NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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usirius
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Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#41 Beitrag von usirius » 10.02.2019, 21:56

Früher war die NAK wenigstens noch durch und durch und auch nach außen hin eindeutig neuapostolisch. Die heutige NAK hat sich verbogen und angebiedert, hat sich das Deckmäntelchen der Ökumene übergezogen, vorbereitend dazu einiges dahingehend angepasst (z.B. Taufverständnis, Kirchenverständnis, Liturgie (Anrufung zu Gottesdienstbeginn, Busslied, Segen mit erhobenen Händen, Zeremonie des Kelchaufdeckens und -Zudeckens, Neues Gesangbuch und vieles mehr) Unter dem Deckmäntelchen ist es schlimmer wie je zuvor, für mich fadenscheinig und unglaubwürdig wie nie zuvor und das Geld spielt eine immer wichtigere Rolle, auch wenn "die Heilsnotwendigkeit der Apostel für die Zubereitung der Braut heutzutage vorgeschoben wird.
:arrow: Wer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen.

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Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#42 Beitrag von Andreas Ponto » 11.02.2019, 23:02

Liebe Acapulco,

mit meiner Meinung bin ich gar nicht so weit weg von dir. Aber auf der anderen Seite sehen das ganz viele ganz anders als wir.
Was tun?

@all,

So hat dieses Thema hier 2016 angefangen:
detlef.streich hat geschrieben:
27.10.2016, 20:06
...
Am 27.7.2016 schrieb ich einen Brief an die Vorstandsmitglieder der ACK-Deutschland.
....
Leider wird im Antwortschreiben mit keinem Wort auf die gravierenden, theologischen Bedenken, die ich im Anschreiben deutlich machte, eingegangen.
...
Hier mein offener Brief:
http://nak-aussteiger2010.beepworld.de/ ... liedschaft
Nun 2019 besteht ziemliche Gewissheit.

Was tun frag ich in die Runde:
Wieder einen offenen Brief? Wieviel werden unterschreiben?
An wen? An alle Pfarrer*innen und Pastor*innen, Bischöf*innen, Weltanschauungsbeauftragten und Synoden?

Bin auf eure Rückmeldungen gespannt.

Centaurea

Acapulco

Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#43 Beitrag von Acapulco » 12.02.2019, 11:31

Lieber Centaurea,

ich hatte den Brief von D.Streich und die Antwort dazu auch schon gesehen.

Ich glaube, dass es wenig Sinn macht, nochmals einen offenen Brief zu verfassen.
Dafür ist die NAK einfach ein zu kleines Licht.
Wir sind auch keine öffentlichen Personen, denen das allgemeine Interesse gilt.
Wahrscheinlich würden wir einen Antwortbrief mit irgendwelchen Textbausteinen bekommen.
Das wäre m.E. reine Energie-und Zeitverschwendung, die man sinnvoller einsetzen kann.

Die ACK hat für mein Empfinden einfach einen schlechten Job gemacht, wie bereits erwähnt.
Wir wären für sie wahrscheinlich nur ein paar frustrierte NAK Geschädigte, die sich zusammengefunden haben, um sich gegenseitig auszuheulen.
Die gibt es aber auch bei den Katholiken en masse.

Nein, ich glaube , die NAK ist sowieso auf dem guten Weg, sich aufzulösen.
Gottes Mühlen mahlen halt langsam.

Liebe Grüsse
Acapulco

Lothar

Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#44 Beitrag von Lothar » 12.02.2019, 15:21

Ihr Lieben alle zusammen,

ich mache mir ja so meine eigenen Gedanken. Für eine ganz kurze Zeit war hier im Forum letztens ein dubioser Beitrag erschienen, wo jemand falsche Pässe und Visa und wer weiß nicht was angeboten hat. Derjenige hatte offenbar das Wesen der NAK schon ein wenig durchschaut. Natürlich muß man mit Vermutungen und Unterstellungen sehr vorsichtig sein, aber ausschließen kann man es andererseits auch nicht. Für Geld bekommt man doch heute alles, sicher auch eine Mitgliedschaft. Und wenn jemand Geld hat wie Heu, dann ist doch wohl die NAK. Und um dieses floriende Geschäftsmodell weiter am Laufen zu halten, wäre es doch an dieser Stelle bestens investiert. Wie gesagt, beweisen läßt sich nichts.
Aber daß NAK und Ehrlichkeit / Aufrichtigkeit so wenig zusammenpassen wie Feuer und Wasser, daß ist doch wohl kein Geheimnis mehr.
Als ich vor einigen Jahren in Schaffhausen eine Klosteranlage mit einer großen reformierten Kirche besuchte, konnte man dort seine persönlichen Herzenswünsche aufschreiben und an eine Pinwand heften. Ich brauchte nicht lange zu überlegen. Ich schrieb aus einem Psalm, den Mendelssohn so eindrucksvoll vertont hat : " Richte mich Gott und führe meine Sache wider das unheilige Volk und errette mich von den FALSCHEN und BÖSEN Leuten. "
Und dreimal dürft ihr raten, an wen ich dabei Gedacht habe ? Natürlich an die NAK ! Gewiß darf man da nicht die Menschen in der NAK alle über einen Kamm scheren. Aber dieser Geist hat in dieser Glaubensgemeinschaft die Oberhand gewonnen. Und das soll der Heilige Geist sein ? Da muß ich doch mein Leben lang irgendwas völlig falsch verstanden haben.

