AUTORITÄT UND KOMPETENZ...!

Für Zweifler und andere gute Christen
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Maximin

AUTORITÄT UND KOMPETENZ...!

#1 Beitrag von Maximin » 15.02.2010, 18:13

:) Lieben Freunde,
es ist verständlich wenn unterstellt wird, dass Autorität und Kompetenz einander bedingen. Ist das wirklich so? Meine Antwort: Nein! Autorität muss nämlich nicht zwangsläufig auf Kompetenz beruhen. Ebenso führt auch Kompetenz nicht in jedem Fall zu Autorität. Am Beispiel der apostolischen Bewegungen und insbesondere an der Entwicklung der Neuapostolischen Kirche möchte ich das in nachfolgenden Beiträgen zu begründen versuchen.

TEIL 1:
Zunächst: Autorität wird dem zugeschrieben, der beispielweise in einer Institution oder als Persönlichkeit auf Dritte willensentscheidend einwirkt, wobei sein Einfluss so weit geht, dass sich Menschen in ihrem Denken und Handeln danach ausrichten.

Jeder von uns hatte und hat es mit Autoritäten zu tun: Vater, Mutter, Oma, Opa, Geistliche, Lehrer, Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen, usw. Als Kind meinten wir vielleicht unbedarft: Vater weiß und kann alles, Mutter ist immer lieb und fleißig, Omas und Opas Altersmilde tun so gut und ist Weisheit, die mir noch fehlt. Lehrer helfen mir in jeden Fall, mich wissensmäßig weiterzuentwickeln. Geistliche, die mir Gottes zeitgemäßes Wort verkündigen, die stehen außerhalb jeder Kritik und Chefs haben sowieso immer recht, wenn man denn weiterkommen will.

Auf diesem Wege hat jeder von uns gewiss so seine eigenen Erfahrungen gesammelt. Von machen Autoritäten wurden wir nicht enttäuscht. Ihre Kompetenz erwies sich als tragend und weiterführend. Nun erwachsen Autoritäten aber auch aus anderen Wurzeln. Beispielweise aus Traditionsgeflechten, aus charismatischen Persönlichkeiten oder sogar aus sogenannten Offenbarungen, von denen man annimmt, sich ihnen nicht entziehen zu können, ohne Schaden an Leib, Seele und Geist zu nehmen. In diesen Fällen werden wohl die meisten Enttäuschungen erlebt und durchlitten...

Wer das denn genauer wissen will, der könnte sich irgendwann mit wichtigen Fragestellungen konfrontiert sehen:

· Haben sich meine übernommenen Autoritäten als verlässlich erwiesen?
· Sind Kompetenzen meiner mir vorangehenden Autoritäten nachprüfbar?
· Bin ich vielleicht nur in Traditionen verstrickt und gefangen?
· Welche Kompetenzen habe ich mir selber erworben?
· Habe ich selber Autorität und den Mut, Eigenverantwortung zu tragen?
. Welche Autoritäten kann ich dann überhaupt noch zulassen?

Bis später grüßt, landauf und landab, Euer Maximin :wink:
Zuletzt geändert von Maximin am 04.03.2010, 18:25, insgesamt 5-mal geändert.

Philippus

#2 Beitrag von Philippus » 16.02.2010, 12:02

Lieber Maximin, :)

1. haben sich die übernommenen Autoritäten nach Hinterfragung ebenso wie die damit verbundenen, "gefühlten" Kompetenzen nur allzuoft als ebenso substanzlos wie lautstark und damit als hinfällig erwiesen.
2. wirken die tradierten Verstrickungen bis heute hin fort, wenn auch die Stärke ihrer gefangennehmenden Wirkung nachlässt.
3. habe ich sicherlich Wissen und Fähigkeiten, die ich nicht verstecken muß; meinen Mut beschränke ich aber darauf, in eigener Verantwortung jeglichen (NAK-) Autoritäten aus gutem Grund - wie ich meine - weiträumig aus dem Weg zu gehen.
_____________________________________________________________

Zu Weihnachten und dem Jahreswechsel sowie bei der Ruhesetzung meines Vaters (nunmehr Pr.i.R.) hatte ich die Ehre, mit meiner lieben Frau der alten Heimat den einen oder anderen Besuch abstatten zu dürfen. Dabei hatte ich zwei unterschiedliche Wahrnehmungen:
Einerseits hatte ich sehr nah am Wasser gebaut - es flossen jedesmal Tränen. Andererseits hatte ich auch jedesmal ein nicht zu leugnendes Gefühl der Ablehnung, fast sogar der Abscheu, gegenüber dem, was ich hörte, gegenüber insbesondere den AT (teilweise Verwandschaft), auch wenn die Gemeindemitglieder einschließlich der AT uns sehr freundlich begegneten.

