NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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fridolin
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Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#31 Beitrag von fridolin » 09.02.2019, 17:13

Zum Schluss darf nicht vergessen werden: es ist ein Gaststatus und (noch) keine Vollmitgliedschaft.

Centaurea
Zwischen Gaststatus und Vollmitgliedschaft liegen noch weitere sehr lange lange Jahre, wo der Gast sich zu bewähren hat. :D :mrgreen:

Das weis die NAK auch. :D

Zwischen den ersten ACK Begegnungen (2001) und Stand heute, lagen ca. lange 18 Jahre. :D

Ich kann Centaurea in seinem Statement nur recht geben. :!:
Für die NAK wird es ein schwerer schwieriger Weg werden.
Ohne ihre vermeintliche Exklusivität die mit Sicherheit aufgelockert wird, ist die NAK ein Niemand in den vorhandenen religiösen Gruppierungen. Die NAK scheint trotz ihre vermeintlichen Exklusivität für Leute von draußen ziemlich uninteressant zu sein. Die Neuaufnahmen sprechen da wohl eine ziemlich deutliche Sprache. :D
Wenn sich jetzt eventuell innerhalb der NAK Grabenkämpfe auftun sollten, steht es schlecht um den Fortbestand. :D

Lothar

Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#32 Beitrag von Lothar » 09.02.2019, 18:13

Lieber Centaurea,

Du kennst vielleicht den Spruch : " Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche."
Der gilt natürlich zuerst für mich. Heute ärgere ich mich am Meisten darüber, daß ich solange so naiv und leichtgläubig war und dachte, es ginge wirklich um das seelische Wohl jedes einzelnen Individuums. Als Priester war es mir immer wichtig zu erfahren, was in jedem Einzelnen wirklich vorgeht und was sie oder ihn umtreibt. Nicht mit der Absicht, jemand auszuhorchen und es nach oben zu melden, sondern aus der Motivation, den anderen zu verstehen und wenn möglich auch Erleichterung zu verschaffen.

Die Heilsexklusivität der Apostel ist für die NAK sozusagen identitätsstiftend. Da bleibt es in der Tat äußerst spannend, wie die Beides zusammenkriegen wollen : Einerseits von dieser Exklusivität abrücken und andererseits die Daseinsberechtigung der NAK erhalten.

Laut Katechismus sind die Apostel für die gesamte Kirche Christi gegeben. Und das steht da schwarz auf weiss. :D

Allen einen schönen Sonntag und LG

fridolin
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Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#33 Beitrag von fridolin » 09.02.2019, 19:06

Laut Katechismus sind die Apostel für die gesamte Kirche Christi gegeben. Und das steht da schwarz auf weiss. :D
Das werden sie wohl jetzt zwangsläufig lernen müssen, das der Amtsname der Führungsriege nur eine Amtsbezeichnung für ihre eigene Kirche ist, mehr nicht. Nicht von Bedeutung für die gesamten christlichen Kirchen, sie messen den angeblichen NAK Heilsexklusivitäten keine Besonderheiten zu. :D

Das wird die NAK wohl schmerzlich lernen müssen, das sie auch im ACK Deutschland nur eine von vielen Kirchen sein wird. :D

Schon lange nicht wird die NAK zum Sprachrohr der gesamten Kirche Christi aufsteigen, weil sie jetzt eventuell meint ihre Stimme laut erheben zu können. :D

Wenn sie das meint, geht der Plan nicht auf. :D

usirius
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Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#34 Beitrag von usirius » 09.02.2019, 21:24

Zum Thema ACK - auch Glaubwürdigkeit derselben und zur Konformität mit der Lehre der NAK wurde auf der Seite von naktalk folgender Artikel veröffentlicht: https://www.naktalk.de/ack-gastmitglied ... ompatibel/
:arrow: Wer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen.

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Andreas Ponto
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Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#35 Beitrag von Andreas Ponto » 09.02.2019, 22:38

Es treibt mich ja auch um. Schließlich habe ich 40 Jahre meines Lebens in und mit der NAK verbracht.

