Rache

Für Zweifler und andere gute Christen
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Lobo

Rache

#1 Beitrag von Lobo » 07.12.2008, 16:31

Psalm 137,9 ....Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!...
Ein Rachegedanke, zweifellos in der Gefangenschaft geboren.
Aber wie gehen wir heute damit um. Ich finde, dass solche Einstellungen im Leben nichts zu suchen haben, geschweige denn im christlichen Glauben/in der Bibel. :evil:
Ich habe auf Nachfrage dazu in Gesprächen nur Nebelkerzen und Wischiwaschi erlebt.

dietmar
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#2 Beitrag von dietmar » 07.12.2008, 16:47

Die Bibel ist was sie ist:ein Geschichtsbuch und enthält deshalb auch Texte,Aussagen , die nach unserer heutigen Vorstellung nicht mehr nachvollziehbar sind.Gleich verhält es sich mit den unterschiedlichen Gottesbildern.Beschreibungen der Sichtweise der Menschen in der jeweiligen Epoche.

Lobo

#3 Beitrag von Lobo » 07.12.2008, 17:01

dietmar hat geschrieben:...Die Bibel ist was sie ist:ein Geschichtsbuch und enthält deshalb auch Texte,Aussagen , die nach unserer heutigen Vorstellung nicht mehr nachvollziehbar sind...
Hallo dietmar,
na, dann ist ja alles klar. :x
Genau so habe ich es x-mal gehört. Solche Aussagen sind mir zu banal.
Dann können wir uns ja gleich unsere persönliche Bibel(Gottes Wort!?) individuell zusammenzimmern.

Gruß
Lobo

dietmar
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#4 Beitrag von dietmar » 07.12.2008, 17:12

nun was ist die Bibel denn in deinen Augen? Es geht nicht um ein zusammenbasteln sondern um ein feststellen was sie nun tatsächlich ist , so wie sie uns heute vorliegt.

Lobo

#5 Beitrag von Lobo » 07.12.2008, 17:20

dietmar hat geschrieben:...sondern um ein feststellen was sie nun tatsächlich ist , so wie sie uns heute vorliegt...
Sie ist in erster Linie die Grundlage des christlichen Glaubens.

dietmar
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#6 Beitrag von dietmar » 07.12.2008, 17:21

dies ist unbestritten

tergram

#7 Beitrag von tergram » 07.12.2008, 17:23

Lobo,

nach meiner Erfahrung macht es Sinn, AT und NT miteinander zu vergleichen und die unterschiedlichen Gottes- und Menschenbilder zu betrachten. Es gibt einige gute Literatur dazu - am besten mal in einer Bibliothek resp. im Buchladen vorbeischauen.

Dabei wird einem schnell klar, dass die insbesondere in der NAK (aber eben nicht nur dort) gepflegte Gewohnheit, das AT wörtlich und für bare Münze zu nehmen, zu fehlerhaften Ergebnissen führt.

Der alte Gott des AT ist ein gelegentlich überforderter, mit sich selbst im Unklaren befindlicher Mann, der sehr menschliche Regungen und Charakterschwächen zeigt, z.B. Reue und Zorn. Damit ist diesen Gottesbild nahe an den grieichischen Göttern, die ja auch höcchst menschlich agierten.

Im AT finden wir eine Reihe von Schilderungen, die so oder so ähnlich schon jahrtausendelang in vielen Kulturen von Generation zu Generation weitererzählt wurden. In der Bibel finden sie einen schriftlichen Niederschlag, ohne "neu" zu sein.

Für den christlichen Glauben sind die Hinweise, die wir dem NT entnehmen können, aus meiner Sicht bedeutsamer: Jesus erwähnt, dass er "des Gesetzes Erfüllung" sei - damit ist die nächsthöhere Stufe der Erkenntnis angebrochen. Weiterhin heisst es, dass Jesus "ein neues Gebot gegeben" habe. Die alten Gesetze wurden dadurch nicht für falsch erklärt, aber von einem neuen Gottes- und Menschenbild überholt.

Ohnehin ist - dein Textbeispiel macht es deutlich - insbesondere das AT nicht wörtlich zu nehmen. Man darf nicht vergessen, in welchem Kulturkreis die Bibel zusammengetragen wurde: In einem, in dem die Sprache blumenreich war und ist und in dem Geschichtenerzählen schon immer eine Kunstform war.

Lobo

#8 Beitrag von Lobo » 07.12.2008, 17:32

tergram hat geschrieben:...Es gibt einige gute Literatur dazu - am besten mal in eine rordentlichen Bibliothek resp. Buchladen vorbeischauen...

Schon oft vorbeigeschaut..
.:)
tergram hat geschrieben:..Dabei wird schnell klar, dass die insbesondere in der NAK (aber eben nicht nur dort) gepflegte Gewohnheit, das AT "für bare Münze zu nehmen", einen zu falschen Ergebnissen führt.
Das hört sich in Predigten aller Fakultäten sehr oft anders an.
tergram hat geschrieben:...Im AT finden wir eine Reihe von Schilderungen, die so oder so ähnlich schon jahrtausendelang in vielen Kulturen von Generation zu Generation weitererzählt wurden. In der Bibel finden sie einen schriftlichen Niederschlag, ohne "neu" zu sein...
Das Schlimme dabei ist , dass es einfach stoisch hingenommen wird.
tergram hat geschrieben:...Ohnehin ist - dein Textbeispiel macht es deutlich - insbesondere das AT nicht wörtlich zu nehmen...

Das sehen aber viele Gläubige/Dogmatiker ganz anders.

42
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#9 Beitrag von 42 » 08.12.2008, 12:28

tergram hat geschrieben:quot;]...Ohnehin ist - dein Textbeispiel macht es deutlich - insbesondere das AT nicht wörtlich zu nehmen...
Das sehen aber viele Gläubige/Dogmatiker ganz anders.[/quote]
Ja, es gibt sie. Denen sei zur Lektuere ein offener Brief an "Dr." Laura Schlesinger empfohlen. Darin duerfte er/sie genuegend Gegenbeispiele finden.

Laura Schlesinger hat in den U.S.A. eine Sendung, in der sie Lebensberatung betreibt.

tergram

#10 Beitrag von tergram » 08.12.2008, 15:29

Lobo hat geschrieben:
tergram hat geschrieben:Ohnehin ist - dein Textbeispiel macht es deutlich - insbesondere das AT nicht wörtlich zu nehmen...

Das sehen aber viele Gläubige/Dogmatiker ganz anders.

Ja. Aber das muss uns ja nicht weiter kümmern, oder? Ich kann und will mich mit dem rückwärtsgewandten Denken anderer Menschen nicht weiter aufhalten. :wink:

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