Noch neuapostolisch - und das wird ein Problem

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Heinrich

Noch neuapostolisch - und das wird ein Problem

#1 Beitrag von Heinrich » 23.10.2013, 20:09

Guten Abend zusammen, Fories.

Ihr kennt mich, Heinrich. Auf die Gefahr hin, dass ich mich für manche, die mich kennen, oute.

Mit 37 Jahren erstmals "ja" gesagt zu einem Amt, diverse Amtsstufen durchlaufen und ca. mit 50 Jahren dann alle Ämter in der NAK niedergelegt - ja, das bin ich. Und seit einiger Zeit wieder "in Amt und Würden". Warum ich wieder ja gesagt habe, weiß der Himmel ;-)

Ich bin zerrissen. Auf der einen Seite ist die kirchliche Arbeit in meiner Gemeinde - diese bringt mir auch viel.

Auf der anderen Seite sind mir aktuelle Ämterabende, zuletzt zum Beispiel zum Thema Karneval, Halloween usw. restlos suspekt. Um nicht zu sagen, verplemperte Zeit, die ich besser hätte nutzen können.

Am liebsten ist es mir, in meiner Gemeinde zu sein und hier jemanden zu helfen, jemanden aufzubauen, jemanden einfach im nicht immer einfachen Leben zu helfen. So weit ich das kann.

Bin ich mit meinen - gemeindebezogenen - Gedanken so allein?

Und geht nicht manchen von Euch das ganze Tralala (Events, etc.) nicht auch am HINTERN vorbei - weil die Sicht auf die eigene Gemeinde besser ist als alles andere?

Nachdenkliche Grüße,
und bitte nur helfende - und keine polemischen oder höhnische Antworten - ja bitte?

Ich brauche jetzt einfach mal Gedanken aus der Community, okay?

Für die Wetterberichtsfreunde,
ja, es ist dunkel,
Heinrich

Maximin

Re: Noch neuapostolisch - und das wird ein Problem

#2 Beitrag von Maximin » 23.10.2013, 20:19

:) Mein lieber Bruder Heinrich,

ich schicke Dir in den nächsten Tagen eine PN. Das was Dich z. Z. bewegt, scheint mir für eine öffentliche Diskussion in diesem Forum eher weniger geeignet zu sein. Ok...? :)

Herzlichst grüßt Maximin :wink:

Heinrich

Re: Noch neuapostolisch - und das wird ein Problem

#3 Beitrag von Heinrich » 23.10.2013, 20:28

Guten Abend, werter Maximin.

Ich freue mich auf Ihre persönliche Nachricht (PN).

Und trotzdem sollten meine Zweifel/Fragen/Gedanken in diesem Thread offen bleiben. Warum haben wir denn forum.glaubensforum24.de ?

Ich habe mich hier oft eingebracht und hoffe nun mal auf viele Gedanken der Fories, vielleicht sind ja auch welche dabei, die mir persönlich weiter helfen - kann doch sein -oder?

Grüße nach Bärlin,
Heinrich

Maximin

Re: Noch neuapostolisch - und das wird ein Problem

#4 Beitrag von Maximin » 23.10.2013, 20:32

...bei Gott ist kein Ding unmöglich... :P :

http://www.youtube.com/watch?v=tuW1QBKhV9g

LG Maximin :P

Heinrich

Re: Noch neuapostolisch - und das wird ein Problem

#5 Beitrag von Heinrich » 23.10.2013, 21:08

Keiner wird zuschanden
Stimmt und danke, Maximin.

Liebe Grüße, Heinrich.

Die Tage war ich in Eisenach. Und fand auf einer Postkarte diese Aussage von Luther: Der beste Prediger ist der, von dem man, wenn man ihn gehört hat, sagen kann: DAS HAT ER GESAGT.

In diesem Sinn gute Nacht und bis morgen (PN?),
Heinrich

tergram

Re: Noch neuapostolisch - und das wird ein Problem

#6 Beitrag von tergram » 23.10.2013, 23:06

Heinrich, dein Thema ist eines, das wir in den diversen Foren schon oft diskutiert haben - du bist mit deinen Gedanken wahrlich kein Exot.

Der seelsorgerische Dienst in deiner Gemeinde ist die eine Seite. Die andere Seite ist die "Kirche an sich", die Organisation, Struktur, das System, die Regeln, die Glaubenslehre. Du kannst beides nicht dauerhaft voneinander trennen.

Ich kenne einige AT, die über längere Zeit hinweg versucht haben, sich auf die Arbeit in der Gemeinde zu konzentrieren und "die Kirche" dabei auszublenden. Ich habe bisher aber noch keinen erlebt, der das auf Dauer guten Gewissens durchgestanden hätte. Den inneren Konflikt kann man auf Dauer eben nicht aublenden, nicht aushalten und irgendwann ist eine Entscheidung fällig.

Da stellt sich die Frage, was an einer klaren Entscheidung in ein paar Wochen oder Monaten besser ist, als an einer klaren Entscheidung jetzt.

