Kinder und Entschlafenenwesen der NAK

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Philippus

Re: Kinder und Entschlafenenwesen der NAK

#141 Beitrag von Philippus » 06.08.2010, 07:48

tosamasi hat geschrieben: wieso sollen die dann eigentlich auf die Gnade der Diesseitigen angewiesen sein?
Wieso diese "Gnade der Diesseitigen"? Ist die Gnade Gottes mittlerweile nicht mehr genug oder gar überholt?
Oder hab ich da was verpasst? :oops:

tergram

Re: Kinder und Entschlafenenwesen der NAK

#142 Beitrag von tergram » 06.08.2010, 09:16

Philippus hat geschrieben:Wieso diese "Gnade der Diesseitigen"? Ist die Gnade Gottes mittlerweile nicht mehr genug oder gar überholt?
"Gnade der..." ist vielleicht nicht ganz korrekt - vermutlich hat tosamasi das auch anders gemeint. Aber nach meiner Kenntnis der NAK-Lehre ist es so:

Verstorbenen wird durch die Gebete der diesseitigen NAK-Mitglieder der jeweilige Bereich, in dem sie im Jenseits verweilen, geöffnet. Sie werden zum "Gnadenaltar auf Erden" (!) geleitet und empfangen dort - entsprechende Bereitschaft und Gottes Gnade vorausgesetzt - die Sakramente: Taufe, Abendmahl und Versiegelung. Bei Apostel(Entschlafenen)gottesdiensten erinnere ich mich, dass 3 Amtsträger zum Altar gerufen wurden, die stellvertretend für die Verstorbenen die Sakramente in Empfang nahmen (nannte man das nicht Amtskrippe?). Bei Entschlafenen-GD ohne Apostel wurden die Verstorbenen im Gebet "zum Apostelaltar geführt", dorthin verwiesen.

Der Umweg (Rückweg) über das irdische Apostelamt der NAK ist also heilsnotwendig. Ausserhalb des irdischen Apostelamtes gibt es kein Heil - auch nicht für die Seelen in der jenseitigen Welt.

Zur Klarstellung: Ich meine diese Schilderung nicht ironisch (obwohl man Mühe hat, sich der innewohnenden eigenartigen Komik zu entziehen) - genau so sieht nach meiner Kenntnis das Verständnis der NAK dazu aus.

Sollte jemand, vielleicht auch aus dem Kreis der AT, bessere Kenntnise haben, bin ich für Korrekturen herzlich dankbar.

P.S.: Ich habe auf den Infoseiten der NAKI (Glossar von A-Z) nachgesehen. Es gibt dort Verlautbarungen der Kirche zu den tollsten Thmen: Vom Fleischgenuss über Sexualverhalten bis zur Sterbehilfe - aber kein Wort zum Entschlafenenwesen. Kein Wort!

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tosamasi
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Re: Kinder und Entschlafenenwesen der NAK

#143 Beitrag von tosamasi » 06.08.2010, 09:53

Hallo tergram, dass da kein Wort vom Entschlafenenwesen steht, hat mich auch schon gewundert. Evtl. klänge es für die Offentlichkeit etwas zu dubios.

Aber du hast schön und richtig erklärt, wie ich die Gnade der Diesseitigen gemeint habe. Noch dazu wird jedem Einzelnen in der Zeit davor ins Herz gelegt, niemanden zu vergessen etc. Die Gläubigen werden da ein bisschen unter Leistungsdruck gesetzt, schlechtes Gewissen bei "Versagen" inklusive. Das alles deutet doch sehr auf die notwendige "Gnade" der Diesseitigen, die so unbedingter Vorläufer der jenseitigen ist.
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tergram

Re: Kinder und Entschlafenenwesen der NAK

#144 Beitrag von tergram » 06.08.2010, 10:08

Ja, so habe ich das auch in Erinnerung.

Selbst den Kindern wird bei diesen Kinder-Entschlafenen-Gottesdiensten (unsäglich! :evil: ) erklärt, dass sie niemanden vergessen dürfen. Sonst könnte ihnen, wenn sie im Jenseits ankommen, eine traurige, unerlöste Seele begegnen, die anklagend sagt "Für mich hat niemand gebetet."

Warum steht niemand der neuapostolischen Eltern auf und gebietet diesem psychischen Druck auf Kinder Einhalt? Ich kann nur vermuten: Entweder interessiert es sie nicht oder sie finden es richtig.

Und bevor nun jemand um die Ecke kommt und erklärt, dass das alles ja gar nicht wahr ist...: Ich erinnere an die Bilder vom vergangenen Jahr, die wir alle auf den Seiten der Gemeinden gesehen haben: Da wurde u.a. Kindern ein Strick umgelegt, um die im Jenseits Gefangenen zu symbolisieren. Ich erinnere mich gut an das damalige Entsetzen in der Forenwelt. Und ich hoffe, dass keines der Kinder auf die Idee kommt, "Entschlafenengottesdienst" zu spielen - möglichst mit einem Strick um den Hals...

