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 Betreff des Beitrags: Re: Christ sein, was ist das?
BeitragVerfasst: 11.09.2012, 10:33 
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Der ist ein (getaufter) Christ, der an Jesus Christus, als den Gottessohn glaubt und sich redlich bemüht, nach der Bergpredigt zu handeln.
+ + +

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Der kleine Glaube hat denselben starken Heiland wie der große Glaube.


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 Betreff des Beitrags: Re: Christ sein, was ist das?
BeitragVerfasst: 15.09.2012, 11:11 
*nachdenk*

Die Frage von "laura1" war nicht, WER Christ ist, sondern WAS es bedeutet, Christ zu sein.

Die alleinige Berufung auf jemanden, der vermutlich vor 2000 Jahren lebte (Beweise für den historischen Jesus gibt es ja nicht) und die Dauerwiederholung des Bekenntnisses können nicht gemeint sein - so habe ich die TE verstanden.

Was wir bisher an "WAS" zusammengetragen haben, lässt sich auf Gläubige anderer Religionen ebenso übertragen, wie auf nicht-gläubige Menschen.

WAS also das Christ-sein im Kern ausmacht, ist noch offen....


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 Betreff des Beitrags: Re: Christ sein, was ist das?
BeitragVerfasst: 15.09.2012, 13:13 
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(AGB ) 155 Bist du ein Christ…?
1
Bist du ein Christ nach dem Bekenntnis?
Bist du es denn auch in der Tat?
Ist dir auch offen das Verständnis,
ob du noch gehst den schmalen Pfad,
ob du noch gehst den schmalen Pfad?
Gib dich nicht hin dem falschen Wahn,
es hängt die Ewigkeit daran,
es hängt die Ewigkeit daran!
2
Besinne dich und stehe stille,
denk über deinen Zustand nach!
Noch ist für dich der Gnaden Fülle;
sei nüchtern über dich, sei wach,
sei nüchtern über dich, sei wach!
Dring durch die enge Pforte ein,
du mußt aus Geist geboren sein,
du mußt aus Geist geboren sein.
3
Gott läßt es nicht an Rufen fehlen;
drum, Sünder, auf, heut beuge dich!
Noch kannst du Fluch und Segen wählen;
bedenk, es gilt für ewiglich,
bedenk, es gilt für ewiglich!
Ihn jammert deine große Not;
er will ja nicht des Sünders Tod,
er will ja nicht des Sünders Tod.
4
Willst du die Gnade nun verachten,
die dir heut Gottes Langmut reicht?
Bedenk, die Seele muß verschmachten,
wenn seine Liebe von dir weicht,
wenn seine Liebe von dir weicht!
Heut, heut komm mit gebeugtem Sinn,
gib jetzt dein Herz dem Heiland hin,
gib jetzt dein Herz dem Heiland hin!

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 Betreff des Beitrags: Re: Christ sein, was ist das?
BeitragVerfasst: 15.09.2012, 14:49 
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:) Lieben Freunde,
was ist das für ein Christ, der im Namen Dreinigkeit Gottes getauft wurde und dann ernsthaft fragt: „Christ sein, was ist das?“ Hat so jemand nicht in Wahrheit seinem Christenstand abgesagt...?

Nun scheint es mir anhand der vorliegenden Beispielsfälle allerdings so zu sein, dass die Absage tatsächliche keine solche ist. Man tut nur so als wenn, aber, wer genau hinhört, der erkennt deutlich, dass sie ihren Christenstand nicht wirklich abschütteln können, so sehr sie sich auch noch so verkrampft darum bemühen.

Meine Bibel erklärt mir dieses Dilemma im Psalm 139:

Gott der Allwissende und Allgegenwärtige

1 "Ein Psalm Davids, vorzusingen." HERR, du erforschest mich und kennest mich. 2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.
3 Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege.
4 Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wüsstest. 5 Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.
6 Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen.
7 Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? 8 Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. 9 Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, 10 so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. 11 Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein -, 12 so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.“


Bleibt die Frage einstweilen unbeantwortet: “Wer oder was hat den diesbezüglich Betroffenen ihren Christenstand vergiftet bzw. geraubt…?