Und daher habe ich heute Abend mal nachgekramt und bin fündig geworden.
Am 31.03.2012 habe ich Folgendes hier geschrieben:
centaurea hat geschrieben:
31.03.2012, 16:39
...
Die NAK gibt vor in die ACK zu wollen. Die NAK-Mitglieder fühlen sich zu einem Gutteil als Christen unter Christen oder wollen zumindest als solche akzeptiert sein.
Da kann und muss man doch benennen, was aus seiner Aussensicht heraus gesehen und abgeglichen mit der früheren Innensicht, anders sein müsste.

Annehmen oder ablehnen, umsetzen oder einfordern, entscheiden und tun das können sicher nur die NAK und deren Mitglieder selbst.

Eine kritische und offene Begleitung der NAK ist notwendig. Warum?

Mein Gefühl ist, dass unsere kritische Stimme notwendig ist,
- damit das sektenhafte der NAK weder in der NAK noch in der ACK und deren Mitgliedskirchen schöngeredet wird,
- damit die NAK nicht mit Formulierungstricks, Lippenbekenntnissen und Marketingstrategieen in die ACK aufgenommen wird und
- damit sie unter diesen Gegebenheiten nicht das von ihr eingeforderte und angestrebte Gütesiegel "Mitglied in der ACK" erhält.

Ohne, dass die NAK sich tatsächlich grundsätzlich ändert und reformiert, darf eine Aufnahme in die ACK aus meiner Sicht nicht geschehen.
Daher meine weiterhin kritische Begleitung und mein Engagement in dieser Sache.

Eigentlich können nur die, die das Innenleben, den Duktus und die NAK-Sprachwelt kennen dieses entlarven, enttarnen und immer wieder benennen.

Es wird gemeinsam musiziert, man hält gemeinsam Podiumsdiskussionen ab, man macht Gastmitgliedschaften in örtlichen ACKs, ist beeindruckt von dem ehrenamtlichen Engagement der NAK-Mitglieder in ihrer Kirche, von den höflichen und ordentlichen Menschen, und alle meinen, es wäre nur eine Frage der Zeit, bis sich alles von alleine zum Guten wendet. Und wenn das nicht passiert, dann macht man halt die Augen zu und sagt: Wir haben uns doch alles so lieb, die NAK bewegt sich doch und wir Christen müssen doch in einer säkularisierten und bösen, entchristlichten Welt zusammenstehen.

Dagegen werde ich vehement antreten. Ich liebe die Christen in der NAK, so wie jeden anderen Menschen auch.
Aber ich liebe nicht das NAK-System, das sektenhafte Treiben, den Machtapparat, die Indoktrination, den geistlichen Missbrauch, die gelehrte Exklusivität in dieser Sondergemeinschaft, etc. pp....

Und daher bin ich für eine konstruktive, offene Kritik und trete für eine Kultur des klar miteinander Redens ein.
...
Ehrlich gesagt, bin ich im Moment auch etwas frustriert.

Die, die unter der NAK gelitten haben und noch leiden, bekommen eine vor den Latz geknallt.
Man wird ihnen künftig noch weniger glauben. So schlimm kann es ja nicht gewesen sein.
Ja früher, unglückliche Einzelfälle ... Ein mitleidiges Lächeln, vielleicht ein Schulterklopfen. Weiter geht's...

Und die, die das System NAK weiter treiben, werden munter hofiert, werden salonfähig.
Die Täter dieses NAK-Systems werden mit strahlendem Lächeln auf Steh- und Sektempfängen fotografiert und öffentlich.

Machtstrukturen erhalten und stützen sich wohl gegenseitig.
Die Schwachen und Verletzten haben und bekommen einfach keine Lobby.

Für mich persönlich ist das Thema NAK seit einiger Zeit durch und auch jetzt im Nachdenken über die Vergangenheit bin ich sehr erleichtert und im Frieden darüber, dass es so ist.
Um die Opfer des NAK-Systems aber tut es mir herzlich leid.

Vielleicht schaffen wir es dranzubleiben, über die NAK hinaus menschenverachtende und missbräuchliche Strukturen aufzudecken;
Menschen die Hilfe suchen, Orientierung zu geben; Mut zu machen aus den Strukturen auszubrechen, sich zu emanzipieren, selbständig, frei und selbstbestimmt zu werden.

