Säkularisierung

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Loreley 61
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Re: Säkularisierung

#11 Beitrag von Loreley 61 » 06.06.2011, 22:13

Mal eine Frage in die Runde: Wäre eine (totale) säkulare Gesellschaft denn wirklich so schlimm? In der Vergangenheit, als die Kirchen noch viel mehr Macht hatten, die Menschen noch (christlich) gläubiger waren, da gabs m. E. viel mehr Unrecht und Kriege, viel mehr Menschenrechtsverletzungen, als heutzutage in unseren Breitengraden. Wir kennen doch alle die Untaten der Kirchen und ihrer führenden Mitglieder im dunklen Mittelalter. Ginge es nach den meisten Kirchen, oder nach streng Gläubigen, dann würden Homosexuelle immer noch diskriminiert und die Gleichberechtigung der Frau wäre nie ein Thema gewesen. Der Humanismus deckt doch alle (guten) Werte voll ab, sofern man ihn lebt. Mir ist ein humanistisch gesinnter Atheist um einiges lieber, als ein religiöser Fundi egal welcher Religion.

LG, Lory
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Andreas Ponto
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Re: Säkularisierung

#12 Beitrag von Andreas Ponto » 06.06.2011, 22:18

Wer will das Eine gegen das Andere ausspielen?

Alles was der Mensch erreicht hat, hat er durch Vernunft erreicht, oder?

Alles was er nicht erreicht hat, da fehlt ihm die Vernunft bzw. der Grad der Vernunft, oder?

Was hat das mit Glaube an Gott zu tun? Ich denke nichts.

Was hat das mit dem hier von shalom angeschnittenen Thema zu tun? Sehr wenig.

Was hat das mit tergram zu tun? Nichts! Wann hört hier endlich das Sticheln gegen andere Fories auf?!

Was hat das von shalom angeschnittene Thema mit Christlicher Glaube und Glaubensfragen zu tun? Eher nichts, sondern eher mit der NAK und ihrem billigen Versuch von den christlichen Kirchen ihre Teilhabe an der Ökumene einzufordern/zu erpressen.

Schade nur, dass das was man vom DEKT hört, nicht so sehr für eine fundierte Gegenposition des Beauftragten für Sekten von der Evangelischen Seite spricht. Die NAK wird von der christlichen Gemeinschaft entweder tatsächlich nicht durchschaut oder man hofft immer noch auf die sich anbahnende Kathastrophe "Katechismus der NAK".

Ich denk mal 1 Tag darüber nach, ob ich das nicht zur NAK rüber schieb. Die NAK scheint mir im Moment nicht in der Lage zu sein Glaubensthemen nachhaltig und fundiert zu besetzen geschweige denn zu bearbeiten.

Vor allem nicht, nachdem Volker Kühnle öffentlich auf dem DEKT zugegeben haben soll, dass die NAK als Laienkirche mit dem Katechismus an ihre Grenzen bzw. an die Grenzen des Machbaren stosse!!!!
Das sagt ein Apostel des Herrn, der nach dem Willen seines Arbeitgebers (in Persona Leber und Ehrich) alleine in der Lage sein soll, die Schrift auszulegen und die Wahrheit zu verkünden!!!!

Andreas

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evah pirazzi
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Re: Säkularisierung

#13 Beitrag von evah pirazzi » 06.06.2011, 23:37

centaurea hat geschrieben:Was hat das von shalom angeschnittene Thema mit Christlicher Glaube und Glaubensfragen zu tun? Eher nichts, sondern eher mit der NAK und ihrem billigen Versuch von den christlichen Kirchen ihre Teilhabe an der Ökumene einzufordern/zu erpressen.
Moment, wie meinen?

Säkularisierung hat nichts mit christlichem Glauben zu tun?

Säkularisierung steht u.a. als Synonym für "Entchristlichung". Der Begriff entstand in der Zeit, als die kath. Kirche an Macht verlor, als die protestantische Bewegung u.a. Enteignungen kirchlicher Besitztümer nach sich zog und die Kirche im weiteren Verlauf der Geschichte immer mehr eine "Verweltlichung" durch Aufklärung und Humanismus erfuhr. Der Begriff Säkularisierung hat ganz unmittelbar mit dem christlichen Glauben zu tun. Die NAK hat diesen "historischen" Begriff nur wieder aufgegriffen - bzw. einige wenige Ökumenewillige innerhalb der NAK, so scheint es - um nach den geschärften neuen Glaubensartikeln und den ökumenefeindlichen Vorabinformatinen des neuen Katechismus wieder "Gut-Wetter" zu machen - so mein Eindruck. Wobei die Apostel heute ja ohne Säkularisierung gar nicht existierten, oder, wie shalom so fein formuliert: "..bei der Säkularisation erweist sich die Gnade der späten Apostelnachgeburt als Pfund mit dem Apostel der Endzeit von heute wuchern können..." :wink:

Das sagt ein Apostel des Herrn, der nach dem Willen seines Arbeitgebers (in Persona Leber und Ehrich) alleine in der Lage sein soll, die Schrift auszulegen und die Wahrheit zu verkünden.
Die "arbeitgebenden" Apostel sind ja nicht mal in der Lage, ihre theologischen Schulungen selber durchzuführen. Dazu dingen sie u.a. eine evangelische Religionslehrerin, die insbesondere die Amtsträger zum Thema: "Was ist die Bibel" informieren soll. Das finde ich - gelinde gesagt - erstaunlich, dass die in dieser Zeit einzig zur Bibelauslegung und Wahrheitsverkündung kompetenten Menschen auf eine evangelische Religionslehrerin zurückgreifen müssen, um die Amtsträger über die Bibel aufzuklären.

Wow, was für ein Zeugnis!!
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

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Andreas Ponto
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Re: Säkularisierung

#14 Beitrag von Andreas Ponto » 07.06.2011, 00:45

Danke e.p., ich glaub, das hab ich auch kapiert.

Aber die NAK missbraucht das Thema indem sie meint, den christlichen Kirchen sagen zu können, dass diese die NAK in die Ökumene reinlassen müssen, um gemeinsam gegen die Säkularisierung kämpfen zu können.

Das ist ein ganz billiger Taschenspielertrick der NAK, um mit diesem Thema von der eigentlichen Ökumeneuntauglichkeit und der sektenhaften Natur der NAK abzulenken.

Die NAK lehrt doch, dass es zum Schluss fast keine Gläubigen mehr geben wird und sogar die Erstlinge gefährdet sein werden. Was soll dann das Gequatsche von "Christen müssen zusammen stehen gegen die ach so weltliche Menschheit und durch die Ökumene gegen die Säkularisierung angehen"?!

Volker Kühnle sprach mal vom "Gütesiegel" der Ökumene, auf das die NAK Anrecht hätte.

Da weht der Wind her. Es geht einzig und allein um gesellschaftliche Anerkennung, weil das die KL für die opfernden Kirchenmitglieder dringend notwendig braucht, um diese zu halten.

Viele, vor allem die Jungen, stimmen nämlich deswegen mit den Füssen ab. Das ist nur den wenigsten bewusst.

Woher kommen sonst die Durchhalteparolen, dass sich etwas ändern wird, dass Sepers einfach nur zu früh gegangen ist, dass Leber ein ganz Fortschrittlicher ist, die Spielchen guter Junge (z.B. Volker Kühnle) böser Junge (z.B. BAP Ehrich), etc...

Deswegen meine ich, dass es hier um ein NAK-Thema geht und nicht um vereinte Christenheit gegen die ach so schlechte Säkularisierung.

Wir sollten uns nicht von der NAK instrumentalisieren lassen.

Meint

Andreas

Adler

Re: Säkularisierung

#15 Beitrag von Adler » 07.06.2011, 04:45

Um einer "angenommenen" Säkularisierung entgegen zu wirken, bedarf weder die Ökumene, noch die ACK, dieser kleinen Sondergemeinschaft, die sich NAK nennt. Andersherum dürfte es da schon anders aussehen! Alleine aus PR-Gründen, ist es der NAK wichtig, in einem Atemzug mit dem Begriff Ökumene bzw. der ACK, genannt zu werden.
Allerdings lässt ihr derzeitiges Verhalten, sowohl nach innen, wie nach außen, dies nicht zu!

LG Adler

tergram

Re: Säkularisierung

#16 Beitrag von tergram » 07.06.2011, 08:36

centaurea hat geschrieben:Deswegen meine ich, dass es hier um ein NAK-Thema geht und nicht um vereinte Christenheit gegen die ach so schlechte Säkularisierung.
Das sehe ich anders.

Shalom hatte den Thread "Säkularisierung" eröffnet, bezog sich in seinem Beitrag aber nur auf die NAK. Dass die NAK bei diesem Thema im falschen Orchester spielt, dürfte (auch) in diesem Forum wohl Konsens sein. Eine Diskussion im engen NAK-Rahmen scheint mir daher wenig zu bringen.

Mein Vorschlag: Unabhängig von der angedachten Ausrichtung bei Eröffnung des Threads fände ich eine Diskussion über die Säkularisierung im gesamten religiösen Zusammenhang sehr interessant. Loreley hat dazu ja auch schon Karten auf den Tisch geworfen und ich würde gern erweitern:

Ist die Säkularisierung für die Gesellschaft ein Grund zur Sorge?