Liebe Grüße, landauf und landab, vom Maximin :wink:

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Zuletzt geändert von Maximin am 16.09.2012, 13:06, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Christ sein, was ist das?
BeitragVerfasst: 15.09.2012, 15:26 
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Zitat:
Die Frage von "laura1" war nicht, WER Christ ist, sondern WAS es bedeutet, Christ zu sein.


Egal auf welche Religionen wir schauen:
Ich habe das Gefühl, es bedeutet in erster Linie seinen Verstand ein ums andere Mal zu vergewaltigen - zu dürftig, was uns übermittelt ist, um daraus gehorsamst und untertänig einer organisierten Religion zu folgen. Es bedeutet sich selbst klein zu machen - nicht gerade gut fürs Selbstvertrauen. Und es bedeutet bis in unsere Zeit sehr viel Gewalt auf Erden. Keinen Frieden. Erst jetzt wieder Ausschreitungen und Gewalt wegen eines Schmäh-Videos. Laut Presse ist der Filmemacher ein koptischer Christ.:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 55979.html

Beides ist hier zu verurteilen - das Video und die anschließende Gewalt von Seiten islamischer Menschen. Erst kürzlich schrieb ich anderswo, dass unsere Welt ohne die organisierten Religionen wohl wesentlich friedlicher wäre. Vielleicht haben Gläubige auch ihre Religionsgründer falsch verstanden. Nächsten-und Feindesliebe ist nicht erst seit Jesus eine Grundforderung an Gläubige aller Religionen. Allerdings ist Gewaltverherrlichung (durch Gott, besonders im AT)eben auch Bestandteil heiliger Bücher. Im Kern ist besonders auch die Misssion - als ein Grund von vielen - zu sehen, warum die monotheistischen Religionen untereinander keinen Frieden halten wollen. Jede für sich meint den einzigst richtigen Glauben zu haben und läßt anderes nicht gelten.

LG, Lory

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Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
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Namaste


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 Betreff des Beitrags: Re: Christ sein, was ist das?
BeitragVerfasst: 16.09.2012, 11:56 
Glaube und Religion sind nicht gefährlich!

Gefährlich werden beide nur wenn sie fanatisch werden!

Gefährlich wird es auch dann, wenn nicht die Fanatiker selbst, sondern die vermeintlichen Provokateure verurteilt werden.

Es käme ja auch niemand auf den Gedanken, ein Kaufhaus der Provokation zu bezichtigen, weil ein Ladendieb etwas gestohlen hat . . .

LG Adler


Zuletzt geändert von Adler am 16.09.2012, 13:03, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Christ sein, was ist das?
BeitragVerfasst: 16.09.2012, 12:05 
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Loreley,

auf die Bergpredigt habe ich bereits oben aufmerksam gemacht. Christ
sein bedeutet m. E. aber auch, wes "Geistes Kind" wir sind, was uns antreibt, was uns im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen genießbar macht und insoweit eben das Menschsein vorwärts bringt. Worum bemüht sich ein lebendiger Christenmensch? Der hl. Apostel Paulus antwortet so:

„22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit;“ (Galater 5, 22 + 23 / Luther 1984)

Schönen Sonntag weiterhin, Maximin

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 Betreff des Beitrags: Re: Christ sein, was ist das?
BeitragVerfasst: 16.09.2012, 15:06 
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Ja sicher, die Früchte des Geistes..............die Bergpredigt............

aber wo siehst du diese Früchte im Christentum verwirklicht? In unserer westlichen Ellenbogengesellschaft? Oder in der Unfreiheit des Islam? Ähnliche Anforderungen(Früchte des Geistes) wird sicher auch der Islam oder das Judentum stellen - doch wo ist da Frieden, Freude.....usw.?Papier ist geduldig - und mir scheint, als wenn sich Gläubige (egal welcher Religion) nicht mehr um diese Früchte scheren, als es ein Ungläubiger tun würde/könnte. Wobei auch Ungläubige durchaus freudig, freundlich.....und in der Liebe offenbar werden können. Würden sich alle nach den Lehren ihrer heiligen Bücher richten,(zumindest die positiven Lehren) gäbe es keine Glaubenskriege, keine Terroranschläge, keinen Unfrieden. Mir scheint es aber so zu sein, als hielten sich Gläubige eher an die negativen Aussagen ihrer heiligen Schriften, wonach der jeweilige Gott durchaus den Tod oder die Bestrafung Andersdenkender befiehlt. Wenn jeder denkt, nur er habe die einzig richtige Religion und müsse andere unbedingt missionieren - dann ist da ein gewaltiges Unruhepotential gelegt. Diese Früchte des Geistes - und das sei nochmals unmissverständlich geschrieben - können auch von Atheisten erfüllt werden. Ganz ohne irgendeinen Geist. Aber von Gläubigen darf es absolut erwartet werden - nur: Ist es auch so? Eine gigantische Blutspur zieht sich durch die Religionsgeschichte(n).

