Glaube versetzt Berge

Erlebter Glaube
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Lobo

#41 Beitrag von Lobo » 01.02.2008, 17:52

Hannes hat geschrieben:
...Da mich ein intellektueller Glaube nicht mehr interessiert, schlage ich hier einen Feldversuch vor! Ein Mensch - ein Problem. Dieser steht im Mittelpunkt. Aussenherum stehen Menschen aus dem Forum. Diese (wir) alle vereinbaren 10 Minuten an einem Tag X, an dem wir alle intensiv für diesen Menschen und dieses Problem bitten ... jeder auf seine Weise!
Wer macht mit? Wann?
Lieber Hannes,
die Überlegung hat was.
Interessant wird die Umsetzung.

Gruß
Lobo

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Loreley 61
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#42 Beitrag von Loreley 61 » 29.03.2008, 18:11

Interessanter Artikel zur (Un)Wirksamkeit des Gebetes:



http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrbi ... e_Genesung

Auszug hieraus:

Die Ergebnisse der Studie sind eindeutig: Es gab keinen Unterschied zwischen den Patienten für die gebetet und für die nicht gebetet wurde. Dagegen gab es sehr wohl einen Unterschied zwischen den Patienten, die wussten, dass für sie gebetet wurden und denen, die im Unklaren darüber gelassen wurden. So litten diejenigen Patienten die darüber informiert waren, dass für sie gebetet wurde, signifikant häufiger unter post-operativen Komplikationen, als die Patienten die nichts davon wussten. Die Forscher erklärten diesen unerwarteten Effekt mit dem zusätzlichen Stress, der sich aus dem Wissen um die Fürbitten ergab. Möglicherweise, so eine Vermutung, dachten die Patienten um sie stehe es so schlecht, dass die Ärzte sich genötigt sahen ein „Fürbitten-Team“ hinzuzuziehen. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Gebete für andere Personen (Fürbitten) keinerlei Wirksamkeit haben. Finanziert wurde die 2,4 Millionen United States Dollar teure Studie von der konservativen John Templeton Foundation.
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August Prolle
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#43 Beitrag von August Prolle » 29.03.2008, 23:22

Hat man Gott zuvor gefragt, ob er mit der Versuchsanordnung einverstanden ist?

Vielleicht hätte er vorgeschlagen, die 2,4 Mio US-Dollar besser für den Kampf gegen Kinderarmut einzusetzen?

Ist ein Gebet zu experimentellen Zwecken per Definition überhaupt ein Gebet?

Was sind das für armselige Christen, die bei dieser unsinnigen Studie "betend" mitgewirkt haben?

Sollte man für sie beten?

tergram

#44 Beitrag von tergram » 29.03.2008, 23:25

Amen, Bruder.

Ach ja: Dass man nicht vom Beten schwanger wird, sondern vom Klapperstorch, hatte ich als bekannt angenommen. Welch ein Irrtum. :roll:

42
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Rx: Prayer?

#45 Beitrag von 42 » 30.03.2008, 01:36

Es gab schon in der Vergangenheit solche Untersuchungen. Das Thema beschaeftigt nicht nur die Patienten und ihre Angehoerigen, sondern auch Fachleute, die Faelle mit "untypischem" Verlauf vorliegen hatten und sich fragten, worauf der zurueckzufuehren war. Bei einer positiven Abweichung vom typischen Verlauf ist es fuer einen wissbegierigen Arzt m.M. nach fast zwingend, nach Gruenden zu suchen, die sich dann vielleicht auf andere Faelle uebertragen lassen. Den Wunsch von Medizinern, aus ihrer Praxiserfahrung abgeleitete oder nur vermutete, schulmedizinisch nicht erklaerliche Zusammenhaenge moeglichst nachpruefbar zu bestaetigen oder zu widerlegen, halte ich deswegen fuer durchaus legitim.

Aber: Mit solchen Untersuchungen kann man anscheinend das eine wie das andere Ergebnis erhalten. Hier nur ein paar aeltere Berichte, die in der nichtwissenschaftlichen Literatur veroeffentlicht worden sind:

http://www.wired.com/wired/archive/10.12/prayer.html

Glaube bzw. Religiositaet koennen nach anderen Studien einen positiven Effekt haben.
http://www.sc.mahidol.ac.th/sclg/suppor ... ns/a20.htm

http://www.readersdigest.ca/debate.html?a=v&di=125

Es gibt verschiedene denkbare Erklaerungsmoeglichkeiten, aber auch offen eingestandene Unkenntnis, warum bei diesen zitierten Studien positive Ergebnisse herausgekommen sind: z.B. eine positive Lebenseinstellung, weniger Suchtmittel und gesuendere Lebensweise, Placeboeffekt, wissenschaftlich nicht erklaerbare Ergebnisse, und es kann ja sein, dass Beten doch hilft. Falls die Versuche nicht streng wissenschaftlich angelegt waren, ist das Ergebnis auch zweifelhaft.

Den Verlauf eines Einzelfalls koennen diese Studien nicht vorsagen.

Zum Schluss bleibt einem nur die persoenliche Entscheidung: finde ich Glaube und Halt in meiner Religiositaet und im Gebet, egal, ob ein Mediziner es nachweisen kann? Wenn ja, gibt es doch keinen Grund, darauf zu verzichten, egal, was die eine oder andere Studie aussagt.

tergram

Beten hilft doch!

#46 Beitrag von tergram » 30.03.2008, 11:13

42 hat geschrieben:Zum Schluss bleibt einem nur die persoenliche Entscheidung: finde ich Glaube und Halt in meiner Religiositaet und im Gebet, egal, ob ein Mediziner es nachweisen kann? Wenn ja, gibt es doch keinen Grund, darauf zu verzichten, egal, was die eine oder andere Studie aussagt.
Ja. Eben.

