag von Bezirks-Elster » 08.08.2017, 10:08

Hallo Martha,
du hast es also auch hautnah erlebt..... Ja, ich frag mich manchmal, was es damals (15...20 Jahre zurück) für eine Zeit gewesen sein muss, wo auch ich vieles gemacht habe, wo ich mich heute an den Kopf fasse....

Ich weiss jetzt nicht wie du auf den BÄ kommst ? !
Aber so ein BÄ muss ja nicht 4.000 Geschwister betreuen. Nach dem NAK-Baum-Prinzip kommen ja nach den Blättern die Zweige, dann die Äste, usw.... d.h. ein Geschwist hat seinen Priester, den Vorsteher. Nur wenn ein Lämmchen mal ganz schwarze Wolle hat - oder zwei weisse Schäfchen 50 Jahre verheiratet sind - , muss der BÄ mal ran. :wink:

Nee, was mich in dem Bericht irritiert hat, ist, dass der phillipinische Apostel aus meiner Sicht ein Loblied auf die Isolation und rückwärtsgerichtetes Denken singt, und dann in dem Satz sagt, dass wir den Anschluss an die gesellschaftliche ENtwicklung nicht verpassen sollten, damit es in den Gemeinden gesund (und nicht krank) zugeht.
So lese ich das und das finde ich irgendwie krass.

Ich übertreibe mal und bin ganz böse: "Willst du maximale Gesundheit, orientiere dich an der gesellschaftlichen Norm und entsage dem NAK-Hokuspokus." :evil:
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fridolin
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Re: Blick nach vorn oder rückwärtsgewandt? - Der Teufel im P

#7 Beitrag von fridolin » 08.08.2017, 12:46

Ich übertreibe mal und bin ganz böse: "Willst du maximale Gesundheit, orientiere dich an der gesellschaftlichen Norm und entsage dem NAK-Hokuspokus." :evil:
Du hast nicht ganz unrecht. :D

shalom
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Re: Blick nach vorn oder rückwärtsgewandt? - Der Teufel im P

#8 Beitrag von shalom » 09.08.2017, 12:05

[urlex=http://forum.glaubensforum24.de/viewtopic.php?f=19&t=3862][ :arrow: Bezirks-Elster / „Blick nach vorn oder rückwärtsgewandt? - Der Teufel im PKW (05.08.2017) hat geschrieben:[/urlex]"]

Moin ihr Lieben,

auch wenn ich mich wieder mal als UF-Leser oute, möchte ich euch an meinen Überlegungen teilhaben lassen. Vielleicht können auch paar pro-NAK-Fories mein Bild etwas revidieren und mich aus der Sackgasse rausholen, in die ich mich beim Lesen reinmanövriert habe...

In der UF 14/2017 geht es um den Besuch des Stap in Südostasien, namentlich auf der Insel Negros auf den Philippinen. Es wird der philippinische Apostel Domingo Diagbel vorgestellt der im Mai in den Ruhestand ging.

Er schreibt in einem Apostelbrief über seine Arbeit auf der Insel, er stellt sich die Frage, welcher Lebensstil die besten Vorraussetzungen für ein gedeihliches Glaubensleben bietet. Er zitiert einen kanadischen Bischof, der sagte: "Wenn Straßen gebaut werden, kommt der Teufel im ersten Wagen angerollt."

…A: "…Doch es stimmt, unsere Kirche muss mit der gesellschaftlichen Entwicklung Schritt halten, um gesunde Strukturen in den Gemeinden erhalten zu können. Die Antworten auf gesellschaftliche Veränderungen sind aber von Ort zu Ort verschieden."
[urlex=http://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/tid-21578/zum-weltfrauentag-meilensteine-der-frauenemanzipation-in-deutschland-die-erste-frau-mit-fuehrerschein_aid_605620.html][ :arrow: focus.de (abgerufen am 07.08.2017)][/urlex] hat geschrieben: Die erste Frau mit Führerschein

