Christ sein, was ist das?

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Adler

Re: Christ sein, was ist das?

#11 Beitrag von Adler » 18.06.2012, 15:37

Ich für meinen Teil beantworte die Frage nach dem Christsein so:

Um zu verstehen was eigentlich Christsein bedeutet, muss man sich der ganzen Größe Gottes bewusst werden. Die allmächtige Schöpferkraft schuf die Menschen in ihrer Verschiedenheit mit all ihren unterschiedlichen Vorstellungen von ihm.

Christen bilden nur einen Teil der Menschheit.

Ihre Vorstellung von der allmächtigen Schöpferkraft beschreibt das Neue Testament der Bibel sehr anschaulich. Allerdings ist diese Beschreibung im Laufe der Jahtausende, durch die jeweiligen zeitbedingten Umstände und Meinungen der Menschen, mehr und mehr vom Ursprung abgewichen.

Christsein bedeutet, sich als einen Teil der von der allmächtigen Schöpferkraft, welche wir Christen Gott oder allmächtiger Vater nennen, zu erkennen, sich als Teil des Ganzen zu sehen und zu verstehen nicht aber als den wichtigsten Teil der Menschheit.

Ein Krümel ist auch nur ein Teilchen vom Kuchen, nicht aber der Kuchen selbst . . .

Erst alle Krümel zusammen, machen den Kuchen aus.

LG Adler

Laura1
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Re: Christ sein, was ist das?

#12 Beitrag von Laura1 » 18.06.2012, 21:45

Wow, ich schaue hier rein und entdecke so tolle Einträge und Gedanken.. :D

An tergram.., ich mag freche Fragen. Freche Fragen regen zum nachdenken an.. :wink:

Ich frage auch noch mal.
Jesu sprach: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Heißt das nur wer an Jesu glaubt, Christ ist, findet zu Gott. Alle anderen nicht... ?!

LG Laura1
Scheint die Inversion absurd und unglaubwürdig, ist die Wahrheit ganz nah.

Kristallklar
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Re: Christ sein, was ist das?

#13 Beitrag von Kristallklar » 19.06.2012, 07:19

Es gibt keine einfache Antwort darauf.
Ich persönlich kann die Frage nicht beantworten, ob jemand und wenn, dann wer zu Gott kommt.
Und auch kein Mensch der Erde darf es bewerten oder bestimmen, ob und wer im 'Erlebensfall' zu seinem Gott 'darf'.

Tatsache ist, jeder Mensch geht den Weg des Werdens und Vergehens.
Mit oder ohne einen Gott. Daran kommt niemand vorbei.

An was und wen er zeitlebens seinen Geist und sein Herz hängt, kann fast jeder Mensch selbst bestimmen, wobei es die Menschen bedeutend schwerer haben, denen von Kindesbeinen an ein Glaube anerzogen und ohne Chance auf freie eigene Entwicklung übergestülpt wurde, aus dessen Zwängen sie sich erst einmal befreien müssten, um danach eine einigermassen freie Glaubensentscheidung treffen zu können.
Es gibt Menschen, die dann nicht mehr glauben können und nicht mehr glauben wollen.

Es ist nichts verwerfliches daran, wenn ein Mensch ein schönes Gefühl haben will, wenn er darüber nachdenkt, was nach seinem Tod einmal sein wird.
Wie schön ist es für jemanden sein kann, der glaubt, in einem Jenseits erwartet zu werden und nicht alleine zu sein oder für immer einfach nichts mehr ist, oder?
Dass er erwartet wird von einem Gott und seinem Sohn, oder von dem, was er sich unter dem jenseitigen höheren Wesen so vorstellt.
Das hat bei vielen, aber noch lange nicht bei allen den erfreulichen Nebeneffekt, dass der Lebenswandel angepasst meist friedlich und 'gottgefällig' verläuft.

Genau so ist nichts verwerfliches daran, als Ungläubiger einfach akzeptieren zu können, mit dem Sterben des Körpers ist die eigene Existenz vorbei, er wird wieder zu einem Nichts im Nirgendwo in den Weiten des Universums, aus dem er auch gekommen ist. Und mit diesem Gedanken auch zufrieden mit sich und der Welt leben kann.
Dabei ist noch anzumerken, daß ein Ungläubiger einen zuweilen 'christlicheren' Lebenswandel hinlegt als ein selbsternannter Christ.

