Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltung

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Bezirks-Elster
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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#81 Beitrag von Bezirks-Elster » 22.05.2017, 22:20

gläubiger hat geschrieben: ....Einen jahrzehntelang tätigen, verdienten AT dann so kurz vor der offiziellen Ruhesetzung eiskalt schriftlich abzuservieren ist unfassbar und zeigt wieder nur eines: Es geht (gar nicht um echte Ökumene und) schon gar nicht um Wertschätzung für den ehrenamtlich tätigen Menschen. ....
Das ist dein Eingangspost, lieber Gläubiger. Ich schalte jetzt mal meinen Pro-NAK-Modus ein und und sage mal provokativ, die Verantwortlichen sind doch auch einem guten Weg, wenn sie einen wegen Nötigung verurteilten ehrenamtlichen Amtsträger (dein Post vom 19.5.) die Wertschätzung zuteil werden lassen, und ihn mit warmen Worten in den Ruhestand verabschieden.

Auch wenn der 50jährige jahrelang Mist gemacht hat und bei den betroffenen Frauen seelisch ne Menge zerstört hat, wird er auch viel Gutes getan haben. Nicht umsonst heisst es ja in dem Link:
...noch vor Jahresfrist von hohem Ansehen in der (...) Geschäftswelt, auch in seiner Kirchengemeinde.
Ohne die ganzen Umstände der beiden Süd-Amtsträger zu kennen, denke ich, dass der "gefeuerte" AT (nach Besuch und Rede auf einer Nicht-NAK-Veranstaltung) in seiner Heimatgemeinde auch eine "ordentliche Ruhesetzung" mit vielen warmen Worten bekommen hat.

Irgendetwas hält mich jedenfalls davon ab, das hier skizzierte schwarz-weiss-Bild einfach so zu übernehmen. :?
"Liebe Geschwister, `im Natürlichen` gibt es den Bewehrungsstahl ....."
Co-Predigt zum Thema "Bewährung" in einer deutschen Landeshauptstadt im Jahr 2015

Boris
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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#82 Beitrag von Boris » 23.05.2017, 08:44

Bezirks-Elster hat geschrieben:... Auch wenn der 50jährige jahrelang Mist gemacht hat und bei den betroffenen Frauen seelisch ne Menge zerstört hat, wird er auch viel Gutes getan haben. Nicht umsonst heisst es ja in dem Link:
...noch vor Jahresfrist von hohem Ansehen in der (...) Geschäftswelt, auch in seiner Kirchengemeinde.
Ansehen und finanziellen Erfolg hatte der Mann ja schon. Es zeichnet das Leben aus, dass man oft nicht nur die guten Folgen seines Handelns hinnehmen muss. Es wäre blauäugig Unkraut zu säen und auf Nutzpflanzen zu hoffen.

Seine Aussaat des Guten hatte ja schon gefruchtet. Er hatte Ansehen etc.
Nun muss er eben seine Aussaat des Bösen ernten. Ist ganz einfach und gerecht. Schließlich war diese Saat m. E. etwas gehaltvoller und hatte schlimme Auswirkungen. Ich würde wieder mal dazu raten, den Fokus auf die Opfer zu legen. Zu fragen, was für Probleme sie durch diese Saat haben. Das wird oft vergessen.

Ob man die Schuld des gefallenen Amtsträgers vergeben kann, werden die Opfer und Gott entscheiden.
Wir sollten solche Vorfälle zur Selbstermahnung nutzen und uns in Erinnerung rufen, dass wir als Christen nicht zum Selbstzweck auf der Erde Leben. Es ist täglich immer wieder erstaunlich, dass man immer wieder gerade uns Christenmenschen etwas von Nächstenliebe und Verantwortung erzählen muss,

findet Boris.
Regeln gehören zum Leben. Sie werden zwar immer wieder passend gemacht, aber irgendwann muss auch Schluss mit Lustig sein.
Wenn ich mich selbst wirklich kenne, kenne ich auch meine Mitmenschen. Wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch andere lieben.

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gläubiger
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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#83 Beitrag von gläubiger » 23.05.2017, 12:52

Liebe Bezirks-Ester,

der von mir eingangs meines Posts erwähnte Pr. hat KEINE ordentliche Ruhesetzung bekommen. Eswurde ein Informationsschreiben vor der Gemeinde -in der viele Jahre als Dirigent und Pr. Aktiv war - nach einem Wochengottesdienst vorgelesen (durch einen Bezirksevangelisten). Das war's...

