NAK-Geschichte Teil 2

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Re: NAK-Geschichte Teil 2

#11 Beitrag von Comment » 23.07.2011, 19:01

Hallo,

so viel ich erfahren habe, geht es - kurz zusammengefasst- darum, dass die NAK sich an das Institut für Geschichte und Biografie der Fernuniversität Hagen gewandt habe, welche eine Zeitzeugenbefragung zum Thema 'Neuapostolische und apostolische Christen im Umgang mit der dog. Botschaft des Stammapostels Bischoff' durchführen solle. Es sei in den nächsten Tagen eine Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrages vorgesehen.

Die seitens der NAK an die VAG herangetragene Bitte um formelle (auch finanzielle) Beteiligung soll diese abgelehnt haben. Allerdings habe die VAG nichts dagegen, wenn Zeitzeugen der VAG befragt würden.

Com.

tergram

Re: NAK-Geschichte Teil 2

#12 Beitrag von tergram » 23.07.2011, 19:03

Danke für die weiterführende Hilfe.
Zeitzeugenbefragung? Es ist Eile geboten...

Kristallklar
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Re: NAK-Geschichte Teil 2

#13 Beitrag von Kristallklar » 23.07.2011, 20:45

tergram hat geschrieben: Zeitzeugenbefragung? Es ist Eile geboten...
Guten Abend,
erst mal zu meiner Person, ich bin weiblich und ein ehemaliges "Gotteskind" und aus der NAK ausgetreten, nachdem ich für mich ihre Lehre und ihre Grundsätze als falsch erkannt habe.

Das, was ich dazu sagen möchte ist (m)eine Sicht der Dinge, die Sicht mit Augen eines Außenstehenden, der allerdings über das angeeignete Wissen verfügt, wie was in der NAK so abläuft.

Ich bin in dem Jahr geboren, als J.G. Bischoff starb und habe bereits als kleines Kind an den Folgen mitgetragen, die die Nichterfüllung seiner "göttlichen Eingabe" angerichtet hat. Viel, sehr viel Leid hat es denen gebracht, die zurückgeblieben sind und damit fertigwerden mussten. Vor allem die, die während der Zeit der "Botschaft" und nachdem sie sich nicht erfüllte, unter teilweise schlimmsten Bedrängungen ausgeschlossenen und verstoßen wurden.

Die Nachherrschaft der verbliebenen "Getreuen" hat das Leiden dieser Mitglieder nicht gelindert, aufkommende Fragen nicht beantwortet und durch das sture "Wir schweigen" bis heute alles in einer schlimmen seelischen Zerissenheiten belassen, niemals, bis heute nicht, kommen Erklärungen, Abbitten an immer noch Betroffene.
Heute ist es der reine Hohn, nach Jahrzehnten eine Klarheit schaffen zu wollen, die es nie mehr geben kann, das hätte gleich geschen können und müssen.

Ja, es ist aber richtig Eile geboten, ich glaube, diese Beauftragung jetzt zu diesem Zeitpunkt ist bestens kalkuliert und so geplant von der Kirchenleitung.
Vermutung: Die Uni Hagen wird kein für alle zufriedenstellendes Ergebnis erbringen können. Für niemanden außer der NAK wird das, was dabei rauskommt, etwas befriedigendes werden.

Die NAK kann dann aber behaupten, ihren Willen und die Bereitschaft zur Aufarbeitung der "Botschaft" Genüge getan zu haben. Es kann und wird kein Ergebnis zu Ungunsten der NAK geben.
Ist ein solches Vorgehen denn "ehrenhaft"? Ich denke nein, zu deutlich sichtbar ist die Berechnung in diesem "Spiel". Die NAK macht nichts ohne vorherige Berechnung.

Allerdings schneidet sie sich doch in der letzten Zeit heftig ins eigene Fleisch im Bemühen, ihre Schäflein beisammen zu halten, das hin und her wird zu heftig, selbst unter den Hirtenhunden (AT's) ist keine Einheitliche Struktur mehr zu erkennen.
Wer sich heute in ihr noch wohlfühlen kann, der soll es tun, es gibt so viele herzensgute Menschen, die sich ihr verschrieben haben und an ihre Lehre glauben. Es ist ihre alleinige Entscheidung.

Diese "Studie" wird auch wieder einige Jahre Zeit für die Recherchen und Auswertungen der Befragungen beanspruchen, bis dann auch der letze Zeitzeuge "heimgegangen" ist.

Ob denn auch die Zeitzeugen befragt werden, die dem "Werk Gottes" den Rücken zugewandt haben?

Für heute ist es lang und viel geworden und erst einmal genug.