Selbst wenn der Nutzen nur in tiefer Versenkung, Kontemplation, und einem damit verbundenen ausgeglichenen Seelenzustand bestünde, wäre das ein Erfolg und würde vielen Menschen guttun. Ausserdem schadet ein Gebet keinesfalls.

Mein Fazit: Es gibt durch das Gebet nichts zu verlieren, aber zu gewinnen.

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Loreley 61
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#47 Beitrag von Loreley 61 » 30.03.2008, 12:45

Mein persönliches Fazit sieht etwas anders aus. Die Frage ist, können Gebete meinem Glauben schaden? Dazu würde ich sogar "Ja" sagen > unter gewissen Umständen!

"Hilft Gott nicht zu jeder Frist, so doch wenn es nötig ist!"

"Bittet, so wird euch gegeben!"

"Beten hilft immer!"

usw. Glasklare Versprechen!!!!!!!!!!!!!!!! Gehört in unzähligen Predigten.

Ich habe das mal geglaubt und danach gehandelt. Sprich: Ich habe regelmäßig und innig (z.B. um Hilfe) gebetet. Ohne Erfolg! Mittlerweile bin ich ziemlich enttäuscht darüber, dass man hier Versprechen abgegeben hat, die sich (bei mir) nicht erfüllt haben. Durch diese (und andere) Enttäuschungen hat sich mein Glaube minimiert. Die nicht erfüllten Gebete haben mir zwar nicht persönlich geschadet (auch nicht genützt), aber eben meinen Gottesglauben schon etwas erschüttert.

Ich denke, dass viele Menschen enttäuscht sind, wenn sich ihre Gebete nicht erfüllen. Enttäuschungen sind immer auch Schäden. Hingegen wird ein Nichtbeter auch nicht enttäuscht sein, denn er hegte von vornherein keine Hoffnung auf/in ein Gebet.

Na ja, tergram - ich habe schon Glaubenserlebnisse in der UF gelesen, wonach eine Frau nach innigen Gebeten, auch ihrer Segensträger, schwanger geworden sein soll. :roll: Natürlich mußte sie (und ihr Mann) ihren Teil dazu beitragen. :oops: Den Rest hat der liebe Gott gemacht. Ob`s so war.......hm............?

LG, Lory
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#48 Beitrag von 42 » 30.03.2008, 13:28

Loreley,

Wenn man Deine Beispiele beruecksichtigt, stellt sich die schwierige Frage, ob es einer Gruppe Menschen (sagen wir einmal, den NAKlern) objektiv besser geht als anderen. Sie machen doch die selben Lebenserfahrungen wie ihre Mit- (und Neben)menschen :wink: und stehen in der selben Lebenswirklichkeit. Dass sie anders damit umgehen koennen, ist eine andere Sache. Das Wort "koennen" ist im Sinne von " ... kann Ihnen helfen, ... zu tun" zu verstehen.

Uebrigens kenne ich das Beispiel "Beten hilft immer" anders: "Beten hilft. Viel Beten hilft viel".
------------------------------
Da kommen wir an eine problematische Grenzfrage, die auch die Frage der Theodizee beruehrt, und die Frage, ist eine Welt ohne Uebel vorstellbar? Ist ggf. eine Welt vorstellbar, die sich durch Abwesenheit einer genau definierten Menge von Uebeln auszeichnet?

Augenscheinlich ist die bestehende Welt {W} nicht unuebertrefflich gut, sie enthaelt auch Uebel. Nun haette ja ein allmaechtiger, allguetiger Gott in einer Welt {W+} die vorhandenen Uebel durch Wunder jeweils wieder aufheben koennen und dafuer Naturgesetze ausser Kraft setzen muessen. Oder Er haette eine Welt {W+} gleich von vorneherein mit solchen Naturgesetzen schaffen muessen, die keine Wunder erforderlich machen.

Laesst sich die Welt durch fortwaehrende Wunder optimieren? Wenn eine solche Welt {W+} auch Menschen enthielte, koennten die Menschen keine Gesetzmaessigkeit erkennen und planen, denn alle Uebel wuerden laufend durch Wunder verhindert.

In einer Welt {W+}, in der gelegentliche Wunder "das Schlimmste" verhindern, gaebe es verbleibende Uebel, von denen welche "als das Schlimmste" empfunden werden.

Ich wuesste nicht, wie dieses empirische Theodizee-Problem logisch (!) loesbar waere.

tergram

#49 Beitrag von tergram » 30.03.2008, 15:20

Cleo,

wenn du das Gebet nicht als 'Wunschzettel an Gott' verstehst, sondern als Konzentration auf die dem Menschen innewohnenden und ihm durch Gott geschenkten Kräfte, kannst du nicht enttäuscht werden.

Wenn man sich darüber hinaus aus der - auch in der NAK gern gepredigten - un-erwachsenen Haltung entwickelt und nicht klagend-fordernd an Gottes Rockzipfel hängt (lieber Gott, mach bitte ...), sondern Gott um Kraft bittet, dass wir das Unsere selbst tun können, hat man sich auch von der falschen Erwartungshaltung an einen stets allmächtigen Vatergott gelöst. Auch dies reduziert das Enttäuschungspotenzial deutlich...

Lobo

#50 Beitrag von Lobo » 30.03.2008, 16:01

Loreley 61 hat geschrieben:..."Beten hilft immer!"...
usw. Glasklare Versprechen!!!!!!!!!!!!!!!! Gehört in unzähligen Predigten...
Klack!

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