Insofern braucht es keinen NAK-Modus um zu erkennen, wie mit zweierlei Mass gemessen wird - und, wenn man so will eben doch schwarz-weiss gehandelt wird.

Schwarz weiss wird ja bezeichnender Weise im Süden ab Bischof aufwärts als Uniform verlangt :D

meint ein weissschwarzer Gläubiger
Fakten helfen Missverständnisse zu vermeiden und können als Grundlage einer sachlichen Lösungsfindung hilfreich sein!

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Heinrich
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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#84 Beitrag von Heinrich » 23.05.2017, 16:00

Schwarz weiss wird ja bezeichnender Weise im Süden ab Bischof aufwärts als Uniform verlangt
Nö, werter Gläubiger.

Der Pinguin-Look wird schon ab Diakon verlangt.

Und wenn sich dann so ein armer Diakon nur einen schwarzen “Plastik-Anzug“ (= 100 % Polyester) leisten kann, sieht man das nicht nur, manchmal riecht man es auch.

Sorry ***smile***,
Heinrich
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.

(Erasmus von Rotterdam)

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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#85 Beitrag von Lulo » 23.05.2017, 18:07

Heinrich hat geschrieben:Der Pinguin-Look wird schon ab Diakon verlangt.
...für alle Amtsträger, ja.

Ansonsten galt auch in Berlin schwarz-weiß für die Chorsängerinnen, wenn der Bischoff oder ein höheres Amt die Gemeinde besuchte. (Das meinte Gläubiger, denke ich.)
Wer loslässt, hat beide Hände frei.
(2009 aus der NAK ausgetreten)

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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#86 Beitrag von Schmetterling40 » 23.05.2017, 18:19

Ach deshalb spielten wir früher: Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann :wink:
ne im Ernst, wir mussten früher bei Wind und Wetter in Röcke noch zur Kirche
und weiß noch bei uns war es tiefster Winter und ich kam oft durchgefroren in der Kirche an.
Wenn wir nass waren durften wir nur in der Garderobe am GD teilnehmen...

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Heinrich
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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#87 Beitrag von Heinrich » 23.05.2017, 18:21

…..galt auch in Berlin schwarz-weiß für die Chorsängerinnen…
Gruß nach Berlin, Lulo.

Ja, diese Regel gibt es auch immer noch im Süden, wenn so genannte „höhere Ämter“ die Gemeinden heimsuchen.

Irre gut finde ich, dass die Chorsängerinnen hier in meiner Gemeinde vor einiger Zeit bei einem solchen Besuch sich nicht an diese Anweisung gehalten haben.

Alle Sängerinnen dieses nicht ganz kleinen Gemeindechors waren komplett in schwarz gekleidet, wie die Amtsbrüder halt auch.

Ich fand die Idee superklasse – und das so genannte „höhere Amt“ war mehr als sichtlich irritiert und sehr, sehr bemüht, sein Erstaunen zu verbergen.

Gruss aus dem dunklen Süden,
Heinrich
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.

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Martha
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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#88 Beitrag von Martha » 24.05.2017, 06:33

Hallo Heinrich!

Klasse :( :D

Ich frage mich wie blöd ich mir als Apostel oder Bischof vorkommen würde,
wenn die wegen mir bzw. meinem Amt solche Kleidung tragen "müssen".

Wann wurde das erfunden und wie lange hält sich diese Tradition schon?

Als ich einen gesunden Abstand zur NAK hatte sah ich mal in meinem Ort einen Bruder im schwarzen Anzug und
der Aktentasche zur Kirche laufen und dann stellt ich mir vor, was der für ein Zeugnis abgibt.
Es reicht jedenfalls dass keiner in die NAK kommt.

Wer will so ein komisches Leben führen, sich in einen schwarzen Anzug begeben???

Ich verstehe heute nicht mehr, dass ich 80 Euro für den Altarschmuck ausgegeben habe als der Apostel kam.
Stellt euch vor, dann war ich sogar noch glücklich, dass der Apostel den Altarschmuck lobte :(

Das Geld wäre bei NAK karikativ besser angelegt gewesen.....

In welcher Welt hat man nur gelebt *kopfschüttel* und das finden diese Ämter noch toll.
Keiner zieht unter diese Sache endlich einen Schlussstrich und stoppt den Wahnsinn.
Leute wo ist die NAK nur hingekommen. Wo und wann ist sie stehen geblieben?

Wie sieht es aus mit dienen, wie sieht es aus mit Gebeten usw. Über Missionieren schreibe ich lieber nichts,
denn das Leben welches ich dort führte, würde ich keinen Menschen heute mehr anbieten wollen.