Ich versteh's ja selbst nicht so ganz. :roll:

LG Frank

Maximin

ZWISCHEN AUTORITÄTEN GEFANGEN...?

#3 Beitrag von Maximin » 17.02.2010, 12:52

:) Mein lieber Philippus,
vielen Dank für Deine Rückmeldung. Du hast u. a. berichtet: „Einerseits hatte ich sehr nah am Wasser gebaut - es flossen jedes mal Tränen. Andererseits hatte ich auch jedes mal ein nicht zu leugnendes Gefühl der Ablehnung, fast sogar der Abscheu, gegenüber dem, was ich hörte, gegenüber insbesondere den AT (teilweise Verwandtschaft), auch wenn die Gemeindemitglieder einschließlich der AT uns sehr freundlich begegneten. “

Dazu will ich das hier eigentlich zu diskutierende Thema „Autorität und Kompetenz“ kurz unterbrechen. Sei bloß froh, dass Du noch Tränen hast. Der liebe Gott hat uns die Tränendrüsen wohlbedacht beigegeben. Tränen schützen das empfindlichste was wir haben. Unsere Augäpfel und unsere Seele. Tränen machen nämlich frei wenn sie nicht unterdrückt werden. Übrigens mit relativ hohem Salzgehalt...
Liebe Grüße vom Maximin :wink:

Philippus

#4 Beitrag von Philippus » 17.02.2010, 13:59

:) Lieber maximin,

Danke für den Tip. Dann war's also das Salz, das schuld war, daß mir einiges so sauer aufstieß ... :roll:

Maximin

KOMPETENZ- UND AUTORITÄTSERWARTUNGEN...

#5 Beitrag von Maximin » 04.03.2010, 18:28

Grüß Dich Agape,
Du hast im Forum an anderer Stelle u. a. geschrieben: „Was ich oft hilfreich finde, ist die Frage an die eigenen Verwandten, die zur NAK konvertiert sind, was sie selbst als entscheidend betrachteten, diesen Schritt zu tun. Das gibt manchmal einen großartigen Aufschluss auf Vieles. :- ) Was meinst Du, wen man dazu alles fragen sollte und müsste?“

Dieser Tage habe ich ein wenig recherchiert. Dabei fand ich ein Foto des NAK-Apostels Arthur Landgraf (Berlin). Ich habe ihn noch selber sehr bewusst erlebt. Als mein Vater 1946 aus englischer Kriegsgefangenschaft heimkehrte war er noch Baptist. 1947 entschied er sich, mit seiner Familie in die NAK überzuwechseln. Es war besagter Ap. Landgraf, der unsere Familie an Weihnachten 1947 versiegelte. Von demselben Mann erhielt mein Vater in rascher Folge bis 1952 Amtsaufträge als UD, als DK, als Priester und schließlich als Gemeindeevangelist mit der Verantwortung für eine eigens neu gegründete Gemeinde.

Meine Mutter gehörte ursprünglich der Ev. Landeskirche an. Apostolisch wurde sie, wie sie mir später selber erzählte, nur ihrem Mann zuliebe. Den Aposteln hat sie nach eigenem Bekunden nie recht geglaubt und schon gar nicht der Botschaft des StAp. J. G. Bischoff. Natürlich gab es deshalb manchmal auch eheliche Auseinandersetzungen, die mir nicht verborgen geblieben sind.

Als ich im Internet das Foto des Ap. A. Landgraf fand, da habe ich es mir spontan ausgedruckt. Ich stellte es auf die Notenablage meines Instruments und habe es mir nun beinahe eine Woche lang immer wieder betrachtet. Ob Du es glaubst oder nicht, in meinem Inneren hörte ich seine liebevolle Stimme mit dem leicht sächselnden Akzent. Apostel oder nicht Apostel? Täter oder selber Opfer eines menschenerdachten Glaubenssystems? Religiös naiv oder vielleicht doch nur ein klammheimlicher Kirchenkarrierist?

