Apostolat - der Kompass der NAK

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Epheser
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Re: Apostolat - der Kompass der NAK

#51 Beitrag von Epheser » 27.03.2017, 21:20

Unter missionarisch bzw. evangelistisch verstehe ich zunächst natürlich ein Leben mit Jesus, mit dem Evangelium.
Mit anderen Worten: nicht am Sonntagmorgen und am Mittwochabend die fromme Maske aufsetzen und die christliche Fassade ein wenig aufpolieren, sondern ein authentisches/glaubwürdiges Leben als Nachfolger Jesu führen, und zwar so, dass man selbst immer weniger wahrgenommen wird und dafür Jesus immer mehr aus allen Knopflöchern blitzt!
Aber in der NAK scheint das Leben irgendwie losgelöst vom Glauben zu sein. Warum sonst wünscht man z.B. einem Konfirmanden oder Geburtstagsjubilar alles Gute für den weiteren Glaubens- und Lebensweg?

Dazu kommt selbstverständlich, dass man anderen Menschen jederzeit Auskunft über seinen Glauben geben kann. Dass man nach Wegen sucht, seinen Glauben so zu leben, dass er ansteckend wirkt. Dass man anderen eine Begegnung mit dem Evangelium von Jesus Christus ermöglicht. Dass man die gute Botschaft so in Worte fasst, dass sie Menschen in der heutigen Zeit erreicht und begeistert - und das vor allem gerade auch außerhalb jeglicher Kirchenmauern!
Aber da stoßen wir ja schon auf die nächsten Probleme: Wer kann denn heute noch die gute Botschaft/das Evangelium erklären/beschreiben? Sind wir sprachfähig über unseren Glauben? - Ich meine nicht den Glauben an das Apostelamt! - Wie erreichen wir denn Menschen außerhalb unserer Kirche? Wo sich unser soziales Umfeld fast 100%ig innerhalb der NAK befindet? Wo wir uns doch jahrhundertelang erfolgreich von der "Welt" abgeschottet haben? Wo uns immer eingetrichtert wurde, dass man mit "bösen Buben" nichts zu tun hat!
Aber die "bösen Buben" sind bei Mission/Evangelisation nun mal unsere Zielgruppe!
Natürlich kann ich an Haustüren klingeln und den Leuten ungefragt und unaufgefordert Dinge erzählen, die sie nicht hören wollen.
Aber ich kann mich auch mit ihnen in der Kneipe um die Ecke treffen und über Gott und die Welt reden.
Jesus hat sich auch mit Betrügern, Prostituierten und anderen skandalösen Personen an einen Tisch gesetzt und gegessen. In Lukas 7 können wir sogar lesen, dass ER deren Freund war.....
Wir sollten Beziehung und Vertrauen zur Zielgruppe aufbauen!
:D
"Die Kirche ist die einzige Organisation, die für diejenigen existiert, die nicht ihre Mitglieder sind."
William Temple (Erzbischof von Canterbury von 1942-1944)

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Bezirks-Elster
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Re: Apostolat - der Kompass der NAK

#52 Beitrag von Bezirks-Elster » 27.03.2017, 22:13

Epheser hat geschrieben:........ Dass man die gute Botschaft so in Worte fasst, dass sie Menschen in der heutigen Zeit erreicht und begeistert - und das vor allem gerade auch außerhalb jeglicher Kirchenmauern!
Aber da stoßen wir ja schon auf die nächsten Probleme: Wer kann denn heute noch die gute Botschaft/das Evangelium erklären/beschreiben? Sind wir sprachfähig über unseren Glauben? - Ich meine nicht den Glauben an das Apostelamt! - Wie erreichen wir denn Menschen außerhalb unserer Kirche? Wo sich unser soziales Umfeld fast 100%ig innerhalb der NAK befindet? ........
:D
Ach, da poppt ein Ereignis in mir wieder hoch, welches mich damals sehr erschüttert hat und welches mir jeglichen Mut für eine gute Entwickung innerhalb der NAK genommen hat.
Ein Vorsteher einer Nachbargemeinde, ein Leuchtturm für mich. Und er gab auf. Ich könnte heulen...
„Unsere Gesellschaft hat sich verändert. Junge Leute und Mittelalter verlassen die Kirchen; wir sind von Menschen umgeben, die häufig ohne Gott leben und daher unsere Glaubenssprache und -praxis nicht verstehen. Ich halte es daher für wichtig, dass wir unseren Glauben heute nach innen und außen anders leben als noch vor 10 oder 20 Jahren. Meine Jahre unter euch sind ein einziges Werben für diese Sache.“
http://nak-aussteiger2010.beepworld.de/ ... endorf.htm
"Liebe Geschwister, `im Natürlichen` gibt es den Bewehrungsstahl ....."
Co-Predigt zum Thema "Bewährung" in einer deutschen Landeshauptstadt im Jahr 2015

