NAK Nord , MRS Juni 2010

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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tergram

Re: NAK Nord , MRS Juni 2010

#41 Beitrag von tergram » 15.06.2010, 13:20

Was beim Millitär, beispielsweise in einer Kampfsituation, zwingend nötig sein mag, nämlich einem Befehl ohne Diskussion zu gehorchen, macht in anderen Strukturen und unter anderen Umständen wenig Sinn.

So schafft man keine freiwillig und eigenverantwortlich tätigen Christen, sondern glaubensgehorsame Nachfolger. Und genau das ist der Sinn des Unsinns. Und siehe da: Es funktioniert.

Philippus

Re: NAK Nord , MRS Juni 2010

#42 Beitrag von Philippus » 15.06.2010, 14:16

So wird sichergestellt, daß der Herr, wenn er denn kommt, die Schafe auch bei den Hirten findet ... 8)
Und die Segenslinie und der gute alte Weg der Ordnung funktionieren auch ...

Und alles wird wieder gut :)

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Heidewolf
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Re: NAK Nord , MRS Juni 2010

#43 Beitrag von Heidewolf » 16.06.2010, 07:48

Ich möchte noch einmal zwei Aussagen aufgreifen und gegenüberstellen, die meine Gefühlswelt zerreissen und mich berühren. Die Unterschiede erschüttern mich auch in Hinsicht auf das Evangelium. Obwohl dort auch das Krasse mit dem Einfühlsamen wechselt.
In diesem Fall geht es ja 'nur' um GAs, noch nicht mal ums Evangelium. Und dann sowas.
Ein offen bekannter oder sogar am Altar verkündeter Lehrwiderspruch
kann nicht hingenommen werden.
bestätigte der Stammapostel, dass ihm an einer sachlichen Aufarbeitung der Geschichte gelegen war. „Wir wollten weder Schuldige finden noch jemanden an den Pranger stellen.“ Sein Anliegen sei Versöhnung – „wie ich jetzt weiß, kam das am Informationsabend nicht richtig zum Ausdruck.“
Es soll Aufgabe der einzelnen Gebietskirchen sein, je nach den örtlichen Gegebenheiten, Raum für Austausch und Gespräche kirchenintern und -extern zu schaffen. „Ich ermutige zu einem Austausch über die Lehre, zu einem Dialog über den Glauben. Dabei wird es auch unterschiedliche Meinungen und Auffassungen geben. Wichtig ist mir hierbei ein wertschätzender und offener Umgang mit dem Nächsten, geprägt von der Liebe Christi“, so Stammapostel Wilhelm Leber abschließend.
Ich denke, da sollte jemand schleunigst seinen Hut nehmen oder zumindest sich zu einem Glas Rotwein zurückziehen.
Alte Herren scheinen für die NAK manchmal zu einem Problem zu werden.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

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Loreley 61
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Re: NAK Nord , MRS Juni 2010

#44 Beitrag von Loreley 61 » 16.06.2010, 08:11

Na ja, Heidewolf - inzwischen wurde vom GK-Magazin ja nachgefragt und sinngemäß war die Aussage des Stap. so:

Er erwartet hinterm Altar und bei Familienbesuchen, dass der AT hinter den Lehraussagen der Kirche steht. Privat(eventuell beim Grillabend mit befreundeten Geschwistern, oder im Gespräch mit Andersgläubigen) kann er sagen oder glauben was er möchte. Also auch Abweichendes. :wink:

LG, Lory
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Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
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Dieter

Re: NAK Nord , MRS Juni 2010

#45 Beitrag von Dieter » 16.06.2010, 09:34

Aber mit solchen "erlaubten" Abweichungen ist auch niemand geholfen. Das ist dann irgendwie schizophren, wenn am Altar A gesagt und B geglaubt wird. Und im privaten Gespräch dann womöglich noch die Überzeugung C hinzukommt, weiter aber A verkündet werden muss.