Agape, Du kannst so viele noch lebenden Betroffene fragen wie Du willst. Du wirst gewiss Antworten erhalten, die meist auf ein und dasselbe Motiv hinauslaufen. Auf das Bedürfnis der Leute, gerade in Glaubensfragen, Sicherheit zu erlangen.

Gleich nach meiner Konfirmation im März 1960 habe ich mich, natürlich heimlich, in einer großen Berliner Bibliothek herumgedrückt. Abteilung Religion. Das dicke Buch „Seher, Grübler, Enthusiasten“ von Kurt Hutten, habe ich mit bebendem Herzen verschlungen. Ausleihbar war es nicht. Und selbst wenn! Wie hätte ich mich daheim rechtfertigen können es zu lesen?

Als knapp 4 Monate nach meiner neuapostolischen Konfirmation der StAp. J. G. Bischoff wider alle Erwartungen doch verstarb ohne dass zuvor, oder wenigstens gleich nach seinem Ableben, der Herr Jesus wiedergekommen war, da hat sich in mir etwas entscheidendes bewegt: Ich wollte mehr! Ich wollte genau wissen, wie es zu der Wiederaufrichtung des Apostelamtes in England gekommen war.

In den späteren Jahren kamen weitere Rechercheergebnisse hinzu. Die sogenannten NAK-internen Geschichtsbeschreibungen konnte ich bald nicht mehr ernst nehmen, weil seriöse externe ihnen nicht nur widersprachen, sondern weil sie nachweisbar den Kern des Irrtums und das ganze Ausmaß der Anmaßung aller apostolischen Bewegungen beschrieben.

Eine harter Erkenntnisweg allemal. Wer dem ernsthaft nachgehen will, dem bleibt nach meinem Erkenntnisstand nichts anderes übrig, als sich mit der Geschichte der englischen Apostel in der Katholisch-Apostolischen Kirche auseinander zu setzen. Ich habe mich in den Jahren der Mühe unterzogen und bin zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen, welches mit Kompetenz- und Autoritätserwartungen zu tun hat. Es ist mein Ergebnis. Finde jeder sein eigenes...
Liebe Grüße an den Rhein vom Maximin
Zuletzt geändert von Maximin am 05.03.2010, 16:57, insgesamt 3-mal geändert.

Cemper

#6 Beitrag von Cemper » 05.03.2010, 09:43

Maximin - Ihr Eintrag gefällt mir. Darüber könnte man stundenlang reden. Und ich würde gern zuhören, wenn Handwerker - zum Beispiel ein Schu(h)macher - frisch von der Leber über das Selbstbild der NAK und Wend(e)punkte des Glaubens reden. Wenn Sie verstehen ...

Mit Bezug auf den von Ihnen erwähnten Kirchenrat Dr. Hutten (Autor des erwähnten Buches) stand damals - als Sie als Junge in der Bibliothek saßen - dies im Spiegel:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43066714.html

C.

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agape
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#7 Beitrag von agape » 05.03.2010, 11:47

Bon jour, maximin,

gerne möchte ich mich den Worten Cempers anschließen:
Dein Beitrag gefällt mir!
Man könnte stundenlang darüber reden und ich weiß auch, dass "wir" alle stundenlang darüber geredet haben.
Auch mit "anderen", die die NAK "sicher vertreten" müssen.
Du wirst gewiss Antworten erhalten, die meist auf ein und dasselbe Motiv hinauslaufen. Auf das Bedürfnis der Leute, gerade in Glaubensfragen, Sicherheit zu erlangen.
Ja, so ist es gewesen. Unterm letzten Strich war es natürlich das.
In der Vorkriegs-, Nachkriegs- und Jetzt-Zeit mit unterschiedlichen Schwerpunkten,
aber es geht um Sicherheit und "einfach zu erfahrene Plausibilität".
An der Stelle veweise ich immer gerne an Albert Einstein, der das bon-mot von sich gab:
"Man soll alles so einfach wie möglich formulieren, aber nicht einfacher."
Und daran konnte sich die NAK nicht orientieren.
Da sie alles noch einfacher formulieren wollte, hat sie die Grenze überschritten, in der "ES" dann un-möglich wurde.

