IST ZWEIFELN ERLAUBT...?

Für Zweifler und andere gute Christen
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Brombär
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#11 Beitrag von Brombär » 24.10.2008, 14:06

Dieter hat geschrieben:Zweifeln ist erlaubt, weil wir ohne Zweifel zweifelsohne noch in Höhlen säßen und mit zweifelhaften Holzknüppeln unzweifelhaft gefährliche Bären vertreiben würden. Daran gibt es für mich keinen Zweifel! :D
Ohne Zweifel gäbe es keinen Fortschritt. Nur wer in Frage stellt, kann Neues schaffen. Daher ist zweifeln nicht nur erlaubt, sondern für jeden Fortschritt unerläßlich.
Dieter

... noch ein bisschen zweifeliger :

Zweifeln ist erlaubt, weil wir ohne Zweifel zweifelsohne noch verzweifelt in Höhlen säßen und mit zweifelhaften Holzknüppeln unzweifelhaft gefährliche (Brom)Bären zur Verzweiflung brächten. Daran gibt es für mich keinen Zweifel!
Ohne Zweifel gäbe es ohne Zweifel keinen Fortschritt. Nur wer anzweifelt, kann Neues schaffen ohne zu verzweifeln. Daher ist Zweifeln nicht in Zweifel zu ziehen, sondern für jeden Fortschritt zweifelsfrei unerlässlich.



Bb

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tosamasi
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#12 Beitrag von tosamasi » 24.10.2008, 14:35

Dat haste schön gesagt! :lol:
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Hannes

#13 Beitrag von Hannes » 24.10.2008, 17:17

Hallo in die Runde,

ich frage mich gerade, ob die Frage "ist zweifeln erlaubt" erlaubt ist!? Warum fragt man nicht "ist Angst erlaubt"? Was wäre, wenn zweifeln verboten wäre? Wie würde das aussehen?

Ich denke, wir sind mal wieder einem oberlehrerhaften Paulus-Zitat auf den Leim gegangen. :wink:

Nätürlich empfängt der Zweifler nichts! Weil er ja die angebotenen Dinge ablehnt! Man muss nur einmal genau anschauen, was abgelehnt wird. Paulus und seine Kumpels hatten ja immer gerne und schnell ein paar Sprüche parat - und diese irgendwie verquer und eigenartig erklärt. Manchmal auch total verklärt.

Von daher: Vielleicht ist ja mit Zweifel etwas ganz anderes gemeint. Das Hinterfragen kann es ja wohl nicht sein! Denn anderswo heisst es: "Prüfet alles und das Beste behaltet!" Und da gehört ganz viel Zweifel dazu!

Hannes

Maximin

SCHUTZMECHANISMUS...

#14 Beitrag von Maximin » 24.10.2008, 17:23

:) Hannes, ich halte Angst für einen der wichtigsten Schutzmechanismen des Menschen.
Gruß vom Micha :wink:

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tosamasi
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Re: SCHUTZMECHANISMUS...

#15 Beitrag von tosamasi » 24.10.2008, 18:48

Maximin hat geschrieben::) Hannes, ich halte Angst für einen der wichtigsten Schutzmechanismen des Menschen.
Gruß vom Micha :wink:
Was der Zweifel zweifellos auch sein kann.

Denn unkritische Gutgläubigkeit kann zweifelhafte Folgen haben. :wink:
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pu

#16 Beitrag von pu » 24.10.2008, 19:52

Nabend :D

Obs erlaubt ist zu zweifeln? Keine Ahnung. Ist mir mittlerweile auch egal. Ich zweifle häufig. Obwohl ich, dank meiner neuapostolischen Prägung, so tief im Innern natürlich den Satz: "..der Zweifler empfängt nichts.." als Drohung verankert habe und sich genau diese auch zwischendurch immer mal wieder in Erinnerung ruft.

Gruß pu
(zweifelsohne wieder online :wink: )

Maximin

UNVERKRAMPFTER CHRISTENSTAND...!

#17 Beitrag von Maximin » 24.10.2008, 20:14

:) Meine liebe Pu,
mir ist es eigentlich immer um das Bemühen um einen unverkrampften, gesunden Christenstand gegangen. Das ist möglich und hat, nach meinem Erkenntenisstand, nur wenig mit Kirchenobrigekeiten zu tun.
Liebe Grüße vom Micha :wink:

tergram

#18 Beitrag von tergram » 24.10.2008, 21:08

Wer empfiehlt das Nicht-Zweifeln?
Was wäre das für ein kleiner, armseliger Gott, wenn er von unserem Zweifel beschädigt würde?

Also zweifelt ruhig - Gott hät das aus. Locker.

filippo

#19 Beitrag von filippo » 24.10.2008, 22:41

erl.
Zuletzt geändert von filippo am 27.09.2009, 22:21, insgesamt 1-mal geändert.

Steppenwolf

#20 Beitrag von Steppenwolf » 25.10.2008, 10:44

PRO:
"Der Beweiswert der Schrift beruht darauf, dass sie uns Gottes Wort sagt, und weil es nichts anderes gibt, was uns Gott gegenwärtig und erkennbar macht als sein Wort, deshalb ist die Schrift das unersetzliche Beweismittel der Christenheit."

Prof. Adolf Schlatter (1852-1938, Theologe, Die Bibel verstehen. Aufsätze zur biblischen Hermeneutik, 2002, ISBN 978-3-7655-1281-0)
CONTRA:
"Die Schriftbeweise des Neuen Testamentes müssen fallen, nicht erst auf Grund rationaler historischer Kritik"

Prof. Dr. Rudolf Bultmann (1933, Theologe [laut http://www.bautz.de/bbkl/b/bultmann_r.shtml:
bedeutendster Exeget des 20. Jahrhunderts] Glauben und Verstehen GuV)


Und wenn man dann DIES hier alles gelesen hat, ist man versucht, nicht nur zu zweifeln sondern auch seinen Glauben gänzlich "über Bord" zu werfen.
Klugen Theologen sei Dank...

Wenn ich bedenke, dass die NAK auf dem Weg von einer "Wort"- zu einer "Schriftkirche" ist... Halleluja!

Ich werde jetzt erst mal in aller Ruhe verzweifeln. :cry:

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