Centaurea

Hatikwa
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Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#36 Beitrag von Hatikwa » 09.02.2019, 23:47

lieber Centaurea,
ich hatte deinen Beitrag von 2013 schon gelesen, obwohl ich erst seit 2017 Mitglied bei GF 24 bin.
Ich danke dir für deine erneute Stellungnahme, welche identisch ist von 2013.
Gerne werde ich meine Gedanken zu diesem Thema noch äußern--- guuuts nächtle --- hatikwa

Lothar

Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#37 Beitrag von Lothar » 10.02.2019, 08:52

Lieber Centaura,

genauso ist es. Man glaubt den notorischen Lügnern in der NAK mehr als denen, welche die Wahrheit sagen. Und das kann es nicht sein. Damit beschädigen die großen Kirchen am Ende ihre eigene Glaubwürdigkeit, wo man dachte, dort zählten noch christliche Werte.
Wobei ich es hier in Berlin live und in Farbe erlebe, daß da selbst innerhalb der EZW keine einheitliche Meinung über die NAK besteht. Während Prof. Utsch das Ganze sehr realistisch und kritisch sieht, läßt sich Dr. Funkschmidt weiter kräftig Sand von der NAK in die Augen streuen und versucht mir was vom Pferd zu erzählen.
Allerdings wer war den nun über ein halbes Jahrhundert Mitglied dieser Sekte : Er oder ich ?
Er hat aber inzwischen mir gegenüber schon zugegeben, daß die Dinge von außen anders aussehen als von innen. Ich werde weiter dranbleiben. Besonders mit Prof. Utsch habe ich oft persönlich Kontakt. Natürlich muß man bedenken, daß jene auch nur Menschen sind und vorallem unterschiedliche Charaktere haben. Und genau da sehe ich die Schwierigkeit, das System NAK wirklich schonungslos aufzuklären. Die anderen Glaubensgemeinschaften haben ja auch ihre Leichen im Keller. Und wäre man von außen zu streng mit der NAK, dann würden die Verantwortlichen dort den Spieß sofort umdrehen. Es zählt in dem Prozeß m.E. mal wieder eins bzw. ist unterrepräsentiert : die Meinung von Frauen. Die lassen sich nach meiner Erfahrung weniger vormachen wie wir männlichen Zeitgenossen.
Dennoch ist es zumindest meine Beobachtung : In der NAK gibt es doch so etwas wie Individualität inzwischen überhaupt nicht mehr. Gerade unter Schneider ist doch die NAK erst richtig wieder zur Sekte geworden !

LG

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Andreas Ponto
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Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#38 Beitrag von Andreas Ponto » 10.02.2019, 13:55

Ja, Funkenmariechen wurde hier im Forum schon mehrfach thematisiert. Es war absehbar: Nicht so genau hinsehen, schönreden, Lobbyarbeit und Interessenspolitik betreiben... Kein Format.
Zumindest war meine Warnehmung bis vor wenigen Jahren so. Inzwischen nehme ich ihn nicht mehr wahr. Keine Ahnung warum.

Die NAK hat sich lange Zeit ohne irgendwie vorwärts zu kommen an den Weltanschauungsbeauftragten der Landeskirchen abgearbeitet. Falsche Adresse - verlorene Liebesmüh.
Dann hat bei der NAK jemand die zündende Idee gehabt, auf Ökumene zu machen: Wir Christen müssen in dieser säkularen Welt doch zusammenhalten. Die Lehrunterschiede sind doch da zu vernachlässigen.

Und das hat in den entsprechenden Gremien eingeschlagen, den Nerv getroffen. Utsch hatte nach meiner Ansicht keine Chance mehr, denn das Konfessionskundliche Institut Bensheim und der Zuständige der Katholischen Kirche waren sich darin im Sinne der NAK bereits 2013 sehr einig. Siehe z.B. Landesbischof Weber in seinem Vortrag: Die Neuapostolische Kirche.

Wenn es nicht passt, dann verändere den Kriterienkatalog und mach es passend. Auf den Kopf gefallen ist die NAK nicht.
Sie hat herausgefunden, wie die Kirchen und deren einzelne Gremien ticken und das geschickt genutzt.

Aber ob es ihr nutzt?
Insgesamt interessieren sich weder die Katholische, noch die Evangelische Kirche für die NAK. Die Vorbehalte vor Ort sind nach wie vor groß. So zumindest meine Wahrnehmung.
Spezielle Gruppierungen gibt es auch heute schon genug: Stundenleute, Freikirchen und -gemeinden, Süddeutsche, charismatische und pfingstlerische Gemeinden, ProChrist, JesusHouse, etc ... Zumindest die Evangelische Kirche hat da inner- und außerhalb, dieseits und jenseits ihrer Ränder eh schon viel auszuhalten.

