...denn es war Klage über ihn gekommen...

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shalom
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...denn es war Klage über ihn gekommen...

#1 Beitrag von shalom » 23.12.2013, 17:39

      • …denn es war Klage über ihn gekommen Galater 2,11)...
Den folgenden Beitrag hatte ich vor Jahren auf dem damaligen gk-forum gepostet. Er streift die neuapostolischen Aufgaben der Ämter / das Aufgeben von Ämtern / das Aufgehen in Ämtern. Ich habe ihn nur etwas zu naktualisieren brauchen, denn zwischenzeitlich haben die Apostel ihren alten Glauben über Bord gehen lassen und glauben seit Advent 2012 ihrem neuen Nakechismus.

Bzgl. Gal. 2,11 habe ich mir vom neuen Nakechismus etwas mehr versprochen, als in den einschlägigen na-amtlichen Paragraphen dazu zum Ausdruck gebracht wird (speziell in § 7.7 „Die Ordination“ oder § 7.8 „Die Ausübung des Amtes“ oder § 7.9 „Die Aufgaben der Ämter“).

Was sagt der neue nakechetische Apostelglauben zur Botschaftsmode der 1950er mit ihrem bischöfflich-königlichen Kleid ? Sicher hilft das Kapitel § 7 des neuen Nakechismus in der Version der 2012er Glaubensvariante weiter:

Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist das Haupt seiner Kirche. In dieser Kirche hat das Stammapostelamt die Aufgabe, den Petrusdienst auszuüben […] (Mt 16,18.19). […] Der Dienst des Stammapostels äußert sich in der Reinhaltung und Weiterentwicklung der Lehre... . […] Der Stammapostel ist oberste geistliche Autorität; ihm kommt im Kreis der Apostel die führende Stellung zu… (Nakechismus § 7.6.6. Das Stammapostelamt).

Zunächst gab es vor 2000 Jahren die Ururkirche. Ab 1832 folgte darauf die Urkirche, die lt. (a)postuliertem Selbstbild bereits 1863 von der "Neuapostolischen Kirche" in perfekter vollkirchsinniger Weise abgelöst worden war. Allerdings ging die stammapostellose Zeit nicht damit zu Ende, sondern erst viel später (nämlich 1892), als das vakante Amt des Petrusdiensthabenden in Person von Stp. Krebs endlich wieder ordentlich ordinierend personal wiederbesetzt werden konnte (vorselbstbildlich par excellence).

Denn selbst für die Ordination von Stammaposteln gilt der Nakechismus: „Aus dem Apostelamt gehen Vollmacht, Segnung und Heiligung der Amtsträger zum Dienst in den Gemeinden hervor. …Der Amtsträger ist in der Ausführung seines Amtes dem Apostelamt verpflichtet und auf dieses angewiesen(§ 7.7 Die Ordination).

Grundvoraussetzung: „Das Vertrauen zwischen den Gemeindemitgliedern und den Amtsträgern ist Voraussetzung für eine gesegnete Entwicklung in der Gemeinde. Um ein solches Vertrauensverhältnis aufbauen und bewahren zu können, ist das Einssein der Amtsträger untereinander und mit ihrem Apostel unerlässlich. Der Amtsträger führt sein Amt im Rahmen der ihm erteilten Vollmacht aus. Dazu erhält er einen Auftrag von seinem Apostel, der ihm einen Arbeitsbereich zuweist(§ 7.8 Die Ausübung des Amtes).

Mit folgender Aufgabe: „ So ist jeder Amtsträger ein Diener Gottes mit der Aufgabe, das Evangelium Christi unverfälscht zu verkündigen und dafür einzutreten(§ 7.9 Aufgaben der Ämter) sind die Amtsaufträge na-amtliche definiert.


