ÄNDERT GOTT SEINE PLÄNE...?

Für Zweifler und andere gute Christen
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Maximin

ÄNDERT GOTT SEINE PLÄNE...?

#1 Beitrag von Maximin » 18.04.2010, 11:33

Lieben Freunde,
die eindeutige Forderung des Evangeliums nach Matthäus 5, 37 kann als hinderliche Last empfunden werden:„Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.“ Natürlich geht es an dieser Stelle um unser Verhalten, wie und auf welche Weise wir uns im Fall des Falles zur Wahrheit stellen und diese vor uns selbst aber auch öffentlich bekennen.

Im Hinblick auf unsere Fragestellung, ob Gott seine Pläne ändert, antworte ich aufgrund meines Bibelverständnisses mit einem schlichten „Ja“.

Soweit wir, wenigstens etwas, vom Geschehen in unserer und den uns umgebenden Welten verstehen gelernt haben, ist alles im Fluss und einem stetigen Wandel unterworfen. Ein gelegentlicher Blick in alte Fotoalben zeigt uns, wie sehr wir uns selbst verändert haben.

Ein suchender Blick in unseren Kleiderschrank nötigt uns manchmal dazu eine Änderungsschneiderei aufzusuchen. Da ist etwas zu eng, zu weit, zu kurz oder auch zu lang geworden. Manchmal müssen alte Nähte erneuert oder sogar Löcher gestopft werden. Ich sage das deshalb, weil es ja geradezu ungeheuerlich erscheint anzunehmen, dass Gott der Schöpfer Himmels und der Erde seine Pläne ändern könnte.

Ich erinnere mich an einen lange zurückliegenden Gottesdienst mit dem Textwort aus Maleachi 3, 6 - 7 „Ich, der HERR, wandle mich nicht; aber ihr habt nicht aufgehört, Jakobs Söhne zu sein: Ihr seid von eurer Väter Zeit an immerdar abgewichen von meinen Geboten und habt sie nicht gehalten. So bekehrt euch nun zu mir, so will ich mich auch zu euch kehren, spricht der HERR Zebaoth. Ihr aber sprecht: »Worin sollen wir uns bekehren?«“.
Mein klares Ja möchte ich in einem späteren Beitrag begründen.
Liebe Grüße, landauf und landab, von Eurem Maximin :wink:

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Loreley 61
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Re: ÄNDERT GOTT SEINE PLÄNE? EINLEITUNG

#2 Beitrag von Loreley 61 » 18.04.2010, 12:11

Hallo Maxi,

erstmal ein Dankeschön für deine Antwort an mich (anderer Thread) und für die Threaderöffnung.

Möchte deshalb kurz auf agape eingehen, wo sie schrieb:
_____________________________
Schrieb Mose den Pentateuch?

Das Glaubensbuch Mose erklärt quasi,
dass der Mensch sich so weit von Gott getrennt habe, dass Gott es eigentlich reuen müsse,
dass er sie (die Menschen) gemacht habe. (Eine Rede von Mensch zu Mensch)

* * *

Gerne und oft vergeblich - aber immer wieder:
Wer sich konsequent weigert, die Bibel als inspiriertes Glaubensbuch zu betrachten
und sie stattdessen als wörtlich zu nehmendes Wortprotokoll ( ) nutzen möchte,
kann mit dieser Methode wahrscheinlich wenig mit ihr anfangen.
Er ärgert sich "an der heiligen Schrift" (an der "heiligen Be-Schreibung") bei dem vergeblichen Versuch,
eine logisch göttliche "Welt-Formel" abzuleiten.

Sonnigen Sonntag allerseits ;- ))
agape
______________________



Hallo agape,

ja klar, Man darf die Bibel nicht wörtlich nehmen. Das weiß ich, seit ich den NAK-Glauben abgelegt habe. :wink: Doch Maxi schrieb auch das:

"Wer mir etwas von Gott erzählen will, den messe ich mit der Messlatte, die mir mein christlicher Glaube in meine Hände gelegt hat. Die Bibel! Was denn sonst!"

Die Messlatte ist also die Bibel. Wie lese ich sie nun, wenn Wortwörtlichkeit ausgeschlossen werden muß, ich aber dennoch meinen ganzen christlichen Glauben an der Bibel festmachen will/soll? Ich muß mir ja ein unverrückbares Fundament erarbeiten, damit ich "Glauben lernen kann". Wie lerne ich also Glauben, wenn ich als Grundlage nur die Bibel habe, diese aber wiederum zig Interpretationsmöglichlkeiten bietet? (Ich glaube ja auch, wenn auch nicht unbedingt biblisch)

Glauben lernen, Glauben haben......usw.