Auch darüber ließe sich genauso viel reden.

Heute Nacht hatte ich auch an Hutten gedacht, der auf seine besondere Weise mit den Landeskirchen ins Gericht geht:
Frage nach Suchbewegungen und Sehnsüchten

Was er über die Sieben-Tags-Adventisten, die Mormonen, die Gralsbewegung, die NAK und viele andere Gemeinschaften schrieb, wurde diesen zur Kenntnis gegeben, um einen intensiven Dialog und Begegnungen anzuregen.
Hutten ist der Frage nachgegangen, welche Suchbewegungen und Sehnsüchte die Entstehung neuer religiöser Gemeinschafen beeinflussen. Welche Glaubensthemen finden in der kirchlichen "Normalfrömmigkeit" keine hinreichende Berücksichtigung und werden gerade deshalb in das Zentrum religiöser Sondergemeinschaften gestellt? Dieses Frage war ihm Antrieb für seine Arbeit. Hutten schreibt:

"Die Sekten sind ja nicht im luftleeren Raum entstanden,
sondern in der Mitte der Kirche.
Sie sind Töchter der Kirche.
Und die Kirche als Mutter muß sich fragen,
ob sie nicht selbst schuld daran trage,
daß diese Töchter entstanden sind und so aus der Art schlugen.
"

Allerdings seien zahlreiche weltanschauliche Strömungen und religiöse Gemeinschaften als Protest zu interpretieren, gegen das geheimnisleere Wirklichkeitsverständnis einer durch den Säkularismus geprägten Kultur und gegen die kirchlichen und theologischen Kompromisse in ihr.

Wiederkunft Christi

"Die neutestamentliche Gemeinde setzt ihre Hoffnung nicht auf die himmlische Seligkeit nach dem Tod, sondern auf den wiederkommenden Herrn. Diese Hoffnung galt zwar der Zukunft, nicht aber dem Jenseits. Die Jenseitsvorstellungen gewannen erst nach einigen Generationen an Boden, als sich die hochgespannte Parusie-Erwartung nicht erfüllte", ergänzt Hutten hierzu.
...

Ermahnung an die evangelische Kirche
oder die eschatologische Hoffnung: Von dannen er wiederkommen wird...


Gleich im ersten Kapitel des Buches "Seher Grübler Enthusiasten" stellt Hutten die apokalyptisch ausgerichteten "Endzeit-Gemeinschaften" vor. Das Gesamtbild der "außerkirchlichen Gemeinschaften" zeige, welch ungeheure Bedeutung dem Motiv einer akuten Enderwartung zukommt. Auch wenn diese Linie von der prophetischen Linie abweiche, eigenmächtig ergänzt oder verfälscht würde, müsse man dennoch fragen, warum es nicht gelungen sei, die elementare Sehnsucht, die aus einer ausweglosen Zeit aufsprang und diese Zukunftserwartungen schuf, von der Botschaft der Bibel her zu beantworten.
Nach Huttens Auffassung liegt der Grund darin, dass die ins Sektiererische abgewanderte Sehnsucht, weithin von ungeistlichen Motiven genährt sei. Es müsse die Kirchen beunruhigen, dass zahlreiche Menschen die Kirchen verlassen und apokalyptische Gemeinschaften schaffen. Einen selbskritischen Blick wirft Hutten auf die Landeskirchen und fragt dort an, ob die reiche Botschaft biblischer Hoffnung in der Verkündigung immer ausgeschöpft wurde.
Durch Generationen hindurch führte die Zukunftshoffnung nur ein Randdasein im theologischen Denken und in der Predigt, woraus eine geistliche Unterernährung gefolgt sei.
Die Vernachlässigung des Eschatologischen werfe tiefere Fragen auf, die im Zusammenhang mit Untergang der Welt, Unordnung und Kriegszustand stehen.
Auch die christliche Urgemeinde verstehe sich als "Herausgerufene", die sehnsüchtig auf eine neue Welt warte. Hutten empfiehlt seiner Kirche, diesen Fragen und Sehnsüchten aus dem sektiererischen Stimmengewirr nicht auszuweichen. Die biblische Hoffnung soll wieder ein Stück des Glaubens werden, und jene Radikaität der christlichen Existenz gewinnen, die zwar in der Welt, aber nicht von der Welt ist und sich in der Situation der nach Christus ausschauenden "Fremdlinge und Pilgrime" weiß.
[...] EV.
Quelle