_

Re: Kinder und Entschlafenenwesen der NAK

#145 Beitrag von _ » 06.08.2010, 10:10

wie schrieb günter knobloch 1986 an stammapostel urwyler im begleitbrief zu dem von ihm gemeinsam mit walter drave erarbeiteten standardwerk "Das Entschlafenenwesen":

"Weil der Herr Jesus keine Vorschriften für die Arbeit an den Entschlafenen hinterlassen hat, wenigstens befinden sich solche nicht im Neuen Testament, sind die Apostel in ihrer Entscheidung frei, nach gangbaren Wegen der Hilfe zu suchen."

wer keine probleme hat, der schafft sich halt welche!

mfg, _

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Re: Kinder und Entschlafenenwesen der NAK

#146 Beitrag von Andreas Ponto » 06.08.2010, 21:05

So, ich hab heute einen meiner Kunden besucht und mit Hand angelegt. Das hat richtig gut getan und der Kunde hat sich gefreut.
Besinnliche Stille kann etwas sehr Gutes sein. :wink:

Zum Entschlafenenwesen.
Das wurde mehrfach korrigiert und so richtig zu wissen, scheint keiner was. Das ist eines der grösseren Übel in der NAK. Laien tragen die Hauptlast vor Ort. Durch die fehlende Lehre, ja richtig, fehlende Lehre, und fehlende Unterweisung werden viele Dinge nach Gutmeinung ausgelegt.

Jetzt könnte jemand sagen, aber es gibt doch genug Aussagen. Die sind aber mal so und mal so. Die werden verlesen und gut war es. Keiner der Amtsträger wird geschult oder unterwiesen. Und dann werden von rechtgläubigen, eifrigen und strebsamen Personen, die aber keinerlei theologische Basis oder etwa Hintergrund haben, geschweige denn mal nachlesen, Dinge kreiert, um den Gläubigen die besondere Wichtigkeit näher zu bringen (vorsichtig ausgedrückt).

Der aktuelle Stand ist, dass die jenseitigen Bereiche nicht durch Gebete geöffnet werden, sondern allein durch das Opfer Jesu Christi geöffnet sind.
Jeder heilsverlangenden Selle ist dadurch der Weg zur Erlösung frei. Das wurde vor ein paar Jahren so geändert und ist der aktuelle Stand, den ich soeben nachgelesen habe.

Die Gebete sind reine Fürbitten, wie es in der gesamten Christenheit üblich (z.B. Totensonntag) ist und sonst nichts. Alles, was da an Druck auf die Gläubigen aufgebaut wird, ist nach meinem Wissensstand nichteinmal durch die Lehre der NAK selbst begründet oder gedeckt. Dies entspringt vielmehr der geistigen Fantasie des Einzelnen, die wild ins Kraut schiesst und Unheil anrichtet. Hier ist eben theologische Leere seitens der NAK und daher wird von den einzelnen "produziert", um es sich zu erklären. Meine Meinung.

Die Totentaufe selbst ist dem Christentum nicht unbekannt. Sie wird laut Wikipedia auch Vikariatstaufe genannt und begründet sich auf das Wort von Paulus, gem. 1. Kor 15,29. Die Totentaufe soll auch im 2. und 3. Jhd. n. Ch. praktiziert worden sein. Die Mormonen sollen dies neben der NAK wohl auch pflegen. Quelle: Wikipedia.

Die Verantwortung der Apostel liegt nach Lehre der NAK daran, im Diesseitigen ihrem Auftrag nachzukommen und die Sakramente über Lebende und Tote die das Verlangen danach haben zu spenden. Also keine Zwangstaufe (StAp. Fehr möchte heute bestimmt auch nicht mehr an seine Worte über Luther, Melanchton, Calvin etc. erinnert werden. Steht da eigentlich etwas in seinem Buch zu?).

Wie das gehen soll weiss sie selbst nicht. Sie spricht von einem Mysterium.

tergram

Re: Kinder und Entschlafenenwesen der NAK

#147 Beitrag von tergram » 08.08.2010, 14:10

centaurea,

hast du aus deiner Beobachtungen den Eindruck, dass sich Bruder Normal und Schwester Durchschnitt überhaupt für diese Themen interessieren? Interssieren sich die Brüder Amtsträger intensiv dafür? Fordern sie aktiv und andauernd von ihren segenstragenden Vorangängern Klärung, Antworten, Wegweisung?