Und nun zu Galater 2,11 : „........denn es war Klage über ihn gekommen.“

Aus diesem Wort wird offenbar, dass sich selbst schon in der Ururkirche zeitweise im „vornehmsten Knecht“ und „Stellvertreter Jesu“ ein anderer Geist klammheimlich eingenistet hatte. Jenseits jeder neustammapostolischen Schweigepflicht und ungeachtet einer neuzeitlichen neustammapostolisch praktizierten Unfehlbarkeit (echte Gotteskinder suchen keine Fehler am Stammapostel, sie werden deshalb gesegnet und sind garantiert am Morgen der ersten Auferstehung dabei), beklagten sich Mitglieder und vermutlich auch Amtsträger über den Stammapostel Petrus, der sogar Barnabas verführt hatte mit ihm zu heucheln (Vers 13). Ein rangniederer Amtsträger (Stammapostelhelfer? Paulus) erkannte, dass die Klagen von Gemeindemitgliedern zutreffend waren und sein hochverehrter Stammapostel Petrus offensichtlich nicht nach der Wahrheit des Evangeliums wandelte, indem er sich nicht mehr an Gott hielt (war diese Erkenntnis Kritik, Besserwisserei, Glaubensgehorsam oder gar evtl. die Sünde wider den heiligen Geist?). Man erkennt, dass in diesem Zusammenhang die neustammapostolische Definition von „Kritik“ falsch ist, da sie den echten Risiken aus der Welt des Glaubens nicht genügt. Stammapostel Petrus war nämlich abgewichen von Gott und von der Wahrheit des Evangeliums.

Als dies geschah, gab der Ururstammapostel (vor 2000 Jahren) weder sein Amt zurück, noch trat er aus der Kirche aus, sondern er griff darüber hinaus all jene an, die sich von seinen Verführungskünsten nicht beeindrucken ließen. Als Angreifer legten der Ururstammapostel (als Botschafter und Stellvertreter Christi) und seine stammapostolischen Knechtesknechte Hand an das Evangelium und somit an all jene, die Jesus und dem Evangelium weiterhin die Treue halten wollten.

Wie mögen wachsame Geschwister über die Verführungskünste und Angriffe ihres Ururstammapostels und Stellvertreters Christi besorgt gewesen sein? Solche Sorgen der Seele haben ein anderes Kaliber als Sorgen um Kleidung, Nahrung und Obdach, Lebenspartner, Schulnoten etc.. (das Spezialgebiet der nakolischen Segensträger mit unzähligen Reverenzen [Glaubenserlebnissen]), denn hier ist Gefahr im Verzug .

Ururstammapostelhelfer Paulus stellte den Stammapostel deshalb öffentlich (!) zur Rede (Vers 14) und leistete dessen Angriffen sogar erfolgreich Widerstand. Der seelsorgerischen Heuchelei des Ururstammapostelamtes (Stellvertreter Jesu), gepaart mit einer gehörigen Portion an Aggressivität (in all ihrer facettenreichen Erscheinungsformen) wurde öffentlich Einhalt geboten. Die Sorgen der Seelen einer Vielzahl von Klagenden wurde innerkirchlich ernst genommen. Es fand sich zudem auch noch ein Fürsprecher (Wahrer göttlichen Rechts) und gemeinsam wurde erfolgreich Widerstand geleistet.

Im 16ten Vers wird der Unterschied zwischen des Gesetzes Werke und den Glauben an Jesum Christum verdeutlicht. Keine Silbe von der Notwendigkeit eines Glaubens an neustammapostolische Wahrheiten (Nakechismen) außerhalb des Evangeliums und jenseits der Bibel. Man sieht, wie überaus wichtig die zutreffenden Anwendungen der Begriffe: Gesetz, Glaubensgehorsam, Wahrheit und Evangelium sind und dass die integere Verwaltung von göttlichen Interessen und seelischen Bedürfnissen im Ururstammapostelamt nicht immer gewährleistet war und auch im Urstammapostelamtsinhaber rsp. bei den heutigen Stammapostelamtsinhabern nie sein kann und auf Erden auch nie sein wird (automatisch göttlich inspiriert, eindeutig göttlichen Charakters, garantiert auf dem schmalen Weg…). Das Gottesurteil im tiefen Fall der Bischoffsclique war kein Warnschuss vor den Bug der NaKi-Vereinsmeier sondern ein finaler Volltreffer.

