Massen Menschen Menschenmassen

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verbindlich
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Re: Massen Menschen Menschenmassen

#81 Beitrag von verbindlich » 31.07.2010, 19:38

@ 42:

zur Frage 1 :

Bitte den gesammten Fred lesen, einiges ist schon erklärt, desweiteren
bitte andere Glaubensgemeinschaften fragen, wie sie das machen. Wie es in der NAK gesehen wird ist ja allzulänglich bekannt.

zur Frage 2:

welche Theologen sind da gemeint und was haben sie ausgesagt?

LG

Adler

Re: Massen Menschen Menschenmassen

#82 Beitrag von Adler » 01.08.2010, 17:14

verbindlich hat geschrieben:Adler schrieb:
Allerdings können diese Seelen darauf sicherlich verzichten.

werter Adler, ich finde es ganz schön vermessen, ja allzu arrogant, wenn ich diesen Absatz lese.
Da macht sich der Adler zum Sprecher aller Verstorbenen und wohnt Gott sei Dank noch auf Erden.
Verehrter verbindlich,

vielleicht sollten Sie, den von Ihnen aus meinem Beitrag entnommenen Satz, in dem Zusammenhang belassen, in welchem er von mir auch gechrieben wurde!

Ich mache mich hier sicherlich nicht zum Sprecher ALLER Verstorbenen, da ich aber davon aus gehen kann, dass ein jeder Christ in seiner Gemeinschaft Erlösung durch das Opfer Jesu erlangt/erlangen kann/konnte, bedarf es sicherlich keinerlei Konvertierung zur NAK um Erlösung zu erlangen und dadurch in die Nähe Gottes zu kommen. Somit kann doch zu recht gesagt werden, dass die Verstorbenen auf eine Erlösung durch einen NAK-Apostel gut verzichten können!

Was ist denn daran vermessen bzw. arrogant?

Viel vermessener und arroganter ist doch hier der Exclusivanspruch der NAK in Bezug auf die Erlösung!

LG Adler

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Gaby
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Re: Massen Menschen Menschenmassen

#83 Beitrag von Gaby » 02.08.2010, 09:05

@verbindlich

>>zur Frage 2:

welche Theologen sind da gemeint und was haben sie ausgesagt?<<

Quelle

>>Erstmals eine besondere Bedeutung erhielt das Entschlafenenwesen für die Neuapostolische Kirche im Jahr 1874. Der damals neuapostolische-gewordene Pastor Menkhoff führte mit Apostel Friedrich Wilhelm Schwarz mehrere Änderungen in Lehre und Liturgie ein, darunter auch Sakramentspendung an Entschlafene, nachdem man lange Bibelsitzungen abgehalten hatte.
Zwar glaubte die Neuapostolische Kirche (damals Allgemeine christliche apostolische Mission) schon vorher an Wirkung von Gebeten für Entschlafene, jedoch wurde die erste Skaramentspendung erst am Himmelfahrtstag 1874 durchgeführt. Wenige Tage später hatte Apostel Schwarz eine sogenannte „Zungenrede“, deren Inhalt lautete, die Reformatoren Melanchthon, Calvin, Zwingli, Stilling, Da Costa und Harms mit seiner Frau seien an jenem Tage zuvor versiegelt worden.[3] Nochmal sei gesagt, dass es sich dabei um eine „Zungenrede“ handelte, es jedoch schon von Beginn an nicht zur neuapostolischen Lehre gehörte, bestimmte Tote zu versiegeln.<<


Wie zu lesen, gab es ursprünglich keine Sakramentenspendung in diesem Bereich ... das wurde erst später eingeführt und von Stammapostel Bischoff dann manifestiert.

http://www.nak-badragaz.ch/kiefer_wasglauben.php

>>Die gegenwärtige Praxis, dass die Gottesdienste für Entschlafene künftig dreimal jährlich stattfinden sollten, und zwar jeweils am ersten Sonntag der Monate November, März und Juli, beginnend mit dem 4. Juli 1954, geht auf Anordnung von Stammapostel Johann Gottfried Bischoff zurück. Den Entschlafenen wird sonntäglich, so heißt es in Fragen und Antworten, durch Apostel das Heilige Abendmahl gereicht. Dreimal im Jahr finden besondere Gottesdienste statt, in denen den heilsverlangenden Seelen die Sakramente [Taufe, apostolische Handauflegung, also Versiegelung, und Abendmahl] der Kirche Christi gespendet werden.<<
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)

42
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Re: Massen Menschen Menschenmassen