Gesetzt den Fall ich möchte ein Referat über die Stadt München halten (analog zum missionieren Andersgläubiger), möchte über die Stadt München etwas lernen (analog zu Glauben lernen), habe dazu nur ein einziges Buch, ein Geographiebuch. Kein Internet und nichts Vergleichbares. München ist mir völlig fremd - kenne ich nicht. Ich lese also über die Stadt München, dass sie in der BRD liegt und die Hauptstadt Bayerns ist. Ich erfahre die Einwohnerzahl und vieles mehr. Ein paar Seiten weiter steht dann plötzlich in meinem Geographiebuch, dass München eine kleine Ortschaft in Frankreich ist. (analog zu den Widersprüchen)Puh, nun ist guter Rat teuer. Was stimmt denn nun? Was soll ich glauben - BRD oder Frankreich, oder vielleicht beides - wenn ich als (Interpretations)- Möglichkeit in Betracht ziehe, dass es in Frankreich ebenfalls einen Ort mit dem Namen München gibt. Doch das Buch hält sich darüber bedeckt. Was soll ich nun in meine Notizen zum Referat schreiben, damit ich mich nicht blamiere und vor allem die Wahrheit sage? Und wie soll ich selbst glauben, dass München die Hauptsadt Bayerns ist, wenn auch Frankreich in Frage kommt - zumindes nach dem Buch?

Ich will damit sagen, dass mir die Bibel als Messlatte zu wenig und zu unsicher ist. Die persönliche Erfahrung mit Gott ist für mich die Messlatte - und natürlich das Hinzuziehen anderer Literatur (z.B. die GmG-Trilogie, Autoren wie Gregg Braden und naturwissenschaftliche Literatur. Also forschen, forschen, forschen

Ebenfalls einen schönen Sonntag an alle
Lory :wink:

PS: Und nee, Mose schrieb ihn nicht, sondern zig unbekannte Autoren. :wink: Was ihn und andere Schriften der Bibel nicht unbedingt glaubwürdiger macht. Denk mal an das Kinderspiel "Stille Post". Was da am Ende rauskommt, ist nicht das, was Anfangs gesagt wurde und sich tatsächlich abgespielt hat.
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Maximin

ÄNDERT GOTT SEINE PLÄNE? TEIL I

#3 Beitrag von Maximin » 18.04.2010, 16:34

:) Lieben Freunde,
um die Frage zu beantworten, ob Gott seine Pläne ändert, habe ich mehrere Antwortmöglichkeiten. Beispielsweise diese: Ja / Vielleicht / Nein / Solche Fragen interessieren mich nicht. Da ich mit „Ja“ geantwortet habe, drängen sich berechtigte Nachfragen auf: Woher weißt du das? Kennst du Gottes Pläne?

Nun bin ich nicht der Geheimsekretär des biblischen Gottes. Die Bibel, also die überlieferten hl. Schriften der Juden und der Christen, gewähren mir gewisse und mitunter auch sehr vage Einblicke in Gottes Gedanken über uns Menschen. Es wird nicht nur über sein früheres Handeln berichtet, sondern auch angedeutet, ob und wie er heute handelt und zukünftig handeln wird oder handeln könnte.

Als gläubiger und lebendiger Christenmensch komme ich demnach nicht um eine sehr persönliche Entscheidungen herum: „Ist die Bibel eine von gläubigen Leuten geordnete Sammlung göttlicher Gebote und Verheißungen?“ Ist sie das, dann ist sie Gottes und nicht Menschenwort. Ist sie das aber nicht, dann wäre es sinnlos über Gottes Pläne nachzudenken. Reine Zeitverschwendung...!

In meiner Kinderkirche habe ich im Chor voller Überzeugung gesungen:„Herr, dein Wort, die edle Gabe, diesen Schatz erhalte mir; denn ich zieh es aller Habe und dem größten Reichtum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruh´n? Mir ist's nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu tun.“ (Nikolaus Graf : von Zinzendorf, 1725).

Wenn Gottes Wort nicht mehr gilt, was soll dann gelten? Meine Kinderkirche hatte eine Lösung anzubieten. Sie und die in ihr tätigen Verantwortlichen machten mich angeblich mit dem zeitgemäßen Wort Gottes bekannt. Gewissermaßen würde dort die Bibel fortgeschrieben, auf den neuesten Stand gebracht. Dieser Anspruch machte mich sehr früh sehr misstrauisch...!

Warum? Na weil ich mich irgendwann irritiert zwischen Anspruch und Wirklichkeit hin- und hergerissen wiederfand. Glaube ich diesen Menschen, dann werde ich mir von ihnen, früher oder später, in grundlegenden Glaubensfragen, anhören müssen: „Wir wissen es nicht!“

Der anmaßende Alleinvertretungsanspruch dieser Kinderkirche bewirkte in mir jedoch mehr als nur Misstrauen. Was denn noch? Ich war gefordert, selber zu prüfen, ob sich alles so verhält wie gelehrt wird und ob das mit der Bibel übereinstimmt. Ich entschied mich schließlich für die Bibel und fasste den Mut, für mein Bibelverständnis und für meinen Christenstand Eigenverantwortung zu übernehmen.

