NAK und die Stasi (MfS) in der DDR

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
Nachricht
Autor
Heinrich

Re: NAK und die Stasi (MfS) in der DDR

#51 Beitrag von Heinrich » 11.01.2017, 20:06

...
Zuletzt geändert von Andreas Ponto am 11.01.2017, 20:36, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Achtung! Die Grenze ist fein, aber umso schärfer!

Boris
Beiträge: 840
Registriert: 06.11.2013, 20:38

Re: NAK und die Stasi (MfS) in der DDR

#52 Beitrag von Boris » 12.01.2017, 15:10

R/S hat geschrieben:... Die dummen Schafe innerhalb von Sekten sind so gehirngewaschen, dass sie selbst schreiendes Unrecht und stinkendsten Bockmist im blinden Vertrauen auf ihre (Ver-)Führer als gottgewollten Plan akzeptieren - so wie Millionen von Nazis die KZs entweder leugneten oder als kriegsnotwendiges Übel einstuften.
Und die ignoranten Ökumenisten von ACK und EZW haben sich aufgrund der zeitgeistig verbreiteten "political correctness" von jeder Art von Verurteilung und
...
Ich finde den Begriff "dummen" für die Schafe etwas hart.
Dann muss sich jeder von uns an anderer Stelle auch als dumm bezeichnen lassen, von jemandem, der auf diesem Gebiet eine höhere Erkenntnis besitzt. Wissen kann man so viel heutzutage ...

Wir Menschen haben schon immer so funktioniert. Uns haben Eltern, Lehrer, Dozenten, Ältere ... schon immer Dinge erklärt, die wir als richtig angenommen haben. Und es gab auch schon immer Menschengruppen, die dem Einzelnen partiell geistig überlegen waren.

Wenn wir eine bessere Erkenntnis haben, steht es uns gut zu Gesicht, diese Erkenntnis allen Mitmenschen zur Verfügung zu stellen. Und zwar ohne die Bedingung, dass der Nächste es genauso zu sehen hat (Toleranz).

Soll abr nicht heißen, dass ich es besser mache :wink:


meint Boris
Wenn ich mich selbst wirklich kenne, kenne ich auch meine Mitmenschen. Wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch andere lieben.

Schmetterling40

Re: NAK und die Stasi (MfS) in der DDR

#53 Beitrag von Schmetterling40 » 12.01.2017, 16:26

Wo ich widersprechen möchte, dass es der Ökumene egal sei.
Das hab ich so nicht erlebt. Habe von den evangelischen Pfarrerinnen und Menschen sehr viel Hilfe erfahren, als ich aus der NAK aussteigen wollte.

Aber das Hauptproblem ist, dass viele zwar nicht mehr gehen, aber sich keine Hilfe holen und noch so Mitglieder bei der NAK bleiben.
Und wie sollen so die anderen mitbekommen, wie es wirklich zugeht, dass die Aussteiger unter Druck gesetzt werden usw.

In den Kliniken ist z. B. die NAK als Sekte sehr bekannt.
Aber selbst fachliche Hilfe holen sich sehr wenig und verharren dann oft in was und kommen doch nicht weiter.

Deshalb fände ich es hilfreich, wenn viele sich noch mehr an die Öffentlichkeit trauen und nicht mehr von Pinguinen unter Druck setzen lassen
- außerdem ganz austreten um der NAK ein Signal zu setzen, die brauchen es schwarz auf weiß. Wie viele Mitglieder wirklich nur noch sind.

