Kirchenpolitik in der NAK

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marána thá
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Kirchenpolitik in der NAK

#1 Beitrag von marána thá » 17.01.2014, 13:05

Ist Glauben ein Geschäft mit der Angst an den Menschen?

marána thá

Maximin

Re: Kirchenpolitik in der NAK

#2 Beitrag von Maximin » 17.01.2014, 13:13

Ist das "glauben", wenn man dabei Angst hat...?

Maximin + + +

tergram

Re: Kirchenpolitik in der NAK

#3 Beitrag von tergram » 17.01.2014, 13:18

Das grundsätzliche Wirkungsprinzip jeder Religion ist Angst:

- Angst vor dem finalen Ende der eigenen Existenz
- Angst vor der Einsamkeit des Menschleins in der Unendlichkeit des Universums
- Angst vor jenseitigen Strafen für irdische Verfehlungen

Die Marketingstrategie aller Religionen ist unübertroffen und seit Menschengedenken bewährt: "Schaffe Bedürfnisse und biete danach ihre Erfüllung an".

- Zuerst ist dem Menschen einzureden, er sei sündig, schuldbehaftet, ein Mängelexemplar, unwürdig.
- Dann sind ihm drastische Strafen im Jenseits anzukündigen: Höllenqualen, Trennung von der Gemeinschaft mit anderen.
- Danach kommt wie "jack-in-the-box" das Angebot der Religion: Befreiung von Schuld und Sünde, Erlösung, ewiges Leben bei Gott.

Wenn es das nicht schon gäbe, müsste man es glatt erfinden. Aber: Wer frei von diesen Ängsten ist, braucht keine Religion.

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Re: Kirchenpolitik in der NAK

#4 Beitrag von Comment » 17.01.2014, 13:30

Der britische Philosoph, Mathematiker und Nobelpreisträger Bertrand Russell hat dazu geschrieben:

Zitat
„Die Religion stützt sich vor allem und hauptsächlich auf die Angst. Teils ist es die Angst vor dem Unbekannten und teils, wie ich schon sagte, der Wunsch zu fühlen, dass man eine Art großen Bruder hat, der einem in allen Schwierigkeiten und Kämpfen beisteht. Angst ist die Grundlage des Ganzen – Angst vor dem Geheimnisvollen, Angst vor Niederlagen, Angst vor dem Tod. Die Angst ist die Mutter der Grausamkeit, und es ist deshalb kein Wunder, dass Grausamkeit und Religion Hand in Hand gehen, weil beide aus der Angst entspringen. […] Eine gute Welt braucht Wissen, Güte und Mut, sie braucht keine schmerzliche Sehnsucht nach der Vergangenheit, keine Fesselung der freien Intelligenz durch Worte, die vor langer Zeit von unwissenden Männern gesprochen wurden. Sie braucht einen furchtlosen Ausblick auf die Zukunft und eine freie Intelligenz.“

aus "Warum ich kein Christ bin" von B. Russell

_
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Re: Kirchenpolitik in der NAK

#5 Beitrag von _ » 17.01.2014, 13:32

Mir stellt sich da vielmehr die Frage: Was hat der Thread-Titel mit dem Eingangsposting zu tun? :?

tergram

Re: Kirchenpolitik in der NAK

#6 Beitrag von tergram » 17.01.2014, 14:36

...auch der Zusammenhang mit religiösem Missbrauch erschliesst sich mir nicht... und mit Kirchenpolitik der NAK noch weniger...
Vielleicht kann uns der Threaderöffner etwas zu seiner Motivation sagen?

"Religion gilt dem gemeinen Manne als wahr, dem Weisen als falsch und dem Herrschenden als nützlich." (Seneca d.J.)

Boris
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Re: Kirchenpolitik in der NAK

#7 Beitrag von Boris » 07.06.2014, 12:06

marána thá hat geschrieben:Ist Glauben ein Geschäft mit der Angst an den Menschen?

marána thá
Angst ist eines der Grundgefühle des Menschen und hat die Funktion, vor Gefahr zu warnen.

Wenn man will, kann Glauben ein Geschäft mit der Angst sein. Dazu erfinde ich angebliche Gefahren auf einem Gebiet, auf dem der zu Ängstigende unwissend ist.

LG Boris
Wenn ich mich selbst wirklich kenne, kenne ich auch meine Mitmenschen. Wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch andere lieben.

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