Aus dieser Begebenheit lerne ich, dass es immer etliche geben wird, die den zahlreichen Stellvertretern Christi mehr gehorsam sein wollen als dem Evangelium (es besteht mithin ein gewaltiger Unterschied: denn einzig und allein Jesus lehrte sein Leben und lebte seine Lehre). Solche werden erfunden in einer Einheit der Heuchelei, in einer einheitlichen Schläfrigkeit (bei uns wacht nur der Stammapostel), in einer einheitlichen Erkenntnis außerhalb der Bibel und in einem von Gott auf den Stammapostel abgeleiteten und vereinheitlichten Glaubensgehorsam. Des Stammapostels Stellung war zwar von Jesus hervorgehoben worden, jedoch nicht seine zukünftige Unfehlbarkeit in geistlichen, seelsorgerischen und organisatorischen Punkten bzw. die Authentizität all seiner späteren Botschaften, Wegweisungen, Richtlinien, Satzungen, Nakechismen und sonstigen Gebötlein fürs königliche Kleid.

Wo war in der Zeit der Abirrung des Stammapostels Petrus dessen Fürsorgepflicht (Seelsorge), sein Verantwortungsbewusstsein, seine Liebe, sein Glaube und seine Bereitschaft Rechenschaft abzulegen (egal vor Gott oder der Gemeinde)? Mit solchen Charakterstärken war es während dieser Phase nicht weit her (eine auffallende Ähnlichkeit mit den Inhalten der heute gültigen NaK-Menschensatzungen neben der Bibel).

Man sieht aber auch, Barnabas hätte es damals letztendlich überhaupt nichts geholfen, als er sich dem Stammapostel in dessen Abirrungen bedingungslos unterwarf und mit ihm gehorsam außerhalb der Wahrheit des Evangeliums wandelte.

Stammapostolische Einigkeit – noch nicht einmal damals Garant für göttliche Führung

Selbst der Heilige Geist sowie auch Jesus (eher beide, bzw. alle drei) hatten während dieser Periode ihren Einfluss auf ihren einzigen Stellvertreter (damals Stammapostelamtsinhaber Petrus) und auf dem Dienstweg selbstverständlich auch auf all seine ururstammapostolisch gehorsamen Knechte (Knechtesknechte) verloren. Der Stammapostel konnte aus eigener Kraft und eigenem Willen nicht umkehren und es musste erst in der Vielheit offenbar werden (öffentlich gemacht werden), welches Feuer in dem Ururstammapostel und seinen Konformisten brannte.

Man könnte daraus erkennen: Göttliche Inspiration ist an kein Amt gebunden und lässt sich auch nicht dauerhaft von einer Person in Besitz nehmen (vereinnahmen). Die Vielzahl der heutigen religionstreibenden Geister, die von sich selbst behaupten (bzw. von sich nakechetisch behaupten lassen), sie und ihre Organisation seien dauerhaft und unfehlbar göttlich inspiriert, entlarven durch eine solche Lehre der (a)postulierten Gottgleichheit (d.h. die Okkupation der göttlichen Inspiration) sich in Personifizierung ihrer selbst gemachten Selbstbilder selber.

Gerade die eindeutige Öffentlichkeit (Vielheit) des damaligen Heiligen Geistes, der sich eben nicht in den ordinierten Sachzwängen einer verbeamteten Ämterhierarchie hilflos gefangen halten ließ, fehlt häufig innerhalb des kirchenrechtlich autonomen Baps. Und deren Organisationen. Besorgte und Klagende sind nach offensichtlich praktizierter neustammapostolischer Lehre Kritiker, Besserwisser, Glaubensungehorsame, bzw. Sünder wider den heiligen Geist und solche sind im praktizierten na-kirchlichen Leben nach na-göttlich inspiriertem Ratschluss vom Amtskörper ins Abseits zu drängen und evtl. gar noch mit Tratsch vorzuverurteilen. In den veraschten „F&A 179“ lasen wir zu diesem Thema: „Die Reichgottesgeschichte lehrt zudem, daß die verderbende und zerstörende Macht in der Vielheit offenbar wird, aber niemals in der Einheit. Gott hat seine Macht stets in der Einheit entfaltet“.