Wieland
Beiträge: 39
Registriert: 21.11.2015, 09:42

Re: NAK und die Stasi (MfS) in der DDR

#54 Beitrag von Wieland » 13.01.2017, 16:12

Boris hat geschrieben:Ich finde den Begriff "dummen" für die Schafe etwas hart.
Man könnte Bezeichnung "dumme Schafe" vielleicht eher durch "verführte Schafe" ersetzen. Manches Schäfchen der NAK hat ja in den Jahren Tausende in den Opferkasten gelegt und hadert jetzt mit sich, dass er / sie so dumm waren bzw. dazu verführt wurden (Angst ums Seelenheil). Aber ansonsten finde ich die Feststellungen von R/S absolut zutreffend. Was mir aufgefallen ist, dass viele erst richtig in einen Konflikt mit der NAK geraten, wenn unerwartete Probleme auftreten, beispielsweise Scheidung. Ich kenne das von meinem damaligen Gesprächskreis "Toleranz im Glauben" in Hamburg. Fast alle Teilnehmer sind durch Scheidung irgendwie auch in einen Konflikt mit der NAK (die nicht konfliktfähig, sondern eher harmoniesüchtig ist) geraten (s.meine Anfrage an die AG "UFA" / neues Thema: Familienpsychologie in der NAK ). Vorher, als vor der Scheidung, waren sie unwahrscheinlich angepasst und systemtreu. Ohne jetzt vom Hauptthema "NAK in der DDR" abzuschweifen, möchte ich "Schmetterling40" fragen:

Bist Du offiziell ausgetreten aus der NAK und wenn ja, wie hast Du Deinen Austritt begründet?

"Gläubiger" hat die Problematik im Thread "Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltung" sehr gut definiert:

"Es sind immer die gleichen alten Verhaltensmuster, die die getroffenen Hunde zeigen:

- Kritische Meinungen als Einzelmeinung abtun
- Kritiker isolieren, Rufmorden, Kaltstellen - gerne auch über verwandtschaftliche und freundschaftliche Beziehungen im Bezirk oder der Gemeinde indem Interna z.B. von persönlichen Gesprächen zufällig ausgeplaudert werden
- Stückweises Eliminieren der kritischen Schwestern und Brüder mit unangekündigten Maßnahmen: z.B. Kompetenzentzug, ab sofort keine Kinderunterrichte mehr durchführen zu dürfen
- Diskussionen auf Grundsatzdiskussionen herabbrechen und Totschlagargumente ohne Ende einbauen (Das habe ich nicht gesagt; Gott ist doch allmächtig; Verweis auf die allumfassende Gnade)
- alternativ dazu gerne auch: Verlagerung des Konfliktes auf andere, vorzugsweise geistliche Ebenen
- Wenn alles Reden scheinbar nicht fruchtet: Knallharte Androhung von Konsequenzen, Grundsatzpositionen zementieren, aktives Auffordern "zu gehen"
- Ignorieren von logischen und wahren Argumenten
- Nichtbeantworten von Schriftverkehr
- Leugnen von Vorkommnissen, die nachweislich geschehen sind
- Versuch des Erzeugens von Minderwertigkeitskomplexen, z.B. Vorschlag eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen
- Abschieben der Verantwortung von unten nach oben und/oder umgekehrt um eine endlose Verzögerung einer Entscheidung zu bezwecken; Je mehr beteiligt sind, umso bessern, weil umso unwahrscheinlicher ist später eine Konsequenz für eine hohe Führungsperson zu befürchten. Anders ausgedrückt: Schaffung von Möglichkeiten für ehrenamtliche Bauernopfer
- Aussitzen von Konflikten

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Übrigens: Je länger eine Diskussion dauert, desto mehr treten meist pseudologische Verhaltensweisen in den Vordergrund (https://de.wikipedia.org/wiki/Pseudologie) - ich finde, dieses Phänomen in den NAK-Führungsgremien müsste mal jemand im Rahmen einer Doktorarbeit untersuchen."

Boris
Beiträge: 840
Registriert: 06.11.2013, 20:38

Re: NAK und die Stasi (MfS) in der DDR

#55 Beitrag von Boris » 13.01.2017, 20:30

Da kann ich gut mitgehen.
Wie eben im Nachbarthread geschrieben, wurden die "Treuen" zu Angstvollen erzogen, die wie Alkoholabhängige erzogen wurden:

Die Droge Alkohol/NAK-Glaube vermindert die Wahrnehmung der Probleme. So verlernt man das Kämpfen.
Kommen dann gößere Probleme, betäubt die Droge Alkohol/NAK-Glaube nicht mehr genug. Man fängt an wahrzunehmen, dass etwas aus dem Ruder läuft. So nimmt das Dilemma seinen Lauf,

meint Boris
Wenn ich mich selbst wirklich kenne, kenne ich auch meine Mitmenschen. Wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch andere lieben.

