Ist die göttliche Urschöpfung in digitaler Gefahr?

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fridolin
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Re: Ist die göttliche Urschöpfung in digitaler Gefahr?

#11 Beitrag von fridolin » 17.09.2020, 13:27

Schon 1972 wurde versucht die Wissenschaft auf klägliche Weise zu entkräften. Da es früher den Neandertaler Mensch gab, konnte nicht geleugnet werden. Dafür gab es ein seltsames Schreiben in dem sinngemäß erläutert wurde,
das Gott der erhabene, der allschaffende Schöpfer aller Dinge anscheinend nicht sofort in der Lage war den beseelten Menschen zu schaffen. Er musste sich erst ein Menschenmodell anfertigen um sich sicher zu sein, das er nachher bei der Erschaffung der ersten beseelten Menschen alles richtig machen wird.
Wahrscheinlich ging nur darum, die bisher gepredigte 6000 Jahre Menschheitsgeschichte laienhaft zu retten.

Gott musste sich erst ein unbeseeltes Menschenmodell anfertigen. Unlogischer ging es wohl nicht. :mrgreen:

https://nak-aussteiger2010.beepworld.de ... e-welt.htm
Im Jahr 1972 galt in der NAK die Evolutionslehre noch als Häresie, man hatte das wörtlich zu glauben, was in der Bibel steht! So konnte Apostel Startz AM 10.5.1972 in einem privaten Schreiben auf eine Frage hin die Sache wie folgt erklären:
„Wir geben zu, daß durch Ausgrabungen der Neandertaler Mensch gefunden wurde, der schon vor 100 000 Jahren gelebt haben soll. Steht es aber Gott nicht zu, von dem Menschen, den er schaffen wollte, zuerst ein Modell zu machen? In dem Modell hat er aber nicht gewohnt. Ein kluger Bauherr läßt sich von einem Architekten auch zuerst ein Modell anfertigen. Dieses wird er nie beziehen oder gar darin wohnen. So hat Gott auch nicht in dem Neandertaler-Menschen gewohnt. Er war lediglich das Modell. Dann aber kam die Stunde, in welcher der allmächtige Gott die Worte sprach: "Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei!" In diesem Ebenbild Gottes wohnte der Herr, denn er gab ihm seinen Geist und dadurch wurde der Mensch zu einer lebendigen Seele.“
Zuletzt geändert von fridolin am 17.09.2020, 13:44, insgesamt 2-mal geändert.

Detlef
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Re: Ist die göttliche Urschöpfung in digitaler Gefahr?

#12 Beitrag von Detlef » 17.09.2020, 13:39

fridolin hat geschrieben:
17.09.2020, 13:27

Gott musste sich erst ein unbeseeltes Menschenmodell anfertigen. Unlogischer ging es wohl nicht. :mrgreen:

https://nak-aussteiger2010.beepworld.de ... e-welt.htm
Im Jahr 1972 galt in der NAK die Evolutionslehre noch als Häresie, man hatte das wörtlich zu glauben, was in der Bibel steht! So konnte Apostel Startz AM 10.5.1972 in einem privaten Schreiben auf eine Frage hin die Sache wie folgt erklären:
„Wir geben zu, daß durch Ausgrabungen der Neandertaler Mensch gefunden wurde, der schon vor 100 000 Jahren gelebt haben soll. Steht es aber Gott nicht zu, von dem Menschen, den er schaffen wollte, zuerst ein Modell zu machen? In dem Modell hat er aber nicht gewohnt. Ein kluger Bauherr läßt sich von einem Architekten auch zuerst ein Modell anfertigen. Dieses wird er nie beziehen oder gar darin wohnen. So hat Gott auch nicht in dem Neandertaler-Menschen gewohnt. Er war lediglich das Modell. Dann aber kam die Stunde, in welcher der allmächtige Gott die Worte sprach: "Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei!" In diesem Ebenbild Gottes wohnte der Herr, denn er gab ihm seinen Geist und dadurch wurde der Mensch zu einer lebendigen Seele.“

da kann man eigentlich nur noch dazu raten sich an den Kopf zu fassen und zu sagen: "Kürbis gedeihe!" :roll:
lieber "daneben" als gar kein Bogenschießen :wink:

fridolin
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Re: Ist die göttliche Urschöpfung in digitaler Gefahr?

