Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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tergram

Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#21 Beitrag von tergram » 20.06.2010, 12:20

Maximin hat geschrieben:Töricht wäre die Annahme, mir Gottes Wohlwollen einhandeln, seine Einflussnahme auf meine Geschicke einkaufen zu können. Sofern ich mich einer christlichen Gemeinde angeschlossen habe halte ich es für recht und billig, mich in angemessener Weise auch am Budget der Gemeinschaft zu beteiligen.
Ja. Selbstverständlich. Volle Zustimmung. Selbstverständlich.

Hier geht es aber nicht darum wie du, ich, Schwester Müller und Opa Meier die Sache betrachten. Schon gar nicht darum, wie Gott die Sache betrachten mag - falls sie ihn interessiert.

Hier geht es ausschliesslich darum, Herrn Fehr nachzuweisen, dass er sich 1.) in seinem Buch selbst in Widersprüche zum Thema verwickelt und 2.) er sich heute anders darstellt, als er selbst seinerzeit immer wieder gepredigt hat.
Beide Nachweise sind gelungen.

Nun mag ich Herrn Fehr gern eine gewisse Altersmilde zugestehen - von mir auch sich selbst gegenüber. Wenn ich nur nicht den Verdacht hätte, es sei auch eine gehörige Portion Altersstarrsin verbunden mit einem Drang zu Selbstbeweihräucherung dabei.

Wir kennen das ja schon: Dass es sich bei allen Inhalten der Predigten der Stammapostel stets um das lautere Lebenswasser aus dem Heiligen Geist gehandelt hat und die Verwirrungen (ergänze um Gebötlein etc. ) nur aufgetreten sind, weil untergeordnete Amtsträger in bedauerlichen Einzelfällen ohne Wissen und Wollen der Kirchenleitung über's Ziel hinausgeschossen sind.

Ich sag's ja - es ist wie immer: Die 'oben' haben von nix gewusst und die 'unten' haben ja nur Befehle/Anweisungen befolgt.

Sooo leicht wollen wir sie aber doch aus der Verantwortung nicht herauslassen oder?

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Loreley 61
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Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#22 Beitrag von Loreley 61 » 20.06.2010, 12:29

Tja Maxi, Gottes Segen kann man sich nicht erkaufen. :wink:

Ich hoffe, ich konnte erklären, wieso ich Widersprüchlichkeiten zur gelebten Praxis im Buchzitat aufgeführt habe?

Eigentlich kann Stap. Fehr nicht behaupten, das :
Wir (die Kirche, die AT`s) halten uns an den in der Bibel mehrfach erwähnten Zehnten, ohne aber damit Segen oder Fluch zu verknüpfen.

Es kann sein, dass er es selbst nie gepredigt hat,(für Äusserungen in den NAK-Zeitschriften trug er aber die Verantwortung) aber allein der Ausspruch von Brutto-und Nettosegen ist vielen bekannt. (wenn auch nicht allen) Das wurde gepredigt. Und genau da ist die Verknüpfung von Zehntem und Segen oder Fluch. Wer vom Brutto den Zehnten opferte, bekam auch den Bruttosegen, wer nur vom Nettogehalt den Zehnten opferte, bekam entsprechend weniger Segen, nämlich den Nettosegen. Und wer noch weniger opferte.......................

Es kam also schon auf die Höhe des Opfers an!

Zudem sind solche Versprechungen: Opfern bringt Segen und auch der Umkehrschluß nicht immer richtig. Denn dann müßte es allen Atheisten, die wohl kaum in einer Kirche etwas opfern, sehr, sehr schlecht gehen. Ich dagegen kenne Atheisten, denen gehts gesundheitlich, privat und finanziell hervorragend. Da ich ausgestiegen bin, opfere ich auch nicht mehr in der NAK. Trotzdem fühle ich mich seit meinem Austritt reich gesegnet. :wink:

"Und liegt auch die Welt in Hungersnot, Gotteskinder haben Brot"

Kennt jemand noch diesen oft vom Altar zitierten Spruch? Da hat der Hl. Geist also versprochen, dass es keinem Gotteskind jemals an Brot mangeln wird. Kein Gotteskind erfährt Hungersnot. Angesichts der Tatsache, dass die NAK vor allem in Afrika ihren Schwerpunkt hat, sind solche Versprechen doch sehr gewagt, oder nicht? Immer Brot zuhaben ist sicher auch eine Form von Segen, doch man erkennt auch hier einen materiellen Zusammenhang von NAK-Zugehörigkeit und Segen in Form von Brot.

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
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Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#23 Beitrag von Konzertmeister » 20.06.2010, 12:55

Maximin hat geschrieben::)
Sofern ich mich einer christlichen Gemeinde angeschlossen habe halte ich es für recht und billig, mich in angemessener Weise auch am Budget der Gemeinschaft zu beteiligen.
Lieber Maximin,

so soll (te) es eigentlich sein - in angemessener Weise. Und somit ist die Zehnprozentregelung schon außer Kraft gesetzt und kann ohne Bedenken in den Papierkorb verschoben werden.
Es dürfte doch jedem klar sein, der eine hat ein geringes Einkommen, gar nicht so wenige habe nicht einmal ein ausreichendes und wiederum andere können sich über mehr und noch mehr freuen.
Und so soll jeder das beitragen was er kann....