Boris
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Re: Apostolat - der Kompass der NAK

#53 Beitrag von Boris » 28.03.2017, 11:14

glasperle hat geschrieben:... dem Stammapostel gegenüber ist keine Kritik erlaubt, seine Autorität ist gleichsam der unmittelbaren Begegnung der Gläubigen mit Gott davorgestellt;
die Neuapostolische Kirche schreibt keine theologische oder biblische Ausbildung für ihre Amtsträger vor, sie werden vom Stammapostel berufen und ernennen selbst weitere Amtsträger; sie gelten bloß Kraft ihres Amtes als "authentische" Bibelexegeten;
auf Grund ihres Selbstverständnisses zeigt die Neuapostolische Kirche kein ernsthaftes Interesse an der ökumenischen Zusammenarbeit.
So würde ich es bestätigen.
Es wurde behauptet, dass der Heilige Geist durch das Apostelamt wirkt und so alles nötige Wissen durch die Apostel empfangen wird. ... :roll:
Das ist für alle Beteiligten irgendwie eine praktische und bequeme Sache.
Wieviel Heiliger Geist nun tatsächlich durch diese neuapostolischen Apostel wirkt, kann und konnte man hinlänglich erleben.

Ironie:
Aber wahrscheinlich hat Gott an der Stelle auch seinen Plan geändert? :wink:

LG Boris
Wenn ich mich selbst wirklich kenne, kenne ich auch meine Mitmenschen. Wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch andere lieben.

Boris
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Re: Apostolat - der Kompass der NAK

#54 Beitrag von Boris » 02.04.2017, 13:26

Zitat von glasperle aus einem Nachbarthread:

"Das Problem mit Amtsträgern, die den heiligen Geist nicht wirken lassen wollen, hat, glaube ich, jede Gemeinschaft. Kein Wunder! Der heilige Geist ist ein gewaltiger Unruhestifter. Wenn der heilige Geist wirkt, bleibt kein Stein auf dem anderen.
Manchmal ist hier ein besonnener Amtsträger ein Segen.
Es wäre natürlich begrüßenswert wenn jener Amtsträger die gabe der Unterscheidung der Geister hätte.
Es gibt nämlich auch verrückte, die sich plötzlich sicher sind die Gabe der Weisheit oder die Gabe der prophetie zu haben."
Zitat Ende


Das scheint mir der springende Punkt zu sein.
Auf NAK bezogen, speziell der letzte Satz ...,

meint Boris
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Heidewolf
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Re: Apostolat - der Kompass der NAK

#55 Beitrag von Heidewolf » 14.03.2019, 18:22

Ich habe hier einen von Edwin Diersmann verfassten Artikel aus der Geschichtsforschung vorliegen. Der ist übersetzt vom Holländischen ins Deutsche.
Es geht um die

'Lehre vom neuen Licht'

die vom 'Vater Krebs' so um 1895 ff vertreten wurde.

