Die Wahrheit auf den Kopf gestellt

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Re: Die Wahrheit auf den Kopf gestellt

#31 Beitrag von _ » 20.02.2012, 11:53

@schneider

ja, natürlich gab es immer auch andere beispiele auf seiten der eltern und seelsorger, und das darf nicht vergessen werden.* diese wurden aber nicht systematisch durch die mehrheit der amtsträger und die morallehre der nak unterstützt - in der regel war eben genau das gegenteil der fall. insofern ist das anführen von gegenbeispielen aus meiner sicht gerade bzgl. der von eckhardt vorgenommenen umverteilung von schuld kontraproduktiv, weil es vom kernproblem ablenkt.

*) das funktioniert übrigens auch in beide richtungen - auch heute noch gibt es neuapostolische eltern, die ihre kinder nach den wertmaßstäben der mitte des 20. jh. erziehen, und amtsträger, die das explizit gut finden.

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Re: Die Wahrheit auf den Kopf gestellt

#32 Beitrag von _ » 20.02.2012, 11:56

Brombär hat geschrieben:[...]

Was ist nur in dieses Apostolat gefahren ?
nach allem, was du davor schreibst, verstehe ich deine frage nicht, insbesondere auch in bezug zum diskutierten fall. die apostel - gerade auch eckhardt - verhalten sich doch nur "wie immer schon"?

Thomas

Re: Die Wahrheit auf den Kopf gestellt

#33 Beitrag von Thomas » 20.02.2012, 11:57

da ich diese Zeitschrift nicht halte, stellte ich eine Anfrage an die Redaktion mit der Bitte um Zustellung der Veröffentlichung. Die Antwort war sehr ernüchternd, bestellen Sie diese Zeitschrift und dann können Sie das lesen.

Wer hat die Zeitschrift und stellt mir diesen Artikel per Scan an ts@bf-nak.com zu? Vielen Dank im Voraus.

THomas

Laura1

Re: Die Wahrheit auf den Kopf gestellt

#34 Beitrag von Laura1 » 20.02.2012, 14:13

Das eigentliche Problem liegt eventuell auch darin...
"Gott selbst, offenbart durch die Amtsträger seine Gedenken. Alles was am Altar durch die Amtsträger verkündet wird ist Gottes Wort, sind Gedanken des Höchsten."

Treue Gotteskinder hinterfragen doch nicht Gottes Wort. Nein sie befolgen es, ohne wenn und aber. Denn nur die Treuen sind dabei, wenn der Herr wiederkommt.
Aber das Wort vom Altar m e n s c h e l t eben auch..., manches wurde hineininterpretiert was "vermutlich" in den Leidgedanken(oder damals im Amtsblatt)so nicht geschrieben war.
Es war und ist eben nicht ausschließlich das unverfälschte Wort Gottes, dass verkündet wurde. Das ist es auch heute nicht. Wie gesagt es menschelt...
Tja, und dabei sind dann Gebötlein entstanden, die nichts mit dem Evangelium Christi zu tun hatten. Und für die sich heute keiner mehr wirklich verantwortlich fühlt. Leider...

VG Laura1

Brombär
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Re: Die Wahrheit auf den Kopf gestellt

#35 Beitrag von Brombär » 20.02.2012, 16:24

_ hat geschrieben:
Brombär hat geschrieben:[...]

Was ist nur in dieses Apostolat gefahren ?
nach allem, was du davor schreibst, verstehe ich deine frage nicht, insbesondere auch in bezug zum diskutierten fall. die apostel - gerade auch eckhardt - verhalten sich doch nur "wie immer schon"?

werte/r _

ich sehe das etwas anders.