Da Gott jedoch die Lehrer zur Gerechtigkeit gibt, wird klar, dass nur solche Lehrer, die in Übereinstimmung mit der Wahrheit des Evangeliums lehren, wirklich von Gott selbst gegeben sind. All die anderen Lehrer, die mit erdichteten Fabeln und Lehren anderer Herkunft auftreten (z.B. Stammapostelungehorsam=Glaubensungehorsam), verfälschen die eindeutigen Grenzen zwischen Gott und Amt und legen sowohl Hand an die Gerechtigkeit Gottes wie insbesondere an die Seelen, die weniger obskuren Botschaften als vielmehr der Wahrheit des Evangeliums glauben.

Es spricht für die Größe des Ururstammapostels, dass er sich von den Geistern die er gerufen hatte, wieder lösen konnte (er ließ sich durch die Vielheit und den Widerstand der Klagenden bekehren, stellte seine Angriffe auf die Geschwister ein und kehrte zur Wahrheit des Evangeliums zurück). Weder setzte er die Kraft seines Amtes, seine Macht und eine neustammapostolische Richtlinienkompetenz (d. h. Wegweisungskompetenz in Besprechungen, Leitgedanken, Satzungen.....) dafür ein, die Klageführer (heute würde die NaKi solche pauschal wohl als Kritiker bezeichnen, da es ihnen nicht nur um Organisatorisches ging) auszugrenzen, zu diffamieren, abzuspalten und mundtot zu machen, noch ließ er sich durch falschen Wahn und falsche Ehre in seiner Eigenschaft als petrusdiensthabender ururstammapostolischer Petrus dazu verleiten, seine Lehre durchzusetzen und ihr die Aura einer „Botschaft göttlichen Charakters“ und „garantiert göttlich inspiriert“ zu erteilen. Paulus musste damals nicht über die Klinge springen, Kuhlen aber schon. Petrus

- - -- - - - - - - - - - - - Welch eine Persönlichkeit! - - - - - - - - - - - - - -


Für die damaligen Gemeinden, für den damaligen Amtskörper sowie auch zur Lehre und zum Vorbild für uns heute, wurde eine falsche Glaubenslehre (verkündet durch den Petrusdiensthabenden) offen und nachvollziehbar (an Inhalten) korrigiert. Auf die heutige Zeit übertragen erwarte ich seit Jahren nichts anders.

Am Scheideweg zwischen Jesulehre und Neustammapostellehre sollte sich jeder kirchenrechtlich unselbständige Nakolik besinnen und sich Klarheit verschaffen: „Wie kann ich merken, welches Wort der Herr nicht geredet hat“?

Ist allein schon die Frage verboten? Werden keine Antworten gegeben („wir schweigen“), bzw. von den Experten nicht gewusst („wir wissen’ s nicht“)? Mitzuheucheln oder auszutreten ist keine Alternative. Es geht darum, Widerstand zu leisten und sich nicht verleumden, bzw. gemäß bewährter Amtsträgertradition, ins na-kirchliche Abseits drängen zu lassen (formeller Platzverweis).

Paulus (Stammapostelhelfer?) ermuntert den Amtskörper daher ausdrücklich zur Amtstreue (Amtstreue ist wohl nicht selbstverständlich und deshalb auch nicht gleichzusetzen mit Stammapostelgehorsam) und es heißt wie folgt: „Predige das Wort, halte an, es sei zu rechter Zeit oder zur Unzeit; strafe, drohe, ermahne in aller Geduld und Lehre (!). Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden; sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jücken, und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu den Fabeln kehren. Du aber sei nüchtern allenthalben, sei willig zu leiden, tue das Werk eines evangelischen Predigers, richte dein Amt redlich aus“.


Der neue Nakechismus zum Advent 2012 klingt in der Tat fabelhaft. Ich wünsche jedem eine redliche Amtsausrichtung. Doch was rede ich.

s.

Maximin

Re: ...denn es war Klage über ihn gekommen...

#2 Beitrag von Maximin » 23.12.2013, 22:05

:) Mein lieber Shalom,
wir kennen uns ja nun auch schon eine ganze Weile. Ich bemühte mich seither redlich, mich aus den neuapostolischen "Kreisverkehrsscharmützeln" schweigend herauszuhalten. Dein Beitrag vom 23.Dezember 2013 läßt mich jedoch ein klitzekleines bischen rückfällig werden. Warum...?