Die NAKler, die sich jetzt rumquälen bis blöd und über Monate und Jahre mit dieser NAK-Lehre nicht mehr weiter wissen, sollten sich einmal folgendes überlegen: Wenn ihre Vorfahren nicht auch irgendwann mal überlegt hätten einen konfessionellen Gemeinde-Wechsel vorzunehmen, wären sie selbst auch nicht neuapostolisch. Die Beweggründe, der NAK beizutreten, hatte, wie wir wissen, nicht immer etwas mit geistlicher Suche zu tun. Manchmal gar nichts.
Und dann sollen ihre Nachfahren daran heute zu Grunde gehen und heillose Kämpfe führen?
NEIN!
Never!
Was hätte Jesus gemacht, so wie ihn jeder für sich erlebt hat?

Lieben Gruß,
agape[/i]
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

Cemper

#8 Beitrag von Cemper » 05.03.2010, 12:37

"Was hätte Jesus gemacht, so wie ihn jeder für sich erlebt hat." Agape - wie ist dieser Satz zu verstehen? Wer - außer den unmittelbaren Zeitgenossen - hat Jesus erlebt? Wer hat ihn später noch erlebt - und was war das dann? Ich bin da sehr skeptisch.

Ich kenne Jesus nicht. Ich kann auch nicht sagen, dass ich ihn für mich erlebt habe. Ich kenne nur die jesuanische Lehre aus den biblischen Berichten - und ich muss sagen, dass ich diese Lehre teilweise überzeugend finde. Teilweise - einige Teile verstehe ich nicht. Außerdem gibt es noch einen Vorbehalt. Es ist ja nicht klar zu sagen, was echt und was zugefügt ist. Das ist "ein weites Feld". Aber unbeschadet dessen sage ich, dass mich die biblisch überlieferte jesuanische Lehre teilweise überzeugt.

Nicht zuletzt ist die radikale Konsequenz überzeugend. Dieser Jesus lässt sich für oder wegen seiner Lehre kreuzigen. Er nimmt den Tod "in Kauf". Ist er da auch Vorbild? Soll der, der "ihm" nachfolgt, das auch machen?

C.

Maximin

AUTORITÄTS- UND KOMPETENZERWARTUNGEN...

#9 Beitrag von Maximin » 05.03.2010, 13:27

:) Mein lieber Cemper, liebe Agape,
vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Im 2ten Teil werde ich übrigens in einem Vorwort auf einen anderen Schuster zu sprechen kommen, wenn ich die Umstände der Berufung der englischen Apostel in der Katholisch-Apostolischen Kirche betrachte. Bis dahin, liebe Grüße vom Maximin :wink:

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Heidewolf
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#10 Beitrag von Heidewolf » 05.03.2010, 13:41

Liebe agape,
was hätte Jesus gemacht?
Ich kann es auch nur ansatzweise erahnen.
Würde er jetzt wieder auf dies Erde kommen, wohin würde er gehen?
Nach Israel, Deutschland, England, USA, Brasilien, Südafrika, China?

Vermutlich würde er durch Gruppen von Widersachern einfach hindurchgehen. Dort, wo man ihn hören will, würde er lehren.
Konfessionen wären für ihn wohl zweitrangig. Wahrscheinlich würde er versuchen, dem Christentum seine Lehre noch mal nahezubringen.
Er würde wohl auch in Kirchen gehen. Und bei Sündern einkehren.

Das alles, wenn es noch einmal eine Gnadenzeit auf dieser Erde geben sollte.

So in etwa lehrt es uns die Schrift. Allerdings leben wir inzwischen in einer sehr technisierten Welt.- Würde er in der Hochkultur auftauchen, - oder bei den armen Völkern?

Darüber lohnt es sich sicherlich, nachzudenken.

LG, H. :)
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

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