#13 Beitrag von fridolin » 17.09.2020, 16:21

da kann man eigentlich nur noch dazu raten sich an den Kopf zu fassen und zu sagen: "Kürbis gedeihe!" :roll:
Heute kann über solch Hilfslosen Versuch nur freundlich gelacht werden.
Nur um die 6000 Jahre beseelte Menschheitsgeschichte, ab Adam und Eva noch vertreten zu können. Deshalb waren die davor eben nicht beseelt und auch kein Ebenbild Gottes.
Schlicht und einfach gesagt, sie waren nur Modellversuche unseres Gottes. Gott wurde zum Modelversuchmacher herab gestuft. Er baut zuerst Modelle, wie jeder gute Architekt das auch macht.
So einfach ist Religionsgeschichte zu erklären, wenn Erklärungsnot herrscht.
Dann braucht es nur noch Leute die das bedingungslos glauben und schon ist die Erklärungsnot vorerst für eine gewisse Zeit wieder vom Tisch. :D
Zuletzt geändert von fridolin am 17.09.2020, 16:38, insgesamt 3-mal geändert.

IceCream23
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Re: Ist die göttliche Urschöpfung in digitaler Gefahr?

#14 Beitrag von IceCream23 » 17.09.2020, 16:35

Ich denke viel wichtiger zu beachten ist nicht ob die göttliche Urschöpfung in digitaler Gefahr ist, sondern ob nicht wir selbst in digitaler Gefahr sind.

Zu aller erst, jegliche Religionen und Glaubensrichtungen haben natürlich ihre Berechtigung, sie bauen auf Jahrhunderte lange Traditionen und sind fest in der eigenen Kultur oder in der Familie verankert. Diese einfach aus dem vor zu lassen verlangt natürlich keiner, jeder darf seine Religion und seinen Glauben leben, solange diese dem Allgemeinwohl dient und nicht schadet. Die Religionen waren seit jeher essentiell um ein harmonisches Zusammenleben in einer Kultur zu ermöglichen. Sie legte bestimmte Werte, Normen und Richtlinien fest und entschieden was richtig und was falsch ist. Natürlich hat jede Religion bestimmte Vor- und Nachteile, doch die "einzig wahre Religion" gibt es nicht.
Jedes Individuum nimmt die Welt auf eine andere Weise wahr, je nach Herkunft, dem sozialen Umfeld oder den Lebensumständen.

Persönlich bin ich der Überzeugung, dass "Gott" nicht unser Leben bestimmt, aber wir bestimmen "Gott". Jedes Individuum ist für seine Handlungen verantwortlich und je nach unserer Denkrichtung lösen wir bewusst oder umbewusst eine Kette von Reaktionen aus. Beispielsweise wenn sie einen tollen Tag haben und jemand fremden anlächeln, fühlt sich dieser automatisch besser.

Das Internet und die Digitalisierung eröffnet uns unglaublich viele Möglichkeiten, um Informationen von aller Welt zu erhalten. Was wir mit diesen Informationen machen, bleibt jedoch uns überlassen. Eines sollte uns jedoch bewusst sein, jegliche sozialen Medien und Plattformen, sowie Streaming-Services haben die Macht uns bewusst unterschwellig zu beeinflussen und unser Denken und Handeln vorherzusagen. Ich kann den Netflix-Film "Das Dilemma der Sozialen Medien" empfehlen, denn diese Doku bringt es auf den Punkt.

Die Digitalisierung bietet uns unglaublich viele Möglichkeiten gutes zu tuen, natürlich sind auch extrem viele Gefahren und mögliche Negative Auswirkungen damit verbunden. Doch es liegt in unserer Hand wie wir die enormen Daten nutzen und was wir damit machen.

Wir sollten unseren Kindern die richtigen Werte beibringen https://www.elternbook.de/babyindustrie/. Anstatt ihnen alte Konzepte zu vermitteln ist es viel wichtiger sie darauf zu schulen welche Informationen für sie relevant sind, welche der Wahrheit entsprechen, und wie sie diese Interpretieren und Nutzen können.

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Lulo
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Re: Ist die göttliche Urschöpfung in digitaler Gefahr?

#15 Beitrag von Lulo » 23.09.2020, 12:30

Detlef hat geschrieben:
17.09.2020, 13:39
fridolin hat geschrieben:
17.09.2020, 13:27

Gott musste sich erst ein unbeseeltes Menschenmodell anfertigen. Unlogischer ging es wohl nicht. :mrgreen:

https://nak-aussteiger2010.beepworld.de ... e-welt.htm
Im Jahr 1972 galt in der NAK die Evolutionslehre noch als Häresie, man hatte das wörtlich zu glauben, was in der Bibel steht! So konnte Apostel Startz AM 10.5.1972 in einem privaten Schreiben auf eine Frage hin die Sache wie folgt erklären:
„Wir geben zu, daß durch Ausgrabungen der Neandertaler Mensch gefunden wurde, der schon vor 100 000 Jahren gelebt haben soll. Steht es aber Gott nicht zu, von dem Menschen, den er schaffen wollte, zuerst ein Modell zu machen? In dem Modell hat er aber nicht gewohnt. Ein kluger Bauherr läßt sich von einem Architekten auch zuerst ein Modell anfertigen. Dieses wird er nie beziehen oder gar darin wohnen. So hat Gott auch nicht in dem Neandertaler-Menschen gewohnt. Er war lediglich das Modell. Dann aber kam die Stunde, in welcher der allmächtige Gott die Worte sprach: "Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei!" In diesem Ebenbild Gottes wohnte der Herr, denn er gab ihm seinen Geist und dadurch wurde der Mensch zu einer lebendigen Seele.“

