Gemeindeschliessung in Niedersachsen

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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tosamasi
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Gemeindeschliessung in Niedersachsen

#1 Beitrag von tosamasi » 05.02.2008, 17:31

Es war einmal eine lebendige Gemeinde:

http://www.christ-im-dialog.de/index.ph ... &Itemid=43
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

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agape
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#2 Beitrag von agape » 05.02.2008, 18:42

Tja, es ist mehr als bedauerlich, dass das für die Gemeinde-Mitglieder so gekommen ist...

Manche Gemeinde fällt durch das Klingler´sche Visions-Raster, weil nackte Zahlen (zB aktive AT´s in einer Gemeinde) eine messbare Größe darstellen können, gegenüber einer geistlichen Entwicklung, die eine Gemeinde vollzogen hat...

Sellerie.

Man sollte das Lied von Paul Gerhardt bis zum Schluß singen....
...und dann zufrieden gehen.

Lieben Gruß,
agape
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

42

#3 Beitrag von 42 » 05.02.2008, 21:16

Man sollte das Lied von Paul Gerhardt bis zum Schluß singen....
...und dann zufrieden gehen.
Irgendwie fehlt mir der Bezugspunkt zu dem Lied von Paul Gerhardt. welches ??

Ein bewegender Bericht, danke an die Autoren und an CiD!

shalom
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Re: Gemeindeschließung in Niedersachsen

#4 Beitrag von shalom » 06.02.2008, 13:34

tosamasi hat geschrieben:Es war einmal eine lebendige Gemeinde:

http://www.christ-im-dialog.de/index.ph ... &Itemid=43
...und dann kamen die neuen Vorgaben von oben und der Plan vom Sanieren...

Herzliche Anteilnahme

shalom

tergram

#5 Beitrag von tergram » 06.02.2008, 15:10

Ja. Und nun? Was soll die KL der NAK tun?

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agape
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#6 Beitrag von agape » 06.02.2008, 15:30

Jetzt braucht die Kl nichts mehr tun.
Und zwar gar nichts mehr, weil der Kurs der NAK seit geraumer Zeit gewechselt hat.

Hätte die Kirche Pluralität, Profilgemeinden (nämlich möglich richtig verstanden !) und Nischen haben wollen, hätte man ausgerechnet einige Gemeinden nicht plattmachen müssen, sondern hätte diese geschützt, gefördert und exemplarisch "unter Naturschutz" gestellt.
Blankenese war das berühmteste Beispiel.

Man muss sich doch fragen: Warum fehlen die Aktiven, die Amtsträger?
Nicht weil sie die Gemeinde nicht unterstützen wollen, sondern weil sie als anständige Menschen im und für den Dienst an und in der Kirche nicht permanent gegen bescheuerte Leitgedanken und unsägliche Lehrmeinung der NAK anpredigen wollen.
Und solange der Mobb im Amtsträgerkreis unterwegs ist, der den Dienstleiter ermahnt, dass er nicht alle Gedanken aus den Leitlinien verwendet hat und dafür auch noch Pluspunkte von höherer Stelle einheimsen darf, wird die AT-Flucht weiter gehen.
Irgendwann reicht es eben jeden einmal. Und zurück bleibt eine Gemeinde, die dann nur noch aufgelöst werden kann.

Das betrifft vielleicht (?) nicht diese konkrete Gemeinde, aber es trifft reichlich viele andere.

Ursache ist wie eigentlich immer, nicht der Einzelne, nicht eine Gemeinde, sondern stets das System, in dem man sich gegenseitig festhalten will.
Gerade die Älteren fangen an zu ermahnen, dass die jüngeren AT´s nicht ihren Koffer packen sollen.
Man hat den leisen Verdacht, dass sich die Älteren nur noch sorgen, wer sie später seelsorgerlich betreut und sie von A nach B zum Gottesdienst und Seniorenfest fährt.
Das passt auch sehr gut ins Bild...
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
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tergram

#7 Beitrag von tergram » 06.02.2008, 15:42

agape, ich verstehe... und stimme zu... aber:

Das mag für die einzelne Gemeinde zutreffen. Hätte es aber so große Auswirkungen, dass man damit dem demographischen Wandel wirksam entgegentreten könnte?

Stellen wir uns vor, die NAK hätte sich in einer Weise entwickelt, wie sie sich viele von uns gewünscht hätten... *träum* Dann würden in meiner Ex-Gemeinde am Sontagmorgen nicht 15, sondern vielleicht 25 Personen sitzen, was für die Überlebensfähigkeit nur einen marginalen Unterschied machte.

Dass die KL in zynischer Weise mit Zahlen umgeht - weil sie vergisst, dass dahinter Menschen/Seelen stehen - wissen wir zumindest aus 2 Quellen: Der Fehr'schen Aussage über "ein paar Millionen mehr bei freigegrasten Wegen" und der Brinkmann'schen Berechnung über die bereits kalkulierten jährlichen Verluste.

tergram

#8 Beitrag von tergram » 06.02.2008, 15:43

agape, ich verstehe... und stimme zu... aber:

Das mag für die einzelne Gemeinde zutreffen. Hätte es aber so große Auswirkungen, dass man damit dem demographischen Wandel wirksam entgegentreten könnte?

Stellen wir uns vor, die NAK hätte sich in einer Weise entwickelt, wie sie sich viele von uns gewünscht hätten... *träum* Dann würden in meiner Ex-Gemeinde am Sontagmorgen nicht 15, sondern vielleicht 25 Personen sitzen, was für die Überlebensfähigkeit nur einen marginalen Unterschied machte.

Dass die KL in zynischer Weise mit Zahlen umgeht - weil sie vergisst, dass dahinter Menschen/Seelen stehen - wissen wir zumindest aus 2 Quellen: Der Fehr'schen Aussage über "ein paar Millionen mehr bei freigegrasten Wegen" und der Brinkmann'schen Berechnung über die bereits kalkulierten jährlichen Verluste.

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#9 Beitrag von agape » 06.02.2008, 15:53

tergram.... verstehe auch... und stimme zu....

Den demographischen Wandel und seinem Lauf
halten weder Ochs noch Esel auf. ;)

In dem Fall stimmt Honeckers "Vision"sogar. ;)

Zusammenrücken muss sein, sonst fühlen sich auch drei Mann in der Gemeinde nicht mehr wohl. Besonders dann nicht, wenn sich diese drei Mann sowieso noch nie abkonnten...

Maria!
Zuletzt geändert von agape am 06.02.2008, 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

nonakway

#10 Beitrag von nonakway » 06.02.2008, 15:54

Ich muss sagen,ich finde es auch sehr traurig,daß man so eine aktive Kirche schließen muss.Viel haben bestimmt sehr an ihrer Gemeinde gehangen.
Ich schließe mich agape aber gerne an.

Der NAK geht langsam aber sicher das Personal aus.
nonakway

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