Ich hatte eben wieder ein typisches Telefonat mit neuapostolischen Christen: Der Chor hat schön gesungen, das Blumengesteck war hübsch und es hat endlich mal nicht so gezogen in der Bank. Es muss ein inspirierende Gottesdienst gewesen sein...

Die neuen Glaubensartikel? Die liegen als Einzelblattausdrucke irgendwo im Vorraum auf einem Tisch - das ist mal erwähnt worden, irgendwie nach dem GD: Zwischen Termin für's Kaffeetrinken der Senioren, Chorprobe und der Beerdigung von Oma Müller.

So isses.

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Re: Kinder und Entschlafenenwesen der NAK

#148 Beitrag von tosamasi » 08.08.2010, 15:02

Ja, man hat sich eingerichtet und gut is. Immer diese Störungen. :mrgreen:
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Re: Kinder und Entschlafenenwesen der NAK

#149 Beitrag von Andreas Ponto » 08.08.2010, 22:11

hmm, ich denke, das ist zu kurz gegriffen.

Meine Wahrnehmung hierzu.
Es gibt kein homogenes Bild zu dem neuapostolischen Gläubigen mehr, bzw dieses Bild bricht im Moment sehr stark auf und diversifiziert sich.

Aus meiner Sicht gibt es im Gegensatz zu früher ganz verschiedene Typen. Dies wurde von mir nicht analysiert oder empierisch erforscht.
Also, es ist meine rein persönliche und sehr subjektive Wahrnehmung.

Eines eint die verschiedenen aktiven Typen (50-60%?):
Grundsätzlich wird bei den aktiven der Gottesdienstbesuch überwiegend hochgehalten (Sonntag, der Mittwoch zunehmend weniger).
Sündenvergebung und Abendmahl sind wichtiger Bestandteil des Gottesdienstes.
Das Gebet gehört zum Leben.

Der überwiegende Teil der aktiven Gemeindemitglieder ist in der Gemeinde in irgend einer Form tätig. Und das von Jung bis Alt.
(Anzumerken ist, dass die Kirche zunehmend Probleme bekommt mit denen, die in den letzten 10 Jahren Konfirmation hatten und denen die haben werden. Hier ist aus meiner Sicht eine sehr hohe und gravierende Fluktuation festzustellen.)

In der Schrift lesen und sich mit der Schrift auseinandersetzen ist schon sehr stark reduziert, was aber u.U. seine Ursache in der Lehre hat und nicht an einem etwaigen Desinteresse (Schwerpunkt Wortverkündung/Predigt durch Apostel und deren Beauftragte, eigenes Schrifttum Familie und Spirit).

Die Verantwortung liegt vielmehr, ohne sie damit dem einzelnen Gläubigen zu nehmen, in der Führung. Solange der Eindruck vermittelt wird, bewusst oder unbewusst, es genüge zum Heil Anwesenheit (Gemeinde, Wort, Sündenvergebung, Mitarbeit), Nachfolge und Sakramente (Abendmahl, Geistes- und Wassertaufe), kurz und stark überspitzt Event und Konsum, solange wird kein persönlicher Prozess beginnen, bzw. nur in einzelnen Fällen.
Das Gepredigte wird erfüllt, das Heil "garantiert" und damit bekommt das Wort von den blinden Blindenführern eine ganz eigene Bedeutung.

Aber, das ist ein Thema, dass sicher alle christlichen Gemeinden angeht. Hier einen Stab zu brechen möchte ich mir nicht anmassen. Ich kann nur in meiner persönlichen Arbeit versuchen mehr zu bewirken.

In grösseren Gemeinden ist sehr viel im Aufbruch.
Familienfreizeiten mit Gesprächen zum Glauben (aber auch dem ganz normalen Austausch), Jugendfreizeit, Kindertage, Erwachsenenreligion, Gesprächsrunden nach dem Gottesdienst, Predigtvorbereitungen unter den Amtsträgern, erste Ansätze von Andachten, offiziell soll ja jetzt auch die Lesung Einzug halten, Rezitieren von nachdenkenswerten Texten, Musikbeiträge, Gemeindebrief und Internetseite, aber auch Blutspendenaktion, Spendenaktion für Hilfsorganisationen, etc. pp.

Das ist alles meistens auf die Aktivität aus den Reihen der Geschwister und unteren Amtsträgern zurückzuführen. Man kann also keinesfalls pauschal von Sesselmentalität sprechen. Es gibt ein Bedürfnis nach Gedanken-Austausch zum und über den Glauben und es gibt ein Bedürfnis zur Beteiligung.
Ob das bei den Zusammenlegungswellen bedacht / kalkuliert wurde weiss ich nicht. Ich habe aber den Eindruck, dass nicht überall mit dieser neuen Entwicklung umgegangen werden kann, noch dass man darauf vorbereitet war. Bei uns sind jetzt noch die offenen Gesprächsrunden zur Vision 2010/2014 dazugekommen (zum Teil völlige Überforderung der Verantwortlichen).

