Keiner will es rechtfertigen

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Cerebron

Re: Keiner will es rechtfertigen

#21 Beitrag von Cerebron » 09.07.2010, 11:26

Werte Evine,

was nehmen Sie denn zu sich? Stören denn die vielen Trümmer der Rosinenschalen nicht beim Trinkgenuss?

Gruß
C.E.

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evah pirazzi
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Re: Keiner will es rechtfertigen

#22 Beitrag von evah pirazzi » 09.07.2010, 13:44

Nein, denn ich lasse diese edlen "Früchte" gar nicht erst schrumpfen, sondern genieße sie - wie gesagt - lieber frisch und vollsaftig, auf jeden Fall ungeschrumpft -

- gern auch gemaischt, gegärt, gepresst und gereift, verstehen Sie jetzt, Herr Ceregerönn?

(Wobei ich den Schrumpfungszustand einer eingetrockneten Weintraube - um bei dem Vergleich mit den Sakramenten zu bleiben - eher der NAK zuordnen würde)

Bild
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

Heinrich

Re: Keiner will es rechtfertigen

#23 Beitrag von Heinrich » 09.07.2010, 14:17

Bon jour, Evah.

Bitte helfen Sie mir mal auf die Sprünge: Wo kommt dieser eigenartige Begriff "Schrumpfsakramente" eigentlich her ?

Und was muss man darunter verstehen ?

Und: Falls ich da etwas versäumt habe, sehen Sie es mir bitte nach. Und antworten mir bitte trotzdem :D

Herzliche Grüße aus dem heissen Süden,
Heinrich

Dieter

Re: Keiner will es rechtfertigen

#24 Beitrag von Dieter » 09.07.2010, 15:56

@ Heinrich:
Bin zwar nicht Evah, aber guckst Du hier: http://www.christ-im-dialog.de/index.ph ... &Itemid=40

Philippus
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Re: Keiner will es rechtfertigen

#25 Beitrag von Philippus » 09.07.2010, 16:39

Da schrumpelt so manches vor sich hin ... *grübel*

Warm heute :mrgreen: 8)

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evah pirazzi
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Re: Keiner will es rechtfertigen

#26 Beitrag von evah pirazzi » 09.07.2010, 22:02

Heinrich hat geschrieben:Bon jour, Evah.
... Und antworten mir bitte trotzdem :D

Herzliche Grüße aus dem heissen Süden,
Heinrich
Bon soir, heiß südender Heinrich -

nun, Dieter, der Gute, war ja schon sonett, dir auf die Sprünge zu helfen. Der Komponist des kleinen Schall-und-Rauch Klangstückes "Schrumpfsakrament" ist der philosoff-theologische Zeremonienmeister des Stap Leber, Herr Oberkiefer. Er hat es - wie du nun weißt - auf dem ÖKT uraufgeführt und es den mehr oder weniger geneigten Zuhörern frei "von der Leber weg" ( :mrgreen: ) vorgekaut - und man hat es "geschluckt".

Eins muss man ihm lassen - dem Kieferchen, er hat Phantasie...

:wink:
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

Dieter

Re: Keiner will es rechtfertigen

#27 Beitrag von Dieter » 10.07.2010, 10:27

wobei ich mich frage, ob diese Uraufführung aufgeführt oder nicht doch eher "vergeigt" wurde :mrgreen:

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Re: Keiner will es rechtfertigen

#28 Beitrag von 42 » 10.07.2010, 14:33

Dieter, das haengt in erster Linie von der Reaktion des Publikums ab. :wink: Was das betrifft, glaube ich eine Ernuechterung festzustellen.

Gelegentlich war ich ueberrascht von manchen positiven Einschaetzungen von Weltanschauungsbeauftragten den Aenderungs- und Oeffnungswillen der NAK betreffend. Allerdings muss ich sagen, dass ein solcher Eindruck nicht nur bei den Weltanschauungsbeauftragten, sondern auch bei etlichen Mitgliedern der NAK entstanden ist. Dies ist auch in keiner Weise als Herabsetzung der professionellen Arbeit solcher Weltanschauungsbeuftragter gemeint.