Daraus geht hervor, dass die Wurzeln der heutigen Lehre oder des Sytems NAK schon damals gelegt wurden. Bisher war ich davon ausgegangen, dass vieles, was wir heute als NAK kennen, stark von JGB beeinflußt war. Ist es vielleicht in Teilen auch.
Aber damals, nach dem Tod von Apostel Schwartz begann die Macht eines Stammapostels, personifiziert durch Fritz Krebs.
Da wurde als Nachfolger von Schwartz der Diakon Van Bemmel von Apostel Krebs eingesetzt und bald wieder Amtsenthoben.
Das Prophetenamt wurde ins Apostelamt 'integriert' und Amtseinsetzungen nicht unbedingt durch Weissagungen vorbereitet sondern heimlich abgesprochen.
Das Brüdliche wurde durch eine vertikale Gehorsamsstruktur ersetzt.
Die Vorraussetzungen für Kirchenspaltungen wurden durch dogmatische Entscheidungen gefördert.

Und, Jesus und seine Wiederkunft wurden durch Personifizierung im Apostelamt fast konsequent ersetzt.

Das Zeugnis der Bibel in dem Neuen Testament wurde als abgestandenes Wasser und altes Heu bezeichnet. Das Apostelwort der neuen Zeit ist das zeitgemäße Evangelium.

Einige Sachen sind ja bis heute wieder zurückgeholt oder abgeschwächt. Aber scheinbar ist dort die Basis für die heutige Lehre gelegt worden.

So richtig klar, wofür die NAK jetzt heutzutage steht, wird es mir nicht.

Ich habe den Eindruck, dass die heutigen Apostel selbst noch nicht so genau wissen, wohin die Reise geht.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

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Andreas Ponto
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Re: Apostolat - der Kompass der NAK

#56 Beitrag von Andreas Ponto » 14.03.2019, 19:11

Zur "Lehre vom neuen Licht", Krebs und den daraus hervorgegangenen Spaltungen hat das Netwerk Apostolische Geschichte mehrere Vorträge gehalten, die zum freien Download bereitstehen:
Müller-Bahr: Die Apostolischen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts vom 7. Januar 2014 in Merseburg Quelle: http://www.mueller-bahr.de/download/Vortrag_Merseburg_11.pdf
Müller-Bahr "Die Apostolischen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts" 12. Oktober 2013 Greiz Quelle: http://www.mueller-bahr.de/download/Greiz_RAG_2013.pdf
M. Eberle: "Die Lehre vom Neuen Licht" 21. Juni 2010 Bielefeld-Sennestadt
M. Eberle: "Die Lehre vom Neuen Licht" - Handout 21. Juni 2010 Bielefeld-Sennestadt

Eine Abfrage nach "Edwin Diersmann" und "Die Lehre vom Licht" ergibt folgende Buchtreffer:
Die Kirchenspaltung in der „Hersteld Apostolische Gemeente in de Eenheid der Apostelen“ in den Jahren 1946 bis 1951 unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Theoriebildung bezüglich Kirchenspaltungen.
Theologische Entwicklungen der VAG von 1956 bis heute und "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen" - Das Erbe von F.W. Schwarz: 100 Jahre niederländische apostolische Gemeinschaften, ein geschichtlicher Überblick Quelle: http://www.forum.apostolisch.de/viewtopic.php?t=454

Auf Netwerk Apostolische Geschichte finden sich folgende Artikel:
Lehre vom Neuen Licht Quelle: http://apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Lehre_vom_Neuen_Licht
Apostel Gerrit Kamphuis Quelle: http://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Gerrit_Kamphuis
-
Vortrag_Merseburg_11.pdf
Müller Bahr "Die Apostolischen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts"7. Januar 2014 Merseburg
(5.56 MiB) 12-mal heruntergeladen
Greiz_RAG_2013.pdf
Müller Bahr "Die Apostolischen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts" 12. Oktober 2013 Greiz
(1.65 MiB) 6-mal heruntergeladen
ha3.pdf
M. Eberle "Die Lehre vom Neuen Licht" 21. Juni 2010 Bielefeld-Sennestadt
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ha3-handout.pdf
M. Eberle "Die Lehre vom Neuen Licht" - Handout 21. Juni 2010 Bielefeld-Sennestadt
(83.65 KiB) 7-mal heruntergeladen

usirius
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Re: Apostolat - der Kompass der NAK

#57 Beitrag von usirius » 14.03.2019, 19:27

@ Heidewolf :

Die Lehre vom neuen Licht wurde unter Krebs zunächst von Deutschland aus begonnen und eingeführt. Dort war es ja auch relativ einfach....