Kristallklar
Zuletzt geändert von Kristallklar am 23.07.2011, 21:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: NAK-Geschichte Teil 2

#14 Beitrag von Andreas Ponto » 23.07.2011, 21:10

Was soll die Zeitzeugenbefragung? Seit wann fragt das Apostolat nach des Volkes Meinung?

Eigentlich ist es doch ganz einfach.

Wenn man der gängigen Argumentation vom einzig vollgültigen Apostolat unter der Einheit des Stammapostels und der damit eingeforderten Autorität die Schrift allein vollgültig auslegen und Wort Gottes verkünden zu können für einen Moment folgt, dann muss die NAK im Stammapostel heute einfach nur erklären, ob die von Bischoff verkündete Botschaft nach ihrer heutigen Lehre tatsächlich eine von Gott gegebene Botschaft war oder nicht.

Das ist die einzige Frage, die in diesem Fall zulässig ist und ausschliesslich vom Stammapostel als Vertreter Gottes auf Erden beantwortet werden kann, darf und muss!

Die Botschaft eine Stammapostels kann und darf nach neuapostolischen Selbstverständnis nicht der Beliebigkeit übergeben werden ("ist heute kein Dogma mehr") sondern das Apostolat im Stammapostel muss heute klar Stellung beziehen.

Alles weitere ergibt sich daraus.

War es eine Botschaft Gottes an den Stammapostel Bischoff, die er dem Volk Gottes verkünden sollte und Gott hat dann seine Meinung geändert, dann muss die Kirche aus ihrer Sicht sich nicht entschuldigen, da das Ganze Gottes Wille war.

War es nicht eine von Gott gegebene Botschaft, dann muss sie sich bei allen Betroffenen entschuldigen, weil sie mindestens in diesem Punkt eine Irrlehre verkündet hat und damit unsägliches Leid und Not über viele, viele Gläubige Christen und Familien/Freundschaften gebracht hat.

So einfach ist das.

Nur für die NAK wäre beides ein Fiasko. Und genau darum drückt sie sich um eine Antwort, die sie bis heute ihren Gläubigen und den Geschädigten schuldig bleibt.

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Re: NAK-Geschichte Teil 2

#15 Beitrag von Kristallklar » 23.07.2011, 21:24

Da Gott ja keine Fehler macht, kann es nur eine Antwort geben und die damit klar und deutliche Ansage, daß der amtierende Stammapostel sich bei allen Mitgliedern entschuldigen sollte, ja muss. Es sollte endlich Schluss mit der sich Winderei sein.

Frage an den amtierenden Stammapostel, den für alles, was in der NAK geschieht, Verantwortlichen:
Was ist daran so schwer, sich berechtigt zu entschuldigen Herr Dr. Leber?


Es ist ein unseliges Erbe, was ihre Auswirkungen bis auf den heutigen Tag auf alle verbliebenen und nachkommende Mitglieder hat.

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Re: NAK-Geschichte Teil 2

#16 Beitrag von Andreas Ponto » 23.07.2011, 21:46

einfach kristallklar ;-)

volle Zustimmung.

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Re: NAK-Geschichte Teil 2

#17 Beitrag von Comment » 23.07.2011, 22:07

Einwurf

Eine sog. Zeitzeugen-Befragung gab es schon einmal, sie fand NAK-intern Juni 2009 in Dortmund statt. Hier der Link zum Bericht auf http://www.nak-nrw.de
Klick

Wie soll nun das zur Durchführung vorgesehene Institut an Zeitzeugen herankommen? Ich denke, es wird auf die Benennung durch die NAK setzen müssen. Und nach welchen Kriterien wird die NAK die betreffenden Personen auswählen? Das ist doch die Frage!

Die Auswahl 2009 wurde, soviel ich weiss, gesteuert über die Bezirksämter durchgeführt. In der hiesigen NAK-Gemeinde mit vielen älteren Mitgliedern, von Natur aus Zeitzeugen, wurde keiner gefragt und daher auch niemand benannt. Ich gehe davon aus, dass gezielt ausgewählt wurde. Natürlich ergibt die Befragung dann ein einseitiges Bild.

Es ist eine spannende Frage, wie nun die neue Befragung durch die NAK bzw. das vorgesehene Institut organisiert wird, speziell ist die Frage brisant: wer wird als Zeitzeuge zur Befragung 'zugelassen'?

Com.
Zuletzt geändert von Comment am 24.07.2011, 07:36, insgesamt 1-mal geändert.

tergram

Re: NAK-Geschichte Teil 2

#18 Beitrag von tergram » 24.07.2011, 07:35

Das Institut kann angesichts der Anfangsvoraussetzungen zu keinem klaren Ergebnis kommen - und genau das ist gewollt.