Die erste Überlandfahrt der Automobilgeschichte unternahm eine Frau, Bertha Benz, die ihre Söhne 1888 auf das Auto lud, das ihr Mann Carl drei Jahre zuvor erfunden hatte. Sie fuhr mit ihnen von Mannheim nach Pforzheim, angeblich ohne Wissen des Mannes. Eine Fahrerlaubnis besaß aber nur ihr Mann Carl – den ersten Führerschein überhaupt, handschriftlich ausgestellt am 1. August 1888, beschränkt auf wenige Ausfahrten in einige Gemeinden im Mannheimer Raum mit seinem Patent-Motorwagen.
Moin moin,

die profanierte Immobilmachung von Gotteshäusern durch das €päische „Apostelat“ setzt auf funktionierende Straßennetze (na-amtliche Automobilmachung). Sein Fuhrpark ist nicht von schlechten Glaubenseltern. Das „Apostelat“ ist aber auch auf Luftstraßen pausenlos unterwegs. Dem CO2-Alibibäumchen des Jetsetgipfels im nakiclanischen Garten von Zürich sei’s gedankt. Was sind das für „Autobilder“ (Selbstbilder /Selfies) von wem und für wen auch immer.

Doch Straßen sind keine neue Erfindung. Bauunternehmer verdienen daran und sogar Brücken mit Brückenheiligen werden gebaut. Auch von früher gibt es Straßenberichte z.B. von der Via Dolorosa oder auch von der Straße nach Jericho. Und ein Blick in die Bibel zeigt viele Episoden von Straßen mit Wagen oder gar Streitwagen. UF berichtete von einem Apostelmassenunfall in Afrika mit toten Aposteln auf der Straße (umgekippter LKW) und auch Selbstjustizapostel Dr. Wend kam mit einem Kratzer davon, während sein Begleiter Ap. Mendy es mit seinem Leben bezahlen musste, als ihr Wagen vom rechten Weg abgekommen war.

Derweil wirbt die NaK-Storck (sein SBW) bei Gehülfinnen für den Erwerb des Haushaltsführerscheins (die Spardöschen in den Küchenschränken haben es in sich). Und die Feinglaubbelastung lässt in Stuttgart den Atem stocken, wie sich Schwiegersöhnchenapostel Ehrich als Autokrat in Szene wirft.

Nach dem Gottesurteil („Deadline“) für den Geisterfahrer Stp. Bischoff lässt die na-amtliche Autopsie in der Nakalogie (Gerüchtsmedizin) offen, welcher Teufel da seine Hand am Steuer hatte. Doch nicht nur auf der Glaubensüberholspur wird wie der Teufel gefahren, auch auf Wasserstraßen geht es rund.

Der kanadische Häuptling Latorcai vom Stamm Apostel hat seinen Bischof als Missionarr sicher nicht per pedes querfeldein auf die Philippinen zu den Philippern geschickt. Was wäre der Nakolizismus auf dem amerikanischen Kontinent ohne die Panamerikana. Und Latorcais Nachfolger im Amt, Dap. Woll lädt zur:

CARIBBEAN FELLOWSHIP CRUISE - MAY 5, 2018
Dear brothers and sisters,

My wife and I are looking forward to joining you for a one-week Caribbean cruise next spring!

Shepherd Dan Bechtold has reserved a block of rooms on board the Carnival Glory for New Apostolic Church Canada and USA Seniors, like yourself. We will have two divine services during our cruise - one on Sunday morning and one on Thursday evening (Ascension Day). In addition to guided tours, we can self-organize fellowships throughout the week.

All reservations are being handled solely by Eventus Inc., and not by the New Apostolic Church. A deposit is required by August 30, 2017 in order to hold your reservation.

Deadline: Call Kim Bowen at 1-800-891-9461, ext. 101 by August 30, 2017!

Sincerely,
Mark Woll


Es ist wohl doll, Piraten der Nakribik bei ihrer apostelendzeitgemäßen Art der gottwohlgefälligen Brautzubereitung mit „Deadline“ zu begleiten.

Eine Orientierungshilfe („Wegweisung“) bietet die Showkirchenwerbeindustrie mit ihren Monatsplakaten (August Prolle).

Und anders als der o.a. UF-Offline-Glaubensartikel suggerieren mag, befinden sich die Standorte der BaVianer beiamtskörperleibe nicht im unerreichbaren Niemandsland, nicht in unerreichbarer Einöde sondern eher in straßenverkehrsmäßig bestens erschlossenen Hauptstädten. Z.B.:

- Kullrichstraße 1 Dortmund
- Curschmannstraße 25 Hamburg
- Heinestraße 29 Stuttgart
- Überlandstrasse 243 Zürich
Ein Bild was jeder kennt, wer bei großen Gottesdiensten als erster im Wagen von der Straße auf den reservierten Parkplatz gerollt kommt :mrgreen: .