Schwartz als einer der ersten gerufenen Aposteln der Gemeinde Hamburg, der vormals auch ein geistliches Amt in der KAG Hamburg innehatte, hatte Holland als Arbeitsgebiet bekommen.

Natürlich wollte Krebs nach Erfindung der Lehre vom neuen Licht diese auch im Holländischen Zweig der Allgemeinen christlichen apostolischen Mission (AcaM) verbreiten. Aber Apostel Schwar(t)z hat sich bis zu seinem Tod geweigert, die Lehre vom neuen Licht in Holland durchzusetzen, also Abschaffung des Prophetenamtes und Anerkennung des Stamm- bzw. Einheiutsabostels als oberstes geistliches Amt und Autorität.

Die weitere Geschichte in Holland zitiere ich aus APWiki ( http://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Martinus_van_Bemmel&mobileaction=toggle_view_desktop ) wie folgt:

"(...)
Im Rufungsgottesdienst nach Schwarz Tod am 17. Januar 1897, durch die Apostel Friedrich Krebs und Hermann Niehaus geleitet, Martinus van Bemmel zum Apostel für die Niederlande (bezeichnet als der Stamm Juda) durch Prophetien und Visionen gerufen. Eine besonders herausragende Rolle spielte hierbei auch der Prophet der Amsterdamer Gemeinde C. J. Vleck. Van Bemmel wurde durch die Gemeinde als Apostel proklamiert und eingesetzt.

Als Van Bemmel nicht Krebs Oberautorität anerkennen wollte (und es wohl vor allem auch zu lehrmäßigen Differenzen kam), informierte Krebs am 28. Februar 1897 van Bemmel schriftlich, dass er vom Amt des Apostels abgesetzt worden sei.

Jacob Kofman aus Hoorn – welcher aus der pietistischen „Sendungsgemeinde zur Verbreitung der Wahrheit“ stammte, die sich 1863 der Apostolischen Zending angeschlossen hatte – sammelte, gestützt durch Krebs und Niehaus, hinter sich die Mitglieder, welche sich gegen van Bemmel stellten. Ungefähr die Hälfte der damals tausend Mitglieder zählenden Apostolischen Zending trennten sich (die Zahlenangaben in der Literatur schwanken, teilweise wird auch angegeben, dass 60-70% der Mitglieder sich hinter Kofmann stellten[1]). Diese Mitglieder sammelten sich und firmierten sich als „Hersteld Apostolische Zendinggemeente in de Eenheid der Apostelen“ (Erneuerte Apostolische Sendungsgemeinde in der Einheit der Apostel), welche erst später (1960) den internationalen Namen Neuapostolische Kirche annahm. Kofman wurde Apostel dieser Gemeinden.

Die HAZK (Gruppe um van Bemmel) gab danach die Broschüre „De ware oorzaak der scheuring“ heraus (diese wurde auch auf Deutsch herausgegeben: „Die wahre Ursache der Spaltung“), worauf die HAZGEA (Gruppe um Kofman/Krebs/Niehaus) eine ebenfalls gedruckte Antwort herausgab: „Geen scheuring, doch afval“ (welche auch sowohl auf Niederländisch als auch auf Deutsch herausgegeben wurde: „Keine Spaltung, sondern Abfall“).

Die Gemeindemitglieder unter van Bemmel bildeten von nun an die beim alten Namen verbleibende Hersteld Apostolische Zendingkerk. (...)"