An beiden 'Versionen' ist doch nichts beängstigendes.

Böse kann es werden und ist es, wenn ohne Rücksicht aufeinander gegenseitig versucht wird zu missionieren, wobei jeder einen Besitzanspruch der 'Richtigkeit' seiner Überzeugung beansprucht.
Es scheint unmöglich zu sein, dass jeder jeden sein und leben lässt, wie er es für richtig empfindet.
Gier nach Ruhm, Macht und Geld regiert die ganze Welt. Das lässt bei so manchem jeglichen guten Willen scheitern.

Kristallklar

Laura1
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Re: Christ sein, was ist das?

#14 Beitrag von Laura1 » 19.06.2012, 11:31

Liebe/er Kristallklar,
Deine Gedanke könnten meine sein.
Kurzum, ich könnte unter Deinem Eintrag mit "Laura1" unterschreiben. :D :wink:
Scheint die Inversion absurd und unglaubwürdig, ist die Wahrheit ganz nah.

tergram

Re: Christ sein, was ist das?

#15 Beitrag von tergram » 19.06.2012, 14:16

Es mag tröstlich sein, an ein Weiterleben nach dem Tod zu glauben (was übrigens nicht nur Christen tun!), im Himmel, bei Gott - wie auch immer man das Überirdische in irdische Worte fassen mag. Glaubensüberzeugungen und Hoffnungen auf die Zeit nach dem Tod des Körpers haben den Charme, so unwiderlegbar wie unbeweisbar zu sein.

Ich möchte daher die Frage "Christ sein, was ist das?" lieber im Leben, in den Niederungen dieser Welt und im Alltag ansiedeln. Weil wir nur darüber aus Erfahrung (miteinander) reden können.

Wie ist es mit dem schon zitierten Satz "Ich bin der Weg..." - kommt nur der Mensch zu Gott, der an Jesus glaubt?
Sind die Christen auf dieser Erde, obwohl zahlenmäßig in der Minderheit, Gottes eigener Exclusiv-Club, sozusagen die Kinder Gottes ersten Grades?
Sind alle Bemühungen, Gott (dem Göttlichen...) in anderen Religionen (auf andere Weise) zu dienen, zum Scheitern verurteilt?
Sind die Christen unter den Menschen das, was die Neuapostolischen nach eigenem Bekenntnis unter den Christen sind, nämlich "Gottes Erwählte"?

Wenn man diese Fragen mit "nein" beantworten muss, stellt sich die Frage nach dem Sinn des Christ seins.

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Re: Christ sein, was ist das?

#16 Beitrag von Maximin » 19.06.2012, 16:02

Es wird gefragt: „Sind die Christen unter den Menschen das, was die Neuapostolischen nach eigenem Bekenntnis unter den Christen sind, nämlich "Gottes Erwählte"? Wenn man diese Fragen mit "nein" beantworten muss, stellt sich die Frage nach dem Sinn des Christ seins.“

Den Sinn des „Christseins“ an der Glaubensüberzeugung einer vergleichbar kleinen christlichen Sonderkirche, in diesem Fall der NAK, festzumachen, das entblößt m. E. eine gewisse Unsicherheit dessen der so fragt. Motto: „Und wenn die vielleicht doch Recht haben…?“

Nach meinem augenblicklichen Erkenntnisstand habem die selbstverständlich nicht Recht. Vielmehr ist deren Lehren eine irreleitende Anmaßung, die den christlichen Glauben anderer Bekenntnisse mit Füßen tritt.

Christsein entscheidet sich in erster Linie daran, ob man an Jesus Christus, den Sohn Gottes, glaubt oder eben nicht. Wer das nicht glauben kann, der ist deshalb als Mensch trotzdem eine von Gott geliebte Persönlichkeit.

