Reformationstag

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Gaby
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#11 Beitrag von Gaby » 02.11.2009, 11:32

http://www1.ndr.de/radio/err/kaessmann130.pdf

TV-Gottesdienst am Reformationstag 2009
Predigt der Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)

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agape
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#12 Beitrag von agape » 02.11.2009, 11:33

Liebe Gaby,
ich danke Dir SEHR! :- )
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

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Gaby
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#13 Beitrag von Gaby » 02.11.2009, 11:38

Gern geschehen :-) ... mich hat es auch interessiert ...
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)

Anne
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#14 Beitrag von Anne » 04.11.2009, 12:40

Ein paar Gedanken

Manchmal fügen sich Eindrücke und Gedanken zusammen und werden plötzlich zu etwas Ganzem...

So ging es mir am Reformationstag auf der Wartburg, zusammen mit dieser gar nicht so kleinen und feinen Gruppe von Menschen, die alle ihre Geschichte haben; sowohl persönlich, als auch (und vor allem) in der Auseinandersetzung mit der Kirche, der NAK.

Das Erste, was mich beeindruckt hat, war die Verknüpfung des Reformationsgedankens mit der Bergpredigt.

...punktpunktpunkt...

Durch die Seligpreisungen entstand ein besonderer Schwerpunkt. Und er hat mich an die Gespräche über den Ablöseprozess von der NAK erinnert.
agape hat geschrieben:Wie können wir die "Wüste", bzw die Pilgerwanderung als Christ bestehen.
Wie können wir wieder FREI werden, im Kopf und in der Seele?
Welchen Ansatz könnte man finden?
Wo legt man die Verletzungen hin?
Wer kümmert sich um Schwerverwundete?
Wo kommt der Mut her, einen neuen Weg gehen zu können?
Braucht man ein Spiritual oder wartet man auf Gott?
Sucht man ein Zeichen von oben oder die direkte Vernunft?
Es gab einige Antworten dazu. Und die aus dem Reformationsgottesdienst haben sie für mich abgerundet.

Mit diesen besonderen Worten darf sich niemand schmücken, denke ich...:

Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet nach Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
(Matthäus 5, 3-10)


Aber er bzw. sie darf wissen, dass Gott da ist, um mit jedem von uns weiterzugehen, egal, wo er/sie sich gerade befindet.
Auch zurück, wenn es sein muss (oder sein soll); vielleicht nur, um sich zu versöhnen...

Anne grüßt

PS.: Wie sagt man: Die Reformation des Herzens...?
Zuletzt geändert von Anne am 04.11.2009, 17:29, insgesamt 1-mal geändert.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne
(aus "Stufen", H. Hesse)

Heinrich

#15 Beitrag von Heinrich » 04.11.2009, 13:53

Ja, ja, die „Selig-sind-Aussagen“.......

War da nicht noch ein diese Aussagen ergänzender Richard Fehr, der anlässlich eines Besuchs in Israel folgenden Satz aussprach:

„Selig sind, die Heimweh haben. Denn sie werden heimkommen.“ ???

Gruss aus dem momentan sonnigen Süden,
Heinrich

Anne
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#16 Beitrag von Anne » 04.11.2009, 16:04

Ja - ja, den Heimatbegriff beansprucht die NAK immer sehr. Jesus hat das nicht getan, oder?

...der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.
Lk 9, aus 58


Gerade deshalb liegt in den Seligpreisungen ja ein Trost und möglicherweise eine Kraft für die, die ihre "geglaubte" Heimat verloren haben und sich an das Pilgerdasein gewöhnen müssen...
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Heinrich

#17 Beitrag von Heinrich » 04.11.2009, 16:14

sich an das Pilgerdasein gewöhnen müssen...
Anne, nur für Sie:

Ich bin ein Gast auf Erden
Paul Gerhardt, 1666

Ich bin ein Gast auf Erden
Und hab' hier keinen Stand;
Der Himmel soll mir werden,
Da ist mein Vaterland.
Hier reis' ich aus und abe;
Dort in der ew'gen Ruh'
Ist Gottes Gnadengabe,
Die schleußt all' Arbeit zu.

2. Was ist mein ganzes Wesen
Von meiner Jugend an
Als Müh' und Not gewesen?
Solang ich denken kann,
Hab' ich so manchen Morgen,
So manche liebe Nacht
Mit Kummer und mit Sorgen
Des Herzens zugebracht.

3. So ging's den lieben Alten,
An deren Fuß und Pfad
Wir uns noch täglich halten,
Wenn's fehlt an gutem Rat.
Wie mußte sich doch schmiegen
Der Vater Abraham,
Bevor ihm sein Vergnügen
Und rechte Wohnstatt kam!

4. Wie manche schwere Bürde
Trug Isaak, sein Sohn!
Und Jakob, deßen Würde
Stieg bis zum Himmelsthron,
Wie mußte der sich plagen!
In was für Weh und Schmerz,
In was für Furcht und Zagen
Sank oft sein armes Herz!

5. So will ich zwar nun treiben
Mein Leben durch die Welt,
Doch denk' ich nicht zu bleiben
In diesem fremden Zelt.
Ich wandre meine Straßen,
Die zu der Heimat führt,
Da mich ohn' alle Massen
Mein Vater trösten wird.

6. Die Herberg' ist zu böse,
Der Trübsal ist zu viel.
Ach komm, mein Gott, und löse
Mein Herz, wenn dein Herz will!
Komm, mach ein sel'ges Ende
An meiner Wanderschaft,
Und was mich kränkt, das wende
Durch deinen Arm und Kraft!

7. Da will ich immer wohnen,
Und nicht nur als ein Gast,
Bei denen, die mit Kronen
Du ausgeschmücket hast.
Da will ich herrlich singen
Von deinem großen Tun
Und frei von schnöden Dingen
In meinem Erbteil ruhn.

Herzliche Grüsse aus dem Süden,
Heinrich

Anne
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#18 Beitrag von Anne » 04.11.2009, 18:55

Dankeschön, Heinrich.
Die Anderen dürfen aber trotzdem mitlesen, nech? :wink:

Der Norden grüßt verregnet zurück,
Anne
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
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shalom
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Re: Reformationstag

#19 Beitrag von shalom » 31.10.2010, 07:43

[ => CID / ecclesia semper reformanda ] … .

Einen winterzeitlichen "Guten Morgen" und einen lieben Gruß nach Norden und Süden, Osten und Westen...und dazwischen...

shalom

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