Herrn Eckhardt und sein Verhalten kenne ich - bis auf diesen Vorgang - nicht. Wohl aber sehe ich, dass mit dem offensichtlichen Verbiegen von Tatsachen, bei gleichzeitiger Nachweisbarkeit des Gegenteils eine neue Qualität von Führungsverhalten entwickelt wird. Die Dreistigkeit mit der die Dinge auf den Kopf gestellt werden, habe ich vor dem "Pontifikat" Lebers so nicht erlebt.
Das ist unsere Berufung, dass einer dem anderen Rast biete, auf dem Weg zum ewigen Haus.

_

Re: Die Wahrheit auf den Kopf gestellt

#36 Beitrag von _ » 20.02.2012, 17:16

Brombär hat geschrieben:Wohl aber sehe ich, dass mit dem offensichtlichen Verbiegen von Tatsachen, bei gleichzeitiger Nachweisbarkeit des Gegenteils eine neue Qualität von Führungsverhalten entwickelt wird. Die Dreistigkeit mit der die Dinge auf den Kopf gestellt werden, habe ich vor dem "Pontifikat" Lebers so nicht erlebt.
da kommen wir der wahrheit vielleicht schon näher: nicht die apostel verhalten sich anders, wir erleben sie anders als früher - weil wir nicht mehr alles treudoof abnicken, was sie verlautbaren lassen, und nicht mehr jede in "apostelbrief" oder predigt geäußerte privatmeinung für bares glaubensgold nehmen.

die wahrnehmung der realität richtete sich bei vielen (auch mir!) früher danach, was man per dekret sehen sollte. es galt doch nicht selten der leitspruch: "wenn mein apostel sagt, das ist so und so, dann ist das auch so. punkt." das würden heute nur noch wenige behaupten, und die würden wir hardliner nennen.

desweiteren konnte früher natürlich viel mehr im ansatz vertuscht werden, sodass man es nicht im nachhinein zurechtlügen musste. heute gelangen die kleinen und großen schmuddeligkeiten wenn nicht schon über die medien, dann über kritische beobachter ins internet und damit auch zu uns. aber wenn wir den umgang mit verschiedenen historischen fakten betrachten, dann hatten die äußerungen in den 60ern zu kuhlen, bischoff und dessen botschaft durchaus eine ähnlich verzerrende qualität wie heute zu anderen themen.

Adler

Re: Die Wahrheit auf den Kopf gestellt

#37 Beitrag von Adler » 20.02.2012, 17:20

Gäbe es eine solche "Auszeichnung", die NAK wäre Weltmeister im Wahrheitsverbiegen . . .

LG Adler

Magdalena
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Registriert: 07.07.2011, 09:52

Re: Die Wahrheit auf den Kopf gestellt

#38 Beitrag von Magdalena » 20.02.2012, 17:36

Yes, Sir Eagle!!!

tergram

Re: Die Wahrheit auf den Kopf gestellt

#39 Beitrag von tergram » 20.02.2012, 19:47

_ hat geschrieben:... wenn wir den umgang mit verschiedenen historischen fakten betrachten, dann hatten die äußerungen in den 60ern zu kuhlen, bischoff und dessen botschaft durchaus eine ähnlich verzerrende qualität wie heute zu anderen themen.
In diese Reihe der Wahrheitsumkehr passen auch die Äußerungen von Herrn Fehr, der Zusammenhang zwischen Opfer und Segen sei von ihm nie gepredigt worden.

Gleichfalls erinnern wir uns an die Aussage, "Gebötlein" seien vom Stammapostel und den Aposteln nie zum Bestandteil der Glaubenslehre gemacht worden, sondern in bedauerlichen Einzelfällen durch untergeordnete und übermotivierte Amtsträger ausgelöst worden.

Der rhetorische Taschenspielertrick der Schuldumkehr ist ein bewährtes Mittel und wurde erkennbar auch schon deutlich vor Herrn Dr. Leber angewandt.

Es hat ja auch bisher immer funktioniert...

Adler

Re: Die Wahrheit auf den Kopf gestellt

#40 Beitrag von Adler » 20.02.2012, 19:52

. . . allerdings wird es im Informationszeitalter immer schwieriger . . . Gott sei Dank!

LG Adler

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