LG in die Runde
Sterben kann mitunter sehr, sehr lange dauern. Aber umkehren läßt sich dieser Prozeß bei der NAK ohnehin nicht . Das ist meine persönliche Überzeugung. Ich will aber leben und nicht sterben. Somit kann die NAK völlig unmöglich jemals wieder meine Heimat werden. Ich betone, daß ist meine ganz persönliche Wahrnehmung aus von mir gemachter Erfahrung.
Für andere will und kann ich nicht der sprechende Mund sein. Herr Schneider ist offenbar dazu in der Lage, ich nicht.

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Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#45 Beitrag von Andreas Ponto » 12.02.2019, 18:26

Lieber Lothar,

hast du irgendeinen Hinweis oder Anhaltspunkt für deine Unterstellungen?

Es ist nicht gut, was du da tust; für dich nicht, für das Forum und die darin geschilderten Leidenswege sowieso nicht.
Wenn man sich über etwas ärgert, dann bietet es sich an besonders gut und lange zu überlegen was man wie sagt oder schreibt.

Die ACK hatte aus meiner Sicht keinerlei Veranlassung auf die NAK einzugehen.
Es könnte höchstens von den Mitgliedern der ACK erklärter kirchenpolitischer Wille gewesen sein, die NAK formal fit für die ACK zu machen und nach getaner Arbeit aufzunehmen.
So kann ich mir das durchaus vorstellen.

Alles andere halte ich für Verschwörungstheorie und ausgemachte Hirngespinste.
Immer und überall gleich Manipulation oder Bestechung zu vermuten, nur weil man selbst eine andere Sicht hat, ist nicht besonders souverän.

Aber gerade als Kritiker sollten wir möglichst korrekt sein, wenn wir glaubwürdig sein wollen und unsere Stimme Berücksichtigung finden soll.

Kultur, auch und besonders Streitkultur, ist ein herrausragendes Merkmal von Zivilisation, wie ich meine.
Dieses Gut sollten wir pflegen, üben, bewahren und wertschätzen.

HG
Centaurea

Acapulco

Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#46 Beitrag von Acapulco » 12.02.2019, 19:47

Hallo,

nun Usirius und auch ich haben ähnliche Mutmaßungen geäußert.
Ich finde Lothar hat das doch sehr vorsichtig formuliert.
Da kann man die Kirche jetzt mal im Dorf lassen.

Wenn das der erklärte kirchenpolitische Wille der ACK ist, dann sollen sie doch glücklich mit dieser Entscheidung werden.

Wir haben alle unsere Verletzungsgeschichte mit der NAK und diese Plattform hier dient doch der freien Meinungsäußerung ?!
Wenn dabei mal über's Ziel hinausgeschossen wird, geht das nicht gegen eine spezielle Person, sondern gegen die NAK direkt oder wie jetzt gerade brandheiß gegen die ACK.
Das wird sich auch wieder legen - es ist ja nicht die einzige Meldung, wo man sich einfach nur an die Birne fasst.
LG
Sabine

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Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#47 Beitrag von Andreas Ponto » 12.02.2019, 19:58

Passt, ich denke es ist nur sehr weit hergeholt, wenn man immer gleich von Betrug und Bestechung schreibt, nur weil etwas passiert was man nicht nachvollziehen kann.

usirius
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Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#48 Beitrag von usirius » 12.02.2019, 22:14

Ja, so wie Sabine auch schreibt, es dünkt einen schon seltsam,

zum einen, dass die NAK in den letzten Jahren derart Vollgas gegeben hat, um nicht nur in lokalen ACG's sondern auch in verschiedene ACKs (und im europäischen Ausland auch in ähnliche ökumenische Zusammenschlüsse) vorzudringen,

zum anderen, dass - vermutlich vorbereitend zur Aufnahme in die ACK's verschiedene "Versöhnungen" und Treffen mit Apostolischen Glaubensgemeinschaften vollzogen hat, wenngleich außer erzeugtem Papier nicht viel weiter passiert ist - geschweige denn eine ehrliche und offene Aufarbeitung der Trennungs-Geschichten

zum weiteren, dass die ACK eine so exclusive Glaubensgemeinschaft wie die NAK, die nicht wirklich ökumenisch tickt, zu sich aufnimmt. Der "Nur"-Gaststatus ist nach meinem Kenntnisstand Wille der NAK und nicht der ACK.

