Biblisch wie kirchlich programmierte Glaubensheuchelei

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R/S
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Biblisch wie kirchlich programmierte Glaubensheuchelei

#1 Beitrag von R/S » 04.10.2017, 06:44

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)

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Heinrich
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Re: Biblisch wie kirchlich programmierte Glaubensheuchelei

#2 Beitrag von Heinrich » 04.10.2017, 19:02

Werter R/S:

Was hat das nun mit der NAK zu tun? Und mit diesem Forum?

Verheiraterer Pfarrer trifft einen Homosexuellen, was dann geschieht, ist doch so was von egal. Hauptsache, die involvierten drei Menschen kommen damit zurecht!

Gruß, Heinrich
In der Kirche halten zurzeit nicht wenige ihren eigenen Vogel für den Heiligen Geist.
(Ludwig Schick, Erzbischoff Bamberg)

R/S
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Re: Biblisch wie kirchlich programmierte Glaubensheuchelei

#3 Beitrag von R/S » 04.10.2017, 21:19

Heinrich, im Bildungswesen nennt man die Antwort auf Ihre Frage "Transferaufgabe", d.h. die Notwendigkeit der Übertragung eines ganz bestimmten systemischen Effekts auf andere (Glaubens-)Systeme.
Nehmen Sie nur mal die Kausalkette "Regelwerk - Regelverstoß - Ahndung/Reaktion" und Sie werden durchaus Ähnlichkeiten mit der NAK feststellen.
Zugegeben, ein wenig nachdenken muss man schon. Mit kniereflexartigem Meinungsschluckauf kommt man nicht dahinter ... 8) 8)
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)

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Heidewolf
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Re: Biblisch wie kirchlich programmierte Glaubensheuchelei

#4 Beitrag von Heidewolf » 05.10.2017, 03:29

Habe zufällig heute Nacht den Film gesehen.
Freikirchen haben manchmal eben oftmals finanzielle Probleme. Das klang an.
Gut herausgearbeitet wurde m.E., dass bei strikter wortwörtlicher Beachtung der Bibel sich Widersprüche ergeben.
Und das Menschen zur Heuchelei neigen.
Ansonsten wurden so manche Vorurteile bedient. Und Authentisch waren die handelnden Personen nicht immer.

Bei der NAK haben wir eigentlich inzwischen das Gegenteil von dem gezeigten.
Fast allen Problemfeldern wird aus dem Wege gegangen. Es kommen kaum noch klare Aussagen.

Wie ich neulich von einem NAK-Theologen gehört habe, weht jetzt sogar der Heilige Geist als Teil der Gottheit, wo er will.
Das empfand ich als Sensation.

Ich habe den Film wirklich von der Thematik her als aufspiessen von so mancher fundamentalistischer Freikirche gesehen.
17 Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden (1.Kor. 15)

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Heidewolf
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Re: Biblisch wie kirchlich programmierte Glaubensheuchelei

#5 Beitrag von Heidewolf » 05.10.2017, 03:33

Und, das noch als Bemerkung.
Die Probleme mit Homosexualität und Exorzismus sind wohl eher RKK-Probleme.
Aber als öffentlich-rechtlicher Filmschaffender legt man sich mit denen wohl besser nicht an.
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Re: Biblisch wie kirchlich programmierte Glaubensheuchelei

#6 Beitrag von R/S » 05.10.2017, 10:18

Heidewolf:
Gut herausgearbeitet wurde m.E., dass bei strikter wortwörtlicher Beachtung der Bibel sich Widersprüche ergeben.
Und das Menschen zur Heuchelei neigen.
Ja, wobei dies, wie in der NAK auch, überhaupt nicht zum Nachdenken anzuregen schien. Dabei liegt es ja ziemlich offensichtlich auf der Hand:
Schritt1: Die Bibel wird nicht als Ausdruck kulturell geprägter menschlicher Phantasie in Lebens- und Glaubensfragen (z.B. nach dem Lebenssinn usw.) gesehen, sondern als Erguss eines unumstößlichen und nicht hinterfragbaren göttlichen Willens.
Schritt2: Alles, was von da an mit diesem göttlichen Willensguss überzogen wird (selbst offensichtlichste menschliche Regelwerke), polarisiert - und im Fall der Regelmissachtung dämonisiert - dann unweigerlich alles menschliche Denken und Handeln.
Gut gezeigt wurde m.E. in dem Film, dass sobald diese Mechanismen greifen, man im Grunde aus dieser Nummer nicht mehr rauskommt.
Schritt3: Weil das so ist, bleibt im Grunde meist nur Heucheln als Ausdruck dieses inneren Zwiespalts übrig.

Nachtrag:
Bei der NAK haben wir eigentlich inzwischen das Gegenteil von dem gezeigten. Fast allen Problemfeldern wird aus dem Wege gegangen. Es kommen kaum noch klare Aussagen.
Wie ich neulich von einem NAK-Theologen gehört habe, weht jetzt sogar der Heilige Geist als Teil der Gottheit, wo er will.
Das empfand ich als Sensation.
Dem kann ich nur teilweise zustimmen. Richtig ist sicherlich, dass die NAK-Führung - nicht zuletzt bildungsbedingt - in den letzten zwei, drei Jahrzehnten in Sachen kirchenpolitisches Wording sehr viel dazugelernt hat. Sie vermeidet es tunlichst, dort klare Aussagen zu treffen, wo man sie daraus anprangern könnte.
Gleichwohl hat sie sich mit ihrem Katechismus - gewollt oder ungewollt - eine schriftliche Grundlage gegeben, gegen die sie selber nicht mehr viel argumentieren kann. Insofern ist das Amt- und Kirchenverständnis jetzt schriftlich festbetoniert, sodass die Möglichkeit einer offenen Diskussion wie in der freikirchlichen Sondergemeinschaft über die Frage von Kinds- oder Erwachsenentaufe in der NAK so gar nicht mehr gegeben ist - nicht einmal im Apostelkreis.
Interessant ist m.E. nämlich schon die Tatsache, dass seit dem Erscheinen des Katechismus die ganzen Lehränderung, die unter R. Fehr noch so mir nichts dir nichts unters Volk geschummelt wurden, so nicht mehr möglich sind ... :roll:
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