Aber auch die Reiselust der „fußvolkenden“ Nakoliken ist nicht von schlechten Glaubenseltern. Ämtertourismus hat Hochkonjunktur. Von Israelreisen sowie Islandreisen (Krauses Fernstraßen) bekommt kein Amt geNuuk.

shalom wünschte allseits gute Fahrt (man muss nicht immer selber fahren, während man auch gut mal einen fahren lassen kann)... .

shalom
Beiträge: 4295
Registriert: 11.12.2007, 16:41

Re: Blick nach vorn oder rückwärtsgewandt? - Der Teufel im P

#9 Beitrag von shalom » 11.08.2017, 12:17

[urlex=http://nac.today/de/158039/503388][ :arrow: nac.yesterday / Glaubensklatschpater Johanning ][/urlex] hat geschrieben:
Kongo, Land der Träume (10.08.2017)
Schon mal im Kongo gewesen? … Das Reise-Tagebuch von Kirchensprecher Peter Johanning in drei Teilen.

Frankfurt, 21:30 Uhr, Mittwoch, der 13. Juli 2017: Der Airbus hebt ab in Richtung Johannesburg/Südafrika. Neben mir sitzt Stammapostel Jean-Luc Schneider. Er ist guter Dinge und freut sich auf den Kongo. „Was ist das Besondere am Kongo?“, frage ich ihn. „Die Menschen“, antwortet er sofort und während meines Aufenthalts dort werde ich verstehen, was er meint.

…Dreckige Straßen, kleine Holz- und Wellblechhütten, viele Menschen auf den Straßen – es wimmelt und hüllt sich ein in eine staubige Nebelwand aus Sand und Kupferstaub… .

Unser Gastgeber, Bezirksapostel Tshitshi Tshisekedi, ist selbst gekommen. Klar, Stammapostel Jean-Luc Schneider ist nicht nur für ihn eine VIP, eine hochgestellte Persönlichkeit. Er hat den Besuch des Kirchenpräsidenten bei der Regierung angemeldet. Das ist Pflicht. Zwei Polizeimotoräder sind abgestellt worden, die uns zum Hotel eskortieren. Was gut ist, denn sonst hätte die Fahrt durch die turbulenten Straßen Stunden gebraucht… .

Noch am selben Abend gibt es eine kleine große Überraschung. Der Bezirksapostel hat eine Poolparty der besonderen Art organisiert: Im Innenhof eines in der Stadt gelegenen Hotels stehen alle Apostel und Bischöfe des Landes mit ihren Frauen – und das sind viele! Ein Chor singt bewegende, mitreißende, vor allem traditionelle Lieder. Ich bin begeistert!

Werter Glaubenshofberichterstatter, lieber Jetsetstapst und all ihr Fassadenhöflinge 8),

wer kennt nicht die Geschichten von den armseligen Gotteshäusern der Nakoliken in Afrika, wo sogar auf die Wellblechdächer aus dem Gotteshauptquartier 5 Jahre zu warten ist, weil so viele neue Gemeinden gegründet werden (Mma Ramotswe berichtete). Kein Wunder, dass der VIP-Stapst und dessen mitreisender Glaubenshofberichtserstatter mit Hilfe einer Polizeimotorradeskorte – (aufgemerkt! Die Pflicht, die Ankunft bei der Regierung angemeldet zu haben gilt nur für echte VIPs und nicht für die vielen x-beliebigen Touristen) - durch die Straßen der Wellblechareale gelotst wurden, um pünktlich zur Poolparty ins standesgemäße Hotel zu gelangen (die vielen neukongolesischen Pool-Amtskörper mitsamt ihren Gehülfinnen sollten nicht über Gebühr warten).

Wenn Straßen gebaut werden, kommt der Teufel im ersten Wagen angerollt(Ap. Domingo Diagbe gem. Bezirks-Elster auf gf24).

Da viele Kongo-Kirchen der Nakoliken leider keinen Pool haben, musste für das event halt lediglich auf ein geeignetes Hotel ausgewichen werden und das gut entwickelte Straßennetz machte die Anreise für alle Apostel, Bischöfe und Gehülfinnen selbst aus der hintersten Wellblechgemeinde im Kongo möglich. Ohne Straßenbau geht bei den Nakoliken nichts.

Pater Johannings Missionsbericht erinnert mich ein bisschen an die Moon-Sekte, wo auch mit Poolevents Schlagzeilen kreiert wurden. Eine dolle Art der neukongolesischen Brautzubereitung.

Evtl. eher etwas für Fool-Partys.

s.

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