Im Zentrum Deines sehr sorgfältig aufbereiteten Beitrags erkenne ich den Streit zwische Petrus und Paulus. Worum haben die sich so heftig gestritten? Doch darun, ob die hinzugekommenen Nichtjuden sich unter das Gesetz der Juden unterwerfen müssen. Petrus sagte "Ja", Paulus hielt dagegen. Wie ging diese Auseinandersetzung aus...? Wer daran wirklich interessieret ist, der kann das in der Apostelgeschichte selber nachlesen.

Warum also mische ich mich denn hier ein? Weißt Du warum, Shalom? Deshalb, weil mir der Streit zwischen den beiden Uraposteln ein weiterer Beleg dafür ist, dass die heiligen Schriften des Alten und des Neuen Testamentes, genauer betrachtet, kein gutes Haar an den dort beschriebenen Hauptakteuren lassen. Nicht mal an Jesus selbst...!

Sie berichten vielmehr schonungslos über ihre Stärken, aber ebenso schonugslos über ihre Schwächen, Fehler und Irrtümer. Das macht mir meine Bibel so glaubhaft und nachvollziehbar. Verstehst Du mich in diesem Punkt...? Ich wünsche es mir. Alles weitere dazu erspare ich mir und Dir. Du weißt es, ich weiß es und Gott der HERR wird es dem aufrichtigen gelingen lassen. Das ist beinahe alles gesagt.

Aber das sage ich auch: Nein, die Herren der Neuzeit, die sich auch Apostel genannt haben und noch nennen, egal in welcher Denomination, die haben mit den Aposteln der Urgemeinde nichts zu tun. Punkt!

Ob sich Gott in Einzelnen zu diesem und jenem öffentlich bekennt, das kann man mit der uns gegebenen Meßlatte selber herausfinden, wenn wir uns an die Schrift halten. Denn es steht geschrieben: "Das Reich gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft!" (1. Korinther 4, 20 / Luter 1912)

Gesegnete frohe Weihnachten von Haus zu Haus, Dein alter Bruder Maximin :wink:

P. S.: Verstehts Du eigentlich Holländisch? Ja? Dann sing und fühle mal ´ne Rund lang mit mir fröhlich und dankbar mit:...

http://www.youtube.com/watch?v=YVk3rs1lUMU

Pagan

Re: ...denn es war Klage über ihn gekommen...

#3 Beitrag von Pagan » 24.12.2013, 11:26

Maximin, der Streit repräsentiert den grundlegenden theologischen Konflikt zwischen jesuanischer Lehre und paulinischen Vorstellungen. Das Christentum basiert auf paulinischer Ideologie, Jesus ist damit von den "Paulanern" (Paulinern, Christen) sozusagen ein zweites Mal ohne Auferstehung gekreuzigt worden.

Gerne zu einem späteren Zeitpunkt dazu mehr und ausführlicher.

shalom
Beiträge: 4295
Registriert: 11.12.2007, 16:41

Re: ...denn es war Klage über ihn gekommen...

#4 Beitrag von shalom » 28.12.2013, 11:19

Maximin hat geschrieben::) Mein lieber Shalom,
wir kennen uns ja nun auch schon eine ganze Weile. Ich bemühte mich seither redlich, mich aus den neuapostolischen "Kreisverkehrsscharmützeln" schweigend herauszuhalten. Dein Beitrag vom 23.Dezember 2013 läßt mich jedoch ein klitzekleines bischen rückfällig werden. Warum...?

[…]

Ob sich Gott in Einzelnen zu diesem und jenem öffentlich bekennt, das kann man mit der uns gegebenen Meßlatte selber herausfinden, wenn wir uns an die Schrift halten. Denn es steht geschrieben: "Das Reich gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft!" (1. Korinther 4, 20 / Luter 1912)

Gesegnete frohe Weihnachten von Haus zu Haus, Dein alter Bruder Maximin :wink:
Mein lieber alter Bruder und Leuchtturmwärter 8),

danke für das klitzekleine bisschen Rückfällchen :wink: . So ein Leuchtturm ist auch eine segensbringende „Messlatte“. Und wo das Reich Gottes zu stehen hat, kann ich getrost seinem Talent überlassen. Kürzlich bin ich – inspiriert von dem Aposteldienst: „Wohnen wo Gott wohnt“ – der Frage nachgegangen, wo Gott wohl wohnt („Wo wohnt Gott“).