Vielleicht kommen wir unter diesem erweiterten Themendach dazu, uns von der nabelschauartigen Betrachtung der NAK zu lösen. Säkulkarisierung ist übrigens auch ein Thema bei den nachwachsenden Generationen der muslimischen Einwanderer, was dort zu erheblichen Rissen in der gesellschaftlichen und familiären Struktur führt. Das Themenfeld ist also deutlich größer und spannender, als die Mini-Kirche NAK.

Cemper

Re: Säkularisierung

#17 Beitrag von Cemper » 07.06.2011, 09:19

Sogar diese Herren befassen sich damit.

Die Säkularisierungsthese ist, obwohl sie von den Entwicklungen in den europäischen Wohlstandsgesellschaften bestätigt zu werden scheint, in der soziologischen Fachöffentlichkeit seit mehr als zwei Jahrzehnten umstritten.

Jürgen Habermas

SIEHE AUCH:
Hempelmann, EZW

Maximin

Re: Säkularisierung

#18 Beitrag von Maximin » 07.06.2011, 11:48

Andreas,
ich habe mir nochmals sehr sorgfältig Shaloms Eingangsartikel durchgelesen und bin zu folgendem Schluss gekommen:

1. Shalom beschreibt gewisse Zustände in der NAK.
2. Demgemäß gehört sein Beitrag und alle nachfolgenden Einlassungen in die Rubrik „NAK“.

Gruß vom Maximin + + +

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Loreley 61
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Re: Säkularisierung

#19 Beitrag von Loreley 61 » 07.06.2011, 12:27

Herr Cemper,

ich habe Ihren 2. link eben angeklickt und m. E. schließen sich Intoleranz und (gelebter) Humanismus einfach aus. Intoleranz habe ich mehr in stark religiösen Kreisen ausgemacht. Beispiele brachte ich weiter oben. Ist nicht schon der Missionsauftrag eine Art von Intoleranz? Zumindest eine Grundlage zur Intoleranz? Unter Atheisten mag es genügend "schwarze Schafe" geben, die die Menschenrechte mit Füssen treten, aber die gibt es zu Hauf auch bei den Gläubigen. (egal jetzt welcher Religion)

Mich würde interessieren, ob Sie das Buch von Franz Buggle gelesen haben? Wenn nicht - ich empfehle es Ihnen sehr:
Franz Buggle (* 18. August 1933 in Freiburg im Breisgau; † 12. Januar 2011 in Au bei Freiburg) war ein deutscher Psychologe und Religionskritiker.

Buggle studierte in Freiburg und München Psychologie, Philosophie, Pädagogik und Wirtschaftswissenschaften. Von 1958 bis 1963 war er wissenschaftlicher Assistent am Psychologischen Institut in Freiburg und promovierte bei dessen Gründer Robert Heiß. Anschließend wurde er Dozent an der Universität Hamburg am Lehrstuhl von Peter Hofstätter.

1974, nach einer Zwischenstation als Professor für Entwicklungs- und Sozialpsychologie an der Universität Regensburg, wurde er Ordinarius an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wo er 1998 emeritiert wurde.

In seinem religionskritischen Werk *Denn sie wissen nicht, was sie glauben. Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann* (1992) untersuchte er die Bibel und kam zu dem Schluss, dass sie „in zentralen Teilen ein gewalttätig-inhumanes Buch, als Grundlage einer heute verantwortbaren Ethik ungeeignet“ sei.
Quelle: wikipedia

Was meinen Sie persönlich: Ist Die Bibel als Grundlage einer heute verantwortbaren Ethik eher ungeeignet oder nicht? Könnte Buggle doch Recht haben (?) - okay, eine Antwort setzt vorraus, dass Sie das Buch gelesen haben. Manchmal lese ich auf Internetseiten evangelikaler Kreise, die die Bibel sehr ernst und wörtlich nehmen - da trifft m. E. Buggles Meinung voll zu. Doch auch in "gemäßigten" Glaubenskreisen finde ich häufig wenig an tatsächlichen Werten. Werte, wie Toleranz Andersdenkenden und Andersfühlenden gegenüber. Ein Beispiel dafür lieferte Apostel Bott dereinst, als er sinngemäß sagte, dass ein Mann nur eine Jungfrau ehelichen solle, weil die anderen Frauen wie Spucknäpfe wären, in die jeder hineinspucken könne.............Solche Ansichten sind unter Christen nicht unüblich, denn das Christentum gilt ja schon als ziemlich sexualfeindlich. (eigentlich auch als frauenfeindlich, oder etwa nicht?)