Christ sein bedeutet u. a. daran zu glauben, dass Jesus Christus mit Vollmacht gesagt hat:

„16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. 18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes." (Ev. Johannes 3, 16-18)

Und was ist dann mit denen, die daran nicht oder nicht mehr glauben können, nur, weil sie von irrenden Menschen schwer enttäuscht wurden? Ich weiß diese Frage leider auch nicht abschließend zu beantworten. Ich meine aber, dass man so ein wenig Spielraum dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs schon noch einräumen sollte – oder nicht…?

Wer an diesen Gott der Väter allerdings nicht (mehr) glauben kann, ihn bestenfalls, schlimmstenfalls, für tot erklärt, der scheint ja überhaupt keine Probleme mehr zu haben. Aber ganz sicher bin ich mir dabei nicht. Denn am Ende bleibt ja immer noch die eine entscheidende Frage offen: „Und wenn Gotte doch lebt und die Himmel nicht leer sind…?

Maximin + + +
Zuletzt geändert von Maximin am 19.06.2012, 21:51, insgesamt 1-mal geändert.
Der kleine Glaube hat denselben starken Heiland wie der große Glaube.

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Re: Christ sein, was ist das?

#17 Beitrag von Comment » 19.06.2012, 18:54

Hallo werte Freunde,

Christsein geht auf in

Handeln nach diesem Gebot: Markus 12 Vers 30 '... du sollst Gott, deinen HERRN, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüte und von allen deinen Kräften." Das ist das vornehmste Gebot. 31 Und das andere ist ihm gleich: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Es ist kein anderes Gebot größer denn diese.

Das scheint mir ein Weg für alle Menschen zu sein, die an (einen) Gott glauben! :wink:

Seid herzlich gegrüßt!
Com.

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Re: Christ sein, was ist das?

#18 Beitrag von Gaby » 22.06.2012, 23:22

Wie ist es mit dem schon zitierten Satz "Ich bin der Weg..." - kommt nur der Mensch zu Gott, der an Jesus glaubt?

An anderer Stelle habe ich einmal so geantwortet ... lange ist es her, 42 Jahre alt war ich seinerzeit, aber diese Überzeugung habe ich immer noch:

>>Genauso sehe ich diese Bibelstelle ...

"5Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; wie können wir den Weg wissen? 6Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Joh 14,5f)

... etwas anders. Die meisten Christen stützen darauf ihre Exklusivität. Ursprünglich gilt die Frage dem "richtigen Weg" (siehe die Frage des Thomas), die meisten Christen verstehen aber darunter, dass man an die Person Jesus glauben muss, um errettet zu werden.

Ich sehe es eher so, dass wir so wie Jesus leben und handeln sollen.
SEINEN WEG gehen sollen. Den Weg der Liebe
Wenn wir so leben und handeln wie Jesus, kommen wir zum Vater.

Ich glaube, diese Sicht ähnelt der tergrams ... den Weg der Liebe gehen wir im hier und jetzt (wenn wir ihn denn gehen) ...

>>Ich möchte daher die Frage "Christ sein, was ist das?" lieber im Leben, in den Niederungen dieser Welt und im Alltag ansiedeln. Weil wir nur darüber aus Erfahrung (miteinander) reden können.<<

Ansonsten stimme ich Comment zu ...

Das scheint mir ein Weg für alle Menschen zu sein, die an (einen) Gott glauben!
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)

Adler

Re: Christ sein, was ist das?

#19 Beitrag von Adler » 10.09.2012, 15:21

Ich habe da mal eine wirklich gute Nachricht:

Der im Iran wegen des Abfalls vom Islam zum Tode verurteilte Pastor Youcef Nadarkhani ist frei.


Quelle :arrow: http://pro-medienmagazin.de/nachrichten ... on]=detail


LG Adler

P.S. Lieber Admin/Moderator, wenn ihr der Meinung seit, dies ist nicht der richtige Thread, bitte verschieben. Danke!

Laura1
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Re: Christ sein, was ist das?

#20 Beitrag von Laura1 » 10.09.2012, 21:42

Authentizität bedeutet für mich auch, Christ zu sein.

Jesu, Christus, verkörperte Authentizität. Er war nicht heuchlerisch - und nicht falsch. Da gab es keine Scheinheiligkeit.

LG Laura1
Scheint die Inversion absurd und unglaubwürdig, ist die Wahrheit ganz nah.

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