Schmetterling40

Re: NAK und die Stasi (MfS) in der DDR

#56 Beitrag von Schmetterling40 » 14.01.2017, 11:25

[quote="Wieland"][an die AG "UFA" / neues Thema: Familienpsychologie in der NAK ). Vorher, als vor der Scheidung, waren sie unwahrscheinlich angepasst und systemtreu. Ohne jetzt vom Hauptthema "NAK in der DDR" abzuschweifen, möchte ich "Schmetterling40" fragen:

Bist Du offiziell ausgetreten aus der NAK und wenn ja, wie hast Du Deinen Austritt begründet?

Möchte hier kurz antworten.
Ja ich bin offiziell ausgetreten. Dieses Mal hab ich es über das Rathaus gemacht und ohne Begründung. Das war das Beste, was ich machen konnte. Bin auch danach mit meinen Kindern Eis essen gegangen, wir haben uns so frei gefühlt!!!!! Nach dem Motto: Erlöst, erlöst befreit von NAK..

Vor Jahren war ich ja schon mal ausgetreten. Damals hatte ich zuerst gemeint, wenn man es schriftlich an die Kirchenleitung macht, müsste es so gehen, weil sie ja immer betonten, dass sie eine freie Kirche sind. Fakt ist, dass ich damals vom Bezirksapostel Ehrich ein Schreiben bekam, dass so mein Austritt nicht anerkannt wird und noch mehr Bla, bla, bla..weiß nicht mehr alles genau.

Wieland
Beiträge: 39
Registriert: 21.11.2015, 09:42

Re: NAK und die Stasi (MfS) in der DDR

#57 Beitrag von Wieland » 15.01.2017, 18:04

Danke für Deine Antwort. Ich kenne etliche Nochmitglieder der NAK, welche kurz vor dem offiziellen Austritt stehen. "Der Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), Reinhard Hempelmann (Berlin), sagte, in einer pluralistischen Kultur werde es zunehmend vorkommen,dass Menschen religiöse Gemeinschaften wechselten. Dies müsse mit Toleranz und Respekt betrachtet werden." ( ideaSpektrum 21/2013, Seite 13: "Warum einzelne aus Freikirchen aussteigen. Wie in in den Landeskirchen kommt es auch bei Freikirchen zu Austritten. Aus welchen Gründen?")

Ich war auf einer sehr interessanten Tagung des Vereins für Freikirchenforschung - wo ich seit über 10 Jahren Mitglied bin - welche unter dem Motto "Einfach nur enttäuscht - Aussteiger aus Freikirchen" vom 12. - 13.April 2013 in Bensheim (Südhessen) stattfand: http://www.idea.de/detail/newsticker.ht ... d%5D=21879

Aber zurück zum Thema "NAK in der DDR": Ich frage mich, hat die NAK überhaupt Respekt vor den Opfern? Sollte die neuapostolische Kirchenleitung sich wie der Berliner Staatssekretär Holm bei den Opfern entschuldigen ? Aber es gibt ja noch nicht einmal ein Schuldbekenntnis wegen ihrer Vergangenheit als Nazikirche ("Loblied auf Hitler": http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/ ... df/9224754 / Seite 84)

http://www.3sat.de/page/?source=/kultur ... index.html
https://www.welt.de/politik/deutschland ... haelt.html
http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 59053.html

Wieland
Beiträge: 39
Registriert: 21.11.2015, 09:42

Re: NAK und die Stasi (MfS) in der DDR

#58 Beitrag von Wieland » 22.02.2017, 17:33

Am 30. 01.2017 kontaktierte ich Bruder Törner mit folgender Mail:

"Lieber Bruder Törner,

das Jahr ist noch jung und so wünsche ich Ihnen auch für 2017 weiterhin Gesundheit und Schaffensfreude. Ich hoffe, Sie waren nicht allzu erschrocken, als Sie die Einladung des Politikwissenschaftlers und Publizisten Doz. Dr. phil. habil. Stefan Bollinger und stellvertretenden Vorsitzenden der Hellen Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin – vom 08.11.2016 erhielten. Bruder xxx hatte die Idee, diese Einladung bei Bruder Dieter Kastl auf seiner Homepage http://www.naktalk.de ( http://www.naktalk.de/nak-geschichte-un ... itsarbeit/ ) publik zu machen. Wir wollten aber auf keinen Fall in irgendeiner Form Druck ausüben, sondern nur den Prozess der Aufarbeitung forcieren und Ihnen quasi entgegenkommen. Sollten wir Ihnen aber damit in irgendeiner Form Unannehmlichkeiten bereitet haben, so bitten wir um Entschuldigung.