Die Grundlage meines christlichen Glaubens ist daher die jüdisch-christlich Bibel. Es heißt: „Unfehlbarkeit ist ein Anspruch bestimmter Kirchen, nicht der der Wissenschaften.“ Ich denke ja gar nicht daran, den Gott der Bibel und meine Bibel mit wissenschaftlichen Methoden auf den Grund kommen zu wollen. Ich glaube! Aber nicht blind und entmündigt. Das ist vorerst mal alles dazu...! Es folgt noch ein weiterer Teil mit der Überschrift: „Wer oder was muss sich ändern?“

Liebe Grüße, landauf und landab, von Eurem Maximin :wink:
P.S. Besondere Grüße an Lory... :D

Adler

Re: ÄNDERT GOTT SEINE PLÄNE? EINLEITUNG

#4 Beitrag von Adler » 18.04.2010, 17:47

Lieber Maximin,

dein letzter Beitrag ist interessant zu lesen und auch sicherlich lehrreich. Allerdings vermisse ich darin einen direkten Bezug zu deiner , deinem Beitrag vorangestellten, Behauptung, Gott ändere seine Pläne. Mit keinem Wort belegst du deine Behauptung, bezw. untermauerst sie mit entspr. Beweisen. Ist es letztlich nur eine vage Vermutung oder mutige Behauptung von dir oder eine konkrete Tatsache, welche du mit Beweisen stützen kannst? Kannst du ggf. Beispiele dafür, dass Gott seine Pläne ändert, aus der Bibel oder aus eigenem Erleben bringen? Aber bitte jetzt nicht die, von einer bestimmten Glaubensgemeinschaft schon stark überstrapazierte, Begenheit mit Jona und Ninive. :wink:

LG Adler

Maximin

Re: ÄNDERT GOTT SEINE PLÄNE? EINLEITUNG

#5 Beitrag von Maximin » 18.04.2010, 17:58

:wink: Mein lieber Adler,
möglicherweise hast Du meine Ankündigung eines 3. Teiles überlesen. Macht ja nix. Das aber verspreche ich Dir und der geneigten und (hoffentlich) auch kritischen Leserschaft: Ich werde biblische Berichte mitteilen, wonach Gott seine angekündigten Absichten tatsächlich geändert hat.

By the way: In Sachen Ninive hat nicht Gott seine Pläne geändert, sondern die Leute in Ninive haben sich geändert. Grundlegend! Jona hat das vedrossen. Warum eigentlich...?
LG vom Maximin :wink:

simpel

Re: ÄNDERT GOTT SEINE PLÄNE? EINLEITUNG

#6 Beitrag von simpel » 18.04.2010, 17:58

Lieber König der Lüfte,

denk mal an das Feilschen Abrahams mit Gott bezüglich Sodom. Oder an eine Botschaft in den 50ern. :|

Adler

Re: ÄNDERT GOTT SEINE PLÄNE? EINLEITUNG

#7 Beitrag von Adler » 18.04.2010, 18:18

Lieber Maximin,

na, da bin ich mal gespannt :wink: Übrigens danke ich dir, dass du einmal die geschichte mit Jona und Ninive SO dargestellt hast, wie sie richtig ist und nicht in der Art deiner "Kinderkirche" 8)

LG Adler

Lieber Simpel,

ich denke zu wissen, was du mit der Botschaft aus den 50gern meinst. Hier hat aber nicht Gott seinen Plan geändert -warum auch, schließlich gab es ja keinen, da diese Botschaft lediglich das manifestierte Wunschdenken eines senilen alten Mannes war- sondern die Verantwortlichen einer verblendeten und fanatischen Glaubensgemeinschaft! :?

Was das Feilschen zwischen Abraham und Gott anbelangt, hatte Gott zwar den Plan, Sodom und Gemorha zu vernichten, gleichzeitig aber auch den Plan, die Gerechten in diesen Städten zu verschonen. Oder warum glaubst du hat er sonst Abraham davon berichtet und sich mit diesem auf einen Handel um die Gerechten eingelassen?

LG Adler
Zuletzt geändert von Adler am 18.04.2010, 21:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Loreley 61
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Re: ÄNDERT GOTT SEINE PLÄNE? EINLEITUNG

#8 Beitrag von Loreley 61 » 18.04.2010, 21:25

Ich glaube nicht, dass Gott irgendwann "seine Meinung" geändert hat. Vielmehr glaube ich an universelle Gesetzmäßigkeiten, dereinst von einem Schöpfer/Gott/Macht/Energie (oder wie man ihn/sie/es auch nennen mag) festgelegt, die schon immer ihre ursprüngliche Gültigkeit hatten und haben werden.

LG, Lory
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Re: ÄNDERT GOTT SEINE PLÄNE? EINLEITUNG

#9 Beitrag von tosamasi » 18.04.2010, 21:26

Wieso sollte Gott was ändern müssen, wenn er doch vorher weiß, wie die Geschichte ausgeht?
Oder stimmt das nicht mehr, dass ER allwissend und allmächtig ist?
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Hannes

Re: ÄNDERT GOTT SEINE PLÄNE? EINLEITUNG

#10 Beitrag von Hannes » 18.04.2010, 21:39

ihr lieben leute,

ihr sprecht davon, dass "gott seinen plan (nicht) geändert hat" ... eine frage dazu: wie hat gott seinen plan samt möglichem widerruf kundgetan (per fax, email, stimme aus einer wolke, ...) und wo gibt es so was (gott himself sagt etwas) heute noch?

verwundert und gespannt grüsst hannes

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