Allmaehlich habe ich zunehmend den Eindruck, dass sich die ACK-Gespraechspartner der NAK nicht mehr "preisend mit viel' schoenen Reden" hinhalten lassen. Mein Eindruck, den ich auch aus einigen Kommentaren zu den neuen GA gewinne, ist:

1.) dass manche Weltanschauungsbeauftragte in der Zwischenzeit die Verlautbarungen dieser Kirche genauer unter die Lupe nehmen. Es braucht eine Investition an Zeit, um sich aus an verschiedenen Stellen und Fussnoten formulierten Aussagen der NAK eine theologische Gesamtsicht zu bilden. Das "sogenannte Kleingedruckte" (1) gehoert nun einmal zu einem vollstaendigen Bild mit dazu. Ich hielte es nur fuer vernuenftig und deshalb fuer wuenschenswert, wenn die Gespraechspartner der NAK sich diese Zeit nehmen koennten.
Zurzeit werde der Katechismus der NAK, also deren kurzgefasste Glaubenslehre, überarbeitet. "Evangelische und katholische Kirche werden genau hingucken, was dort über die Kirchen drin steht und wo sich die Neuapostolische Kirche hinbewegen wird", sagt Schmidt. (Quelle)
2. dass die ACK-Vertreter seit einiger Zeit weniger geneigt sind, sich nur noch auf Ankuendigungen der NAK-Vertreter zu verlassen.
Unsere Gesprächspartner aus der Gesprächsgruppe hatten uns Umwälzendes in Richtung Erneuerung und ökumenischer Öffnung vorausgesagt. Umwälzend waren die kleinen Türchen, die in Richtung Ökumene geöffnet worden waren, von außen gesehen, aber leider gar nicht. (Quelle)
Vernuenftigerweise wollen die ACK-Vertreter zuerst verstehen und sehen, welchen Weg die NAK eigentlich einschlaegt, bevor sie Entscheidungen zur weiteren Vorgehensweise hinsichtlich einer ACK-Beteiligung der NAK treffen. Das hat sich wohl schon bei dem Studientag in Frankfurt im Jahr 2008 abgezeichnet.

Und ueberhaupt kann ich mir nicht vorstellen, wozu die ACK eine zweite Kirche mit exklusivem Selbstbild in ihren Reihen braucht. Fuer die Zuschauer koennte eine solche Konstellation zweier Kirchen, die sich zum Beispiel gegenseitig das Kirche-Sein im eigentlichen Sinn absprechen, spannend werden. Fuer die ACK selbst auch?

(1) Zu dem "Kleingedruckten", das schon in den Uster-Papieren zu finden ist, waere noch nachtraeglich zu bemerken: ich hatte im Jahr 2006 nach Uster ein Mitglied der Kirchenleitung darauf angesprochen, dass ich es als unredlich empfinde, wenn an einer Stelle zwar die Taufe in anderen Kirchen scheinbar anerkannt wird, aber an verschiedenen anderen Stellen - ich formulierte "im Kleingedruckten" - darauf hingewiesen wird, dass diese Tauf-Anerkennung nicht wirklich umfassend gemaess dem Tauf-Verstaendnis der Christenheit gilt. Eine solche Aufteilung auf verschiedene Stellen erweckt beim ersten Anschein den Eindruck einer Anerkennung, die bei genauerer Betrachtung nicht wirklich eine ist. Dieses Mitglied der Kirchenleitung, das auch Kontakte mit anderen Konfessionen pflegt, stimmte zu und meinte, "ja, da haben Sie Recht, so etwas sollte man vermeiden."

Bei den neuen Glaubensartikeln finden wir vier Jahre spaeter 14 (?) Seiten "Kleingedrucktes". Ich rufe die Erklaerungen von 2010 jetzt nicht auf, um die Seitenzahl zu bestaetigen. Man kommt aber fuer eine vernuenftige Einschaetzung der Veroeffentlichung nicht umhin, sich alle diese Erklaerungen durchzulesen.

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