Wie werden Sie weiter mit der Einladung verfahren und wann ist mit der Veröffentlichung Ihrer Publikation zu rechnen? Ich habe zwischenzeitlich mehrere telefonische Anfragen in dieser Hinsicht bekommen mit der Nebenbemerkung, die neuapostolische Kirchenleitung hätte wohl ein internes STOP Ihrer Veröffentlichung entschieden. Ich beteilige mich nicht an Gerüchten, aber halte es für wichtig, Sie darüber zu informieren.

In Fortführung meiner Recherchen besuchte ich am Mittwoch den 25. Januar 2017 um 19.00 Uhr in Berlin die Veranstaltung "Erich Mielke – das Gesicht der Stasi" und kam dort gut ins Gespräch mit dem Mielke - Biographen Dr. Heribert Schwan. Hier für Sie die Termine der Veranstaltungsreihe:

https://www.berlin.de/lstu/veranstaltun ... 548504.php

Ich verbleibe wieder mit herzlichen Grüßen aus Pankow und der Bitte um Ihre Antwort

Ihr Bruder

Olaf Wieland"

Da im Gegensatz zum bisherigen zeitnahen Informationsaustausch plötzlich keine Antwort mehr auf meine Anfrage kam, erfolgte vorgestern telefonisch die Kontaktaufnahme zu Bruder Törner. Er informierte darüber, dass die Thematik doch äußerst schwierig sei und darum schiebe er das ganze Projekt etwas vor sich her. Die Einladung des Politikwissenschaftlers und Publizisten Doz. Dr. phil. habil. Stefan Bollinger und stellvertretenden Vorsitzenden der Hellen Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin wurde von Prof. Dr. em. und Bezirksältesten i. R. nicht angenommen.

R/S
Beiträge: 444
Registriert: 21.06.2013, 16:12
Kontaktdaten:

Re: NAK und die Stasi (MfS) in der DDR

#59 Beitrag von R/S » 22.02.2017, 17:57

Olaf Wieland:
Sollte die neuapostolische Kirchenleitung sich wie der Berliner Staatssekretär Holm bei den Opfern entschuldigen ?

Guten Abend Bruder Wieland,
ich denke, kein Täter kann sich bei seinen Opfern "entschuld(ig)en". Der Täter kann um Verzeihung/Vergebung bitten, was allerdings auch erst dann sinnvoll, ja überhaupt erst möglich ist, wenn er seine Taten bereut und für bestmögliche Wiedergutmachung sorgt.
Alles andere ist - wie auch bei dieser populistisch aufgemachten VAG-/NAK-"Versöhnung" - im Prinzip nur "Lippengeplärr". Im Abstand von zwei Generation tun sich noch dazu persönlich Unbeteiligte relativ leicht, eine Entschuldigung auszusprechen. Vor allem, wenn dieser Entschuldigung keinerlei persönliche Reue und Wiedergutmachung (z.B. Anerkennung der VAG-Apostel, öffentliches Eingeständnis, sich geirrt und mit teuflichen Mitteln, diesen Irrtum bis heute verbreitet zu haben usw., usw.) folgen.
Schönen Abend allseits
R/S
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)

glasperle
Beiträge: 392
Registriert: 27.01.2017, 07:44

Re: NAK und die Stasi (MfS) in der DDR

#60 Beitrag von glasperle » 22.02.2017, 19:14

Dieses Problem hatten die katholische und die evangelische Kirche mitbder nazizeit. Da wird bis heute so gut wie möglich vertuscht und beschönigt. :shock:

Antworten

Zurück zu „NAK - Neuapostolische Kirche“