LG, Lory

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 Betreff des Beitrags: Re: Christ sein, was ist das?
BeitragVerfasst: 05.07.2015, 10:04 
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Registriert: 06.11.2013, 20:38
Beiträge: 784
Maximin hat geschrieben:
:) Meine liebe Laura,
ich weiß nicht zu bewerten ob der ehemalige Kommunist und Erz-Sozialdemokrat, Herbert Wehner, im tiefsten seines Herzens ein christgläubiger Mensch war. Was ich aber gewiss weiß ist, dass er eine Herrlicher Debattenredner im Deutschen Bundesstag war, dass er die SPD mit dem Godesberger Programm von 1959 (http://www.hdg.de/lemo/html/DasGeteilte ... ueSPD.html)

aus der „kommunistenverdächtigen Sozialistenecke“ herausführte und diese politische Organisation zu einer bis heute akzeptierten großen Volkspartei umgeformt hat.

Was hat das mit Deiner Fragestellung „Christ sein, was ist das?“ zu tun? Ich versuche es Dir auf meine Weise zu erklären. Wenn man diesen Vergleich zulassen kann, dann hat der Jesus von Nazareth auch so etwas wie eine „Regierungserklärung bzw. ein Grundsatzprogramm“ verkündet.

Man findet das im Matthäusevangelium im Kapitel 5. Wer das wertfrei und unvoreingenommen liest, der wird den Erzsozialdemokraten, Herbert Wehner, verstehen, wenn der sinngemäß sagte, wonach die Bergpredigt des Jesus von Nazareth, ein klares Bekenntnis zum Humanismus darstellt.

Liest man diese Jesusworte und versucht, sie in ihrer ganzen Tiefe zu erfassen, dann erkennt man sehr schnell, dass es sich nicht um eine „Istbeschreibung“ handelt, sondern ein anzustrebendes Ideal. Sich dazu auf den Weg zu machen, das bedeutet für mich Christ zu werden. Christ zu sein ist ein Ziel das anzustreben sich lohnt. Für einen selbst, für seine Mitmenschen und es ist der erste Schritt zu dem zurück, der uns erschaffen hat.

Liebe Güße vom Maximin :wink:

„5:1 Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm, 5:2 Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: 5:3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. 5:4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. 5:5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. 5:6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. 5:7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. 5:8 Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. 5:9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. 5:10 Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr. 5:11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, so sie daran lügen.“

Ich möchte an dieser Stelle dieses Thema wieder hochbringen. Der letzte Beitrag ist schon ein paar Jahre her. So könnte es interessant sein, was dazu noch beigesteuert werden wird. Ich tue es aus dem Beitrag vom lieben Maximin heraus, weil ich sehr interessant finde, was er damals dazu schrieb.

Ich würde gern ergänzend fragen: Was treibt uns an, Christ zu sein? Was bringt mir das Christ sein noch all den großen Enttäuschungen?

LG Boris

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Wenn ich mich selbst wirklich kenne, kenne ich auch meine Mitmenschen. Wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch andere lieben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Christ sein, was ist das?
BeitragVerfasst: 26.10.2016, 17:13 
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Wenn ich Eizelgänger bin, ist es laut christlicher Lehre nicht möglich, glaubhafter Christ zu sein. Man kann doch aber auch als Einzelgänger uneogistisch in der Gesellschaft und Gemeinschaft leben. Wiso darf es einem Einzelgänger nicht erlaubt sein Individualist zu sein? Deshalb bin ich doch immer noch Christ!

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Glaube, Liebe, Hoffnung


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