Ich würde in einer solchen Situation meinen Hut nehmen und beim Abschied leise Servus sagen. Alles andere würde mich innerlich in einen solchen Zwiespalt bringen, daß ich mit ihm nicht leben wollte. Und ich kenne Fälle, wo ich überzeugt davin bin, daß dieser innere Zwiespalt letztlich krank gemacht hat.

tergram

Re: NAK Nord , MRS Juni 2010

#46 Beitrag von tergram » 16.06.2010, 10:32

....zumal ja nicht eindeutig ist, was - Stand heute, 11.30 h - geglaubt zu werden hat.

Der Geist führt offenbar im Minutentakt in neue Wahrheiten, so dass die Kirchenleitung hechelnd hinterherhetzend nicht mehr mitkommt. Wenn dann noch einzelne Gebietskirchenpräsidenten geistige Glaubensspontaneingebungen haben, wie beispielsweise Herr Latorcai mit seinem Entschlafenenersatzopfer, dann hat Dr. Leber große Mühe, einem fragenden AT die NAK-Lehre verbindlich mitzuteilen.

Das macht es für den AT schwer bis unmöglich, sich hinter die oft nur schemenhaft erkennbare Lehre zu stellen. Und das macht es für die Kirchenleitung zu einem lächerlichen Unterfangen, einem AT tatsächlich bedeutsame Abweichungen von der Lehre nachzuweisen und ihn darob zu disziplinieren/zu sanktionieren. Jeder Arbeitsrechtler hätte seine helle Freude... und viel zu tun.

Um inneren Spaltungen vorzubeugen, sei jedem AT zum Ende der Predigt der stammaposteliche Zusatz empfohlen "Geschwister, wir wissen es nicht, aber es gibt schöne Hinweise. Amen." Juristen nennen sowas wohl eine 'salvatorische Klausel'... :?

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Loreley 61
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Re: NAK Nord , MRS Juni 2010

#47 Beitrag von Loreley 61 » 16.06.2010, 10:43

Wie Recht du doch hast, Dieter! Ich möchte auch nicht in der Haut einiger AT stecken, die nicht mehr so ganz auf Kurs sind. (Je nachdem, wohin der Zickzackkurs auch gerade gehen möge) :wink: Übrigens ist bei uns vor einigen Jahren ein AT "gegangen worden", obwohl er seine abweichende Meinung nur in einem Privatgespräch geäußert hatte. Da ich selbst an der Sache beteiligt war, kann ich das guten Gewissens hier schreiben.

LG, Lory
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Philippus

Re: NAK Nord , MRS Juni 2010

#48 Beitrag von Philippus » 16.06.2010, 10:55

Liebe Lory,

in diesem Fall - wenn du nicht mehr ganz auf Kurs sein kannst - hast Du bzw. hat man nur eine Möglichkeit: zurück in die Bank.

Anlässlich meines Austrittes hatte ich vor ein paar Tagen meine Urkundenmappe in der Hand, um irgendetwas zu suchen. Dabei fand ich mein "Kündigungsschreiben, worin ich dem damals zuständigen Ap. (S. aus MR) mitteilte, ich wollte lieber mit einem reinem Herzen ein ganz "normaler" na. Christ sein als ein unehrlicher AT. Auch in einem solchen Fall ist die persönliche Unversehrtheit alleroberstes Gebot.
Beiliegend fand ich übrigens auch das Schreiben des Bap, der mich nur bestätigte in meiner Meinung
(und mich entband vom Amt).

LG Frank

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Re: NAK Nord , MRS Juni 2010

#49 Beitrag von Heidewolf » 16.06.2010, 11:59

Es mag ja bei den einzelnen Aussagen Verständnisprobleme geben oder eben auch unvollständige Zitate. Der Prozess der Klärung ist schon manchmal mühselig.
Aber, wenn man sich einfach so mal jesuanische Aussagekraft zuordnet, finde ich das sehr überheblich. Selbst Jesus hat darauf geachtet, das die Schrift nicht beschädigt wurde.

Heute ist doch Motivation und plausible Aussagekraft vonnöten. Stattdessen wird Kadavergehorsam eingefordert und immer fleißig ein Deckel aufs Feuer gelegt, damit ja keine Flammen hochkommen.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

Dieter

Re: NAK Nord , MRS Juni 2010

#50 Beitrag von Dieter » 16.06.2010, 12:06

Chor bitte: Himmelsfeuer, brenne freier, zünde alle Deckel an :mrgreen:

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