Auch interessant:

http://www.teialehrbuch.de/Gesellschaft ... n-will.php

http://www.teialehrbuch.de/Kostenlose-K ... rwort.html

LG, Lory

PS: tergram, ich gehe mit deinen Einträgen bezgl. dieses Threads konform. :wink:
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shalom
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Re: Säkularisierung

#20 Beitrag von shalom » 07.06.2011, 12:31

tergram hat geschrieben:…Shalom hatte den Thread "Säkularisierung" eröffnet, bezog sich in seinem Beitrag aber nur auf die NAK. Dass die NAK bei diesem Thema im falschen Orchester spielt, dürfte (auch) in diesem Forum wohl Konsens sein. Eine Diskussion im engen NAK-Rahmen scheint mir daher wenig zu bringen.

Mein Vorschlag: Unabhängig von der angedachten Ausrichtung bei Eröffnung des Threads fände ich eine Diskussion über die Säkularisierung im gesamten religiösen Zusammenhang sehr interessant. Loreley hat dazu ja auch schon Karten auf den Tisch geworfen und ich würde gern erweitern:

Ist die Säkularisierung für die Gesellschaft ein Grund zur Sorge?

Vielleicht kommen wir unter diesem erweiterten Themendach dazu, uns von der nabelschauartigen Betrachtung der NAK zu lösen. Säkulkarisierung ist übrigens auch ein Thema bei den nachwachsenden Generationen der muslimischen Einwanderer, was dort zu erheblichen Rissen in der gesellschaftlichen und familiären Struktur führt. Das Themenfeld ist also deutlich größer und spannender, als die Mini-Kirche NAK.
Werte tergram 8),

als Geschwist war es mir im Eröffnungsbeitrag zum einen darum gegangen aufzuzeigen, wie lange Kühnle schon auf seiner Säkularisierungsmasche reitet. Zum anderen habe ich auch im allgemeinen Zusammenhang die Begriffe Säkularisation und Säkularisierung gewürdigt.

Durch die schriftgelehrte Doppeldeutigkeit gewisser Begriffe im Apostelamtssprachgebrauch (z. B. Taufe etc.) wollte ich schon zu einem Gedankenspaziergang ermuntern, welcher das Thema von verschiedenen Seiten betrachtet. Da ist auch der muslimische Aspekt nicht uninteressant. Auch in diesem Glaubenskulturkreis gibt es sowohl Gottesstaaten mit religiöser Gesetzgebung und rein autokratischen Führungsstilen als auch eher säkularisierte Staatsformen.

Wenn nun ein „Global-Prayer“ wie Kühnle – seit Januar 2001 Member der Arbeitsgruppe [„Kontakte zu Kirchen und Religionen“ (KKR)] – sich mit seinem Säkularisierungsgejammere selbstbildgerecht ap(r)ostituiert, dann könnte man meinen, dass er die Ausbreitung des Christentums in all den andersgläubigen unsäkularisierten Kulturkreisen radikal ablehnt :wink: .

In andersgläubigen Regionen befürwortet er vielleicht die Säkularisierung – weil sie ihm nutzt -, und zuhause unter Saur/Ehrich ist er wohlmöglich voll dagegen. Je nachdem.

Im neuen Glaubensbekenntnissortiment der neuapostolischen Apostel – 3 Glaubens- und 7 Sonderartikel – heißt es: "Ich glaube, dass ich der weltlichen Obrigkeit zum Gehorsam verpflichtet bin, soweit nicht göttliche Gesetze dem entgegenstehen" (10. Glaubensartikel) .

Weshalb ist aus Apostelmund der Gehorsam gegenüber der weltlichen Obrigkeit ausdrücklich erwähnt worden? Nun, „es bestand keine Veranlassung, den bisherigen Text zu ändern. Wir beziehen uns dabei auf die die grundsätzlichen Aussagen in Römer 13,1-7 und die Relativierung durch die Aussage des Apostels Petrus: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (neue Züricher FuA) .

Bereits im Januar 2005 nahm Zürich seine Fürsorgepflicht wahr: „Schon um der Sünde vorzubeugen, ist es stets Aufgabe des Seelsorgers, Sünde kenntlich zu machen. Dabei ist ein verantwortungsvoller Umgang im Benennen bestimmter Verhaltensweisen als Sünden erforderlich (Traktat zu Sünde und Schuld) .

Ist jetzt Säkularisierung Sünde und Kühnles Jammerei verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema Antisakralisierung? War Jesus gar der erste Säkularisierer, als er das Gleichnis vom barmherzigen Samariter gab? Drängende Aufgaben waren vom damaligen Amtskörper (Priester und Levit) links liegen gelassen worden und Dritte traten in den Riss. Versündigte sich der Samariter gar an dem Halbtoten und war das die erste naktenkundige Säkularisierung? Jesus ein Säkularisierungsbefürworter?

Oder dürfen offenkundige Defizite des Amtskörpers auch von Dritten kompensiert werden, ohne dass diese sich versündigen?

shalom

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