Und naktuell kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Reich Gottes im Reichtum steht ( :arrow: „Finanzen der NaK’s 2012“).

Nun weiß ich, dass das Abrücken von einem wörtlichen Verständnis der Heiligen Schrift manche Geschwister mit Unbehagen erfüllt… . Auch an anderen Beispielen ist zu erkennen, dass die Darstellung in der Heiligen Schrift von dem Verständnis der jeweiligen Zeit geprägt ist… . Auch dieser Bericht mag bildhafte Elemente enthalten, ich rate aber dazu, nicht zu sehr zu analysieren, was wörtlich und was bildhaft zu verstehen ist. Das führt uns im Glauben nicht weiter. Noch eine abschließende Bemerkung: Die Fragen, die ich hier angeschnitten habe, sind für die Erreichung unseres Glaubenszieles nicht entscheidend. Aber wir müssen als Kirche einen klaren Standpunkt vertreten(„Ergänzende Ausführungen zu unserem Verständnis der heiligen Schrift“).

Wenn das nicht ein klarer stammapostolischer Standpunkt ist, dass dem Wort Gottes die selbstbildgerechte Kraft ausgeht… :wink: . Und was bleibt, wird langsam offenbar: Professionell profanierte Gotteshäuser. Kornbauern mit vollen Scheunen. Selbstbildsatte Finanzverwalter Gottes von der adventlichen Seelsorge umtrieben, in der Zukunft nicht mehr genügend Zaster zu haben (Instandhaltung von Immobilien und Renditeobjekten, Pensionsverpflichtungen sowie die vorhergesagte demografischen Entwicklung der westlichen Welt). Das führt im neuapostolischen Reservenglauben weiter… .

Angesichts solcher permanentadventlicher verbaalhornungen im neuapostolischen Glaubenskreisverkehr ist das von Ihnen verlinkte Lied ein Lichtblick, halt wie es einen Leuchtturmwärters geziemt.

Vielen Dank dafür, für die Segenswünsche und von mir einen lieben Gruß zurück.

Ihnen Ihr shalom

Maximin

Re: ...denn es war Klage über ihn gekommen...

#5 Beitrag von Maximin » 28.12.2013, 20:41

:) Mein lieber Shalom,
vielen Dank für Deine freundlichen Zeilen. Das hat mir sehr gut getan. Deine Beiträge erinnern mich zuweilen an einen alten Berliner Gassenhauer. Und der geht so: "Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht." Ich wandle ihn etwas ab: "Ganz ohne Kohle gehen Kirchen nicht!"

Du wirst Deine Gründe haben weshalb Du einen bestimmten Kirchenbertrieb "kohlemäßig" genauer unter die Lupe nimmst. Pardon, mein Freund, mir ist völlig Wurscht, was die mit ihren Einkünften machen und was eben leider nicht. Mach Du Dein Ding. Ich mach´ meines. Im Endeffekt laufen wir auf derselben Straße. Und das macht zuversichtlich…!

Leider habe ich, aus Altersgründen, meinen Leuchtturm-Dienst an jüngere Männer abgeben müssen. Nicht leicht das, nicht leicht das! Aber es muss ja so sein. Irgendwann sitzt man nicht mehr vorne, sondern hinten in der letzten Reihe. Das hat mein treugläubiger Großvater so gemacht und mein Evangelisten-Vater ebenso.

Aber auf den Leuchtturm-Wärter kommt es ja schlussendlich auch nicht an, sondern darauf, dass das Licht in die Dunkelheit hineinleuchtet. Was denn sonst...?! Nur solange wir atmen bleibt es dabei: "Nächstes Jahr in Jerusalem."

Herzlichst und mit den besten Wünschen für 2014, Dein alter Freund Micha-el aus Berlin :wink:

P.S.: In der alten NAK-Sängermappe (Nr. 210) gab es ein wunderschönes, teilweise achtstimmiges Lied, in dem es u. a. hieß: …“da ich dir nichts bringen kann, lehn ich an dein Kreuz mich an…“. Die Grundmelodie fand ich in Holland wieder. Hier isse: http://www.youtube.com/watch?v=pL7Dz8i59Wk

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