Aber gut, es darf jede/r hierzu seine eigene Meinung bilden und haben. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es ab April weitergeht, wenn die NAK sich nun mit ACK-Federn schmücken kann, sprich, ob dann seitens der NAK wirklich noch große - und nicht nur dem Anschein nach, sondern wirklich auch von Herzen kommende - ökumenische Taten folgen werden.

Ich glaube es nicht - ich habe zu viele negative Erfahrungen im Zusammenhang mit NAK und Ökumene hautnah gesammelt.
:arrow: Wer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen.

Lothar

Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#49 Beitrag von Lothar » 13.02.2019, 16:02

Lieber Centaurea,

natürlich habe ich keine konkreten Anhaltspunkte für meine sehr vorsichtigen Vermutungen. Aber ich kenne das System NAK seit nunmehr 60 Jahren und habe in dieser Zeit schon manches Pferd vor der NAKapotheke kotzen sehen. Dieses System liefert doch selbst den perfekten Nährboden für wilde Unterstellungen und Vermutungen. Wäre sie in jeder Hinsicht transparent und offen, käme ich nicht mal im Traum auf solche Gedanken. Und Gedanken sind nun mal in unserem demokratischen System nicht strafbar. Ich weiß, in der NAK wurde uns was anderes gelehrt, da hat man uns totale Gedanken- und Bewußtseinskontrolle indoktriniert. In der Fachsprache nennt man das wohl mind control.
Gott sei Dank bin ich jetzt in der evangelischen Kirche. Da gibt es keine Gehirnwäsche.
Was Streit angeht, singt man dort ein Lied, in welchem es u.a. heißt : " Herr lehr und streiten und trotzdem lieben ! " Und da geht es auch in der evangelischen Kirche oft hoch her. Da wird kein Blatt vor den Mund genommen, ganz im Gegenteil.
In der NAK herrscht bis heute so eine Art Heile-Welt- Naivität. Und das ist das Fatale. Bekanntlich wächst der Mensch nicht an der Harmonie, sondern am Widerstand.
Im Übrigen besteht auch kein Anlass, mein lautes Denken als Verschwörungstheorie anzusehen. Besessen bin ich von der Idee keines Wegs.

Genau genommen kann mir die NAK auch langsam gestohlen bleiben. Ich habe ja inzwischen was Besseres gefunden. Leider kann ichs nur noch nicht so recht genießen. Das ist halt ein langer Lernprozeß.

Und was die NAK angeht, sagte schon Jesus zu seiner Zeit : " Laßt die Toten ihre Toten begraben. Du aber komm und folge mir nach. "
Diese Gemeinschaft verkörpert nach meiner Ansicht nicht das Leben, für welches uns Gott geschaffen hat.

LG an alle in die Runde
Lothar

Toleranz
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Re: NAK 2019 Gastmitglied in der Bundes-ACK

#50 Beitrag von Toleranz » 21.02.2019, 15:43

Ich hatte kürzlich ein Gespräch mit einen Priester meiner Heimatgemeinde und fragte dabei auch im Zusammenhang mit den Ökumene - Bestrebungen der NAK nach seiner Meinung.
Antwort: "Was habe ich mit Ökumene zu tun ? Das machen doch die da oben."
Zu dieser Aussage passt die Einschätzung des damaligen Mitarbeiters der EZW Dr. Andreas Fincke, besonders der letzte Satz:
"Wenn sie aus der Sektenecke raus wollen, müssen sie in die ACK rein. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen ist eben jene Organisation, wo eben die Freikirchen sind. Und das hat man strategisch richtig erkannt und deswegen will die NAK da rein. Ob sie da aufgenommen werden, dass wissen wir noch nicht, das ist auch alles noch Zukunftsmusik, aber man signalisiert Interesse und die ACK muss eben überschauen, ob sie sich, ob sie das sozusagen, wo die NAK theologisch steht, und ob eine Zusammenarbeit überhaupt möglich ist.
Meine Bedenken an der Stelle sind folgender Natur; ich beobachte, dass die Neuapostolische Kirche so im Augenblick von oben herab sehr viele Neuerungen bekannt gibt und man sagt dann auch zu mir: 'Moment, das haben wir geändert, seit vorgestern glauben wir was Neues.' Die Frage ist doch aber, wann werden diese neuen Glaubensvorstellungen an der Basis dieser doch relativ großen Kirche gehört und wann tragen sie dort wirklich Früchte."
( zit. nach Andreas Fincke: Rundfunksendung im Deutschlandfunk "Zwischen Tradition und Öffnung. Ein Blick von außen auf die Neuapostolische Kirche (NAK) Deutschland, 21.2.2007.

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