da kann man eigentlich nur noch dazu raten sich an den Kopf zu fassen und zu sagen: "Kürbis gedeihe!" :roll:
Kürbis gedeihe! :mrgreen: :mrgreen: Echt mal. Dieses Geschwafel der NAK-ler kann man nur laut lachend ertragen: ein Gott, der erst üben muss... :shock:
So hat Gott auch nicht in dem Neandertaler-Menschen gewohnt. Er war lediglich das Modell.
Da ist sie wieder, die typisch-neuapostolische Überheblichkeit. Warum sollte der Neandertaler keine Seele gehabt haben???? Diese Arroganz geht mir sowas von auf den Keks!
Wer loslässt, hat beide Hände frei.

fridolin
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Re: Ist die göttliche Urschöpfung in digitaler Gefahr?

#16 Beitrag von fridolin » 24.09.2020, 10:43

https://nak-aussteiger2010.beepworld.de ... e-welt.htm
2004 gab es dann noch etwas holprig eine NAKI Verlautbarung vom 11.11. zur Evolutionstheorie:
“Die Neuapostolische Kirche sieht in der Evolutionstheorie keine geeignete Erklärung für die Schöpfung, weil diese Theorie Gott als Schöpfer in ihre Betrachtungen nicht einbezieht. Dagegen sieht sie in den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Evolution keinen Widerspruch zu den Aussagen der Bibel. (...) Es ist denkbar, dass der heutige Mensch (Homo sapiens sapiens) von Anfang an ein beseelter Mensch war,
möglicherweise schon vor über 130.000 Jahren.”
Erst musste Gott unbeseelte Modelle zur Übung bauen, um die 6000 Jahre beseelte Menschheitsgeschichte zu erklären.
Dann 2004 die Kehrtwende.
Möglicherweise waren doch schon beseelte Menschen da und zwar vor über 130.000 Jahren.

Weshalb das Hin und her. Mal Hü mal Hot. Wahrscheinlich deshalb weil den
wissenschaftlichen Erkenntnissen, außer das Gott erst unbeseelte Modelle bauen
musste, nichts Handfestes entgegen zu setzen ist. :D
Zuletzt geändert von fridolin am 24.09.2020, 11:43, insgesamt 1-mal geändert.

Detlef
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Re: Ist die göttliche Urschöpfung in digitaler Gefahr?

#17 Beitrag von Detlef » 24.09.2020, 11:25

Hier muss man allerdings fairerweise sagen, daß diese Spielchen nicht nur NAK spezifisch sind/waren.. Ich bin von Haus aus röm. Kath. erzogen und da waren solche Gedankenspielchen auch üblich.. Ist nicht als Entschuldigung für NAK gemeint aber das wohl eher allgemein christliches Denken..
lieber "daneben" als gar kein Bogenschießen :wink:

fridolin
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Re: Ist die göttliche Urschöpfung in digitaler Gefahr?

#18 Beitrag von fridolin » 24.09.2020, 14:57

@Detlef
Hier muss man allerdings fairerweise sagen, daß diese Spielchen nicht nur NAK spezifisch sind/waren.. Ich bin von Haus aus röm. Kath. erzogen und da waren solche Gedankenspielchen auch üblich.. Ist nicht als Entschuldigung für NAK gemeint aber das wohl eher allgemein christliches Denken..
Warum und weshalb werden solche Spielchen mit uns gemacht, auch vom
angeblichen Erlösungswerk Christi :?: :?:

Welche Hintergründe liegen da allgemein vor?

Vielleicht kann das mal jemand logisch begründen und erklären :!:

Ernsthaft
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Re: Ist die göttliche Urschöpfung in digitaler Gefahr?

#19 Beitrag von Ernsthaft » 26.09.2020, 12:47

fridolin hat geschrieben:
24.09.2020, 14:57
Welche Hintergründe liegen da allgemein vor?
Vielleicht (oder sicher überwiegend) Hintergründe und Absichten finanzieller Art.
Weil sich mit der Gutgläubigkeit und der damit verbundenen Opferbereitschaft vieler Menschen ein schönes und angenehmes Leben finanzieren lässt, mit Ansehen, Ehre und Wohlstand.
Obwohl alle Versprechungen, speziell diejenigen die das Jenseits angehen, leider nur Spekulationen bleiben.
Aber auch diese Gründe sind nicht NAK spezifisch, sondern überall und insbesondere in der Religion zu finden.

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