Rein von Größe, Struktur, Theologie, Diakonie und Relevanz in der Gesellschaft her ist das Ungleichgewicht zur NAK immens. Der tatsächliche Gottesdienstbesuch ist da sekundär.
Und das sind Sonntag für Sonntag in der Evangelischen und der Katholischen Kirche zusammen auch schon immerhin über 3 Millionen Menschen (statistisches Jahrbuch 2018) gegenüber knapp 100.000? in der NAK.

Wenn, dann sind es einzelne vor Ort in den Gemeinden, z.B. die Pfarrer*innen, die sich an dem Chor freuen oder dem ehrenamtlichen Engagement oder den Kindern, Jugendlichen und jungen Eltern und das zu nutzen wissen. Darüber gibt es organisatorisch nicht wirklich eine Entsprechung zur NAK. Zumindest in der protestantischen Welt entscheiden aktuell Gemeinde und Pfarrer*innen vor Ort was geht oder eben auch nicht. Jede NAK-Gemeinde, die dem auf Augenhöhe entsprechen möchte und ebenso selbstbestimmt agiert ist der NAK-Leitungsebene wahrscheinlich eher suspekt.

Gesellschaftspolitisch sehe ich es als sehr bedenklich an, da sich die christlichen Kirchen hier mit einem weiteren System einlassen und in der Außenwahrnehmung gemein machen, das missbräuchliche und sektenhafte Strukturen mindestens begünstigt, wenn nicht sogar selbst initiiert und pflegt.

Bin gespannt wie sich das nun im Großen und Ganzen entwickelt, wer wie agiert und wie was wirkt und reagiert.

Acapulco

Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#39 Beitrag von Acapulco » 10.02.2019, 14:45

Hallo zusammen,

es gibt mir immer noch zu denken, warum die NAK unbedingt in die ACK aufgenommen werden will !?
Raus aus der Sektenecke kann doch nicht der einzige Grund sein - sie haben sich doch jahrelang nicht um gesellschaftliche Akzeptanz geschert.

Das die ACK es nicht leisten kann, ein paar Gottesdienste der NAK live und in Farbe zu beobachten, sehe ich anders.
Ein Spitzenkoch bekommt auch keinen Michelin Stern, weil er so eine tolle Kochmütze trägt oder eine besonders innovative und kreative Speisekarte vorzuweisen hat.
In seinem Restaurant haben zuvor Restauranttester des Guide Michelin gegessen.

Die ACK Verantwortlichen haben sich von dem Katechismus - Mach-und Blendwerk und dem pseudo- intellektuellem Geschwurbel der Apostel o.ä. blenden lassen, ohne sich praktische Eindrücke zu holen. M.E. ein fataler Fehler und ich kann auch aus diesem Grund diese Institution nicht wirklich ernst nehmen.
Die NAK ist aufgrund ihrer Auserwählten -Exklusivität und der zwingenden Notwendigkeit des Apostolats als Mittler zwischen Jesus und Mensch nicht wirklich ökumenefähig. Wir als Aussteiger wissen das natürlich, die aktiven NAK-ler sollten es wissen. Aber auch hier wird sich eins in die Tasche gelogen.

Centaurea schreibt, dass 95% der NAK ehrenamtlich getragen wird und das die Landeskirchen dieses sehr respektierlich finden und solch ein Konzept gerne bei sich integrieren würden ?! Nun, die Kirchenvorstände, Lektoren und Prädikanten und noch viele andere, sind in der e.v.-luth.Kirche ebenfalls mit viel Zeitaufwand ehrenamtlich tätig.
In der NAK buckeln sich die ehrenamtlichen AT für eine kleine elitäre Apostolat Oberschicht ab und richten dabei auch nach unten nicht wiedergutzumachenden Schaden an. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint, hat Tucholsky angeblich gesagt.
Ein Ehrenamt sollte ein Dienst am Menschen sein, sein Herz weiten und ihn angstbefreit sein Leben leben zu lassen.
Das genaue Gegenteil von dem , was in der NAK passiert ist und immer noch geschieht.
Auch das hätten die verantwortlichen ACK-ler bemerkt, wenn sie nur 3 Gottesdienste besucht hätten.