Alles Gute für deinen persönlichen Weg!

fridolin
Beiträge: 2731
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Re: Noch neuapostolisch - und das wird ein Problem

#7 Beitrag von fridolin » 24.10.2013, 00:49

Lieber Heinrich du wirst den Spagatt auf Dauer nicht schaffen. Innerlich der Kirche gegenüber kritisch zu sein und gleichzeitig ein Predigeramt in derselben ausüben.
Wie hat noch vor einiger Zeit Stammapostel Leber gesagt: Er erwarte das Amtsträger sich voll hinter der Lehre der stellen. Das ist bei dir nicht mehr der Fall, du hast die Scheuklappen abgelegt und das war richtig so. Durch das ablegen der Scheuklappen siehst du das die NAK manche "Leiche" im Keller versteckt hat und ihr Verständnis vom Evangelium in Teilen nicht unbedingt bibelkonform ist. Sondern das nach eigenen Gutdünken ausgelegt wird.
Ich lese gerne deine Einträge. Aus deinen vielen Beiträgen geht hervor du bist kein Apostellobsinger mehr.
Mein Rat wäre lege dein Amt nieder und setze dich in die Bank. Sonst habe ich die Befürchtung macht es dich nervlich fertig.
Ich sehe deinen Beitrag als Hilferuf deiner Seele an.
Du bist im Grunde genommen fertig mit der NAK wie viele andere neben dir auch. Die Frustrationen häufen sich. Wer kanns all denen übel nehmen.
Ich erinnere an den Bezirksältesten Feil aus Hannover. Als ihm alles zu viel wurde hat er sein Amt niedergelegt und ist aus der NAK ausgetreten. Oder die Erinnerung an die Unterschrift Aktion auf GK.
Zitat von tergram dem ich beipflichte.
Da stellt sich die Frage, was an einer klaren Entscheidung in ein paar Wochen oder Monaten besser ist, als an einer klaren Entscheidung jetzt.
Du musst die Entscheidung treffen, das nimmt dir keiner ab. Ich wünsche dir alles Gute auf dem zukünftigen Weg.

Brombär
Beiträge: 1217
Registriert: 28.11.2007, 00:15

Re: Noch neuapostolisch - und das wird ein Problem

#8 Beitrag von Brombär » 24.10.2013, 02:57

Heinrich schrieb:


Mit 37 Jahren erstmals "ja" gesagt zu einem Amt, diverse Amtsstufen durchlaufen und ca. mit 50 Jahren dann alle Ämter in der NAK niedergelegt - ja, das bin ich. Und seit einiger Zeit wieder "in Amt und Würden". Warum ich wieder ja gesagt habe, weiß der Himmel


Heinrich, wie geht das, Amt niederlegen und dann wieder ja sagen?
So was hab ich noch nie gehört. Womöglich mit Niederknien?
Beurlaubung wegen persönlicher Angelegenheiten oder Amtsruhe bei Wohnortwechsel kenn ich wohl, aber Niederlegung ist Niederlegung.

Können Sie aufklären ?


Gruß aus dem bevorstehenden Morgengrauen

Bb.
Das ist unsere Berufung, dass einer dem anderen Rast biete, auf dem Weg zum ewigen Haus.

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Andreas Ponto
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Re: Noch neuapostolisch - und das wird ein Problem

#9 Beitrag von Andreas Ponto » 24.10.2013, 07:01

Hallo Heinrich,

bis wohin du es vertreten kannst, als Amtsträger der NAK gegenüber den anvertrauten Schäfchen Seelsorger zu sein und vielleicht sogar in der Wortverkündigung zu stehen, gleichzeitig aber mit der NAK aber nicht mehr konform zu gehen, das kannst nur du für dich entscheiden.

Du mußt es aber auch verantworten können.

Auf was bezieht sich deine Distanz?
Auf die Oberen?
Oder auf die Organisation an sich?

Oder auf die Lehre? Auf das Grundsätzliche der Lehre?

Je nachdem wo deine Distanz liegt, mußt du entscheiden, wie lange du das dir persönlich zumuten kannst.

Wenn es um die Lehre geht, dann wird es aus meiner Sicht auch gegenüber denen, für die du verantwortlich bis, schwierig. Du stehst als in deinem Amt hervorgehobene Persönlichkeit in der Gemeinde für diese Lehre und mußt diese selbstverständlich vertreten. Darauf besteht nach meiner Ansicht ein Anspruch der Gemeinde an dich.
Oder du mußt es öffentlich machen und gegen die Dinge antreten, die deiner Meinung nach nicht passen.

In der NAK und ihrem System ist das nach meiner Einschätzung unmöglich.
Du wirst schnell merken wie lange du noch Rückhalt und Anerkennung bei den Geschwistern, um die es dir ja geht, haben wirst.

Nachdem ich gemerkt hatte, daß ich mich grundsätzlich geändert hatte und meine Vorstellungen, Ansichten und Einsichten nicht die der Kirche und nicht die der Geschwister waren, habe ich mich neu orientiert und bin heute überaus glücklich.

Wenn es auf die Nagelprobe kommt, bin ich fest davon überzeugt, daß die Geschwister nicht mit dir sind.
Sie sind in der NAK weil es ihnen dort gefällt! Und da gehört auch die Lehre dazu.

LG

Andreas

P.S.:
Dass ehrenamtliche Amtsträger ihr Amt niederlegen (Streß, persönliche Gründe, Ärger,...) und dann wieder im Amt sind und das auch mehrfach ist inzwischen durchaus nichts unübliches mehr. ...

fridolin
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Re: Noch neuapostolisch - und das wird ein Problem

#10 Beitrag von fridolin » 24.10.2013, 10:06

Wenn es auf die Nagelprobe kommt, bin ich fest davon überzeugt, daß die Geschwister nicht mit dir sind.
Sie sind in der NAK weil es ihnen dort gefällt! Und da gehört auch die Lehre dazu.
centaurea, die Erfahrung zeigt das.

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