#84 Beitrag von 42 » 02.08.2010, 10:19

Danke fuer die schoenen Hinweise. Ich hatte "verbindlich" nicht hier, sondern dort geantwortet, weil ich mit meiner Antwort wahrscheinlich vom ursprunglichen Thema zu weit abgekommen waere.
Gaby hat geschrieben:Die gegenwärtige Praxis, dass die Gottesdienste für Entschlafene künftig dreimal jährlich stattfinden sollten, und zwar jeweils am ersten Sonntag der Monate November, März und Juli, beginnend mit dem 4. Juli 1954, geht auf Anordnung von Stammapostel Johann Gottfried Bischoff zurück. (...)
Es gibt uebrigens m.W. keine Erklaerung fuer diese zusaetzlichen Entschlafenen-Gottesdienste. Oder hat jemand aus dieser Zeit noch relevante Kirchenpublikationen, Amtsblaetter, oder aehnlich? Vielleicht in CK (Cempers Karton)?

Maximin

Re: Massen Menschen Menschenmassen

#85 Beitrag von Maximin » 02.08.2010, 10:42

:) Mein lieber 42er,
bis 2001 hatte ich eine komplett Amtsblatt-Leitliniensammlung. Die Jahrgänge 1947 bis 1977 hatte ich von meinem Vater geerbt und als Erbe hochgehalten.

Auf Anraten eines "nachgewachsenen" NAK-Apostels (ehemals DDR-Bürger) sollte ich mich von diesem Erbe, also den überholten Druckerzeugnissen der Kirchenleitung, besser trennen. Zunächst war ich aus verständlichen Gründen empört...! :shock:

2001 habe ich dann besagte Druckerzeugnisse tatsächlich und zwar umweltgerecht entsorgt. Das war für mich einer der schwierigsten Schritte in eine andere geistige Heimat mit verlässlicheren Verfallsdaten. Warum Brd. Cemper sich nicht von seinen alten Kartons trennen kann ist mir ein Rätsel... :mrgreen:
LG vom Maximin :wink:

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Re: Massen Menschen Menschenmassen

#86 Beitrag von 42 » 02.08.2010, 13:32

Danke fuer die Antwort.
Maximin hat geschrieben:2001 habe ich dann besagte Druckerzeugnisse tatsächlich und zwar umweltgerecht entsorgt. (..) Warum Brd. Cemper sich nicht von seinen alten Kartons trennen kann ist mir ein Rätsel... :mrgreen:
Ich danke Dir fuer Dein umweltbewusstes Handeln.

Versuch einer Erklaerung: Deine und Cempers Interessen an der NAK sind ganz unterschiedlich. Dein Interesse als ehemaliges Mitglied ist emotionaler. Sein Interesse wird wahrscheinlich nicht ploetzlich in eine Stimmung umschlagen, wo er alles entsorgt, weil er davon nichts mehr sehen will.

Maximin

Re: Massen Menschen Menschenmassen

#87 Beitrag von Maximin » 02.08.2010, 14:57

:) Mein lieber 42er, wenn ich mich damals nur von Stimmungen leiten gelassen hätte, dann würde ich wahrscheinlich heute noch fröhlich mitsingen: "Apostelamt, du Quell der Gnade. Dir gehört mein ganzes Herz..!"

Soll ich fortfahren? Dass Brd.Cemper gegen derartiger Stimmungen resistent ist, wer will das beurteilen? Da müsste er sich schon selber bekennen - oder?
LG vom Maximin :wink:

Cemper

Re: Massen Menschen Menschenmassen

#88 Beitrag von Cemper » 02.08.2010, 19:05

Maximin hat geschrieben: ... bis 2001 hatte ich eine komplett Amtsblatt-Leitliniensammlung. Die Jahrgänge 1947 bis 1977 hatte ich von meinem Vater geerbt und als Erbe hochgehalten.

Auf Anraten eines "nachgewachsenen" NAK-Apostels (ehemals DDR-Bürger) sollte ich mich von diesem Erbe, also den überholten Druckerzeugnissen der Kirchenleitung, besser trennen. Zunächst war ich aus verständlichen Gründen empört...! :shock:

2001 habe ich dann besagte Druckerzeugnisse tatsächlich und zwar umweltgerecht entsorgt. Das war für mich einer der schwierigsten Schritte in eine andere geistige Heimat mit verlässlicheren Verfallsdaten. Warum Brd. Cemper sich nicht von seinen alten Kartons trennen kann ist mir ein Rätsel... :mrgreen:
Werter Maximin -

wieso ist das für Sie ein Rätsel? Ich erklären Ihnen den Sachverhalt gern halbwegs privat-persönlich:

Ich habe als Kind und in späteren Jahren in familiären und verwandtschaftlichen Zusammenhängen in einem recht vielfältigen religiösen und kirchlichen sowie weltanschaulichen Umfeld gelebt. Es gab polnischen Katholizismus, es gab Hugenotten (also französische Hintergründe), es gab evangelisch-reformierte und evangelisch-lutherische Christen, es gab neuap. Christen und Leute aus einer Freikirche, es gab Juden (aus Russland) mit KZ-Erfahrungen und einige Atheisten sowie Leute, denen weltanschaulich-religiöse Fragen ganz egal waren. Was glauben Sie, was man in so einer Gesellschaft alles erlebt! Stellen Sie sich nur mal einen neuapostolisch betonierten älteren Herrn im Gespräch mit deutsch-polnischen Katholiken, einem Juden und anderen vor. Ich könnte Ihnen was erzählen. In dieser Zeit ist bei mir eine gewisse Sensibilität und ein Interesse an den unterschiedlichen religiösen, weltanschaulichen und politischen Denkweisen der Menschen entstanden - und daraus ist dann übrigens in Verbindung mit dem Studium auch so etwas wie ein Berufsfeld geworden: Rechts- und Bildungssoziologie. In einem weiteren Sinne gehört dazu auch die religiöse Denkweise und Bildung. In unserer Gesellschaft ist dieser religiöse Bereich ein durchaus wichtiges Forschungsfeld. Eine Freundin arbeitet in der empirischen Forschung und befasst sich mit Lebensmustern von in Deutschland aufgewachsenen Jugendlichen aus muslimischen Einwandererfamilien.

So - und in meinem Arbeitszimmer steht auch recht viel theologische Literatur. Ein Regal - also etwa acht Meter (das ist übrigens ganz normal; bei den Kollegen ist es nicht anders). Unten links stehen zwei Kästen mit neuap. Literatur: mehrere Bücher, gebundene Zeitschriften, einzelne Ausgaben von Schriften und Predigtmitschriften (maschinenschriftliche Übertragungen stenografischer Mitschriften von Predigten neuap. Apostel aus den Nachkriegsjahren: 1946 ff). Ich habe dort übrigens in geringem Umfang auch noch Schriften von anderen besonderen religiösen Gemeinschaften. Warum sollte ich das entsorgen? Dieses Schrifttum ist sozialgeschichtlich, religionspsychologisch, privat-religiös und konfessionskundlich interessant. Gleich daneben stehen einige konfessionskundliche Monographien und Veröffentlichungen der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen. Also - ein Problem habe ich mit dieser Literatur überhaupt nicht. Im Gegenteil. Manchmal - freilich selten - schaue ich schon mal rein. Und dann fällt mir so manches aus den frühen Jahren ein: die Gespräche der Erwachsenen. Die evangelisch-reformierte Tante Milli, die zu Kindern ihrer neuap. Schwester "ach ihr armen Heidenkinder" gesagt hat. Oder der alte neuap. Herr, der meinem jüdischen Onkel - der ein KZ überlebt hat - gesagt hat, die Juden hätten ihr Schicksal selbst verschuldet, denn sie hätten ja den HErrn umgebracht. Ich werde die Fassungslosigkeit meines Onkels nie vergessen. Und dann gab es auch einen neuap. Onkel. Ein feiner Mann - Vorsteher einer neuap. Gemeinde. Er konnte sinnvoll und druckreif reden. Irgendwann war er nicht mehr Vorsteher. Vor Jahren habe ich ihn in Süddeutschland besucht. Er sagte mir: "Heinrich, ich war meiner Zeit voraus." Und wenn ich dann mal in diesen alten Schriften blättere - dann, werter Maximin, dann verstehe ich ihn.

Ich hoffe, dass sich das Rätsel nun aufgelöst hat.

Ihr Cemper

PS: Ich kann Ihnen einige Stapel ev. Zeitschriften anbieten. Jahrgangsweise. Ich muss Platz schaffen - langsam wird es nämlich eng im Arbeitszimmer. Ich kann diese Zeitschriften im Bedarfsfall auch in der Theologenbibliothek einsehen. Aber der Fall wird kaum eintreten.

Cemper

Re: Massen Menschen Menschenmassen

#89 Beitrag von Cemper » 04.08.2010, 22:40

@ Maximin

War meine Antwort verständlich und ausreichend?

C.

Maximin

Re: Massen Menschen Menschenmassen

#90 Beitrag von Maximin » 05.08.2010, 05:59

Ja! Danke.

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