Wie der Wein zu Wasser wurde - gelebte Solidarität

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glasperle
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Wie der Wein zu Wasser wurde - gelebte Solidarität

#1 Beitrag von glasperle » 02.03.2017, 20:53

Einmal beschlossen die Bauern, dass ein jeder für ein großes Fest eine Flasche Wein mitzubringen hatte. Der Wein dieser Flaschen sollte dann in ein großes Fass als Zeichen der Gemeinsamkeit geschüttet werden. So geschah es dann auch. Wie in einer feierlichen Prozession zogen die Festgäste vorüber und leerten ihre Flaschen in das große Fass. Als nun alle mitgebrachten Flaschen zusammengegossen waren, wurde ausgeschenkt. Dann erhob man sich von den Plätzen und prostete sich feierlich zu.

Doch als die Bauern den ersten Schluck getrunken hatten, blickten sie sich alle mit einem verdutzen Blick an und schauten schließlich beschämt zur Erde. Das vermeintliche Weingemisch, zu dem jeder seinen Anteil beigetragen hatte, war nichts anderes, als pures Wasser.

Boris
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Re: Wie der Wein zu Wasser wurde - gelebte Solidarität

#2 Beitrag von Boris » 04.03.2017, 14:48

Eine schöne Geschichte, die aus dem Leben gegriffen sein könnte.
So hat gleich jeder "Bauer" seinen Spiegel erhalten, der ihm sein asoziales Verhalten zeigte und dieses auch von den anderen erkannt wurde, egal ob sie Christ, Atheist, Kommunist ... waren.
Die Sitiation hatte für die Bauern aber den Vorteil, dass niemand als Ankläger auftrat :lol:. So wird asoziales Verhalten gesellschaftsfähig. Wenn es alle tun, ist es normal.

LG Boris
Wenn ich mich selbst wirklich kenne, kenne ich auch meine Mitmenschen. Wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch andere lieben.

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