Gestern bekam ich mal einen Ausschnitt aus der Familie zugeschickt.
Man jammert mal wieder über den demografischen Wandel. Man ist blind gegenüber der eigenen Probleme.

Die Jugend ist weg, nicht wegen dem demografischen Wandel, sondern wegen den fehlenden Inhalten und aller Probleme die in der NAK zu finden sind.

Letztens saß jetzt mal in einer carismatischen Gemeinde im Süden Deutschland. Es wäre nicht meine Gemeinde geworden, aber erstaunt war ich über die vielen jungen Leute dort. Die saßen im GD und haben richtig zugehört :)

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Bezirks-Elster
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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#89 Beitrag von Bezirks-Elster » 24.05.2017, 08:17

Moin Martha,
du vermischt hier zwei unterschiedliche Sachen.
Vor Gott und Jesus zählt der Mensch, wie er ist. Keine Kleidung, nur die Herzenseinstellung.
Und dann gibt es "die Kirche", eine Instituition von Menschen, um Gott zu suchen. Mit Regeln, Glaubensbekenntnissen und anderem pipapo.

"Wer will so ein komisches Leben führen, sich in einen schwarzen Anzug begeben???"
z.B. der evangelische Pfarrer deiner Stadt. Ok, er hat einen Talar.
Ich habe gerne den schwarzen Anzug getragen, denn ich habe mich als Seelsorger verstanden.

"In welcher Welt hat man nur gelebt *kopfschüttel* und das finden diese Ämter noch toll.
Keiner zieht unter diese Sache endlich einen Schlussstrich und stoppt den Wahnsinn.
Leute wo ist die NAK nur hingekommen. Wo und wann ist sie stehen geblieben?"


Hilf mir mal, warum muss diese Sache beendet werden? Was ist daran Wahnsinn? („Wahnwitz“ bzw. „Wahnsinn“ bedeuteten also in etwa „ohne Sinn und Verstand“. )

Die schwarz-weisse Kleiderordnung war meines Wissens nur für Chorsänger zu bestimmten Anlässen bindend. Ich fands sehr schön, da es die Festlichkeit sehr hebt.
Hin und wieder hat mal einer was vergessen, dann habe ich (als Chorleiter) mit den Augen gezwinkert und ihn in den Chor geholt, ich brauchte doch jeden Sänger! Regeln sind da, sich auch mal über sie hinweg zu setzen.
Eine Freundin singt in einer evangelischen Kantorei. Wenn sie im Gottesdienst singen, singen sie im Ornat. Unser weltlicher Gemischter Stadtchor singt in Chorkleidung, beige-weinrot.

Dass du deinen Ärger Ausdruck verleihst, ist in Ordnung. Aber die Kleiderordnung ist nicht der Grund, finde ich....
Jeder Gottesdienstbesucher kann so kommen wie er will. Als Sänger ist er aber zum gewissen Teil "Dienstleister" und sollte sich den örtlichen Regelungen für Serviceangestellte unterordnen.
"Liebe Geschwister, `im Natürlichen` gibt es den Bewehrungsstahl ....."
Co-Predigt zum Thema "Bewährung" in einer deutschen Landeshauptstadt im Jahr 2015

fridolin
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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#90 Beitrag von fridolin » 24.05.2017, 09:57

Ich frage mich wie blöd ich mir als Apostel oder Bischof vorkommen würde,
wenn die wegen mir bzw. meinem Amt solche Kleidung tragen "müssen".

Wann wurde das erfunden und wie lange hält sich diese Tradition schon?

Als ich einen gesunden Abstand zur NAK hatte sah ich mal in meinem Ort einen Bruder im schwarzen Anzug und
der Aktentasche zur Kirche laufen und dann stellt ich mir vor, was der für ein Zeugnis abgibt.
Es reicht jedenfalls dass keiner in die NAK kommt.

Wer will so ein komisches Leben führen, sich in einen schwarzen Anzug begeben???
Die Erfindung des schwarzen Anzuges für alle Amtsträger geht auf Stammapostel Walter Schmidt zurück.
Kurz nach seiner Inthronisierung 1960, führte er den schwarzen Anzug als Berufskleidung für alle Amtsträger ein. Die Schwarzweißkleidung für den Chor bei Besuchen von höheren Amtsträgern, kam später.
Passte dann besser zu den schwarzen Anzüges der besonderen Amtsträger, meinten paar ein übereifrige Glaubenshelden und konnten sich damit durchsetzen :D
Ist zum Teil der Menschenverherrlichung geworden, die in der NAK gelebt wird. :D

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