Die Hersteld Apostolische Zendingkerk hat einen deutschen Zweig mit wenigen Gemeinden in Deutschland - die Apostolische Sendungskirche, bei der ich von einem Gottesdienstbescuh sehr beeindruckt war - nicht nur von der Predig, sondern auch mit einer -ich möchte mal sagen, außergewöhnlich starken Glaubens-Ausstrahlung der Geschwister.
Auf deren Homepage ist zur geänderten (verfälaschten) Lehre und Amtsverständnis der Neuapostolische Kirche eine Abhandlung, die sich alles andere als positiv liest.....

http://apostolische-sendungskirche.de/apostolisch_-_prophetisches_zeugnisses_13.html
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Re: Apostolat - der Kompass der NAK

#58 Beitrag von Heidewolf » 14.03.2019, 22:03

Der Artikel 'Das Aufkommen des 'neuen Lichts' in den Niederlanden nach dem Tod von Apostel Schwarts' ist vom Datum 22.9.2018 und ist bisher nur im Niederländischen verbreitet.
https://www.vanoosbreestichting.nl/cont ... 1810-a.pdf

Wird vermutlich bald auch in deutsch verfügbar sein. Basierend sind wohl auch die obengenannten Schriften in diese Zusammenfassung eingeflossen, sind dort auch teilweise als Quelle angegeben.

Wie schon erwähnt, war Schwartz ja intensiv in die Lehre der KAG eingebunden gewesen, bevor er konvertierte. Krebs dagegen hat keinerlei Berührung zur KAG mehr gehabt.

Mir geht es auch mehr um den Hinweis, welche Auswirkungen diese Lehre vom neuen Licht in der Folgezeit dann auf die NAK gehabt hat.
Parallel dazu ist mir aufgefallen, das auch die Zeugen Jehovas die Wiederkunft Christi fest auf das Jahr 1914 datiert haben und bis heute wohl nicht davon abgewichen sind. Es scheint sich also auch um eine Zeiterscheinung der späten Erweckungsbewegung zu handeln. Im Kontext dazu ist ja auch die Abspaltung 'Apostelamt Juda' von Julius Fischer einzuordnen.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

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Re: Apostolat - der Kompass der NAK

#59 Beitrag von usirius » 15.03.2019, 09:15

@Heidewolf - danke für deine Beiträge.

Ich habe mich vor etwa 5 Jahren intensivst mit der Zeit nach dem Neubeginn in Hamburg und dem was dann in Holland und (nicht parallel) in Deutschland passiert ist, war auch mehrmals in Holland um durch Kontakte mit heute noch existierenden Gruppierungen und Besuchen historischer Orte die für viele und mich unbekannte apostolische Geschichte kennen zu lernen, zu rekonstruieren und aufzuarbeiten um die Zusammenhänge besser zu verstehen. Diese Teile der Geschichte fehlen in neuapostolischen Unterrichts und Geschichtswerken!! Warum wohl???

Interessanter Gedanke . der Zeitraum vor und nach der Jahrhundertwende, als das Kommen des Herrn nicht nur innerhalb der apostolischen Gruppen als sehr nahe erwartet wurde.

Die Gruppierung Apostelamt Juda hat ihren Ursprung in dem "fleischgewordenen wiedergekommenen Christus" in Julius Fischer.

Die Stammapostel der neuapostolischen Kirche haben sich mit Einführung dieses unbiblischen Amtes nicht nur als Stellvertreter Christus auf Erden, sondern (samt den Aposteln) teilweise sogar wie den verklärten Christus ehren und huldigen lassen. Hierzu sind auf der Seite naktalk einige Artikel aus Original neuapostolischen Quellen nachzulesen https://www.naktalk.de/nak-lehre-zur-erinnerung/
zum Beispiel der Artikel "Der Name des Stammapostels steht in der Heiligen Schrift" oder der Artikel "Nur in der Neuapostolischen Kirche kann man Gemeinschaft mit Gott und Jesus haben."
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Re: Apostolat - der Kompass der NAK

#60 Beitrag von Heidewolf » 17.03.2019, 11:31

Usirius, gerne geschehen. Manchmal gehen mir halt spontan Dinge durch den Kopf, wenn Stichworte fallen.

Und die Losung gestern. Etwas auch fürs Poesie-Album der Neu-Apostel.

Ihr sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.
Matthäus 5,48
Das sind die Weisen,
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Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

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