Ein Gastbericht

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Manuela

Re: Ein Gastbericht

#21 Beitrag von Manuela » 23.06.2014, 09:59

@centaurea, Seite 1:
Mir ist zumindest im Umkreis keine Gemeinde bekannt, in der das Heilige Abendmahl öfter (oder weniger oft) als einmal im Monat gegeben wird, mit Ausnahme der Karwoche. Oder zu besonderen Veranstaltungen. Oder hin und wieder an einem Samstagabend in einem der Gemeindehäuser, um älteren, gebrechlichen oder Menschen mit wenig Zeit einen kürzeren Weg anzubieten. So mag die Frequenz der Gabe differieren. Aber verstehst du mein Problem: Ich gehe davon aus, dass Beichte und Abendmahl eine Einheit bilden, damit der Tisch des Herrn in Reinheit aufgesucht werden kann. Habe ich nun am Gründonnerstag das Abendmahl genommen und möchte im Anschluss den Karfreitagsgottesdienst besuchen, sehe ich mich gezwungen, am Karfreitag das Abendmahl erneut zu nehmen, da ja die Beichte ein fester Bestandteil der Karfreitagsliturgie ist; dazwischen aber liegt lediglich die Nacht, in welcher der Herr verraten wurde ...
@Maximin, Seite 2:
Mir sind die unterschiedlichen Auffassungen der beiden großen Kirchen hierzu durchaus klar, Wandlung oder Gedächtnis. Ich besuche jedoch eine katholische Kirche nicht, um das Heilige Abendmahl, beziehungsweise die Heilige Kommunion zu empfangen. Ja, auch ich empfinde das Heilige Abendmahl als höchst ergreifend, deswegen nehme ich es schließlich so ernst. Es sollte nicht etwa zur Gewohnheit werden, sondern den Status von etwas Besonderem einnehmen. Wenn das Heilige Abendmahl aber zu häufig gegeben wird, so könnte man eben schnell noch sündigen, weil Sonntag ist wieder Vergebung angesagt; verstehst du, was ich meine?
Zuletzt geändert von Manuela am 24.06.2014, 09:16, insgesamt 4-mal geändert.

Maximin

Re: Ein Gastbericht

#22 Beitrag von Maximin » 23.06.2014, 11:44

:) Lieben Freunde,

Zum Thema hl. Abendmahl muss wohl mal etwas Schutt weggeräumt werden.

Zunächst: Die Feier des hl. Abendmahls beschränkt sich nicht auf den kurzen Augenblick der Empfangnahme von Brot und Wein, sondern beginnt -inzwischen übrigens auch in der NAK- mit dem gemeinsamen Bußgebet.

Es setzt sich dann mit der Aussonderung (Wandlung) der von der Erde genommenen Kreaturen (Brot und Wein) fort und endet mit einem persönlichen stillen Dankgebet.

Im Zusammenhang mit der Feier des hl. Abendmahls ist auch an die Zusage des auferstandenen Christus zu denken: "Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus,28, 20 / Luther 1912)

Manuela

Re: Ein Gastbericht

#23 Beitrag von Manuela » 23.06.2014, 13:08

Ganz so einfach ist es nicht: Innerhalb der katholischen Theologie wird die Lehre der Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi vertreten (Transsubstantiation) :arrow: http://de.wikipedia.org/wiki/Abendmahlsstreit ...

Maximin

Re: Ein Gastbericht

#24 Beitrag von Maximin » 23.06.2014, 15:38

:) So ist es lb. Manuela; aber wo liegt das Problem? Die Katholiken glauben das eine und die Protestanten das andere. Ist nicht entscheidend, dass sie dem Auftrag Jesu nachkommen das so zu seinem Gedächtnis mit dem Wissen zu tun, dass ER gesagt hat bis zum Ende der Tage da zu sein?

Micha :wink:

Manuela

Re: Ein Gastbericht

#25 Beitrag von Manuela » 23.06.2014, 15:52

"Solches tut zu meinem Gedächtnis!" "Was ist das?", würde ein gewisser Herr Luther jetzt fragen. Ja, was bedeutet "Gedächtnis" in diesem Zusammenhang. Das bloße Erinnern? Oder das Auferwecken des Geistes?

holytux
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Registriert: 23.02.2010, 13:32

Re: Ein Gastbericht

#26 Beitrag von holytux » 23.06.2014, 16:24

@Lory und alle Interesierte,

hier zu der dubiosen Gemeinschaft (CGI) ein informativer Artikel: klick

Grüße
"Wenn alle Liebe Ewigkeit will - Gottes Liebe will sie nicht nur, sondern wirkt und ist sie."
Joseph Ratzinger

Maximin

Re: Ein Gastbericht

#27 Beitrag von Maximin » 23.06.2014, 16:38

:) Ach Manuela, wie gut kennst Du die Schrift...? Es steht geschrieben:

"Lk 22,19 Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.

1Kor 11,24 dankte und brach's und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.

1Kor 11,25
Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis."


LG Micha :wink:

P.S.: Herzliche Grüße an Holytux :D

Manuela

Re: Ein Gastbericht

#28 Beitrag von Manuela » 24.06.2014, 08:57

@Maximin:
Du wirst es nicht glauben, aber diese Stellen kenne ich sogar auswendig. Deine Zitate beantworten jedoch meine Frage nicht ...
Generell kann ich aber sagen, dass die Gottesdienste hier in der Gegend recht gut besucht sind ...

Maximin

Re: Ein Gastbericht

#29 Beitrag von Maximin » 24.06.2014, 11:31

:) Liebe Manuela,

Du hast gefragt: "Solches tut zu meinem Gedächtnis!" "Was ist das?", würde ein gewisser Herr Luther jetzt fragen. Ja, was bedeutet "Gedächtnis" in diesem Zusammenhang. Das bloße Erinnern? Oder das Auferwecken des Geistes?"

Also ich weiß nicht was Martin Luther dazu fragen würde. Ich antworte Dir so: Bei jeder Feier des hl. Abendmahls denke ich in besonderer Weise an Jesus Christus. Der in mir wohnende hl. Geist bestätigt mir, dass mir dabei der Herr Jesus besonders nahe ist.

LG Micha :wink:

Manuela

Re: Ein Gastbericht

#30 Beitrag von Manuela » 24.06.2014, 11:44

Das ist eine gute Antwort :wink: ...

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