Vergessen werden darf nicht, dass nicht ein Pfarrer vorne steht und das gesamte geistliche Leben der Gemeinde verantwortet. Es sind viele Ämter und viele Personen in den Unterrichten. Von daher beschäftigen sich naturgemäss sehr viele mit den Inhalten und der Vermittlung des Glaubens.

Es fehlt aber oftmals die kompetente Anleitung, die kritische Auseinandersetzung und die persönliche Reflektion. Das stört das allgemeine Harmoniebedürfnis, das zweifelsohne besteht und unter dem Stichwort Wohlfühlgemeinde über die Massen von der KL strapaziert wird.

Daneben gibt es manche, die sagen, das brauchen wir alles nicht, hat es früher auch nicht gebraucht.
Dann manche die einfach da sind und ansonsten ihre Ruhe haben möchten.
Selbsterverständlich gibt es auch die Rechtgläubigen, Besseren, Konservativen, Progressiven, die Kritischen....

Und alle unterhalten sich auch über Kälte/Wärme, Luft, Dauer, Blumen, Lautsprecher, Kleider, Beziehungen, etc..
Und wenn sie gefragt werden wie es heute war? Schön war es, bla, bla, blubb, blubb,...

Das ist alles zu finden. Heilige hab ich noch nicht gefunden. Fast nicht :wink:

Was will ich mit all dem sagen? Es bewegt sich etwas, das vielleicht so nicht gewollt war, es wird gefragt, wo keine Antworten sind, es findet zunehmend der Austausch und die Dikussion statt. Aber all das in den kleinsten Anfängen und unter suboptimalen Vorraussetzungen.

Gaby

Re: Kinder und Entschlafenenwesen der NAK

#150 Beitrag von Gaby » 09.08.2010, 07:58

>>Durch die fehlende Lehre, ja richtig, fehlende Lehre, und fehlende Unterweisung werden viele Dinge nach Gutmeinung ausgelegt.<< centaurea

Ich habe schon vor einigen Jahren in einem Forum gefragt, warum die NAK es nicht auf Reihe kriegt, so etwas wie eine Bibelschule einzurichten, was in anderen Freikirchen Usus ist.
Aufgrund ihrer Sonderlehren kann sie deren Bibelschulen ja nicht unbedingt empfehlen, bräuchte also eine eigene.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bibelschule
So werden junge Männer ins Amt berufen und sich einfach selbst überlassen. Es gibt wie centaurea schon sagte keine richtige Führung, jeder macht irgendwo sein eigenes Ding mit neuapostolischem Überbau (sofern die Eckpfeiler des Glaubens verinnerlicht sind) im Vertrauen darauf, dass es schon irgendwie passen wird.
Da heute wohl die meisten Kirchenmitglieder davon ausgehen, dass nicht Gott die Amtsträger beruft, sondern die Entscheidung darüber wer Amtsträger wird und wer nicht von den nächst höheren Amtsstufen entschieden wird, könnte man ebensogut die eigene "Berufung" zum Amt als Maßstab nehmen.
Ich bin davon überzeugt, dass es ebenso wie es in der RKK, EKD und in den Freikirchen Männer gibt (Frauen sind bei einigen, in der NAK im Besonderen ;-) ja ausgeschlossen), die sich selbst dazu berufen fühlen Priester werden zu wollen.
In der NAK ist es ja wohl immer noch ein Makel sich zum Priesteramt berufen zu fühlen ... was ich absolut nicht nachvollziehen kann. Erstens vermittelt das demjenigen gegenüber, der diesen Wunsch in sich spürt ein schlechtes Gewissen und verhindert eventuell, einen wirklichen "Priester" ins Amt einzusetzen.
Besser jemanden ins Priesteramt einsetzen, dem es ein Herzensanliegen ist, als jemanden zu berufen, der sich dann nicht traut "Nein" zu sagen und dann zwar das Priesteramt trägt, aber dies nur dem Namen nach.
Ein interessanter Text dazu, wie in anderen Kirchen mit diesem Thema umgegangen wird.
http://www.bshmarburg.de/text_theologie ... dieren.htm
Das Problem ist natürlich, dass es in der NAK keine hauptberuflichen Priester gibt.
Hat man aber eigene Bibelschulen, könnte man ja Wochenendseminare die aufeinander aufbauen anbieten. So etwas läßt sich auch neben der beruflichen Laufbahn bewerkstelligen. Und diesen Weg wird dann sicherlich auch nur der einschlagen, der sich wirklich dazu berufen fühlt, Priester zu werden.
Wo ein Wille ist, ist letztlich auch ein Weg.
Meine bescheidene Meinung dazu ....

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