@Centaurea: Du schreibst von geistlichen Missbrauchsstrukturen in allen Kirchen. Es ist ja nicht nur der geistliche Missbrauch, sondern auch der körperliche. In meiner damaligen Heimatgemeinde hat ein AT ein behindertes, im Rollstuhl sitzendes Mädchen, sexuell missbraucht. Das war Mitte der 90-er Jahre und war auch damals dem WDR ein TV-Bericht wert.
Die Katholiken fangen jetzt erst , nach jahrelanger Deckelung an, sich mit dieser, ihrer unrühmlichen Kirchengeschichte auseinanderzusetzen. Und da kommt es auch wieder auf den jeweiligen Landesbischoff an, inwieweit er dieses zulässt. Je konservativer, desto mehr wird verschwiegen und vertuscht. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Und einer der Gründe für den Missbrauch, nämlich das Zölibat und die Abschaffung, wird innerhalb der katholischen Kirche m.E. nicht ernsthaft diskutiert.
Und auch hier gibt es Parallelen zur NAK. Der Forschungsbericht über die NAK Stellung in der NS Zeit (und die Botschaft?) wird vom Apostolat nicht öffentlich gemacht. Der muss für diese Gemeinschaft so beschämend sein, dass Stap Schneider seine Kirche in den Grundfesten erschüttert sieht.
Auch das kümmert die ACK nicht sonderlich, auch wenn es der Charta oecumenica widerspricht.

Centaurea schreibt, dass ökumene orientierte NAK-ler jetzt Morgenluft verspüren.... Ganz ehrlich, ich kenne keinen einzigen NAK-ler, der so orientiert wäre. Wie meinst Du das und wie soll das zusammengehen mit dem eigenen Auserwähltentum ? Damit stellen sie sich doch schon mal adhoc über die anderen Christen?! Das elitäre Auserwähltsein der NAK ist identitätsstiftend und substantiell , wie Lothar richtig bemerkte. Ohne dieses Dogma gäbe es den Laden nicht mehr.


Als ich damals ein letztes Gespräch mit meinem Vorsteher hatte und ihm sagte, dass ich mich nicht auserwählt fühle, meinte er nur, dass er bei einer solchen Einstellung auch gehen würde. Auch meine Herkunftsfamilie hält sich für auserwählt und somit für was Besseres. Diese NAK Phrase "wir sind nicht besser, aber besser dran" hat auch keine Demut gelehrt.

Ich habe für mich eine Lehre daraus gezogen. Kirchen bieten die Möglichkeit gemeinsam mit anderen Christen gemeinsam zu beten, zu singen und Abendmahl zu feiern. Das gibt einem ein Gefühl von Zusammengehörigkeit und Angenommensein.
Aber eine wirkliche Herzensverbindung zu Gott erlebe ich eher im Alltag und in der Stille. Eine Kirche darf nicht überhöht werden, sondern sollte immer als das , was sie ist wahrgenommen werden: ein Zusammenschluss von gleichgesinnten, fehlerhaften Menschen, die gemeinsam Rituale pflegen -nicht mehr und nicht weniger. Und alles was in solch einer Gemeinschaft oder auch im Alltag mein Herz zusammenschnürt, mir Angst macht, mich einengt, ein schlechtes Gewissen macht und mich ausnutzen will, kommt nicht von Gott und ich sollte mich davon schleunigst distanzieren.

Aber - so what? Die NAK wird es mit oder ohne ACK in ein paar Jahren hier in Europa nicht mehr geben.

Liebe Grüße
von Acapulco

Lothar

Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#40 Beitrag von Lothar » 10.02.2019, 18:13

Früher sangen wir in der NAK : " Die Quelle bist Du Herr Jesus Christ, der durch seine Apostel heut fließt. "
Aktuell predigen sie : Christus ist die obere Quelle und die Gemeinde mit dem Apostolat ! ist die untere Quelle.
Einfach nur hanebüchener Unsinn und die Schäfchen sagen zu allem Ja und Amen.
Mein Vater hätte gesagt : Der Quatsch wird immer quätscher ! :D

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