Die ständige Wiederholung des Zehnten und die damit sogleich verbundenen "Nebenerscheinungen" bringen weder für die NAK "volle Kassen" noch stoßen sie auf Verständnis.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird das zum Erntedankfest 2010 wieder ein großes Thema sein.
Nach meiner Empfindung wäre das dann wieder kein Erntedankfest in dem Sinne wie es begangen werden sollte - sondern mehr ein FINANZ-UND-GELD-FEST für diese Kirche.

Gruß vom
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Zuletzt geändert von Konzertmeister am 20.06.2010, 15:26, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#24 Beitrag von evah pirazzi » 20.06.2010, 14:10

Maximin hat geschrieben: Was in der NAK bis heute unterblieben ist, ist eine abschließende Klärung der Begrifflichkeiten. Opfer im biblischen Sinn ist doch viel mehr als eine Gelspende ...
Wobei - lieber Maximini - mit einer Gelspende hier und einer Gelspende dort, die mit dem Brandopfer einhergehenden Brandwunden sofort hätten gereinigt und versorgt werden können -

- im Moment wäre auch eine Spar-Gel Spende so manchem Opfer willkommen, schließlich haben wir Spargel-Saison...

:wink:
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

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Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#25 Beitrag von Konzertmeister » 20.06.2010, 14:35

Was doch so ein kleiner, unscheinbare Buchstabe alles bewirken kann.

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tosamasi
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Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#26 Beitrag von tosamasi » 20.06.2010, 15:25

Loreley 61 hat geschrieben:Tja Maxi, Gottes Segen kann man sich nicht erkaufen. :wink:
Das käme dem Ablasshandel nahe. :)
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
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Maximin

Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#27 Beitrag von Maximin » 20.06.2010, 16:22

:) Darüber wird noch zu reden sein, Tosi. Nach meinem Erkenntnisstand wurde der römisch-katholische Ablaßhandel nicht von Gott angeordnet sondern von Menschen. Ein Ergebnis dieser Geldsammlung kann man heute im Petersdom besichtigen. Das schlimme daran ist für mich aber, dass die Menge der Gläubigen diese Irrlehre begierig angenommen hat. War doch einfach, schön und so herrlich angenehm beruhigend - hm?

Und das hat auch etwas mit der apostolischen Opferlehre zu tun. Später gerne mehr dazu. Und hinsichtlich des Herrn Fehr, ehrwürdige Tergram, wird auch in diesem Zusammenhang noch über Irrtümer und Vergebung zu reden sein.

Wer auf dieser Welt in Glaubensfragen Recht behalten will, der muss bis zum jüngsten Gericht warten. Wohl dem, der dann einen Anwalt hat! Ich, Du, unsere unbequemen Nachbarn und Richard Fehr auch! :mrgreen:
LG vom Maximin :wink:

Adler

Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#28 Beitrag von Adler » 20.06.2010, 17:37

Die Münze in dem Kasten klingt, der Segen auf die Seele springt ... oder so ... 8)

LG Adler

Cemper

Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#29 Beitrag von Cemper » 20.06.2010, 18:44

Adler -

richtig heißt es:

Der Kasten in der Münze klingt,
die Seele mit dem Segen ringt,
der Adler seine Flügel schwingt
- und ob und das nun weiter bringt?

Das weiß man leider nicht genau,
drum bellt der Adler wauwauwau.

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Loreley 61
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Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#30 Beitrag von Loreley 61 » 20.06.2010, 21:15

auch noch ein link zum Thema:

http://www.nak-info.de/betracht/derZehnte.htm


Können sich soviele Stimmen irren? Ist es nicht so, dass zwar offiziell immer auf die Freiwilligkeit zur Entrichtung des Zehnten hingewiesen wird - auch in der offiziellen Verlautbarung - aber subtil und mit Nachdruck in Predigten und Zeitschriften auf den Segensverlust bei Nichterfüllung der Abgabe hingewiesen wird? Damit ist die Verknüpfung von Zehntem und Segen oder Fluch meines Erachtens gegeben. Die offizielle Verlautbarung sagt ja nichts darüber aus, was passieren kann, wenn man weniger oder gar nichts gibt. Das wird dann aber in den Predigten ausgesagt. Und da geht es dann bis zur Androhung des Segensverlustes. Damit ist dann die Freiwilligkeit in sofern ad absurdum geführt, falls ein Gläubiger den vollen Segen haben möchte. Der muß dann schon genau den Zehnten (vom Brutto) opfern.

LG, Lory

PS: Der Satz im Buch müßte demnach (nach meiner Meinung) richtig heißen:

Wir (die Kirche) halten uns an den mehrfach in der Bibel erwähnten Zehnten und verknüpfen damit Segen oder Fluch.
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
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