Der aus Sicht der NAK positive Effekt der weiteren Zeitverzögerung inklusive 'Wegsterben der Zeitzeugen' kommt hinzu. Am Ende wird ein diffuses Ergebnis stehen, auf dessen Basis die NAK keine zwingende Notwendigkeit erkennt, sich zu entschuldigen, sich klar zu bekennen. Man kann aber dann den Kritikern entgegenhalten, man habe ja nun weiss Gott alles versucht...

Wie und wieso angesichts der Eingangsvoraussezungen das Institut diesen Auftrag annimmt, der nach den hehren Geboten wissenschaftlicher Arbeit nicht zu erfüllen ist, ist mir unklar. Nebenbei darf auch mal gefragt werden, was die Sache kostet und warum die Kirchenmitglieder dafür bezahlen sollen. Speziell in dieser Sache haben die altgedienten Mitgleider schon genug bezahlt - in jeder denkbaren Weise.

Herr Dr. Leber wird sich als um 'neutrale Klärung bemüht' in den Ruhestand verabschieden und - wie Herr Fehr - gutgelaunt seine Erinnerungen schreiben und verkaufen. Herr Ehrich, sein Nachfolger, wird das Projekt in Schönheit sterben lassen: Es mit dem Mantel der Liebe bedeckt ins Meer des Vergessens werfen. Oder so. Gemäß dem stammapostelichen Gebot: Wir schweigen und gehen unseren Weg.

Sonntägliche Grüße aus der Glaskugel.


Bild
Grabchor bitte: "Gotteskind muss Stille lernen auf dem Weg zur Herrlichkeit..."

Adler

Re: NAK-Geschichte Teil 2

#19 Beitrag von Adler » 24.07.2011, 11:10

Dieses schweigend seinen Weg gehen, dieses ignorieren der Vergangenheit hat sich in der NAK bis heute fortgesetzt. In vielen Köpfen existiert heute noch dieses Feindbild von den Geschwistern die die Bischoff-Botschaft damals nicht mitgetragen haben. Ich habe als Kind diese Zeit aktiv miterlebt, sowohl auf NAK-Seite, als auch -durch freundschaftliche Verbindungen zu der Familie eines der exkommunizierten Apostel- auf der (späteren) VAG-Seite. Mir sind die heißen Diskussionen und auch die Teilweise erfolgten Hetzkampagnen noch sehr gut in Erinnerung.

Ich habe es schon einmal -nach dem 04.12.2007- geschrieben und wiederhole es gerne noch einmal: eine objektive Geschichtsaufarbeitung, so schmerzhaft und evtl. mit dem Gesichtsverlust verbunden, diese auch sein mag, kann nur dann erfolgreich durchgeführt werden, wenn sowohl NAK als auch VAG ihre Archive lückenlos öffnen und einem unabhängigen Historiker zur Bearbeitung überlassen. Alles andere sind und bleiben stümperhafte Versuche sich selbst von aller Schuld reinzuwaschen.

LG Adler

Adler

Re: NAK-Geschichte Teil 2

#20 Beitrag von Adler » 24.07.2011, 11:23

Comment hat geschrieben:Einwurf

Eine sog. Zeitzeugen-Befragung gab es schon einmal, sie fand NAK-intern Juni 2009 in Dortmund statt. Hier der Link zum Bericht auf http://www.nak-nrw.de
Klick

Wie soll nun das zur Durchführung vorgesehene Institut an Zeitzeugen herankommen? Ich denke, es wird auf die Benennung durch die NAK setzen müssen. Und nach welchen Kriterien wird die NAK die betreffenden Personen auswählen? Das ist doch die Frage!

Die Auswahl 2009 wurde, soviel ich weiss, gesteuert über die Bezirksämter durchgeführt. In der hiesigen NAK-Gemeinde mit vielen älteren Mitgliedern, von Natur aus Zeitzeugen, wurde keiner gefragt und daher auch niemand benannt. Ich gehe davon aus, dass gezielt ausgewählt wurde. Natürlich ergibt die Befragung dann ein einseitiges Bild.

Es ist eine spannende Frage, wie nun die neue Befragung durch die NAK bzw. das vorgesehene Institut organisiert wird, speziell ist die Frage brisant: wer wird als Zeitzeuge zur Befragung 'zugelassen'?

Com.
Lieber Comment,

der größte Teil der auf den Bildern zu sehenden Mitglieder stammen aus einem Ältestenbezirk und sind mir persönlich sehr gut bekannt. Von diesen würde KEINER, schon alleine im Angesicht des lieben STAP usw. JEMALS etwas negatives über die NAK verlauten lassen! Bei den meisten handelt es sich um AT i.R und um Witwen von AT. Auch der Schwiegervater des ehem. AP Sch. ist dabei. Die ganze "Truppe" ist folglich "handverlesen" und strotzt nur so vor Loyalität!

LG Adler

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